#opco11 – Ist (wird… und wenn ja wie?) lernen „social“?

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Warum ich Social Learning einfach (immer öfter) besser finde.

Jasmin lernt (offensichtlich) gerne. Und das tut sie gerne online. Aber strukturierter, wie sie hier beschreibt:

Im Rahmen moderierter Onlinekurse, berufsbegleitend, mehrmonatig.

Ist das schon / noch „Social Learning“ – oder ist der äußere Rahmen „zu organisiert“?
Die Teilnehmer sind im Vorfeld festgelegt, es werden Teams gebildet, die zusammenbleiben (in der Regel), es gibt einen Zeitplan, Aufgabenstellungen, Lern/Lehrziele, Moderation – aber nicht v. a. im Sinne klassischer Wissensvermittlung – sondern Moderation von Lernprozessen.

Selbst, wenn das nicht unter „Social Learning“ fällt: Dieses Zusammenspiel wäre in meinen Augen eine optimale Voraussetzung für machbares und nachhaltiges Miteinander Lernen.

Kann das auch in weniger organisiertem Rahmen stattfinden? Wie? Warum überhaupt? [Formatierung M.E.K.] Fehlt noch was? Kann man auf etwas davon vielleicht doch verzichten? Um welchen Preis…

Das von Jasmin beschriebene Lernen nenne ich jetzt einfach mal „Canned Learning“ (CL), dasjenige, das Herr Larbig hier beschreibt, nenne ich jetzt mal der Einfachheit halber „Social Learning“ (SL). Das Lernen, wie ich es in der Vergangenheit (z.T. sogar erfolgreich) betrieben habe, nenne ich jetzt einfach mal LL („Lonely Learning“ 😉 ). Im Grunde betreibe ich alle drei Lernerei.

LL, wenn ich auf der Arbeit (auf allen möglichen Wegen wie Literaturbeschaffung, Ausprobieren, Recherche im Internet) versuche irgend etwas in Moodle hinzukriegen von dem ich aus irgend einem Grunde glaube dass es doch gehen müsse, es aber noch nie zuvor getan habe.
CL, wenn ich im Rahmen meines Zweitstudiums versuche, Abgabetermine (vgl. oben Begriffe wie Zeitplan und Aufgabenstellungen) einzuhalten und dabei sowohl Länge der Ausführungen als auch Niveau einer von mir antizipierten und manchmal klarer, manchmal vager formulierten Erwartung zu treffen.
SL, wenn ich vor dem ins Bett Gehen nicht widerstehen kann, noch schnell auf einen Blog-Post von Jasmin zu antworten, nur weil ich nicht schlafen kann, bis ich auf ein „Warum überhaupt?“ geantwortet habe. Und warum mache ich Drittes nun am Liebsten? Ich meine meine Begründung dafür schon einmal gelesen zu haben. In Klaus Holzkamps Lernen – Subjektwissenschaftliche Grundlegung. Worin er die Bedeutung von Lernen als Erweiterung je subjektiver Lebens- und Erfahrungsmöglichkeiten beschreibt, anstatt auferlegte Verpflichtung. Also in einem schlichten aber umfassenden ich will (statt muss).

Warum Social/Networked Learning (und auch dessen „Ergebnis“) ungleich Lernen ist, wie wir es bisher kennen.
Die Unterschiede zwischen CL und SL bestehen nun darin, dass im ersteren Fall Inhalt von Außen aufoktroyiert wird, im zweiteren Inhalt(e) eigenständig gewählt (und wieder abgewählt) werden. Dass bei ersterem die letztendliche Bewertungsinstanz im Außen liegt, bei zweiterem ich selbst eintscheide, wann mein (Lern-)Erfolg eingetreten ist/ ich gut genug bin. Bei ersterem Wissen von einer als Autorität anerkannten Instanz produziert wird, bei zweiterem ich selbst dieses erstelle, (öffentlich? re-?)produziere.

Und warum sich hier alles wie die ewige Wiederholung des immer Gleichen anhört.
Was wohl auch der Grund dafür sein mag, dass sich – wie hier von Lisa Rosa bemerkt – vieles schon gesagt ist, sich nicht mehr neu, nicht mehr aufregend anfühlt. In Variation und weiteren Variationen von Variationen vorhanden, gesichtet, gelesen.

Lesen wir nun Variationen von bereits mehrfach selbst produziertem, sollten wir uns – nach obigen Überlegungen – eigentlich darüber erfreuen. Denn dann sind wir wohl gerade Zeugen davon, dass wahrscheinlich eine Art des SL stattgefunden hat.

Das ganze geht (natürlich) nicht ohne (m)eine Community.

S(ee you) L(ater) 😉 … zum Thema…. und ab wann seid ihr (m)eine Community?

3 Antworten auf „#opco11 – Ist (wird… und wenn ja wie?) lernen „social“?“

    1. Mist! Da hab ich doch schon mal wieder das Rad neu erfunden. Unterkomplex und auch noch in oval 😉 …. ich geh dann gleich mal Nachlesen 🙂 DANKE für Link! m

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