Wer wie was? Wieso weshalb warum? – Eine kleine Einführung ins Bloggen

Bildquelle. Freitag in acht Tagen habe ich die große Ehre und das Vergnügen, für ein Stündchen eine Einführung ins Bloggen zu geben. Herüberkommen soll dabei folgenderlei:

A. Was ist das denn eigentlich, ein Blog, und was macht man denn da, wenn man das tut, bloggen?
1. Die ewig währende (Streit-)Frage: DER oder DAS Blog?
Beruft man sich auf die Herkunft des Wortes (von World Wide Web + Logbuch), liegt natürlich das DAS näher, der Duden erlaubt mittlerweile großzügigerweise beiderlei. Von allgemeiner Akzeptant der Regelung des „alles geht“ sind wir allerdings noch mittelweit entfernt.
Welcher Artikel ist Deine Präferenz?

2. Zum Punkt. Die Standard-Definition ist ja die in regelmäßigen Abständen aktualisierte Webseite, das Neueste immer oben, mit Zeitstempel versehen und sowohl als Ganzes als auch die einzelnen Beiträge dauerhaft durch eindeutige URLs im Internet wieder auffindbar. (Siehe (auch) hier).
Fragen/offene Punkte, die sich mir hier aufdrängen:
– Wie regelmäßig ist regelmäßig? Welche Rolle spielt die Frequenz?
– Macht es einen Unterschied, ob ich alleine schreibe oder als Gruppe?

3. Die Rolle DER Technik
„Die Technik“ ist m.E. beim Bloggen schlichtweg irrelevant. Zur Demonstration dieser These könnte ich innerst eineinhalb Minuten ein WordPress-Blog anlegen.
Habt ihr zur Rolle der Technik eine konträre Meinung?

4. Warum tue ich das überhaupt? Und das immer wieder? (plus wie viel „Bewerbung“ braucht ein Blog, wie viel verträgt’s?)
Was ist eure Motivation bzw. sind eure Motivationsbündel immer wieder anzufangen/weiterzumachen? Meine Motivation hat sich immer mal wieder verändert, was sich u.a. in der Verabschiedung von zwei Plattformen und letztendlich heimisch werden bei und mit WordPress geäußert hat. Zunächst war es (damals noch anonym) das überhaupt äußern von Gedanken. Von Überlegungen, die in meinem direkten Umfeld als entweder absolut uninteressant oder noch schlimmer inakzeptabel empfunden wurden (Plattform: diary-z).
Später begehrte ich inhaltliche Kommentare von Menschen, die sich mit gleichen Fragestellungen zur gleichen Zeit auseinandersetzten (blog.de). Diese begehre ich immer noch und die sind aus euch gar nicht so leicht herauszulocken – nur mal am Rande bemerkt.
Schließlich hat so etwas wie eine Professionalisierung meiner Schreibe stattgefunden (auch wenn diese – zugegebenermaßen – immer noch höchst subjektiv daherkommt). Das brachte dann den Umzug nach wordpress.com mit sich (ich bin immer noch dem @ralfa zu Dank für den entscheidenden Hinweis verpflichtet). Reputation rückt jetzt so langsam in den Vordergrund. Ich möchte die sein, die sich im weitesten Sinne mit „Digital Learning“ befasst. [Wer wollt ihr sein?]
Um Reputation zu erlangen bedarf es natürlich einer verständigen Leserschaft, eine, die sich für ähnliche Inhalte interessiert und die einen immer wieder anstachelt, weiterzudenken. Und sich vielleicht auch anstacheln lässt, Kritik zu üben. Und die findet einen nicht von alleine. M.E. geht es ohne „Teaser“ nicht. Ich denke am ehesten locke ich euch via Twitter hierher, ein paar werden sich noch von Facebook her verirren, von Google+ kann ich mir schon nicht mehr vorstellen. Mit Sicherheit weiss ich es allerdings nicht. Sagt ihr es mir! (Vielleicht sollte ich dem mal nachgehen).

B. Was bedeuten denn solch ominöse Begriffe wie …
RSS?
Trackback?
Pingback?
Blog vs. Online Journal?
TagCloud?
Kategorien vs. Tagging?
Blogroll?
Blogparade/Blogcarnival?

C. Welche interessanten Blogs gibt es denn so und wie finde ich die für mich interessanten?
Um Blogs zu finden, die mich interessieren, muss ich erst einmal explizieren, was es denn ist, das mich interessiert. Hier werde ich ein paar Interessensgebiete der Zuhörerinnen abfragen und dann spontan nach Blogs dazu fahnden. Aber… wie finde ich denn jetzt Blogs zu Interessengebieten, die mich vielleicht so was von gar nicht interessieren?
1. Blog-Suche via Google
2. Und doch nicht so ganz sinnfrei: Die Blogroll.

Habt ihr weitere Suchstrategien auf Lager/parat?

Habe ich etwas Grundlegendes, das zum Bloggen zu erzählen obligatorisch ist, vergessen?
Habt Ihr Präsentationen/Schungungsunterlagen/Handouts für mich, von denen ich mich inspirieren lassen könnte?

Es freut sich wie immer königlich über Kommentare

m
[to be modified]

26 Antworten auf „Wer wie was? Wieso weshalb warum? – Eine kleine Einführung ins Bloggen“

  1. Liebe Monika,
    da wünsche ich dir viel Erfolg.

    Nebenbei finde ich deine Artikel am schnellsten per E-Mail-Benachrichtigung. Eigentlich ja per Twitter, aber da verpasse ich den Tweet meistens. Als regelmäßiger Leser 😉 achte ich auf die Mails. Google+ würde ich nicht verachten, gefühlt erlebe ich da viel Feedback.

    Ein paar Ideen zur Schulung. Dabei klaue ich mal vom 1. Semester des Masterstudiums eEducation der Fernuni Haagen (hab’s ja abgebrochen, aus Zeitgründen):

    Kurze Beurteilung verschiedener Weblogs: Art des Blogs? Thema? Zielgruppe? 1. Eindruck? Menüführung? etc. Muss bei 1 h Zeit natürlich sehr kompakt sein.

    Wichtig ist dein Punkt 4, ein klares Blog-Konzept. Was ist die Intention, was will man mit dem Blog erreichen? Wie sieht das Blog ein potentieller/typischer Leser? Welche Merkmale dienen diesem Ziel?

    Typischerweise entwickelt man das Konzept erst beim Tun, klar. Aber wichtig ist, dass man sich diese Dinge überlegt.

    Beim Googlen habe ich spontan gefunden: http://www.slideshare.net/Bernet_PR/bernet-checklist-blogkonzept

    So weit mal. LG Martin

  2. Hallo Monika

    Kommentare, die meisten zumindest, sind das I-Tüpfelchen in einem Blog. Sie hauchen dem Blog Leben ein. Ich komme meist über Facebook zu dir, wenn du dort deine Artikel postest, oder jemand auf dich verweist. Twitter ist mir fremd und wird es wohl auch bleiben. Weshalb ich ausgerechnet heute deine Kommentarfunktion nutze ist Punkt 3 – die Technik – Ja ich habe eine konträre Meinung. :-))))Wordpress in 5 Minuten versprach einst eine Fachzeitschrift. Ich hab‘ sie mir gekauft und es versucht. Mann und Söhne eingespannt. Das Ergebnis kann, wenn’s denn interessiert auf meinem Blog nachgelesen werden. „ver-rueckt.net/?p=1413“

    Ich hatte auch schon zweimal das Vergnügen eine kleine Einführung in das Bloggen geben zu dürfen. Orientiert habe ich mich an Jeremy Wright’s Buch „Blogmarketing als neuer Weg zum Kunden“. Das Buch ist zwar schon etwas älter aber für mich und meine Zielgruppe ist es genau richtig.

    Als was will ich wahrgenommen werden? Puh… eigentlich als die, die ich bin „Christa Schwemlein“ mit „e“ und einem „m“. 😉

    Viel Spaß bei deiner Blogeinführung und vielleicht sehen wir uns in der Montagsrunde, sofern ich das technisch hinbekomme.

    Grüße Christa

    1. Hi Christa,
      ja, DU hast ja auch – im Gegensatz zu mir – die Blog-Deluxe-Version. Da kann ich mir schon vorstellen, dass man da technisch tiefer reinsteigt/reinsteigen muss… toller Blog übrigens… oder tolles (je nachdem 😉 )
      Bis vllt heute Abend
      m

  3. Na das wichtigste bei Blogs, weshalb sie sich auch von traditionellen Medien unterscheiden, ist doch die Subjektivität, oder nicht. Es geht vornehmlich um Meinung und nicht um Information, wie auch schön an diesem Blogbeitrag deutlich wird.

  4. Ein Blog lebt eindeutig von Kommentaren, aber auch nur, wenn diese vom Autor auch beantwortet werden. Ein ganz wichtiger Punkt, sonst verliert man seine Leser wieder. Dazu gehört natürlich auch die Regelmäßigkeit des bloggens.

    Viele Grüße
    Sperling76

    1. Hi Sperling76,
      bei mir GENAUso. Allerdings ist das mit der Regelmäßigkeit gar nicht so einfach. Meine Lieblings-Frequenz ist ja (sowohl als Schreiberin als auch als Leserin anderer Blog) drei die Woche. (Was ist Deine?).
      Das muss man aber erst einmal hinkriegen! (Probleme: Schreibanlässe und allgemeine Wintermüdigkeit, dass man seine Brötchen anderweitig verdient/verdienen muss etc.)…
      Nun ja, aber immerhin kriege ich es ja noch hin, zu antworten 😉 🙂 🙂
      LG m

  5. @mons7 Genau so ist es: Subjektivität, das ist es, was mich am Bloggen reizt. Den ganzen Tag über muss ich als Journalistin ausgewogen und neutral schreiben – außer bei Kommentaren und Glossen. Und nicht jedes meines Anliegen/Themen/Ideen findet den Weg ins Blatt. Da ist das Blog für mich eine Spielwiese, auf der ich ganz Ich sein darf. Das reizt mich einfach daran.

    1. Lieber Daniel, mir dünkt, Du hast meinen Vortrag gerettet 🙂 🙂 🙂 … Sprich, was kann ich Dir – gleichsam im Gegenzug – Gutes tun?
      Wie wäre es mit der Übernahme (zusammen mit dem Torsten Herrmann) der nächsten Montagsrunde? (Thema: Hat das Internet die Welt verbessert? (Oder war nicht vielmehr die Waschmaschine die entscheidendere Innovation? 😉 )…

      1. Da lassen wir uns bei Gelegenheit mal etwas Passendes einfallen. Sehe ich dich denn beim BarCamp in Mainz übernächstes Wochenende? Da können wir doch mal die Köpfe zusammenstecken und auf deinen dann erfolgreich gehaltenen Vortrag anstossen 😉

  6. Da genau bin ich auf dem EduCamp in Bielefeld. Na ja, wenigstens sind wir beide auf BarCamp, wenn auch verschiedenen 🙁 … und ja, ich glaube, Bielefeld gibt es wirklich 😉

  7. Liebe mons7. Du hast so einen schönen Vortrag gehalten heute morgen im Seminar. Es war ja eigentlich gar kein Vortrag, sondern ein intimes Gespräch über Bloggen und Leben. Die Videoaufzeichnungen, die ich davon gemacht habe, würden einen schönen Dokumentarfilm hergeben, weil so viele authentische Momente darin festgehalten wurden. Aber ich werde die Aufnahmen löschen, hab ich ja versprochen. 🙂 Danke für deine Einführung ins Bloggen. It was a pleasure.

    1. 🙂 … viel von euch gelernt… und Herzensdank für den kreativen Input, … der sich demnächst in Blogroll und frisch gedruckten Visitenkarten niederschlagen wird 🙂 🙂 … I’ll keep you posted!

  8. Dahoim, liebe Monika so heißt’s bei uns. Deshalb haben auch wir uns mit Blick auf unsere Zielgruppe für das Blog entschieden. Auch wenn es nicht mehr ganz „en vogue“ ist. Jetzt geh‘ ich doch gleich mal spicken, was die schweizer Fachleute von Blogwerk zu sagen haben.

    Gruß Christa

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