#opco11 – Kleiner Ex- und Rekurs “Zertifizierung”

Logo geklaut von hier. Wie hier (ganz unten) angekündigt, noch eine kleine Antwort auf Dörtes Bildungsvision und Einmischung in Herr Larbigs und Dörtes Gespräch zum Thema Zertifizierung, in das sich mittlerweile auch Jochen (Robes) hiermit eingeschaltet hat. [Das nennt man wohl verteilte Kommunikation dann.]

Zwei kurze (erste) Gedanken dazu.

1. Ich habe ja schon immer gerne für Bildungsinsitutionen gearbeitet (Uni Ffm, FU Hagen, jetzt die FH Frankfurt und noch zwei, die ich jetzt verheimliche 😉 ). Das heißt, bin an deren Überleben, da diese (sehr direkt) mein Überleben sichern, interessiert. Da sie sich bisher nicht komplett in meinem Sinne umkrempeln ließen, war mein Motto immer in meinem kleinen Rahmen das zu leben was geht – und ansonsten mich einzupassen um kompatibel zu bleiben. Das mag man nun gut oder schlecht heißen.

Gedanke 1 in Kürze: Nicht dass ihr auf falsche Gedanken kommt, ich will Uni per se nicht abschaffen 😉 (obwohl man mal drüber nachdenken könnte).

2. Wenn nun Bildungsinstitutionen (irgendetwas) anders/anderes machen sollten als sie bisher tun (weil sich halt etwas ändern muss 😉 )… was könnte dann deren Rolle sein? Was mich zu meinem zweiten Gedanken bringt: Könnte eine Bildungsinstitution nicht hergehen und anbieten, Wissen zu sichten, zu beurteilen… und zu zertifizieren? Bezogen auf den #opco11 z.B. In diesem Zusammenhang produzieren ja Individuen Inhalte (inhaltlich gewichtet je nach deren Interessen). Und diese sind öffentlich sichtbar/einsehbar. Also beurteilbar. *Wäre* eine Bildungsinstitution nun in der Lage, die Leistung eines Individuums aus einer bestimmten Perspektive heraus zu beurteilen, Lernempfehlungen auszusprechen und dazu ein Gutachten/Zertifikat auszustellen… würdet ihr ein solches erwerben?

Die Frage, die ich hiermit an euch richte lautet also: Ist euch die Zertifizierung einer bestimmten Kompetenz in Form eines Gutachtens einer Bildungsinstitution – so das Angebot bestünde – so viel wert, dass ihr Geld dafür ausgäbet?

Ich habe für mich selbst keine spontane Antwort parat,… umso mehr interessieren mich eure!

@herrlarbig? @diegoerelebt? @jrobes? Schenkt ihr mir ein kurzes 140-Zeichen langes Statement auf Twitter dazu?

Es würde sich – auch von den anderen – darüber freuen

die @mons7.

21 Antworten auf „#opco11 – Kleiner Ex- und Rekurs “Zertifizierung”“

  1. Liebe Monika,

    ja, mir wäre ein Zertifikat – Du nennst es Gutachten – einer Bildungsinstitution was wert, und zwar schlicht und ergreifend deshalb, weil ein solcher Nachweis zum beruflichen Fortkommen tatsächlich wertvoll ist. Und so lange das die Realität ist (und ich denke, so wird es bleiben), so lange gebe ich dafür auch Geld aus.

    Wofür ich auch bereit bin, Geld auszugeben, ist für strukturierende – und bitte auch motivierende – Lernbegleitung. Denn Autodidaktik ist gut und schön und spannend, aber manchmal mag ich mir nicht ales selbst zusammen suchen müssen, möchte auch mal Feedback eines Menschen bekommen, der in dem, was ich grad lernen möchte, einfach schon erfahren ist. Auch das ist mir was wert.

    Wenn ich jedoch für ein solches Zertifikat oder für eine solche Unterstützung den Preis zahlen muss, dass jede Form des selbst organisierten Lernens – eben auf meine Weise und womöglich bezogen auf Aspekte, die im Curriculum nicht vorgesehen sind – im gesetzten Rahmen unmöglich ist, dann ist das ein hoher Preis, merke ich. Das mag nun auch daran liegen, dass ich beim Lernen immer auch einen gewissen Forscherdrang verspüre, also meine ganz eigenen Fragen entwickle, die mich motivieren, dranzubleiben. Und dem möchte ich auch Raum geben können. das kann eine Lerngruppe sein, die einfach über das geforderte Pensum hinaus geht, das kann ein eigenes kleines Projekt sein, das ich verfolge und zu dem ich mit dem/r Lehrenden in Austausch gehen kann, auch wenn es sich dabei streng genommen nicht um geforderte Leistungsnachweise handelt…

    Für mich stellt sich also im Moment die Frage, wie Bildungsinstitutionen solche Freiräume erhaten oder überhaupt endlich mal schaffen können, wie Leistungen, die in solchen Freiräumen erbracht werden, in eine Leistngsbeurteilung einbezogen werden können usw.

    Dass ich mit der Methode Fernunterricht engstens verbandelt bin, ist ja kein Geheimnis. Und morgen lüfte ich ja auch endlich das kleine Geheimnis, an dem ja auch Du beteiligt bist, und das ein Stück weit erklärt, warum mich diese Fragen m Moment so umtreiben…

    Morgen also mehr zu all diesen Fragen. 🙂

  2. Da hast Du einen alten Wunsch in mir wieder erweckt, … denjenigen, dass ich/man/frau beides/alles (wieder) haben kann.
    Ab Morgen.
    Ich bin/wir sind gespannt wie ein Flitzebogen auf Deine Ausführungen. 🙂

    LG m

  3. nee, 140 Zeichen reichen dafür nicht. Dafür ist das Thema “Zertifizierungen” zu vielschichtig.

    Zum einen: Zertifizierungen (Prüfungen, Zeugnisse, Abschlüsse, Kompetenznachweise, usw.) sind notwendig. Nur: Wie kommen wir dahin? Hier kann man verschiedene Modelle diskutieren, an denen Unis heute auch meistens beteiligt sind. Zum Beispiel gibt es erste Unis (USA), die sich ganz auf Zertifizierungen konzentrieren, die auf Forschung und Lehre verzichten. Dann kann man darüber diskutieren, auf welcher Grundlage zertifiziert wird: werden Prozesse und Entwicklungen bewertet (z.B. Portfolios), werden regelmäßig Klausuren geschrieben oder reicht eine Abschlussarbeit? Dann die Frage, was genau zertifiziert wird: Faktenwissen, Praxiserfahrungen, Soft Skills usw.

    Zum anderen: Warum nicht den “OpenCourse” in Richtung “Open Assessment” weiterdenken? Könnte es Verfahren geben, in denen wir uns gegenseitig – unter Ausschluss der klassischen Zertifizierungsinstanzen wie Unis – Kompetenzen bestätigen? So eine Art “peer-group”-Zertifizierung, z.B. am Ende unseres OpenCourses.

    Und zuletzt: Würde ich für eine Zertifizierung Geld ausgeben? Der Gedanke ist irgendwie lustig. Eigentlich haben die Jahre Social Media doch genug Spuren hinterlassen, um sich ein Bild zu machen.

    Aber wir können ja noch eine Woche für das Thema dranhängen 😉
    Nächtliche Grüße, Jochen

    1. Lieber Jochen,
      das Thema “Open Assessment” finde ich überaus spannend! Allerdings auch (irgendwie) beängstigend: Denn “peers” sind ja viel näher an einem dran, können viel realistischer einschätzen… und sind dadurch viel weniger “blendbar”. Was gut oder schlecht für den Zertifizierten sein kann 😉

  4. also Mädels ich kann euch nicht so richtig folgen. Entspringt euer Zertifikatsteilnachmebescheinigungsverlangen dem “Seepferdchen-Phänomen”= ich bin so stolz auf das was ich kann und ihr könnt gerne alle mal gucken und und mich bewundern oder ist es mehr das “Abitur-Phänomen”= jetzt habe ich mich aber lange genug gequält und will wenigstens einen Beweis, dass ich es durchgehalten habe.
    Oder habt ihr tatsächlich schon jemals einen Job (der euch Spaß macht) aufgrund von beigelegten Bescheinigungen bekommen?

    Motivierende, strukturierende und persönliche Lernbegleitung JA – Zertifizierung einer bestimmten Kompetenz – NEE, nicht wirklich.

    1. #gnihihi…. ich würde mich eher unter Seepferdchen einordnen à la:

      Um zur Schwimmweltmeisterschaft erst einmal zugelassen zu werden, haben wir so eine komische formale Regelung. Es darf nur mitmachen, wer nach 1980 ein Seepferdchen-Zertifikat errungen hat.
      Also liebe Seepferdchen-Zertifizierungs-Stelle, bitte gib es mir (ich zahl’ auch dafür)… und frag’ bitte nicht, woher ich das Schwimmen kann und auch nicht, was ich sonst noch so mache….

      1. ich würde dir auch ein KompetenzSehpferdchenZertifikat ausstellen, wenn du ohne eine Schwimmbewegung 25 durchs Wasser kommst, nur weil du unbedingt an der Weltmeisterschaft teilnehmen möchtest! Nur bin ich ja nicht der Bademeister! Allerdings, wenn ich nun deine BademeisterPeerGroup wäre, dann …

  5. Vielleicht ist es für die Zertifizierungsdebatte in diesem Kontext noch etwas zu früh (es kommt ja sicherlich noch viel, was sich ändern muss). Andererseits gehört die Zertifizierung vielleicht auch zu den wichtigsten Dingen, die sich ändern müssen.

    Was wird denn womit zertifiziert? Es gibt durchaus Leute, die meinen das Abschluss-Zertifikat an der Hochschule (also der BA, Master, Diplom) bescheinigt nur, dass man die Strukturen an der Hochschule verstanden und erfolgreich überlebt hat, gelernt hat sich die Kurse auszusuchen die zu den eigenen Interessen passen (soweit möglich) oder Lücken im System zu finden, um ein motiviertes, engagiertes Lernen zu leben.

    Andererseits: Wenn man von Prüfungen und Qualität her denkt, dann soll ein Zertifikat die Bescheinigung sein, dass bestimmte Standards erfüllt wurden (sowohl von der Institution, den Lernbegleitern, als auch von den Lernenden; vielleicht aber auch nur von einem der Akteure?).

    Wissen zu Bescheinigen finde ich allerdings im Rahmen eines MOOC irgendwie witzlos. Spannender finde ich es, die Auseinandersetzung mit Wissen zu sichten: Werden Thesen aufgegriffen, auf welche Art diskutiert (da kann eine polemische Diskussion auch eine angebrachte Form sein), Zwischenergebnisse formuliert, o.ä. Oder meintest Du das anders, @mons7?

    Die Open-Assessment-Idee finde ich zumindest erst mal charmant – und experimentell passend. Eine Frage für mich wäre dann nur, ob man/Ihr als Gastgeber eine spezielle Rolle darin einnehmt (vermutlich ja) und welche, aber das kann man ja weiterdenken. Oder Jochen? Zum Beispiel, dass man gemeinsam die Kriterien für ein Assessment diskutiert und in irgendeiner flexiblen/open-Form festlegt oder frei schweben lässt.

    Für mich ist ein Zertifikat übrigens immer was aus allem dreien:
    – Seepferdchen-Phänomen,
    – Abitur-Phänomen
    (wobei ich mir nicht sicher bin, ob aus persönlicher Sicht “genug gequält” eher auf das eine oder andere passt :))
    – was für die Bewerbungsmappe.
    Ob ich einen guten Job wirklich wegen des ein oder anderen bekommen habe, ob ein Zertifikat vielleicht eine Hilfe war, damit die Bewerbung auf dem richtigen Stapel landet…kann Mann/Frau m.E. nie so wirklich sagen. Ich glaube, Claudia, der Knackpunkt Deines “Nees” liegt in der “einen bestimmten Kompetenz”, das wirkt ja schon so unangenehm einschränkend.

    Vielleicht könnte man auch die politische Diskussion mitdenken: http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-policy/doc52_de.htm

    Zum Thema Geld sage ich jetzt mal nichts.

    1. Lieber Timo,
      hervorragende Anregungen zum Weiterdenken für mich…. da juckt es mich doch schon wieder in den Fingern anstatt einer Antwort auf Dein Kommentar einen weiteren – “konsekutiven” 😉 Blog-Eintrag zu verfassen….

    2. Genau, der Knackpunkt meines NEES liegt in der ewig schwammigen Definition des Begriffes Kompetenz. Alles und Nichts ist kompetent und wenn jetzt die neuen Kompetenzen, die es zu erlangen gilt z. B. folgende sind:
      1. Wie Auswirkungen abzusehen sind
      2. Wie man liest
      3. Wie man die Wahrheit vom Schein unterscheidet
      4. Wie man Mitgefühl entwickelt
      5. Wie man erfinderisch wird
      6. Wie man deutlich kommuniziert
      7. Wie man lernt
      8. Wie man gesund bleibt
      9. Wie man sich selbst wertschätzt
      10. Wie das eigene Leben an Bedeutung gewinnt
      (von Jörg:http://joerg-lohrer.de/2010/12/22/was-man-wirklich-lernen-sollte/)
      Da graust es mir bei der Vorstellung das a) zu zertifizieren oder b) zertifiziert zu kriegen.

  6. Projekt-Zertifizierungen
    wenn ich die idee der selbstzertifizierung in peer-groups von Jochen weiterdenke, komme ich zu ausschreibungen von “praxisspielwiesen”, auf denen 1. sinnvolle projekte durchgeführt werden und 2. eine zertifizierung durchgeführt werden könnte, in der die handlungskompotenzen im zentrum stehen. theorie und praxis würden näher zusammen rücken (statt theorieabfrage hier, praktikum dort). die hier entstehenden zertifizierungen hätten überdies einen ganz konkreten bezug, wären weniger abstrakt und dadurch unmittelbar verständlich. –
    Aktuelle Anachronismen
    ich selbst befinde mich in teilfeldern in einer mieslichen beruflichen situation
    1. darf ich offiziell keine sozialarbeiterpraktikanten mehr ausbilden (nachdem ich dies 10 jahre lang und mit extrem guten feed-back gemacht hatte) weil inzwischen eine ausbildung dafür eingeführt wurde. ich würde diese sogar noch machen, wenn sie nicht all das enthielte, was ich bereits weiss und kann.
    2. setzt sich in der Schweiz jetzt das Zertifikat f. Eidgen. Ausbilder (Erwachsenenbildner) mit verschiedenen abstufungen durch. hierfür wurde ein Gleichstellungsverfahren entwickelt (immerhin!). dies ist aber ein administrativer spiessrutenlauf. konkret bei mir: zwei meiner sehr guten Institute, bei denen ich abschlüsse absolvierte, existieren nicht mehr, die vielen stunden in x und y kann ich schlecht belegen, weil das damals kein thema war…
    unterm strich: müsste ich viel zeit investieren für etwas, bei dem ich nichts lerne und solange ich nicht bereit dazu bin, muss ich meine fähigkeiten unterschwellig vermarkten 🙁
    aber all das hält auch kreativ, und WIE !!

    Jutta

    1. Liebe Jutta,
      “unterm strich: müsste ich viel zeit investieren für etwas, bei dem ich nichts lerne und solange ich nicht bereit dazu bin, muss ich meine fähigkeiten unterschwellig vermarkten”….

      … was denke ich, gar nicht mal so unverbreitet ist…., dass nämlich im Endeffekt in diesem Sinne nicht “die Richtigen” (weil schon darüber hinaus) an institutionalisierter Bildung teilnehmen.
      … Wobei wir wieder beim Thema sind “warum sich etwas ändern muss” 🙂

      Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es bei Dir so weitergeht!

      1. ja Moni, darauf wollte ich hinaus, die angebote werden vom bildungsmarkt gesteuert und nicht vom bedarf. beim beispiel praktikantenausbildung: die fachhochschulen müssen (wie die unis) auf dem markt konkurrieren, was u.a. zu diesen zusatzausbildungen von praktikantenanleitern führte (denn damit verdienen die fhs). aus dieser perspektive haben sie kein interesse daran, das möglichst effezient zu machen, denn je länger, desto teurer.

  7. Vieles von dem, was ich mirin den letzten Jahren beigebracht habe ließe sich wahrscheinlich gar nicht zertifizieren. Wenn es darum geht, eine Sprache zu erlernen, ist ein Zertifikat am Schluss sinnvoll. Bei z.B. Eine Microsoft-Zertifikat halt ich die Zertifizierung für Unsinn, weil die die Rahmenbedingungen zu schnell ändern. Also bei Wissen, mit einer geringen Halbwertzeit machen Zertifikate auch keinen Sinn. Dennoch glaube ich, dass man Kompetenz auch anders nachweisen kann, z.B. durch Veröffentlichungen ein Blog, Dinge, Projekte etc. die man selbst durchgeführt oder produziert hat.

    1. Hi Gibro,
      also Du meinst nicht einmal so eine Art “peer assessment” sondern vielmehr, dass sich derjenige, den es interessiert, ja selbst einmal umschauen kann, was das Gegenüber so “drauf hat” … und sich dann auch selbst ein Bild machen KANN! Wäre ja mal ein nettes Spielchen im Rahmen des #opco, uns gegenseitig – sofern wir uns nicht aus andern Zusammenhängen kennen – nur danach zu beurteilen, was wir über den anderen im Netz finden!

      1. das ist nun wirklich neu: durch die spuren, die wir im netz hinterlassen, können wir entwicklungslinien und bezugnahmen, referenzfelder erkennen. diese “rüber zu bringen” war “früher” nur sehr wenigen personen möglich, die artikel und bücher verfasst haben und durch irgendwas der öffentlichen aufmerksamkeit würdig befunden wurden;-)

    2. Gibro soll ich mal aus dem Nähkästchen plaudern und was über Halbwertzeiten von Sprachen lernen erzählen. Also entweder zertifizieren wir hier alles oder gar nichts. Warum sprechen wir hier eigentlich soviel über Zertifikate? Genau – weil sich nämlich immer alles nur darum dreht. Fängt immer so schön an mit Ideen und Inhalten – dann eine kleine Bescheinigung und ehe du dich um guckst wird nur noch gelehrt/gelernt für das Zettelchen. Hat eine Eigendynamik, also am besten abschaffen.

      1. ja, abschaffen von zertifizierungen wäre nett aus gründen der eigendynamik und anderern. jedoch: verbraucherschutz im weitesten sinne ist sinnvoll. wenn ich zum arzt gehe, möchte ich nicht stundenlang im internet recherchieren und dann doch nicht seine kunstfehler finden, haha.

  8. Lobbyismus
    wenn wir die auswirkungen von lang gewachsenem Lobbyismus beseitigen würden, blieben zum thema zertifizierung nur noch kosmetische korrekturen übrig.
    beispiel psychiater
    wer diese zertifizierungen hat darf über kasse psychotherapien in vollem umfang abrechnen. er hat eine menge über krankheiten gelernt, braucht aber als therapeutische methode nur eine wenig aufwendige zu absolvieren. klar, er muss ja nur heilen können 😉 (gott sei dank sind viele engagiert und lernen noch mehr, theoretisch und aus ihrer erfahrung).
    die nächst niedrigere kaste dagegen, die psychologen, müssen da viel mehr bringen, wenn sie therapeutische leistungen abrechnen wollen und das dann zeitlich viel limiter.
    das ist besonders interessant auf dem hintergrund, dass bis heute nicht sicher empirisch belegt ist, welche methoden denn am wirksamsten sind und in vielen studien erscheint, dass die persönlichkeit der therapeuten und der kontakt zwischen klient und therapeut viel ausschlaggebender für einen therapeutischen erfolg sind !!

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