SL und der Satan

Gestern nun bin ich das erste Mal (ohne Ahnung, Plan und Vorinformation) ins Second Life eingetaucht. Oder besser gesagt habe ich geklickt … und es ist mir erschienen.

Kurze Zeit nachdem es mir erschienen ist, habe ich eine weitere Erscheinung. Der Satan. Und der spricht Englisch. Auch wenn ich des Englischen nicht mächtig gewesen wäre, wäre mir die Message seiner Ansprache nicht entgangen. Es ging darum, ob ich Interesse hätte, super Sex, viel Sex, exzessiven Sex zu haben und die Geheimplätze, wo ich diesen praktizieren können, kennenlernen möge.

Ich versuche ihm zu unterbreiten, dass ich mit SM vorhin Social Media gemeint hatte und mitnichten Sado-Maso. Außerdem wolle ich weder in die Hölle noch ins virtuelle Freuden-Haus, sondern ins SL.
Nach einigem hin und her, gibt er schießlich auf, lässt von mir ab (ich bin ihm anscheinend zu „intellektuell“… oder zu blöd?), und verschwindet so lautlos, wie er aufgetaucht war.

Frustriert stehe ich herum… und mir schwant, dass ich hier eine Lernchance habe ziehen lassen. Satan hätte mir bestimmt gerne erklärt, wie ich mir ein virtuelles Negligé überwerfe. Oder aber meine Arme und Beine etwas koordinierter bewegen kann. Nun ja, zu spät.

Aber ich habe ja noch meine Kontakte im Social Web. Ich frage auf Twitter nach, wer mich denn ans virtuelle Händchen nehmen könne, um mich vor dem Bösen zu beschützen, und mich in wundersame Welten zu führen.

Danke schon einmal vorab bei M. (meiner versierten Twitter-Bekanntschaft), bei E. (meiner versierten Facebook-Bekanntschaft) und bei A. (meiner versierten Blog-Bekanntschaft).
Ihr dürft nicht nur gespannt sein, über Berichte der ersten Schritte einer totalen SL-Anfängerin (dass es sowas überhaupt noch gibt?) sondern ich darf es auch, wie verschieden es E., A. und M. angehen werden, eine solche ins SL einzuführen.

Und wenn jetzt meine Zugriffszahlen wegen der Begriffe „Sex“, „einführen“, „Freuden-Haus“ und „Sado-Maso“ gleich ins Unermessliche steigen, haben wir den erneuten Beweis: Sex sells. Auch wenn’s sich nur um virtuellen handelt.

Gute Nacht.

14 Antworten auf „SL und der Satan“

  1. @Michael

    Ich glaube – alle.

    Die Psychologen bekommen in den nächsten Jahren deswegen einiges zu tun, aber es sieht so aus, als traut sich das kaum wer laut zu sagen. Ich sehe kein Problembewusstsein in der Öffentlichkeit. Aber vielleicht will man nicht extra darauf hinweisen, was sowieso jedes Kind heute weiß.

    … und ich verstehe ich die Eltern nicht, die sich Facebook, Twitter und Co verweigern, aber naiv glauben, dass die Kids im Kinderzimmer „nur“ Counterstrike und Sims spielen. („Wenigstens kloppt er sich nicht auf der Straße“)

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