SoMe – These, Antithese, Synthese

Die letzten Tage waren in punkto Diskussion um Social Media (Haltung) mal wieder äußerst aufregend für mich. Die Wallungen möchte ich nochmals punktuell kurz nachzeichnen, um sie (nein, nicht für die Nachwelt, aber die Umwelt und) für mich festzuhalten.

[die (Ausgangs-)These]

Alles nahm seinen Anfang an einem Wochenende (21. November). Mit einem Blog-Post von @sachark und der m.E. treffenden Überschrift Don’t call it Social Media. Am besten man lese ihn nochmals selbst, wer das aus Zeit- oder anderen Gründen (schon gelesen?) nicht tun möchte, hier eine Zusammenfassung in aller Kürze, aber ohne die Würze:

[Zusammenfassung] Social Media habe sich zwar in Unternehmungen durchgesetzt (was ja etwas ganz Postitives sein könnte), jedoch auf eine Social Media Unart, die ganz und gar nicht dem Lebensgefühl eines (auch) Social Media Nutzers entspräche. Ergo: Es werden Social Media Auftritte hochgelobt, die Social Media Nutzer nicht als solche empfänden (weil von Menschen entworfen, die selbst kein Social Media nutzten), aber dennoch nutzten, weil’s halt was anderes abzugreifen gäbe, wie z.B. ein billiges Bahn-Ticket.

(So. Und alle die den Post zur gänze gelesen und intensiv studiert haben, dürfen meine obige Zusammenfassung (und Wertung?) jetzt kritisieren und richtigstellen.)

Der Text hob meine im ganzen eher gedrückte Wochenendlaune um einiges.

[die Anti-These]

Doch dann kam der Montag. Und wie nicht anders von einem Montag zu erwarten… die „andere“ Seite. Getitelt: Der Social-Media-Irrtum. Und da war sie. Die andere Seite der Medaille. Etwas schwieriger für mich zusammenzufassen, dennoch im Folgenden mein Versuch.

Man müsse im Bereich Social Media nicht zwangsweise selbst aktiv sein, sondern nur etwas vom grundlegenden Wandel verstanden haben, der mit Social Media einhergehe. Also Personen, die für Entscheidung und Konzeption zuständig seien kämen auch ohne Twitter, Facebook & Co-Hardcore-Selbsterfahrung aus.

(Auch hier mag man mich bei Formulierung der Kurzzusammenfassung korrigieren.)

Der einleitende Satz des ganzen, war auch der provozierende: „Erwartet man von einem Chirurgen, dass er selbst eine Blinddarmentzündung hatte, bevor er zum Skalpell greift?“

[die Synthese]

Der Dienstag war bereit für die Synthese, verkörpert durch Nico Lumma. Mit Social Media hat viele Facetten. Den versöhnlichen Text auf den Punkt gebracht: Leute, schlagt euch  nicht die Köpfe ein, jeder und alles hat seine Daseinsberechtigung.

Die ganze Chause erinnert mich an Diskussionen, die ich vor zehn Jahren zu einem gänzlich anderen Thema verfolgen durfte, und zwar zwischen Teilnehmern einer „Wie lebe ich wie ein Normalo“-Schulung von Typ-I-Diabetikern.

Da gab es die Schulungsteilnehmer, die nur Ratschläge von Ärzten annehmen konnten, die selbst Diabetes Typ I hatten (und das waren so um die 90% der Schulungsleiter), da gab es diejenigen, die mit Menschen, die keine Seniorität von 10 Jahren Leben mit Diabetes Typ I vorweisen konnte, erst gar nicht redeten. In dieser Runde war definitiv ich die „Lumma-Vermittlerin“.

Zwischenergebnis: Das Thema ist austauschbar, die Argumente bleiben die gleichen.

Aber damals ist nicht heute, heute möchte ich (anders) Stellung beziehen. Mit Nico Lumma kann ich leben, weil er mich leben lässt. Mit Olaf Kolbrück gerade so, da ich eben auch irgendwo Konsument bin.  Aber mein Herz, das schlägt eindeutig für den @saschark.

Das wollte ich nur nochmal gebloggt haben.

Und damit ist es vorerst erledigt für mich, das Thema Social Media Haltung. Obwohl ich ahne, dass die Diskussion damit noch nicht ihr endgültiges Ende gefunden haben wird. Aber dann würd’s ja auch langweilig werden, auf Twitter 😉


2 Antworten auf „SoMe – These, Antithese, Synthese“

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