Ja wie tickst DU denn? Anmerkungen zu #friendticker

… oder auch Location Based Services, die Dritte.

Meine kleine Stippvisite in München über das verlängerte Wochenende hat mir nicht nur nette Menschen, gute Gespräche und gutes Essen beschert, sondern auch ein neues Web-Fundstück. Einen neuen – bzw. mir noch unbekannten – Location Based Service, namens Friendticker.

Dieser hat mich nicht nur spontan entzückt, sondern mir auch einige Aufregung beschert.

Zunächst die Aufregung (zeitlich nach der ersten Entzückung). Aufgrund erster Entzückung war ich wild entschlossen, meine neue Entdeckung mit möglichst vielen Kontakten zu teilen. Da ich in und um München auf Reisen war und als Laptop-Ersatz das htc quälte, kam es mir entgegen, einfach den vorgeschlagenen Text zu akzeptieren und diesen meinen Kontakten zum Abendessen zu präsentieren. Ein großer Fehler, der mir bis heute Morgen zu schaffen machte.

Warum? Ein noch vorhandener Bug hat den Text so verschickt, dass alle alle jeweils anderen eMail-Adressen lesen konnten. Die Folge waren spontane Antworten wie
– schön mal wieder von Dir zu hören, aber so??? über
– Wer sind Sie? bis hin zu
– Das ist mir doch fast eine Abmahnung wert.

Ich hatte dem Dienst über den Bug also in Wahrheit einen Bärendienst erwiesen. Erschwerend kam hinzu, dass ich – aus Faulheit – den Standartext verwendet hatte, der so gar nicht meiner eigenen Schreibe entsprach. Ich schreibe kürzer und würzer.

Aber nichts desto trotz bleibe ich dabei (nicht nur, dass der Bug wohl lt. Auskunft von Friendticker bei der nächsten Version behoben ist), der Dienst ist allemal einen zweiten Blick wert, wobei ich bei der Entzückung gelandet wäre. Ja was gefällt mir denn jetzt daran?

Man kann auschecken.

Vielleicht lacht ihr mich jetzt aus. Vielleicht kann man ja auf Gowalla und Foursquare auch auschecken. Zufällig gefunden hätte ich diese Funktion bisher jedoch nicht. Warum ich auschecken mag? Durch diese Funktion kann man den Dienst als eine Art private „Stechuhr“ gebrauchen und es tun sich ganz andere Möglichkeiten der Auswertung der eigenen Gewohnheiten auf 😉

Ich hab für’s erste Einchecken einen Gutschein bekommen.
Nein. Nicht was ihr denkt. Ich bin der Typ, der 5-EUR-Gutscheine von Amazon und buch.de und wie sie alle heißen regelmäßig verfallen lässt und Parfümproben und anderen Müll regelmäßig – zwar dankend aber dennoch – ablehnt. Und jetzt freue ich mich über einen Gutschein für’s erste Einchecken via Frienticker? Ja. Wahrscheinlich weil es der erste Gutschein ist, den ich als solchen Empfinde ob der Rahmendaten: 20 EUR hoch, bei Zalando, bekommen vor Weihnachten obwohl bis Ende März gültig, moderater Mindesteinkaufspreis (unter 60 EUR wenn ich mich nicht verlesen habe).

Es gibt mehr dort als nur Bürgermeister werden, um Bürgermeister zu werden.
Das lässt mich in der Tat hoffen. Hoffen darauf, dass der Sinn (vielleicht nicht nur in Konsumaspekten) aus mehr besteht als daraus, seinen Titel als Bürgermeister halt eben verteidigt zu haben.

Es ist allerhand schon angelegt.
Während ich bei Gowalla und Foursquare andauernd Orte erst anlegen muss, sind bei Friendticker so gut wie alle, die ich in Erwägung zöge anzulegen, schon da. Sehr schön. Meine Lieblingskneipe um die Ecke gibt’s schon. Ich muss nur mal wieder und einfach einchecken 😉

Design und Übersichtlichkeit.

Find ich einfach besser als bei den starken Konkurrenten Gowalla und Foursquare. Fragt mich nicht warum. Rein intuitiv. Macht euch selber ein Bild.

Genug für heute. Ein anderes Projekt wartet (ungeduldig) auf mich. Wollte nur allen, die meine Message genervt hat „sorry“ sagen…und meine ursprünglich gedachte Message verlautbaren, die da lautet:

Da gibt es was, das einen zweiten Blick wert ist.

Eure m – ausgecheckt.

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