Nachlese: 1. Frankfurter stARTtogether (26.7.)

Es hat sich doch wider Erwarten Bloggenswertes getan, während des Sommerlochs.

Ich habe einer Veranstaltung beigewohnt, die man wohl heutzutage als Networking-Veranstaltung bezeichnen würde. Also sowas von gar nicht mein Ding. Ich kann das mittlerweile aktzeptieren, wenn Kontakten, Befreunden und Anschnuppern so im Vorbeigehen, eben ganz nebenbei passieren, dies jedoch als Sinn und Zweck eines Zusammentreffens zu setzen, mutet mir immer noch befremdlich an.

Sei’s drum. Ich habe es (mal wieder) probiert.

So „sinnfrei“ war die Veranstaltung dann doch nicht, denn es gab einen – im Übrigen äußerst interessanten – Vortrag des Frank Tentler. Wer Frank Tentler nicht kennt, der informiere sich hier oder hier.

Gelernt habe ich allerdings erst in zweiter Linie vom Vortrage, vielmehr jedoch vom Sein und Verhalten des Dozenten, der für mich den Inbegriff eines Web 2.0-Profis ausmacht. Was macht nun einen Web 2.0-Profi (meines Erachtens) aus?

1. [sich den Fragen und aktuellen Anliegen des Publikums stellen]

Der Titel des Vortrags lautete: „Kulturhauptstadt 2.0 – Die Social-Web-(R)Evolution in Duisburg“. Genau. Wir denken gerade dasselbe. Denn wer heute an Duisburg denkt, denkt an das Loveparade-Desaster. Und genau an jenes haben zunächst alle Anwesenden gedacht. Dies wurde denn auch – schon vor Beginn des Vortrages – so artikuliert. Frank Tentler hat:
– Stellung bezogen
– authentisch
– überzeugend.
So überzeugend, dass zum (eigentlichen) Thema übergegangen werden konnte. Ich war/ bin beeindruckt.

2. [Persönlichkeit]
Social Media-Evangelisten, also Menschen die solche wie Du und ich zwar nicht (mehr) überzeugen müssen, was das Web individuell und gesamtgesellschaftlich an Vorteilen zu bieten hat, sondern die andersgeartete Menschen zunächst einmal „knacken“ wollen, den Gedanken zuzulassen, dass das Web überhaupt irgendeinen Vorteil bieten KÖNNTE, müssen eines in ausreichendem Maße, wenn nicht gar im Überfluss haben, nämlich Begeisterungsfähigkeit für die Sache. Leidenschaft. Feuer. Auch das hat er, die schienen durch seine gesamte Rede durch und durch.

3. [Schnelligkeit] [Sharing]

Versprochen wurde während dieser von ihm, die Folien zum Vortrag *zeitnah* zur Verfügung zu stellen. Dies geschah noch am gleichen Abend, wahrscheinlich initiiert aus dem Zug auf der Rückfahrt heraus, getwittert und… man beachte den genauen Wortlaut des Tweets *zum Weitergeben*.

4. [Die Mittel nutzen, die man propagiert]
Nicht nur die Folien gab’s, sondern auch noch ein paar Fotos obendrauf – als Schmankerl.

Ergo: Die Networking-Veranstaltung (bäh…) hat sich für mich also doch (zwar anders als erwartet aber eben doch) gelohnt. Zumindest genug gelohnt, um meine Sommerloch-Pause dafür zu unterbrechen.

Jetzt aber wirklich…

Bis zum Herbst

Eure mons7

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