Grabrede @cspannagel

Der plötzliche Rückzug von Christian aus der Web 2.0 Welt hat ja gestern eine mittelgroße Wave … ähem Welle… verursacht und einige etwas überraschte Gesichter hinterlassen.

Hierzu wurde unter dem Beitrag wie auch außerhalb (z.B. in der ganz eigenen Mo-Manier hier) wild kommentiert und spekuliert über die Hintergründe, insbesonders ausgelöst durch die nebulöse – aber eindringliche – Formulierung: „Das hat tiefe, persönliche Gründe.“

Aber auch interessante Reflexionen der eigenen Web 2.0 Aktivitäten erreichen hier und da die Oberfläche des Bewusstseins und die Bildschirme interessierter LeserInnen. So merkt Hockey in einem Kommentar unter Mos Digital Suicide Beitrag an, dass Twitter „in seiner Kürze oft zu apodiktischen Aussagen“ verleite, des Weiteren Jean-Pol, dass wenn so bei ihm irgendwas gut laufe, er das unbedingt twittern müsse, wenn allerdings wenig oder gar nix gut laufe, er auch wenig twittere.

Und genau hier möchte ich auch die Wende markieren, vom Spekulieren über die Gründe weg hin zur Reflexion der eigenen Person.
Dies nicht nur aus dem Grunde, dass wir ja alle auch für uns in Anspruch nehmen, dass jeder/ jede von uns machen dürfe was er oder sie wolle, seine/ ihre Privatsphäre selbst abstecken darf und so weiter und so fort.
Sondern aus dem Grunde, dass Selbsterkenntnis doch immer noch die fruchtbarste Erkenntnis für’s Individuum darstellt.

In Kurzform: @cspannagel … akzeptiert – @ ich du wir … wo stehen wir?

Gib mir drei #tags, warum Du (wenn auch nur zeitweise) persönlich aus dem Web 2.0/ Social Web ausstiegest.. und ich geb Dir meine drei 😉 …

#Laune
#Beziehung
#Leidenschaft

Und um doch nochmals die Kurve zu @cspannagel zu kriegen…
… ihr seid ja (fast) alle Christen, die ihr bei mir lest… und deshalb wisst ihr ja… auf den Tod … folgt die Auferstehung… und darauf das ewige (digitale?) Leben. Amen.

4 Antworten auf „Grabrede @cspannagel“

  1. Schluchz. Dann nehme ich eben mein Poster von der Wand. Naja, es kleben ja noch knapp 947 andere Leute dort, denen ich folge.

    Ja, da treten Leute aus dem Kegel-, Fußball-, Tennisverein aus, da kündigen Leute ihre Jobs oder werden gekündigt und sind plötzlich nicht mehr da. Unersetzbare Leute, weil sehr individuell.

    Der Niedergang hat begonnen, hört meine Prophezeiung:

    Twitter down < 4 Jahre
    Google (Search Engine) down < 7 Jahre
    Facebook down < 8 Jahre

    Oder wollte ihr etwa ewig facebooken?

    1. Ich habe das zwar nicht ganz so intensiv verfolgt, aber dass sich jemand komplett aus diesen Sachen zurückzieht habe ich noch nicht erlebt.
      Ist aber mit Sicherheit eine Überlegung wert und sollte jeder mal drüber nachdenken.

      Bei den Prophezeiungen ziehe ich, außer bei Google, mit.

  2. „bei unseren unendlichen Streifzügen durch das Weltall, auf unserer unermüdlichen Suche haben wir nichts gefunden außer einander“

    Frei zitiert aus:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Contact_(1997)

    Social Web bietet vielleicht die Illusion, dass wir uns selbst genug sein können und dass es der Verbindlichkeit als Opposition zum Individualismus nicht mehr bedarf. Wer dagegen ist, wer uns dabei stört, lässt sich „entfollowen“, „entfreunden“, wegklicken. Wie schön, wenn das überall so wäre?

    Gruß,

    Maik

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