Von Spammern lernen – oder was @mons7 mit #viagra zu tun hat

Wie die Bewohner und Bewohnerinnen meines Hotmail-Adressbuches (sofern ihr Spam-Filter sie nicht davor bewahrt hat) wahrscheinlich mitbekommen haben, wurde vor zwei Tagen mein entsprechendes Account gehackt.

Diese haben nämlich nette #viagra_werbung in meinem Namen erhalten… und nein, ich denke überhaupt nicht, dass ihr’s nötig hättet.

Nachdem der erste Schock überwunden, hat ein kleiner Lernsprozess eingesetzt, dessen Ergebnisse in Thesenform ich hier mit euch teilen möchte.

1. Mein Passwort war einfach schlecht. Vorhersagbar. (Sogar) logisch ableitbar.
Wie kreiert man ein „gutes“ Passwort?
Dazu habe ich jetzt mal auf Spiegel online recherchiert, natürlich (auch) die Wikipedia befragt sowie was bei SELFHTML gefunden.

Im Grund sagen alle das gleiche. Nimm irgendwas und erstelle Dir eine Regel, nach der Du das (merkbare) Original abwandelst. Also z.B. kreiiere einen Dir naheliegenden Satz, füge zwischen Wort 1 und 2 das Geburtsdatum Deiner Tante ein und tausche alle i mit § und die a mit einem @. Oder sowas in der Art.

Das hab ich jetzt gemacht. Und jetzt Angst, dass ich es DOCH vergesse.

2. Auto-Login – nein danke.

Auto-login soll ja angeblich eh *böse.böse* sein. Ich verzichte hiermit drauf… mit dem netten Nebeneffekt, dass ich mein neues Passwort öfters mal üben kann. 😉

3. Aufräumen. Gleich!
In etwas über 10 Jahren der Nutzung genau dieser Adresse habe ich 547 Kontakte angesammelt. Der Hack des Accounts war ein gegebener Anlass, diese mal durchzugehen. Übrig geblieben sind … null. Nachdem ich drei Seiten gesichtet hatte… habe ich mich grundsätzlich gefragt, für was ein solches Adressbuch denn nützlich ist. Da mir spontan nichts eingefallen ist, habe ich die Kontakte kurzerhand gelöscht,… um jetzt nach und nach zu erfahren, für was sie nützlich gewesen sind. Ich werden berichten 😉

4. Massenversand in kleinen Päckchen.
Nun ja, ich fand eine kleine Entschuldigung an die Emfpänger der unwillentlich versendeten Nachricht angebracht. Also dachte ich so bei mir, ich schreibe mit einer kleinen aber feinen Nachricht gleich hinterher mein gesamtes Adressbuch mal an. Das ging aber nicht. Ich musste lernen, dass man Massen-Mails überhaupt und am besten in kleinen Päckchen versendet. Wie die Spammer halt, die’s auch in Neuner-Einheiten tun.
Ergo: Von Spammern kann man nicht nur indirekt, sondern ganz konkret was lernen 😉

5. Weiterbildung – vorher ist besser als nachher.
ja… ja… ja… ich weiss. Dokumenten sichern tut man erst regelmäßig nachdem man sein wichtigstes aller Dokumente verloren hat, und das tut man dann auch nicht wirklich nachhaltig.
Trotzdem hier mein Missionierungsversuch:

Weiterbildung in punkto IT-Sicherheit ist besser vorher als nachher.
Z.B. hier [link folgt] (falls jemand aus dem Raum Frankfurt/ Wiesbaden kommen sollte).
Da kann ich zumindest für garantieren, dass der Dozent gut ist. 🙂

Aber das ist euch ja jetzt alles egal, wie ich mir vorstellen kann. Denn manche Erfahrungen (und „Learnings“) muss man halt selber machen.

Wie ich gelernt habe.

2 Antworten auf „Von Spammern lernen – oder was @mons7 mit #viagra zu tun hat“

  1. hi mons!
    du hast ALLE kontakte gelöscht??! Das erklärt deine letzte mail über xing 😀
    die tips, die du gefunden hast sind meiner meinung nach sehr gut, darüber hinaus gibt es noch möglichkeiten, auf einer metaebene regeln zu finden, die zwar nicht das erinnern an ein passwort garantiert, aber eine regel bildet, um das wort erneut konstruieren zu können 😉
    ich drück dir für die zukunft die daumen,
    liebe grüße,
    tob

  2. Hi Tob,
    vielen Dank nochmals für Deine inhaltliche und Psycho-Unterstützung!

    … und ja, einen Moment dachte ich auch, die komplette Löschung sei ein etwas radikaler Schritt… auf der anderen Seite mag ich ja ab und an solche FORMAT-C-Aktionen.

    … und aus diesen Erfahrungen heraus kann ich sagen, … die wertvollen Verbindungen bilden sich immer wieder heraus…

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