„Wer ist hier der Boss?“ oder Steter Tropfen…

Social Media: wie überzeuge ich meinen Chef? so fragt der @kulturmanager via Blogparade…

… tja, das würde mich doch auch interessieren… denn leider habe ich meine(n) noch nicht (so wirklich) überzeugen können. Was jedoch nicht bedeutet, dass ich nichts zum Thema zu sagen hätte 😉

Vielmehr kann ich eine Reihe von „Aktionen“ auflisten, über die es eben NICHT funktioniert hat. Diese wären:

Tu es einfach.
So fing alles an. Getreu einem meiner vielen Motti (Es gibt nichts Gutes, außer Du tust es) fing ich eines Tages einfach mal an und twitterte ein bisschen vor mich hin, lies die eine oder andere berufliche Information einfließen. Und gut fand ich’s auch, mein Social Media Engagement, es blieb nur nicht nur weitgehend, sondern gänzlich unbemerkt von der Hierarchieebene über mir. Klappt eine Strategie nicht, so muss man sie vielleicht einfach nur ein klein wenig modifizieren/ erweitern, was mich auf folgenden (erweiterten) Gedanken brachte:

Tu es und rede darüber.
Ich fing also mit gelegentlichen Einwürfen zur Thematik an. Ja, ich glaube es war doch tatsächlich um Pfingsten herum. Verstört musste ich jedoch feststellen, dass meine Gegenüber die Worte, die ich benutzte, weder einordnen noch verstehen konnten. Ich schien in einer fremden Zunge zu reden (anscheinend lebe ich schon zu lange online und kann mir deshalb in der Tat nicht mehr vorstellen, dass Begriffe wie „Micro-Blogging“ oder bloggen in bestimmten Kreisen für Jugend- oder Gassen-Jargon gehalten werden).

Beantrage eine Fortbildung.
Nein, nicht was ihr denkt. Ich habe keine Fortbildung für meinen Boss beantragt. Sondern eine für mich. Dies um zu verdeutlichen, dass es sich bei „Micro-Blogging“ etc. mitnichten um etwas Schmutziges oder Unseriöses handelt.
Nun ja. Die Fortbildung wurde (natürlich) abgelehnt. Die Begründung in Kürze: Solange ich hier noch Chef bin brauchen wir dieses Dingens nicht. Trotzdem ziehe ich vergüngt von dannen… Steter Tropfen, so denke ich … 😉

Winke mit potentiellen Mitgliedern/ Kunden etc.

Motiviert durch meine Fortbildungs-Beantrags-Idee arbeitet mein Unterbewusstsein weiter auf Hochtouren am Projekt „Educate your Boss“. Und dieses flüstert mir ein, dass es mir eben bisher ein bisschen an Empathie gemangelt habe. Ich brauche doch nur die Antwort auf eine Frage zu liefern, die Cheffe ohnehin hat… so bohrt es weiter in mir.
Diese Frage, so wirft jetzt mein Bewusstes ein, muss wohl „Wie bekomme ich mehr Mitglieder/ Kunden“ sein. Bei nächster Gelegenheit bringe ich sowohl Frage als auch Antwort vor. Das Resultat: Ein kurzes Innehalten. (Es jubiliert in mir.) … nach einer Schweigeminute wird zum nächsten Thema übergegangen. (Schade. Aber… Steter Tropfen….)

Gib dem ganzen ein Logo.
So schnell gibt eine @mons7 jedoch nicht auf. Vielleicht sollte ich ja einfach mal einen anderen Kanal ansprechen. Kinder sollen ja bekanntlich auch unterschiedlich an die Dinge herangehen. Die einen tatschen Sachen lieber an, um sie zu begreifen, die anderen lauschen lieber, die nächsten gucken zu … und machen nach. Gucken. Das war mein Stichwort. Ich lasse mir ein enganliegendes farbiges T-Shirt mit einem Twitter-Logo und Accountnahmen bedrucken. Ich bin entzückt.
Keine Reaktion.
Ich renne wieder in den Shop und kaufe ein nächstes, diesmal mit dem Hashtag #maulkorb drauf (nur zum Probieren).
Keine Reaktion.
Ich renne verzweifelt ein drittes Mal in den Shop (aller guten Dinge sind drei?) und lasse auf ein etwas weiteres Exemplar „Arschloch“ drucken.
Keine Reaktion.
Hm. Ich glaube, Cheffe guckt mir einfach nicht gerne auf die Brust.

Evoziere einen Skandal.
Jetzt bin ich wirklich in Rage. Nichtbeachtung mag ich gar nicht. Wutentbrannt schreibe ich einen Schmäh-Tweet. Der – wer hätt’s gedacht – komplett unbeachtet bleibt.

Warte ab, bis andere ihn überzeugen.
Locker machen. @mons7 mach‘ Dich locker. Vielleicht muss man es auch einfach nur machen wie die Katze, die vor dem Mauseloch sitzt: abwarten. Bestimmt tragen noch andere in anderer Form die Thematik an ihn heran, und ich muss nur abwarten, bis sie ihn überzeugen. Und so warte ich seit zweieinhalb Monaten und starre in das schwarze Loch.

Beim Ausharren, Teetrinken und demnächst Lebkuchen knabbernd könnte ich mir ja mal die Beiträge zur Blogparade zu Gemüte führen.

Vielleicht geht mir dabei ja ein (Tee-)Licht auf.

4 Antworten auf „„Wer ist hier der Boss?“ oder Steter Tropfen…“

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