Verboten? Erst recht!

Gerade eben über Twitter hereingeschwappt: 10 Things you Need to Stop Tweeting about. Zunächst interessiert, dann immer mehr verwundert, zum Schluss überzeugt: Dabei handelt es sich um die DOs des was zu Twitterns, … zumindest wenn man Twitter eher unter dem menschlich-kommunikativen Blickwinkel betrachtet denn unter einer Publishing-/Nachrichten-Perspektive.

#1 What you are eating

Essens- und Kochtweets sind absolut inspirierend. Du bist auch einer, der abends vor der Pfanne steht, und sich nicht entschließen kann, was er hineinwerfe… um sich letztendlich dann doch entweder nur ein belegtes Brot zu servieren, … oder einfach in den Biergarten nebenan zu pilgern?
Ich bin so. Neuerdings jedoch spiele ich ein allabendliches Spiel. Ich scanne solange die Tweets derjenigen, denen ich followe, bis der erste freimütig erzählt, was er denn gerade isst. Und das koche ich dann auch.
Bis jetzt ziemlich abwechslungs- und überraschungsreich 😉

#2 Social Media

Ich LIEBE Social Media Tweets. Nicht, weil sie auf mich den Eindruck machen, der Schreiberling könne nix anderes, täte in seinem eigenen Job nur langweilige (nicht des twitterns würdige Dinge)… nein, sie geben mir vielmehr das Gefühl, das kann ich auch … oder: das probier‘ ich jetzt auch mal.

#3 The conference or event that you’re at

Nehmt mir nicht meine #barcamps Tweets. Wie soll ich mich mit den anderen abstimmen, wo wir danach noch einen heben, wie soll ich mit den anderen Zuhörern gleichzeitig diskutieren können und dem Vortragenden zu folgen? Wie soll ich die Diskussion nochmals ohne Tweets und zugehörigen Hashtag pointiert nachlesen können, wenn ich gerade mal draußen war?

#4 Twitter itself

Menschen reden halt mal gerne über andere Menschen. Und twitternde Menschen über Twitter.

#5 Your workout
hab für die heutige radtour aufs furkajoch (114 km, 1700 hm) mit 5h45min um 7min länger gebraucht als letztes jahr. ich werde alt. 🙁 #fb“ … also wenn der nicht Witz hat … und auch mal wieder zum Sporteln motiviert, dann weiss ich auch nicht…

#6 Your kid, cat, dog, goat or whatever else
Vom Geviehchs und den Kleinen… lernen wir am meisten. (So wir die Pointe verstehen). Gerade heute habe ich einen (m.E.) recht tiefsinnigen Hunde-Tweet abgesetzt, der da so ungefähr lautete: Das gibt es doch nicht… jetzt hat diese kleine Maus doch meinem großen Hund in die Nase gebissen. Was lernen wir daraus?

#7 Speaking out of context
Einen Tweet ohne Zusammenhang abzusetzen … macht interessant. Interessant deshalb, weil er die Phantasie des Lesers anregt, die meinst wilder wie die eigene ist. Den Forschergeist des Rezipienten anregt, weil er vielleicht – durch den einen oder anderen Trick – … oder auch eine schnöde Nachfrage, doch noch dahinter kommen kann. Und Erkenntnis, das Erkennen von Zusammenhängen, insbesondere derjenigen, die nicht gleich so offensichtlich vor einem lagen, macht bekanntlich: glücklich.

#8 Dailybooth Photos
Hm? … sollte ich vielleicht auch mal ausprobieren 😉

#9 Emotional breakthroughs

Emotional breakthroughs … sind doch allemal erquicklicher als emotional breakdowns.

#10 The number of followers you have.

… darüber zu reden kann einem die Aufregung und Schwierigkeit … über den nächsten Tausender zu kommen schon erleichtern. Oder?

Ergo: I absolutely disagree. Just DO it.

8 Antworten auf „Verboten? Erst recht!“

  1. Ich kann da zustimmen. Über dieses Comic hab ich mich auch geärgert, obwohl es bei mir schon von ein paar Wochen über irgendein Kanal reingekommen ist. Bei ein Punkten kann man IMHO diskutieren, obs wirklich good practice ist oder besser nicht, aber ein paar sind weh!

    „Because food going in on the other end is only slightly more interesting than describing it going out on the other“ <– was soll den das für eine Begründung sein? Okay, manche Leute haben kein Verhältnis zu gutem Essen, aber es deshalb zum Twitterverbot zu machen? Klar, ich muss nicht immer alles wissen, was jedeR FollowerIn zu sich nimmt, aber wenns mal was originelles ist, wieso nicht! Ich finde dieses Ende jedenfalls deutlich interessanter.

    BTW: Ich hab bei dieser Liste an schizoide Persönlichkeitsstörung denken müssen, z.B. #9 wäh ja keine Emotionen, die machen Angst! Mehr dazu kann ich gerade nicht erklären 🙂

  2. @axkibe
    also 1. muss ich konstatieren, dass Deine (Twitter-)Busch-Trommeln besser trommeln als meine (wenn Du sowas schon Wochen vorher reinbekommst).. und
    2. macht Dich Dein Statement wie immer sympatisch. Dafür lade ich Dich mal zum Essen ein… da können wir die verbleibenden Punkte diskutieren, … und twittern, was es Gutes gibt 😉

  3. Super vornehm ausgedrückt: Social Media. Ich nenn das Gebabbel. Aber ich liebe es, hab festgestellt, daß es schön ist zu wissen, was jemand gerade macht. Und wem kann man das schon sonst erzählen! Super Idee, gut daß es Euch gibt.

  4. Ich weiß nicht mehr woher ich das hatte, ich hatte es damals einfach nur angewidert wieder weg geklickt 🙂

    Und ja, gerne! Ich freue mich schon auf die Essenstweets 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.