Hauptsache: Die Quote stimmt!

Leider leider wurde ich von RL-GeschĂ€ften (Hund musste mal 😉 ) davon abgehalten, Uni 2.0 #tazlab bis zum Ende zu verfolgen. Die Aussage, ĂŒber die ich mich im Folgenden ereifere, fiel jedoch schon ganz zu Beginn. Gesprochen vom großen @ciffi.

Aufgrund der Wallung, die diese in mir ausgelöst hat, kann ich nicht wortgenau zitieren, nur paraphrasieren. Der Satz des Anstoßes lautete (zumindest so in etwa):

Nicht auf die Anzahl der Follower kommt es an, sondern auf die Quote.

Veranlasst war dieser ĂŒber die Selbstvorstellung von @cervus, gleichsam ein Star unter den Twitterern, z.B. abzulesen an der (zu jenem Zeitpunkt) Follower-Zahl von 1603, mittlerweile im Übrigen schon wieder 1606. Seine „Quote“ ist so gut, wie seine Follower-Zahl hoch ist. Die Quote, um die es sich hierbei handelt, besteht im VerhĂ€ltnis von Verfolgten und Verfolgern. Je weniger Twitterer man verfolgt und je mehr einem folgen, desto besser schneidet man ab. Wobei niemandem zu folgen und von allen verfolgt zu werden, ist auch schon wieder verpönt. Das angestrebte Optimum ist wohl ein VerhĂ€ltnis von 1:3. FĂŒr jeden, dem ich folge, folgen mir wiederum drei.

Genug der Vorrede… ich war, kurz gesagt: entrĂŒstet.

Aber warum nur?

1. Wo bleibt das „Spielerische“?
ZurĂŒck in die Schule/ das Studium versetzt. Wenn ich mich (gerade mal) darauf konzentriere, auf eine Klausur, Hausarbeit oder was auch immer eine Spitzen-Beurteilung zu bekommen, geht mir (persönlich) ehrlich gesagt ein bisschen die Freude an der Sache verloren. Es ist das Spielerische, das Tun um des Tuns willen, das Ausprobieren um des Ausprobierens willen, das mir dann (gelegentlich) aus dem Blick gerĂ€t.

Ich möchte aber lieber mal den einen oder anderen Schrott-Account auf Twitter hinzufĂŒgen, ein bisschen lesen, vielleicht wieder „kicken“, oder aber auch vergessen und vergammeln lassen.

Ich möchte auch mal zwei drei Tage ĂŒbelst langweilige Dinge twittern dĂŒrfen.. ohne gleich zu denken… „Oh je, jetzt denken meine ganzen Follower, sie ist doch dement… schnell weg von ihr, das steckt an“.

2. Stars sind halt (nur) Stars…
Wende ich meinen Blick weg vom „Produzieren“ von Tweets hin zum „Rezipieren“, auf die Auswahl derjenigen, denen ich folge, so stelle ich ebenso Erstaunliches an meinem Verhalten fest. Ich meide (aus welchen GrĂŒnden auch immer) populĂ€re Twitterer. Lange habe ich gezögert, z.B. @cspannagel zu folgen, auch an @cervus habe ich mich erst vor kurzem drangehĂ€ngt. Wie kommt’s?

3. Was fĂŒr mich zĂ€hlt ist … Kommunikation
Wahrscheinlich Vorurteile. FĂŒr mich machen der Nutzen von Twitter vor allem die neu (oder ĂŒberhaupt erst) gewonnenen Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten aus. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Stars (aus welchem Bereich auch immer) ĂŒberhaupt (noch) kommunizieren können, weil jeder irgendwann an seine KapazitĂ€tsgrenzen stĂ¶ĂŸt… und zwangslĂ€ufig selektieren muss, mit wem er sich wieviel austauscht.
In diesem Aspekt habe ich mich allerdings offensichtlich getĂ€sucht, wie ich an dieser Stelle zugeben muss. Twitter-Stars sind kommunikativ. Was mich auf die Hypothese bringt…

4. Oder bin ich einfach nur neidisch?
Da verlinkt einmal ein @cervus auf meinen Blog, …der daraufhin in den Genuss ungeahnter Zugriffszahlen kommt. Da redet man in der Pause mit der Kollegin ĂŒber Social Media… und wen kennt sie in seiner Twitter-Rolle? Dreimal dĂŒrft ihr raten.

Ja. Das muss es sein. Ich bin neidisch. Weil ich auch ein (Twitter-)Star sein will. Deswegen, ihr Twitter-Stars. Verratet mir doch mal, wie ihr das macht?

… damit die mons7 …. zur Quotenfrau werden kann 😉 😉 😉

8 Antworten auf „Hauptsache: Die Quote stimmt!“

  1. Da musst du nur einem dieser Gurus folgen: „Boost the number of your followers – 20.000 in two weeks!“ … oder so.
    Aber Vorsicht: Wenn du dann mal soooviele Followers hast, bin ich weg 😉

  2. Dabei bin ich manchmal schon neidisch, wie du es machst so aktiv bei Twitter zu sein und deine Reaktionen auf deine BlogbeitrĂ€ge sind doch auch nicht zu verachten. Damit hast du sicher mehr Quote als Phoenix Zuschauer 😉

    Ich fĂŒr meinen Teil wĂŒrde aber eher ein anderes Kriterium als die Zahl der Kontakte zur Beurteilungsgrundlage machen – die Relevanz. Weniger wichtig wieviele Leute mir folgen bzw. wievielen ich folge ist doch, ob ich mit den fĂŒr mich relevanten Menschen in Kontakt steht. Was nutzen mir beispielweise 1.000 Follower aus dem Bereich „Stahlschweißen“, wenn das was ich dort erfahre mich vermutlich so wenig interessiert wie die meine Tweets. Sicher soll man auch ĂŒber den Tellerrand schauen, aber von Zahlen lasse ich mich – hoffentlich – nicht so schnell beieindrucken und unter Druck setzen.

    VG,
    Crossyard
    *der eher in der Phoenix-Liga spielt, aber zufrieden ist*

  3. Quote? Und wie die aussehen muss, damit man ein Star ist? DarĂŒber hab ich noch nie nachgedacht. Diese Regeln sind doch bloß nachtrĂ€glich gemachte Interpretationen und Festlegungen in einem durch und durch experimentellen PraxisgeschĂ€ft.
    Ich jedenfalls freue mich an der Kommunikation mit Dir, sowohl an Deinen tweets, wie auch an den GesprĂ€chen auf #ec10hh, wie auch an diesem so herrlichen post! Block mich bloß nicht!

  4. @(vils)rip @Crossyard @Lisa Rosa …
    … ich liebe euch 🙂 (nicht nur fĂŒr eure erfrischenden Kommentare)

    … da fĂŒhl ich mich doch gleich wie Phoenix aus der Asche, die lieber den (vils)rip als 20.000 Stahlschweißer als Follower hat und besonder stolz auf Lisa Rosa ist (weil relevant & kommuikativ)!

  5. Ohje, ich versteh Deine EntrĂŒstung und entschuldige mich fĂŒr den sehr unglĂŒcklichen Einstieg! Meine Selbstvorstellung war als Scherz gedacht („Was befĂ€higt dich, auf diesem Panel zu sitzen?“ –> Ich hab die meisten Follower) und ging mit @ciffi’s Kommentar nach hinten los.

    Das mit der Quote ist Quatsch! Siehe dazu auch Anil Dash: „Nobody has a million followers on Twitter.“ http://dashes.com/anil/2010/01/nobody-has-a-million-twitter-followers.html

    Was zÀhlt ist Kommunikation: Genau! Deswegen ist eine @AnnetteSchavan auch egal, denn @lisarosa @cspannagel und du, ihr seid mein Bildungsraum!

  6. Mir persönlich ist es egal wie viele Follower ich habe, ich blocke sogar in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden viele Neuankömmlinge. Es geht um QualitĂ€t und nicht um QuantitĂ€t, es geht um Informationsverbreitung und gute Unterhaltung zwischendurch.
    In der Tat war der Einstieg unglĂŒcklich oder war es Neid? Alphatier vs. Alphatiere? Besinnen wir uns auf das wesentliche im Leben, dann sind die Followerzahlen unerheblich, oder?

    LG Doreen

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