Bloggen – was bringt’s eigentlich?

Angeregt durch den Beitrag von Steve habe ich mir meine eigenen kleinen Gedanken darüber gemacht, was mir’s eigentlich bringt, das Bloggen bzw. was er denn für mich sei, mein Blog.

Hier meine bescheidenen und ersten Gedanken:

Mein Blog ist

Startplattform. Obwohl ich der Ansicht bin, dass die Trennung einer Welt in off- und on-line mitnichten mehr zeitgemäß … und auch nicht (mehr) aussagekräftig in ihrer Striktheit der Bereiche (wenn ich über foursquare oder gowalla „einchecke“ bin ich dann offline? online? oder gar in Parallelwelten zugange?) ist, so habe ich doch immer noch – zumindest sofern ich vom heimischen Büro-PC aus ins Netz eintauche, eine Startseite auf meinem Browser eingestellt. Und diese ist … mein Blog. Versinnbildlichend in Erinnerung vergangener Zeiten als Portal, Tor, Einflugschneise.

… Teil meines ePLE. Ja. Ich weiss. In Bezug auf PLE gibt es eine ganze Forschungsrichtung. Diese habe ich nicht durchgägnig verfolgt…. und deshalb auch nicht den Anspruch, hier und an dieser Stelle etwas beitragen zu können. Der Begriff ePLE ist für meine hierigen Zwecke nur ausgeborgt. Weil er bildlich gerade gar so gut passt. (Wer wissenschaftlich dazu nachlesen will, starte am besten bei @mediendidaktik auf Twitter).
Mein Blog ist sozusagen mein Häuschen, in dem ich lebe, Twitter, der Marktplatz, auf dem ich mir Anregung und Abenteuer hole, Delicious mein Bücherregal, das ich nach und nach aus- und umbaue, Hotmail mein Briefkasten (pls send E-Mail to m_e_koenig@hotmail.com), XING ist das Telefonbuch gleich neben dran, ab und zu geh (sogar) ich ins Kino à la facebook, am nächsten Tag ist leider Schule (will heissen in meinem Falle moodle), und ganz zuletzt kommt meine künstlerisch-musikalische Seite auch noch raus, die ich hier auslebe. Zu mit der Schublade.

Kontaktverifizierung. Eigentlich bin ich niemand, der andere gerne nach Hause einlädt. Da müsste ich ja putzen. Aber ich bin auch niemnad, der andere – so sie spontan mal hereinschneiden, nicht gerne einlässt, denn dann habe ich ja a) gar keine Gelegenheit zum putzen mehr (GUT!) und b) versteht dann jeder/ jede, dass nicht optimal alles blitze blank geputzt ist 😉 … die jedoch, die – warum auch immer – mal eben kurz – geputzt oder ungeputzt – vorbeikommen, sind auch gleichzeitig jene, zu denen ich eine nicht veräußerlichte sondern innere Beziehung entwickele/ entwickelt habe. Ob’s nun die Wohnung in real oder mein kleines Blog-Häuschen ist, die/ das von jenen Verbindungsmenschen heimgesucht wird.
Mein Blog(-Häuschen) ist somit definitv Beziehungs- und Kontaktverifizierung.

Kurz gesprochen ist er mein im übertragenen und sprichwörtlichen Sinne Häuschen im Grünen. Mit allem drin, dran und drumherum.

Und was ist Deiner für Dich?

5 Antworten auf „Bloggen – was bringt’s eigentlich?“

  1. Hi, Liebe!
    Also, ich mach‘ momentan nix lieber, als immer mal ein paar Fotos auf meinen Fotoblog http://twitpic.com/photos/MiaZuhl zu stellen. Hört sich vielleicht kindisch an. Aber so fühle ich mich auch: richtig kindlich! Ich schau sie wieder und wieder an. Grad‘ so wie als Kind – und bin dann ganz glücklich (auch wenn keiner was dazu schreibt, weil’s ja nicht so intellektuell ist). Ist mir ganz egal. Ich liebe es!!!!
    Grüße yours Mia

  2. hallo monika – dank dir gibt es meinen blog ja überhaupt. da passt es gut (nach gerade mal 1 monat laufzeit) hier darüber nachzudenken, was er denn für mich bedeutet:
    seelenreinigung – genauso, wie das gute, alte tagebuch. ich hatte doch schon ganz vergessen, wie gut es tut, erlebnisse zu verschriftlichen. noch besser als tagebuch: ich kann es mit anderen teilen 🙂
    kurz: es macht mir einfach spaß.
    lg,
    miss wirtschaft 😉

  3. Ein interessanter Artikel. Mein Blog für mich – momentan ist er noch ganz jung und wird sich erstmal entwickeln müssen, um wirklich eine Bedeutung zu haben.
    Außerdem denke ich, dass sich der Blog, die Bedeutung diesens für mich sowie ich selber mit der Zeit immer wieder verändern wird.
    Momentan würde ich sagen, es ist einfach ein Ort im Netz, an dem ich mich etwas ausprobieren kann, mich einigen Menschen mitteilen kann und meine Kreativität austoben lassen kann.
    Der Blog wird wachsen mit der Zeit.
    Aber danke für die Anregung mal darüber nachzudenken.

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