Vom Webcast zum Kunstcast

Ja. Ich gebe es zu. Ich habe mich um Modul 3 (wir machen einen Podcast und stellen wissenschaftliche Recherchen davor dazu und danach dazu an) schon wieder herumgedrückt.

Warum?

Ich weiss es nicht. Vielleicht scheut es mich, zu lernen wie ich meine Rede mit Musik unterlege, vielleicht halte ich meine Stimme für zu unsexy, oder ich schreibe einfach nur lieber, als dass ich rede. Wie dem auch sei, mein nächster (dann professioneller) Webcast (Anmerkung: das ist ein anderer Begriff für Podcast) wird also noch ein Semester auf sich warten lassen. Dafür habe ich einen aufgestöbert, der im gleichen Modul produziert wurde, und den ich für absolut gelungen halte. Für Gelungen halten ist sogar noch untertrieben. Ich halte ihn für Kunst.

Allerdings, wie das mit der Kunst im Allgemeinen wohl so ist, war der unter Betreuerteam und Mitstudierenden wohl recht umstritten. Falls ihr mal ein paar Minütchen übrig habt, eine (wirklich) nette Stimme und eine technisch gelungene Hinterlegung mit entspannender Musik anhören mögt, dann klickt einfach hier.

Und (wichtig) … posted eure Meinung: hier 🙂

7 Antworten auf „Vom Webcast zum Kunstcast“

  1. Ich finde den Podcast gelungen.
    Allerdings stört mich die Hintergrundmusik etwas. Mir piepst die zu sehr. Und der Text am Anfang klingt abgehakt, wie eine Computerstimme. Da ist für mich kein normaler Sprachfluss zu erkennen (1:10min bis 1:26 ugf).

    Du musst deinen Podcast ja auch nicht mit Musik unterlegen. Habe ich bei meinen auch nicht gemacht. Und gemeinfreie Musik zu finden war mir zu aufwendig 😀
    Meine Stimme fand ich beim ersten Höhren meiner Aufnahmen grausam. Aber man gewöhnt sich an alles 😉

    Hoffe, du machst nächstes Semester dann wirklich deinen Podcast. Bin schon gespannt drauf.

    LG
    Tina

  2. hallo
    dann wag ich mich mal aus dem Hintergrund hervor 🙂
    zuerst einmal zu Monis Frage von neuulich: wie ich das geschafft hätte, die Musik so gut zu synchronisieren.
    Ich hole mal ein wenig aus, es ist irgendwie eine witzige Geschichte: also ich war ja in Hagen eingeschrieben und es sollte natürlich wissenschaftlich zu gehen. In der Vorbereitungsphase hat mir das auch noch Spass gemacht, Kriterien sammeln, Pods und Vods von anderen analysieren u.ä.m. Als es an die Produktionsaufgabe ging war die Vorgabe zuerst ein Konzept zu erstellen und nach diesem dann den Pod, wie es sich gehört. Da jedoch mein Anliegen nicht war noch mehr Scheine anzuhäufen, sondern wirklich mal meiner Intuition zu folgen (ich war der Meinung ich hätte mir das in meinem Alter allmählich verdient ;:-) )bin ich an diesem Punkt einfach meiner Wege gegangen. Habe erst mal Assoziationen gesammelt, dann daraus Sätze gemacht und sie schliesslich ins Mikrophon gesprochen. Dann dachte ich nur eine Stimme ist ein bisschen dünn und als erstes kam mir in den Sinn, das Stück „Dask and Dawn“ könnte gut passen, habs aus meinem Regal genommen und drunter gelegt. (Hatte aber nicht mehr die Zeit die Lautstärke etwas zu reduzieren Tina). Und zu meiner Verblüffung passte es wie angegossen, haha. Ich habe dann noch ein bisschen an den Betonungen gefeilt (das abgehackte ist gewollt Tina) und anschliessend mein Konzept geschrieben. *g* Weil ich mich dabei jedoch nicht auf Herrn Prof.Dr. x und Frau Prof.Dr.Y bezog (es war mir zu viel Arbeit, die Inhalte habe ich seit Jahrzehnten intus) wurde es dann zwar als sehr interessant aber nicht wissenschaftlich beurteilt.
    Jedenfalls geht ja in dem Pod um den Prozess und genauso wollte ich dieses mal auch arbeiten. –
    Dass die Musik zu laut, oder zu dominierend ist, habe ich auch schon von anderer Seite gehört und kann das gut nach vollziehen. Für mich selbst, war das Wichtigse dabei dass ich mich einmal nicht angepasst habe und meine Kreativität dabei den Bach runter geht.
    Ich habe übrigens die Plattenfirma ausfindig gemacht, total nette crew, und nach Angabe nicht kommerziell durfte ich dann ohne was zu bezahlen auch ins Netz stellen (allerdings ohne Loadmöglichkeit)

    liebe Grüsse
    Jutta

    1. Hallo Jutta,
      ja, da sprichst Du ein Problemfeld der ganzen Konzeption des Studienganges an… (zumindest meiner Meinung nach). Es ist dieses „doppelte“. Auf der einen Seite soll ein Produkt herauskommen, aber auf der anderen Seite wird eine wissenschaftliche Ausarbeitung dazu bewertet. (Und eigentlich im Grunde nur die).
      Ich denke aber, man kann entweder dem einen gerecht werden, oder dem anderen. Oder man stellt einfach zwei „Produkte“ her… einen Podcast/ ein Weblog/ ein was auch immer…. und davon mehr oder weniger unabhängig einen wissenschaftlichen Beitrag.

      Zumindest habe ich mir letztere Version für’s nächste Modul vorgenommen 😉

      1. „…dem einen gerecht werden oder dem anderen…“

        ganz prinzipiell vielleicht nicht, da bin ich unsicher. aber als anfängerIn von medienproduktionen unter dem bestehenden zeitdruck kippt die ganze sache leicht zugunsten eines linearen abarbeitens von quellen, denn die sollen ja unbedingt dokumentiert werden. unter diesen bedingungen kann eigentlich fast nur etwas mechanisches heraus kommen.-
        hätte ich das mit der musik so geplant, hätte mich das wochen gekostet, aber so zu arbeiten können sich nur profis leisten (siehe rundfunkanstalten, super qualität).-
        ich möchte mit diesen medien experimentieren, spielen, die hörgewohnheiten erweitern und du verstehst sicher genau was ich meine. 🙂
        ich würde dir empfehlen so zwischendurch mal, jetzt, wo noch kein klares ziel damit verbunden ist, mit dem aufnehmen deiner stimme und mit kleinen klangeffekten zu experimentieren. und viele gute pods zu hören, dir zu notieren, was dir besonders gut gefällt.
        und wenn du eine zweite sprecherin brauchst oder sonst unterstützung bin ich gerne dabei 🙂

        herzlich
        Jutta

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