Die 7 Todsünden von KMUs beim Umgang mit Social Media

Bildquelle. Bei meinen gelegentlichen Streifzügen fallen Sie mir immer wieder ins Auge. Die Social Media Aktivitäten (manchmal auch In-Aktivitäten) von Unternehmen im Netz. Während die großen i.d.R. (schon) recht aktiv und professionell und mit größerem und kleinerem Erfolg, mit größeren und kleineren Aufregern dabei, mitspielen (die meisten haben bereits Guidelines erstellt, viele tauschen sich auf einschlägigen Veranstaltungen aus, manchen geht’s schon mehr um die Marke denn Unternehmung im Social Web), stellt sich die Lagen bei den sehr viel zahlreicher vorhandenen KMUs sehr viel differenzierter dar.

Leider habe ich mir die größten “Klöpse” nicht als Bookmark markiert, jedoch kann ich diese mittlerweile – weil so häufig vertreten – in abstrahierter Form als die 7 Todsünden von KMUs im Umgang mit Social Media auflisten. Da ich eine kleine Ausarbeitung dazu vorbereite, möchte ich euch diese Auflistung – wohlgemerkt eine aus User-Sicht – einmal zur Diskussion stellen… mit der Bitte sowohl um dazu konträre und evtl. abweichende Meinungen/ Eindrücke auszudrücken als auch (falls vorhanden) Beispiele aus der eigenen Erfahrung, die meine Ausführungen bereichern könnten, beizusteuern. Ihr seht schon, ich betreibe gerade Crowdsourcing in Reinform. 😉

#1. Social Media unterschätzen.
Und mit Social Media zu unterschätzen meine ich nicht ein wie von Oetting diskutiertes Social Media ist (noch) nicht wichtig für uns, sondern vielmehr die totale Ignoranz à la auch diese Mode wird an uns – vielleicht nicht ganz schadlos aber immerhin – vorüberziehen.
Nun ja, ich mag in diesem Blog lediglich von mir ausgehen. Und damit keinen Fernseher zu haben und damit, nach und nach alle Zeitungen abbestellt zu haben, mag ich vielleich auf weiterer Flur alleine sein. Aber mitnichten ein Einzelfall.
Kennt ihr Beispiele für totale Ignoranz? Dann immer nur her damit.

#2. Teilbereiche von Social Media überschätzen.
Social Media ist also keine Option für unser KMU im Blickpunkt. Gerade dann jedoch – wenn man sich so gar nicht damit beschäftigt – beginnt man naheliegender- und meist zufälligerweise den zweiten Fehler. Irgend jemand im Unternehmen entdeckt nämlich so gut wie immer zufällig eine Passage im Social Web, die der Geschäftsleitung (meist weil zutiefst persönlich genommen) nicht zupasse kommt. Und gegen diese wird dann mit juristischen Keulen, mit riesigen Gegendarstellungen und sonstigen Kanonen vorgegangen, ohne Maß, da dieses ja – aus nicht Beschäftigung mit der Thematik – vorab nicht genommen werden konnte.
[Beispiele?]

#3. Wissen wie’s geht.
So funktioniert Lernen im Allgemeinen. Man liest, beobachtet und/oder macht, das um die drei Mal oder mehr… abstrahiert und bildet eine “Regel” daraus. So ganz unbewusst und nebenbei. Das funktioniert jedoch – m.E. – für die Social Media Welt nicht. Da die zu dynamisch ist. Ich werde jeden Tag neu von euch überrascht. Formulierungen von Tweets von denen ich sicher bin, dass ich von euch Rückmeldungen dazu erhalten werde, verschwinden im virtuellen Nirvana, Communities erstehen aus diesem auf, die ich mental (schon) für tot erklärt hatte.
Übertragen auf mein Thema: Je mehr ein KMU weiss (will heißen zu wissen meint) was Social Media ist und wie es funktioniert – desto weiter ist es davon entfernt.

#4. Einfach nur verkaufen wollen.
Dass man als Unternehmung sein Produkt an den Mann/die Frau bringen will, ist klar und (über-)lebensnotwendig. Für einen einfachen Abverkauf ist jedoch ein Online-Shop die m.E. bessere Alternative als die jeweiligen Angebote bei Facebook oder Twitter einzustellen. Wobei… (s. #3), auch das funktionieren kann, wie kürzlich das Beispiel des Chef-Tickets der Bahn bewies.

#5. Die eigenen Maßstäbe anlegen.
[hier ringe ich noch mit einer passenden Formulierung]

#6. Die Mitarbeiter außen vor lassen.
Eines meiner Lieblingsthemen 😉 … [noch zu bearbeiten]
#7. Keine Zeit/ Manpower investieren.

Twitter & Co. mögen zwar erst einmal kostenlos sein, kosten langfristig aber zumindest eines, und das ist Zeit. Wer glaubt, seinen Mitarbeitern, Praktikanten oder Aushilfen die Bespielung der Facebook-Fanpage oder des hauseigenen Blogs mal so nebenbei aufbürden zu können, der täuscht (zumindest meines Erachtens). Zum Thema woher jetzt diese Zeit nehmen, finden sich im Übrigen bei @kadekmedien recht interessante Hinweise zum Weiterlesen.

Und ich geh jetzt erst mal Weiterrecherchieren, Weiterdenken, Weitersuchen.

3 Antworten auf „Die 7 Todsünden von KMUs beim Umgang mit Social Media“

  1. Problematisch ist v.a. dieses schnelle auf den Zug aufspringen wollen, ohne Nachhaltigkeitsgedanken. Es steckt ja viel mehr dahinter als hier und da mal ein wenig Twittern und einen Blogbeitrag schreiben…

  2. Möglicherweise muss man bei vielen noch einen Schritt früher ansetzen. Kürzlich habe ich im Netz recherchiert, um Beispiele für Facebook Pages von Sachverständigen/Gutachtern über die jeweiligen Websites zu finden. Abgesehen davon, dass das völlig daneben ging (von ca. 100 besuchten Sites hatten 2 einen Link: Eine Seite inaktiv mit einer Statusmeldung, andere Seite aktiv als mehr privater Account in Vulgärsprache), fühlte ich mich beim Anblick der Webseiten in die <frühen 2.000er versetzt. Es scheint, als hätten die meisten die Bedeutung des Internets noch nicht entdeckt, ganz zu schweigen vom Web 20.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *