mons7 – Du bist ’ne Marke!

Ja. So hieß es früher gelegentlich, als ich noch klein und dumm war (heute bin ich offensichtlich nur noch eins davon 😉 ). Was auch immer damit gemeint war, es löste bei mir als Empfängerin ein zwiespältiges Gefühl aus.

Auf der einen Seite nämlich Freude: Ich, die mons7 bin … besonders. Und wer will das nicht sein? Besonders? … und dadurch beachtet, weil aus der Reihe herausstechend, weil wert des näheren Hinschauens.

Die andere Seite jedoch war auch das Gefühl des Grundes zur Sorge: Diese mons7 war in irgendeiner Art und Weise … besonders. Hieße das etwa, nicht für jeden/ die Allgemeinheit geeignet? Nur passend für bestimmte Gelegenheiten, da ja eine Sonderanfertigung? Ausgeschlossen von Gruppenzusammenkünften, für die man ein normales (und eben kein besonderes) Mitglied sein musste?

Genau dieses zwiegespaltene Gefühl kam wieder in mir hoch, als ich mir darüber Gedanken machte, ob sich Empfehlungen/ digitale Erfolgsstrategien, die sich an Unternehmen/ Marken (sic!) richten, auch auf das eigene Reputationsmanagement (erfolgreich und zu Erfolgen führend) übertragen liessen.

Das klingt ketzerisch für eine Pädagogin/ verhinderte Soziologin wie mich. Nein. Es klingt nicht nur ketzerisch, es lockt massive Widerstände hervor. Die sich am ehesten mit dem Gedanken auf den Punkt bringen lassen, dass alles was ich im Netz bisher getan/ geschrieben/ verbraten habe (zumindest meiner Meinung nach) zwar reflektiert – aber authentisch – war/ ist. Lege ich meinem eigenen Online-Handeln nun eine Strategie zugrunde (was ja bei Unternehmen nicht nur berechtigt, sondern vielmehr notwendig ist), verliere ich dann nicht gerade daran, an Authentizität? Verliere ich nicht den spielerischen Umgang, der ja (entscheidender) Teil meiner Persönlichkeit ist (s. z.B. auch Blog-Titel)?

Oder vielleicht sollte ich genau diesen Gedanken auch einmal nur spielerisch betrachten. Wie müsste eine mons7 online handeln/ auftreten, wäre sie eine Marke?

Aber bevor DAS Spiel beginnt, muss ich erst einmal schnöde arbeiten gehen.

Bis zum nächsten Blog-Beitrag, die (zukünftige) Marke mons7 😉

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