#opco11 Tag 3 – Gib mir mehr davon!

Logo geklaut von hier. Ja, ich habe ihn noch (am selben Tag) gekriegt, den Inhalt.

Ich habe mir das Pad von @_Rya zu Gemüte geführt, die elaborierten Ausführungen von @herrlarbig nachgelesen (jedes Mal ein Genuss), die erfrischende Art von cla genossen und … ja, Dörtes ausgesprochen anregendem Beitrag (und was ist mit meinem Zertifikat? 😉 ) gelauscht.

Die Frage hätte also nicht lauten müssen „Wann geht’s denn zum Inhalt“, sondern vielmehr „Wo geht’s hier zum Inhalt?“. Nun ja, manchmal nutzt auch einfach schlichtes Fragen und man bekommt die richtige Antwort auf die falsche Frage hin geschenkt.
Und Geschenke gab es heute wieder ein paar, so z.B. Ein Tag in der Schule der Zukunft, den Beitrag Lernen als Perpetuum Mobile und Enjoy Social Media von Ellen Trude.

Jetzt aber zu meinem inhaltlichen Part – oder Warum sich – m.E. – etwas ändern muss.

Fehler … führen zu schlechten Noten vs. auf den Pfad der Erkenntnis
Ich weiss nicht, wie es euch ergeht, beim Meditieren über den Fehler an sich. Bei mir jedoch reißt dies einen altbekannten Graben auf, den zwischen dem Wissen, dass dieser weiterbringt und dem gleichzeitigen (und viel stärkeren) Gefühl, ihn vermeiden zu müssen. Und wenn schon vermeiden nicht geht, so doch wenigstens vertuschen.
Rote Kugelschreibermarkierungen, rote Wangen und rote Augen erscheinen vor meinem geistigen Auge.

In einer ganz anderen Kategorie lagert das tiefgreifend erfreuliche Gefühl der Erkenntnis. Diese ganz unvermittelt auftretende körperliche Erfahrung des offensichtlich Werdens des Offensichtlichen. Die Freude des Perspektivwechsels oder der -erweiterung.

—> Warum sich etwas ändern muss? Um die verlorene Einheit von Fehl und Erkenntnis wiederzuerlangen.

Zusammenarbeit … wird unterbunden vs. zur Quelle der Freu(n)de
Die individuellen Anstrengungen der jeweils Lehrenden an den diversen Universitäten die ich beobachten durfte in allen Ehren. (Ich betreibe auch die eine oder andere Anstrengung in diese Richtung in dieser Rolle). Die – wie auch immer gearteten – Versuche der Förderung von Kooperation stoßen aber dann ganz schnell an ihren Grenzen, wenn es um die Leistungsbewertung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen geht. Während einer Klausur zu kooperieren wird schon wieder abgestraft. Bearbeitet man einen Themenkomplex im Rahmen einer Doktorarbeit gemeinsam, so sollen – natürlich – die einzelnen Teile des Endergebnis wiederum nur eindeutig einer Person zuschreibbar sein. Der organisatorische Rahmen von institutioneller Bildung legt also implizit die Konkurrenz nahe.

Wie erquicklich dagegen ist doch das gemeinsame Ringen um einen möglichst guten Text einer sich gefunden habenden Gemeinschaft von Schreiberlingen. Trotz aller Leiden, die man dabei durchleben mag (Zeitnot, Verpflichtungen aus Arbeitsverträgen, sogar dann und wann ein Motivationstief…), unterm Strich macht es (mehr) Freude, man wird beim gemeinsamen Erstellen oft zu Freunden. Habt ihr schon einmal Ähnliches erlebt?

—> Warum sich also etwas ändern muss? Um Freuden und Freunden wieder Einlass ins eigene Lernen zu gewähren.


Wissen … liegt im Außen (mir fern) vs. ist (handlungs-, denk-, einstellungs-)relevant

Die größte Mühe will heißen sowohl in Bezug auf Energie- als auch Zeitaufwand machte und macht mir bei meiner Teilnahme an institutionellem Lernen einen Bezug zu meiner (manchmal sogar auch nur antizipierten) Welt. Je besser und mit je weniger Aufwand mir dies gelingt – so der Zusammenhang – desto besser in der Regel mein (kursoffizielles) Leistungsergebnis.
Manchmal gelingt mir das auch gar nicht (in der Folge der klassische Drop-out).Gar nicht nötig ist diese Bezugskonstruktion für mich bei selbstgewählten Lernaufgaben.

—> Warum sich etwas ändern muss? Um Lernen und Wissenskonstruktion wieder relevant werden zu lassen.


Kleiner Ex- und Rekurs Zertifizierung

folgt – für die @diegoerelebt und den @herrlarbig – in einem Extra-Post. Morgen 😉

Jetzt freue ich mich auf heute Abend mit allen Sinnen zu erfahren, warum sich aus Perspektive des Jochen Robes etwas ändern muss.

Bis später.

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