Schokolade war gestern! Das Social Web als Glücklichmacher?

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Hat mich das „Social Web“ auch nur einen Deut glücklicher gemacht als ich es ohnehin schon war? Frage ich mich zum Ende des Wochenendes (und noch zum Beginn der Neuen), ausgelöst durch die Dörte in der Netzfaktorei. Ein spontanes Ja springt mir vom Herzen, soll ich beschreiben, wie genau es mir das Leben zu versüßen versteht, verstumme ich zunächst. Ich versuche die Pralinen zu benennen, die ich mir seit einigen Jahren via Social Web Tag um Tag gönne.

Praline 1: Kommunikation
Ja. Hier geht es mir ähnlich – um nicht zu sagen genau wie – Martin Kurz. Man möge mir die entsprechende Quelle, die mir gerade abhanden gekommen ist, bitte aus meiner Community (das ist das Thema der Woche 2, odr? 😉 ) nachliefern…. mit seiner Aussage… es reagiert überhaupt auf mich. [das Web 2.0]

Und genau das hat in mir ein Gefühl aus der Vergangenheit wiederbelebt… dasjenige, dass Menschen des direkten Umfeldes einfach auf Aussagen nicht eingehen/ diese vorgeben nicht zu hören, weil sie so abstrus für sie klingen, dass sie einfach nicht wahr/existent sein können. Oder dass sie als so gefährlich für die bestehende Gemeinschaft erachtet werden – was sie meist gar nicht sind -, dass sie nicht zugelassen werden können. Oder dass es einfach keine Resonanz dafür gibt.

Im Web 2.0 gibt es aber alles. Sogar Resonanz auf ganz abstrus klingendes und vermeintlich gefährliches Gedankengut. Gut. so. 😉

Praline 2: Wirksamkeit Es gibt ja – generell gesprochen – eine Freude am Tun und eine am Produkt. Noch immer generell gesprochen, hat man wohl mehr Freude am Leben, wenn man ersteres zu genießen weiss. Denn wer von uns hat schon am Abend eines (viel zu langen) Arbeitstages etwas handfestes vorzuweisen? Oder auch nur am Ende einer Woche, eines Monats? Die Tätigkeiten die ich bisher hauptsächlich auf Arbeit ausführte ließen Stapel an Papieren schmelzen, die sich im gleichen Tempo wie abgearbeitet wieder aufbauten. Eine Sysiphos-Arbeit, die eigentlich nur – und nur dann – zu leisten, wenn man gerne Papier weiterverarbeitet… oder aber neben dem verarbeiten anderweitig eine gute Zeit verlebt.
Seit meinem aktiver Werden im Social Web ist jedoch sogar das eine oder andere „Produkt“ herausgekommen. Ein Weblog, das ich mag und auf das ich auch stolz bin. Ein Studienbrief, den man anfassen, anlangen kann und den ich durchaus als richtig gut empfinde. Neben dem Tun ist doch direkt auch mal etwas „Handfestes“ dabei herausgekommen. Das Gefühl, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt Bemühungen sich in etwas kristalliesieren, das abgeschlossen begutachtet und benutzt werden kann (auch wenn es „an den Rändern“ (hoffentlich) weiterlebt), das möchte ich mit Wirksamkeit benennen. (Vielleicht fällt jemandem ein geeigneterer Begriff ein?). Wie auch immer man es benennen mag, es handelt sich um eine gar wirklich leckere Praline!

Praline 3: Anregungung
Und auch wenn ich dem einen oder andern als kreatives Etwas erscheine. Das bin ich mitnichten aus mir selbst heraus – wenn überhaupt. Ich werde dazu angestoßen, aufgeschreckt, zu etwas angeheizt. Die Heizer heissen Kurz, Dörte, Jean-Pol, Heinz, Lisa, Schulmeister, vilsrip, basadai, Karl-Heinz und wie sie alle heißen. Euch allen – auch Ungenannen sei dank. Ihr, die ihr (auch) aus dem Web 2.0 daherkommt, um mich zu piesacken. Ich nenne euch… meine 3. Praline.

Und Du? Macht Dich das Social Web glücklich(er)? Wenn ja, wie? …. fragt nicht nur die Dörte, sondern jetzt auch die Mons.

6 Antworten auf „Schokolade war gestern! Das Social Web als Glücklichmacher?“

  1. Erst einmal Dank für die ehrenvolle Erwähnung 🙂
    Dein Post gefällt mir sehr gut, damit kann ich mich auch identifizieren. Drückt die Anordnung ein Ranking aus?
    Wenn ich es für mich sortieren müsste, dann wäre das mir wichtigste Element die Anregung, dann die Kommunikation und als am wenigsten wichtig die Wirksamkeit (das liegt u. a. daran, dass ich relativ wenig schreibe – denn der Tag hat nur 24 Stunden).

  2. Liebe Mons7!

    Und Du behauptest Du wärest nicht direkt kreativ, sondern müßtest erst einen Anstoß haben??? Aber müssen wir das nicht alle… Wir sehen oder lesen etwas, das in uns etwas bewegt… Daraus entstehen meine Blogbeiträge ebenso… ich schnappe etwas auf, habe eine Idee dazu und setze es um…
    Ein Glück, wenn man diese Gabe hat…
    Ja, es ist sehr befriedigend – Kontakte zu haben – Anregungen zu bekommen und wenn dann noch ein Produkt dabei herauskommt, um so besser…
    Auch kleine Dinge finden zu den Verwertern, die dann wieder etwas gelernt haben…;-)

    Mach weiter so…
    Anntheres

  3. Lieben Dank dir, Monika, für die Erwähnung, die ja auch gleich wieder mein Glücksgefühl ansteigen ließ 🙂
    Du hast da eine wunderschöne Einteilung in den 3 Pralinen gemacht und so recht damit. Auch das mit dem konkreten Produkt (auch wenn ich persönlich da noch echter Neuling bin). Zur 2. Praline eine Ergänzung: das Erleben – wie in der Schule 😉 – hey, man hat etwas gekonnt, etwas bewältigt. Ich kann jetzt etwas besser oder überhaupt. Auch das ist Wirksamkeit. Dies muss ja nicht gleich ein Produkt sein, sondern auch das Erleben/Reflektieren der eigenen Kompetenzentwicklung.
    Ein kleines Beispiel: vor einem Jahr dachte ich, ich bin komplett unfähig einen Blogartikel zu schreiben. Jetzt denke ich, naja, komplett unfähig bin ich heute vielleicht nicht (auch wenn nicht begnadet). Jetzt kann ich es besser als früher. Das beschert mir auch ein Glücksgefühl.

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