„Ja was soll ich denn twittern?“

oder twittern im/ fürs Unternehmen – eine kleine Inspiration.

Twittert frau absolut privat und nutzt Twitter auch gleichso, herrscht das pure Lustprinzip vor. Wann twittern? Keine Frage, wann mir eben danach ist. Wie viel? Hierzu die analoge Antwort, so viel ich halt will. Ganz anderen Restriktionen unterliegt frau da schon, wenn das Firmenaccount gefüttert werden will. Hier stellt sich ganz schnell der ungeheuerliche Effekt ein, dass was vorher pure Freude war, einem nun nicht mehr so leicht in die Tastatur springen will (à la mach‘ etwas zu Deinem Job und es fühlt sich plötzlich wie Arbeit an).

Allen, die jetzt schon beruflich twittern, ob vorher begeistert privat oder überhaupt jetzt erst firmlich, schenke ich zum 2. Advent meine kleine Twitterinspiration. Auf dass diese – in Phasen tiefster Ratlosigkeit („Ja was soll ich denn twittern?“) oder während anderweitiger Ausweichmanöver („Wie steht’s mit der Ablage?“) genau jenes verschaffe: neue Inspiration!

Inspiration 1:
Rituale
Menschen mögen Regelmäßigkeiten. Tut man etwas täglich, zelebriert man es gleichsam, könnte das ein idealer Anlass sein, genau jenes zu vertwittern. Für mich ist es z.B., guten Morgen zu sagen. Mittlerweile habe ich sogar einen eigenen Hashtag #gmt dafür, bekomme ab und an einen Gruß zurück (was mich dann ganz besonders freut)… und – wer hätt’s gedacht, mir fehlt etwas, so ich bis zum Mittag nicht zu meinem Guten-Morgen-Gruß-Tweet gekommen bin.
Wichtig: Zwar könnte man – wie im vorgestellten Falle – gar jeden Morgen den gleichen Wortlaut wählen, nämlich Guten Morgen #gmt, besser jedoch ist in die Regelmäßigkeit die Abwechslung einzubauern… kleine Übung gefällig?
Aber gerne: Finde 10 verschiedene Arten, guten Morgen zu sagen und poste diese als Kommentar.

Inspiration 2:
Wirkliche Neuigkeiten
Mit wirklichen Neuigkeiten meine ich Neuigkeiten, die auch mir wirklich neu sind, wenn auch nicht unbedingt wichtig oder weltbewegend. Kleine Dinge, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Oder auch größere. Wenn also, wenn ich es mir so recht überlege, genau das Gegenteil von Inspiration Nr. 1 passiert, nämlich eine UNregelmäßigkeit.
Jetzt müsste mir nur noch ein passendes Bespiel einfallen. Genau!
Beispiel: „Wer oder Was ist das? Mein langjährig langhaariger Kollege hat seit heute Radikalkurzhaarschnitt. Muss ich mir Sorgen machen? #veränderung“
Du meinst, das interessiert doch keinen? Probier’s aus. Follower sind UNberechenbar 😉

Inspiration3:
(Pot.) lösbare Problemlagen
Kürzlich wurden wir – wir befinden uns wieder auf Arbeit – auf Windows7 umgestellt. Alle um mich herum klicken sich frohgemut in den Tag… aber die kleinen Kleinigkeiten will man nicht so unmittelbar finden. Ja, wo ist sie denn, diese Liste mit den letzten Dokumenten, die ich bearbeitet habe?, so die eine Kollegin. Die hab‘ ich eh‘ nie genutzt, so die andere. So komme ich nicht weiter. Da muss ich für diese Kleinigkeit mal eine größere Gruppe befragen. Die Gruppe meiner Follower. Frage gestellt, #followerpower hinzugefügt, in die Küche gehen und Kaffe holen. Und #bingo, bevor ich das nächste Window wegklicken kann, ist die Antwort schon da.
(Anmerkung: Kann auch sein, dass man auf so eine doofe Frage keine Antwort bekommt, weil einen nur Apple-Fan-Boys und Spammer abonniert haben, oder weil dem Rest die Frage zu banal ist. Deshalb immer dran denken: Follower wollen GEFORDERT werden 😉 ).

Inspiration 4:
Insiders
Nein. Mit „Insiders“ sind nicht Informationen gemeint, die man nicht hergeben soll, wie irgendwelche Geheimformeln oder … keine Ahnung, ich arbeite nicht auf einer Hierarchieebene, auf der man an solche Informationen überhaupt drankäme… SONDERN… Eindrücke, die man eben nur „von innen“ kriegen kann… o.k. … auch hier tut ein Beispiel Not. Ich arbeite in einer Abteilung, die telefonisch nur einbgeschränkt erreichbar ist. Während dieser Erreichbarkeitsphase ist deswegen folgerichtig auch immer besetzt. Komischerweise gibt es dann immer mal eine Viertelstunde, während der KEINER anruft. Dieses Insiderwissen würde ich unseren Mitgliedern gerne twittern. „Ruft an – jetzt. Nicht besetzt“ 😉

Inspiration 5:
Klassiker
Ach komm! In jeder Butze gibt es Klassiker. Running Gags. Warum nicht die Welt teilhaben lassen daran? Ja, das ist jetzt Deine Aufgabe. Finde den Running Gag der Abteilung und mach‘ den Running Gag öffentlich. Der Running Gag bei mir in der Abteilung? Da gibt’s jeden Tag ’nen Neuen. Fragt mich Montag 😉

Inspiration 6:
Reaktionen auf…
… oder auch @-replies genannt. Dir gefällt eine Frage … eine Aussage, teile es dem Twitterer/ der Twittererin über @-reply mit. Oder noch besser mit Vorlauf: suche nach den Themen/ Stichworten (diese ins Suchfeld von Twitter eingeben), die Deiner Leidenschaft entsprechen,… im Suchergebnis finden sich bestimmt ein paar Aussagen in 140 Zeichen, die Deinen Widerspruch/ Deine Aufmerksamkeit/ Deinen Gefallen erregen. Und einen @-reply wert sind.

Inspiration 7:
Extra-Schmankerln
Extra-Schmankerln hat man nicht jeden Tag zu bieten. Ein Reim, der einem in treffender Art und Weise auf ein aktuelles Thema einfällt, einen guten Gedanken, der in Wahrheit einen Aphorismus darstellt. Eine Idee, die es wert ist, weiterverfolgt zu werden. Wenn Dir schon einmal ein Extra-Schmankerl zufällt, teile es mit dem Twitterverse. Und vervielfältige es dadurch.

Inspiration 8:
Gefühle rauslassen, aber dosiert
Der Tatort war schlecht? Lasse Deinem Unmut (in dosierter Form, will heissen nicht 10 Tweets lang und nicht nach JEDEM Tatort) einen Tweet freien Lauf. Oder allen anderen Gefühlen von Zeit zu Zeit. Solange Du das Verhältnis 10:1 (10 Sach- und andere Tweets zu einem Emotionstweet) nicht zusehr sprengst, werden die Gefühls-Tweets genau jene werden, die Deine Follower zu Deinen treusten werden lassen. (Und die anderen haben Dich eh schon entfolgt 😉 ).

Und jetzt: Tweet los!

2 Antworten auf „„Ja was soll ich denn twittern?““

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