Vermischtes und Unausgegorenes im Nachgang zur #opco11 Mittwochs-Session

Verzeiht mir, ich tue mir heute Abend schwer, folgende Mosaiksteinchen in einen runden Fließtext zu verarbeiten, wohl deshalb, weil die Session meinerseits noch zu unverdaut. Nichts desto trotz habe ich einige Anliegen vorzutragen, mit der gebetsmühlenartigen Bitte an euch angehängt, diese zu kommentieren.

Ohne die Session gesehen/mitgemacht zu haben sind meine Ausführungen – so befürchte ich – noch weniger verständlich als ohnehin schon. In diesem Falle lieber wegklicken und ausspannen 😉

[Ansprache der Seniorin – der Fall SLO]

Sie war nicht die einzige im Virtual Classroom anwesende der SLO-Front. Aber sie hat aufgesprochen. Und ich muss erblassend zugeben, dass ihr PLE sich angehört hat, wie Matthias Rückels aussieht, nämlich so:
Bildquelle.

Meines im Vergleich dazu lediglich eine pLE (persönliche Lernecke), will sagen im Vergleich dazu, sehe ich ziemlich “alt” aus:

Deshalb rege ich an/ frage an, ob wir nicht am Rande des #opco11 eine kleine Zusatz-Session abhalten könnten, eine, in der wir an einem (typischen) SLO-Stammtisch teilnehmen dürften? Und die beteiligten Senioren und Seniorinnen führen uns in die dort verwendeten Tools ein, stellen uns gleichsam den Stammtisch vor. Aber ich bitte um Nachsicht, … in Bezug auf neue Tools habe ich (ganz ehrlich gesprochen) immer gewisse Vorbehalte und Barrieren…

[Offenheit von LMS und Monetarisierung – der Fall Dörte]
Ja. Ich gebe zu, ich forderte, alle sollten Teil einer Community – auch eines privaten Bildungsanbieters – werden dürfen. (Erklärung: Diese Forderung entwickelte ich aus der Erfahrung, dass es bei Bildungsanbietern – wie z.B. Universitäten – einfach nicht genügend interessierte Teilnehmende gibt, die eine Community bilden könnten. Vorteil wäre also, dass durch Zulassung von “Externen” eine solche Community überhaupt erst entstehen würde.) Wie könnte ein Bildungsanbieter jedoch nun dabei nicht nur nicht Geld verlieren, sondern noch gewinnen? Hierzu zwei spontane Gedanken, die ich losweden will:
1. Ich würde einen gewissen Betrag (mindestens 10 EUR im Monat) als “Externe” dafür aufwenden, Teil einer Community sein zu dürfen, in der ich Zugriff auf bestimmten “Content” hätte. (Chance der Monetarisierung für Bildungsanbieter, was für diesen nicht allzu viel (Mehr-)Aufwand bedeutete).
2. Was ist es aber nun, was ich als “Mehrwert” bekäme, so ich “Vollzahler” würde? Hier schlage ich a) die Betreuung/Feedback bei Anfragen *des Lehrenden/der Lehrenden* vor und b) Korrektur von eingereichten Aufgaben und Zertifizierung.

Was meinen die anderen (die genau diese Thematik interessiert) dazu?

[Lernkurven – der Fall Robes, Weiß und Co. ]

Wir haben ja alle so unsere Lernkurve im Rahmen des #opco11. Hier habe ich eine (zusätzliche) Wochenaufgabe für euch, die ich an euch Stelle: Visualisiert bzw. beschreibt eure persönliche Lernkurve im Rahmen des #opco11! Wer allerdings die grandioseste (so mutmaße ich mal) Lernkurve (bisher) hingelegt hat, sind die Veranstalter! Und ihr wisst wahrscheinlich, was ich hier sagen will. 1. Unsere (fast schon maßlosen) Ansprüche an Partizipationsmöglichkeiten wahrzunehmen und 2. das Virtuelle Klassenzimmer nicht nur für 10 sonder gar x Personen zu öffnen SELBST UNTER DER VORAUSSETZUNG, dass nicht klar war, wie man diese Menge x “händeln” könnte… das finde ich echt … ja, grandios. Und ich finde, das sollte gewertschätzt werden.
Hat jemand eine Idee, wie?

[Persönliches – ein Fall für?]
Ja. Und ich hatte wieder mal echt eine Panickattacke, bevor ich vor der (wenn auch nur virtuell anwesenden) Gruppe aufgesprochen habe. Ich bin ECHT STOLZ auf mich, mich überwunden zu haben. Und habe – mal wieder – die Erfahrung gemacht, dass WENN ich mich überwinde, ich Gedanken ausspreche, die ich vorher niemals so gedacht habe. (Anspruch: Community, Lernlatte, Content). Was mich hinterher ärgert, dass ich zu diesen Gelegenheiten immer mal wieder so auf Hochschule “einschlagen” tue. Ich bitte hierfür vielmals um Entschuldigung.

Und bitte nochmals – gebetsmühlenartig – um Kommentare zu den o.g. Fragen:

1. Könnten wir eine SLO-Session kriegen?
2. Wie können wir die Lernkurve und das Angebot der Veranstalter würdigen?
3. ?

m

18 Antworten auf „Vermischtes und Unausgegorenes im Nachgang zur #opco11 Mittwochs-Session“

  1. Liebe Moni,
    Du bist schneller! 🙂
    Ich schreibe grad noch an meinem Gedankenflickenteppich und drücke wohl erst so in einer Stunde auf “Veröffentlichen”… Dass ich ein Fall in Deinem Mosaik bin, ehrt mich sehr, lass uns da mal dranbleiben! So, ich spute mich…
    Kusshand von der Göre

  2. 🙂 Dafür ist Dein Flickerlteppich wieder golddurchwirkt und wird auf Basaren gar umgehend hoch gehandelt und als fliegender Teppich verehrt.
    Ich bleibt dann mal noch ein bisschen wach… um ihn abheben zu sehn 🙂

  3. Der Reihe nach:
    – Seniorin: Ich war auch durchaus beeindruckt von der Versiertheit der Teilnehmerin. Was mich genervt hat, war zweierlei: a) Der immer wieder durchscheinende Vorwurf, Senioren würden ausgegrenzt (was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann) und b) Der missionarische Eifer, mit dem behauptet wurde, man müsse doch “den Senioren” alles Mögliche beibringen (man muss gar nicht – nur dann, wenn jemand motiviert ist)

    – Offenheit/Monetarisierung: Dieser (relativ umfangreiche) Teil der Diskussion war für mich unerwartet und … weniger interessant. Ich bin als Lehrer ein Bildungsanbieter, der sich keine Gedanken darüber machen muss, wie er aus seinem Angebot kommerziellen Gewinn schlägt.
    Ich habe im Nachhinein erst kapiert, dass vor allem bei kommerziellen Anbietern, die in abgeschlossenen Lernumgebungen agieren, die Befürchtung aufkommt, dass die Teilnehmer einander am Ende des Kurses verlieren. Aber dem könnte ja dadurch entgegengewirkt werden, dass man den Teilnehmern ziemlich am Anfang eine Einführung in Twitter gibt, evtl. einen individuellen (Kurs-) Hashtag vereinbart … vorausgesetzt, der Anbieter befürchtet nicht, dass damit wertvolle (geldwerte) Inhalte ins Twitterversum entfleuchen.

    – Lernkurven: Ich war von der technischen Umsetzung dieser Session sehr angetan. Die Bildqualität war sehr gut, das Umschalten zwischen den beiden Layouts hat gut funktioniert, die Möglichkeit, durch Zuschaltung Interaktion zu ermöglichen, hat die Veranstaltung sehr belebt; lediglich bei einem Teilnehmer hat die Wortmeldung nicht funktioniert. Man hätte möglicherweise noch etwas auf die im Chat auflaufenden Inhalte eingehen können, aber das war wegen der z. T. durcheinander gehenden Themen vielleicht schwierig.

    – Persönliches: Ich fand deinen Beitrag (wie ja bereits getwittert) sehr gelungen, man hat gemerkt, dass du weißt, wovon du sprichst. (Für den Start-Nervositätssatz gab es keinen Grund – nächstes Mal einfach weglassen.)

  4. @vilsrip
    Ja, so ist das mit den überraschenden Aspekten der Thematik… Ich bin bei den Beiträgen der Lehrer/innen immer ein wenig interessierte Außeseiterin, weil ich mir viele Eurer Fragen in meinen Kontexten nicht stellen muss. Komerzieler gewin klingt jetzt aber auch gleich so hässlich… 🙂 Wie wäre es mit der etwas neutraleren Formulierung, die mehr die Teilnehmerseite in den Blick nimmt: Was darf ich für mein Geld erwarten, wo eben nicht jeder kostenfrei auch rankommen könnte. Was ist der gegenwert zur Studiengebühr?

  5. Schön und individuell und phantasievoll hast Du wieder auf der Wiese gespielt. Immer gut zu lesen. Ich hatte Dich während der Session echt vermisst, nicht mitbekommen, dass Du rausgeflogen warst. Aber das hast Du am Ende besonders gut wettgemacht.
    Zur Geldfrage fiel mir ein: wenn es was kostet, wird es Pflicht, und dann wird Druck aufgebaut und Unlust. Unser opco11 ist so herrlich frei, man nimmt, über die Menge entscheidet man selbst, es gibt keinen Beipackzettel mit Dosierungsvorschriften und Warnungen. Nebenwirkungen sind – bei mir jedenfalls – unbedingt erwünscht. Anregendes gibt es en masse, ich sehe, woran die anderen Interesse haben, das Mitmachsystem funktioniert gut und quasi von unten. Mir macht es zum Beispiel Spass, Informationen beizusteuern, die für einige interessant sein könnten.
    Im Moment scheint es mir die beste Anerkennung für die Veranstalter zu sein, wenn wir agieren oder mindestens reagieren, jeder so, wie er es hinkriegt. A la longue sollten wir uns allerdings schon was einfallen lassen in Sachen Wertschätzung der Veranstalter.
    Und ich bin ein Fan von Lernplattformen, weil ich gut weiß, wie das Leben ohne war. Gut zu wissen, dass sie jetzt auch permeable sein können. ich werde mich gleich mal in Duisburg-Essen umschauen, damit die 3 Monate nicht im Sand verrinnen

  6. “Könnten wir eine SLO-Session kriegen?”

    Ja, jederzeit und alles, was wir so im Angebot haben. Aber doch nicht als Muster-Stammtisch. Das wäre dann doch so witzig, wie Trocken-Schwimmen. Ich bin EINER der SLO-Organisatoren und sehe MEINE Stammtische durchaus durchwachsen und weniger jubelnd, als Marlit P., die in der Session über ihre Erfahrungen als Teilnehmerin bei SLO und als Anbieterin bei der PH Freiburg berichtet hat.

    Nach meiner Beobachtung braucht es immer mehrere Dinge zum Lernen: 1) Gutes Konzept (haben wir bei SLO innerhalb von 8 Jahren entwickelt) 2) Antreiber (kann man auch Trainer, Tutoren, Moderatoren nennen) 3) Lerner (sind ganz unterschiedlich interessiert, engagiert und talentiert).

  7. Liebe Monika,
    ich habe ja an einem Online-Weiterbildungskurs “Community Management” teilgenommen. Daraus ist die gleichnamige Facebook-Gruppe entstanden. Uns sind trotzdem mehr als die Hälfte der ehemaligen Teilnehmer verloren gegangen bzw. vielleicht lesen die, vielleicht nicht. Schreiben tun sie kaum noch. Das liegt in den Händen von einer Handvoll Engagierter, die jetzt quasi die Community betreuen.
    Ob sich das Beteiligungsverhalten und das Interesse über einen kleinen Kostenbeitrag in Communities steigern ließe, weiss ich nicht. Müsste man versuchen, aber nicht im Rahmen von Facebook natürlich.
    Interessante Idee auf jeden Fall!

    1. Hi Andrea,
      jetzt hab’ ich schon zweimal ansetzen wollen Dir noch eine Nachfrage zu stellen. Nun ja, guter Dinge sind halt (ganz oft) Drei 🙂 …. was war das GENAU für eine Weiterbildung und bei WEM?
      Herzliche Grüße
      die m

  8. Moin,
    nun ja. Es ist eine meiner Lernumgebungen, die an die Öffentlichkeit dürfen. 😉 Es ist meine PAUL (siehe dazu Lore Ress).
    LG
    Matthias

  9. hallo,
    Monika, deinen Beitrag aus studentischer Sicht fand ich richtig klasse und hat damit das Feld der Diskussionen um einen wertvollen Punkt erweitert – vielen Dank!

    Zum Thema Nachhaltigkeit oder aktive Kontaktpflege über Seminare/Schulungen/Lernangebote hinaus sollte m.E. etwas gelassener umgehen.
    Wäre ich ein kommerzieller Bildungsanbieter würde ich definitiv ein großes Interesse an den Tag legen, meine Teilnehmer über das Angebot hinaus in einer, wie auch immer gearteten, Gemeinschaft zu halten, weil ich dadurch natürlich nicht nur einen positiv eingestellen Kundenstamm halten kann, sondern auch meine zukünftigen Angebote über den “Schneeball-Effekt” wesentlich schneller verbreitet bekomme.
    Aber ist es aus persönlicher Sicht nicht immer so, dass man nach einem Seminar (oder auch Lebensabschnitt wie Schule/Studium/Weiterbildung) den (fachlichen/persönlichen) Kontakt zu den anderen Teilnehmern hochhalten will, weil man den Austausch zu schätzen gelernt hat? Letzlich schleicht sich aber doch immer der Alltag wieder ein und es gibt neue Kontakte und Rückmeldungen…
    Ich bin auch jemand, der sich in solchen Maßnahmen gerne einbringt und auch darüber hinaus an dem Thema oder dem Austausch mit Teilnehmern Interesse hat… wenn ich aber reell überlege, wie viel Zeit mich das kosten würde, all dieses Kontakte, die mir doch auch wichtig sind, aufrechtzuerhalten… müsste mein Tag mind. 32h haben…
    Wenn ich nach einem halben Jahr oder länger auf den Ein oder Anderen nochmals zugehe, weil der mir weiterhelfen kann oder wenn ich nach einiger Zeit selbst angesprochen werde, finde ich das schon fast schöner und besser, als mit viel Energie eine Plattform aufrechtzuerhalten.
    VG

    1. Hi Nici,
      ah, ich verstehe… anstatt versuchen zu Konservieren, einfach mit der Entwicklung mitgehen… sich an neu entstehenden Communities beteiligen, den alten nicht nachtrauern, da es ja im Grund kein Sterben und Neubilden ist, sondern vielmehr Transformieren?

      1. hi Monika,
        ja, genau in die Richtung geht es.
        Wenn sich etwas Dauerhaftes wie eine Online-Plattform entwickelt umso besser, gleichzeitig finde ich es aber immer schade, wenn man sich selbst so von neuem Entdecken abhält, weil man nicht loslassen kann.
        Ich finde zu einem (nachhaltigen) Lerntransfer gehören auch immer wieder neue Anwendungsmöglichkeiten, neue Kontexte und neue Perspektiven… die ich meist auch nur auf einer neuen Lernspielwiese finde 😉
        VG

  10. Hallo Monika,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Darf ich nochmal nachfragen, wie du das genau meinst wenn du schreibst: “dass WENN ich mich überwinde, ich Gedanken ausspreche, die ich vorher niemals so gedacht habe.”?
    Kannst du deine Erfahrung noch etwas genauer beschreiben – meldest du dich zu Wort und stellst am Ende fest, dass du einen ganz anderen beitrag geleistet hast, als du ursprünglich vor hattest? Wie entwickeln sich deine Gedanken vom Zu-Wort-Melden bis danach? Hilft dir das sprechen beim Formulieren oder darüber hinaus beim Denken? Und wie ist das, wenn du Chatbeiträge tippst, machst du dann ähnliche Erfahrungen oder sind die anders?
    Grüße
    Daniel

  11. Hi Daniel,
    irgendwie (so muss ich zugeben), ist es in der Tat so! Zwar weiss ich die ungefähre Richtung, in die ein Beitrag gehen soll, solange ich diesen aber nicht niederschreibe bzw. ausspreche … ist der lediglich ganz diffus vorhanden.
    Also: Stufe 1: explizieren.
    Stufe 2: Rückmeldung von Gegenüber bekommen. (Das ist noch viel “verschärfter” als lediglich explizieren.
    Stufe 3: Überdenken.

    A la: Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor Du mir nicht sagst, was ich gesagt habe…. (oder wie ging der Satz nochmals @heinz?)

    Das ganze “Prozedere” kann in der Tat vorteilhaft (weil ständig im Fluss), jedoch auch von sehr großem Nachteil sein. Zweiteres deshalb, weil ich niemals Aussagen mit dem Tenor “So und so ist es” treffe(n kann).

    Wie ist das bei Dirr?

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