Wie finde ich eigentlich Inhalte, die ich auch verwenden darf?


Bildquelle.

[Vorspann – gerne überspringen, wer nur am eigentlichen Thema interessiert.]

Ich leide immer noch unter leichter Schockstarre darüber, was ich heute alles über Urheberrecht und Datenschutz im Zusammenhang mit eLearning gelernt habe. Sobald ich mich davon erholt habe, werde ich noch zusammenfassend darüber bloggen. Versprochen.

In Kurzform und auf (m)eine allgemeine Erkenntnis dazu destilliert:
Es gibt schon einige Regelungen, die sich recht hinderlich aufs Lernen und Lehren (sogar im Generellen, nicht nur bezogen speziell auf eLearning) auswirken, zum anderen gibt es so massive Dunkelzonen, dass Lehrende dem Grunde nach zwei verschiedene Strategien zu fahren scheinen: 1. Auf Nummer sicher gehen und die didaktische Kreativität ganz und gar beerdigen und 2. didaktisch kreativ werden oder bleiben …. und versuchen, sich nicht erwischen zu lassen. Zweiteres ist mir zwar sympathischer, führt aber auch nicht gerade dazu, dass sich Hochschule einer größeren Öffentlichkeit öffnet/öffnen könnte.

[Zum Punkt]

Aber konstruktiv und zu meinem eigentlichen heutigen Anliegen. Mir ist aufgefallen, dass sehr viele Menschen gar nicht wissen, welche Inhalte sie in welchem Rahmen verwenden dürfen. Was ich verstehen kann, da das oft ja auch gar nicht klar ist. DESHALB ist es doch (eigentlich) von Vorteil, von vornherein, anstatt die banale Google-Suche zu verwenden schon so zu suchen/recherchieren, dass mir von vornherein Inhalte angezeigt werden, die ich auch verwenden darf, oder? Dies tue ich (ganz und gar „basic“) bereits, und möchte hiermit meine Suchstrategien einmal vor- und zur Diskussion stellen.

1. Google ja, aber mit der „Erweiterten Suche“
Man geht einfach in die erweiterte Google-Suche und klappt unten „Datum, Nutzungsrechte, Land und mehr“ auf. Unter Nutzungsrechte dann diejenige Möglichkeit auswählen, die dem eigenen Verwertungswunsch entspricht.

Weitere Links hat mir dankenswerter Weise unsere @anntheres zur Verfügung gestellt, die ich an dieser Stelle gleich weitergeben möchte.
Google-Tutorial von rheinformat
Zusammenfassung für die Google-Suche von PcEinsteiger
Recherchieren wie die Profis auf wissen.de
Links für die Internet-Recherche des Fb06 der Mainzer Uni
SPRINT

2. Die „Erweiterte Suche“ gibt’s i.d.R. auch bei andern Diensten, z.B. #flickr
Wahrscheinlich kennen und nutzen alle zum Bilder anschauen und teilen Flickr. Dort findet man Inhalte, die man (weiter-)verwenden darf dadurch, dass man
a) Frau gehe auf #flickr und klicke einfach einmal auf „Suche“, ohne irgendwas ins Suchfeld einzugeben. b) Frau klicke auf „Advaced Search“. c) Trage oben ihre Suchbegriffe ein, scrolle herunter bis Creative Commons um dort ihr Begehr anzuklicken (ich klicke immer auf alles drei)… und d) erfreue sich und verwende das (Such-)Ergebnis.

….    oder man geht gleich die Abkürzung und klickt einfach hier.

3. Warum nicht mal eine andere Suchmaschine verwenden?
Wenn man auf Twitter zugange ist und ca. 3x täglich (anfänglich), zu Hochzeiten ca. 15x darauf hingewiesen wurde und jetzt gelegentlich immer mal wieder, so kommt einem gar nicht mehr in den Sinn, dass jemand von der Suchmaschine let’s cc nichts mitbekommen haben könnte. Ganz vergessend, dass nicht jedes Lebens informationeller Mittelpunkt in Twitter bestehen kann.

4. Finde nicht (nur die) Inhalte, sondern Menschen/Quellen, die diese Art Inhalte verbreiten, z.B. @cc-your-edu
Und eine solche (unversiegbare) Quelle findet sich (erneut) auf Twitter. Und dazu muss man sich nicht einmal einen Account anlegen. Schlicht und einfach hier drauf klicken… und aus dem Vollen schöpfen.

5. Gib Inhalte frei und Dir wird freigiebig gegeben
Bis hierher ging’s nur ums Nehmen. Es kann allerdings nur genommen werden, wenn es auch Geber gibt. Warum nicht einfach einmal anfangen, so es nichts „Gescheites“ Gesuchtes gibt, etwas selbst zu erstellen und freigiebig herzugeben?

6. Auch (an-)fragen kostet nichts
Als sechst und letzt eine kleine Ermutigung. Selbst wenn man mal Inhalte finden sollte auf anderem Wege und bei denen nicht klar ist, wie man die denn verwerte. Fragen kostet nichts. Ist meistens erfreulich. Oder fördert zumindest die Kommunikation. Und das hat selbst und auch unser Referent heute verbraten. Von daher seid ihr GUT damit beraten! 🙂

[Crowdsourcing]

Diese Strategien und Vorgehensweisen sind ein Anfang. Ihr kennt bestimmt weitere, wie ich euch kenne! Bitte in den Kommentaren her damit!

Eure mons

Weiterführende Links
Mediaculture online: Freie Inhalte finden
Creative Commons
Creative Commons Suchportal

14 Antworten auf „Wie finde ich eigentlich Inhalte, die ich auch verwenden darf?“

  1. Nach dem Musikbereich nun also E-Learning. Wahrscheinlich werden sich die Lösungen ähneln und die Punkte 5 und 6 sind genau die Schritte, die sich bisher in der Muikpädagogik bewährt haben – ohne didaktische Verluste.

  2. Danke für die Erwähnung von @cc-your-edu als Quelle für Links zu CC lizenzierten Inhalten für Bildung. Schön wäre es, wenn das deutschsprachige Angebot entsprechender Inhalte unerschöpflich ist. Leider ist es das nicht. Die Suche nach den Materialien ist recht mühsam und zeitaufwändig. Entscheidend ist ist Kombination von Suchbegriffen und Operatoren. Und dann muss man sich leider durch die Ergebnisse klicken und sich die schon entdeckten Seiten merken, um nicht doppelt zu tweeten.
    Die Suche betreibe ich vor allem, um eine Liste von brauchbaren Beispielen für CC lizenzierte Inhalte für Bildung für die Seite http://www.cc-your-edu.de zu finden.
    Dort finden sich übrigens auch Infos zur Suche und wie man selbst aktive Inhalte für unter CC Lizenz für Bildung bereitstellt. Die Seite ist noch in Arbeit.

    Was jetzt noch fehlt, ist eine auf freie Bildungsinhalte spezialisierte deutschsprachige Datenbank, welche Inhalte aufnimmt, die für den deutschsprachigen Bildungsraum von Interesse sind. Eventuell lässt sich dieses noch kombinieren mit einem Repositorium. Das liegt aber noch weiter vorne auf meiner Roadmap.

    Auf dem Educamp in Köln hoffe ich, die deutschsprachige OER Initiative noch einmal zu mehr Bewegung anstoßen zu können.

  3. Deutschsprachiges Material gibt es bei http://www.4teachers.de/ , http://www.akleon.de/ , http://content.tibs.at/contake/ , http://www.lernmodule.net/ und http://www.zum.de/ .

    Eine Liste von Lernobjektrepositorien (LOR) gibt es unter http://marcjelitto.de/lernobje/lo_rep.htm, eine zu Kursrepositorien (OpenCourseWare-Repositories) unter http://marcjelitto.de/lernobje/kursrep.htm .

    Eine Übersicht über die Anzahl der Lernobjekte / Kurse (Stand 2005):
    http://evaluatinglearningobjects.edublogs.org/2005/12/01/number-of-learning-objects-in-a-repository/

  4. Hallo Mons!
    Habe Deinen Artikel grade erst gelesen. Prima … und es haben sich auch gleich noch weitere Hinweise in den Kommentaren ergeben.
    Es braucht in der Regel etwas Erfahrung, um zu den gewünschten Infos zu kommen, die von mir vorgeschlagenen Seiten waren allerdings mit dem richtigen Stichwort recht einfach zu finden. Frei verwendbare Materialien zu finden ist natürlich schon wieder eine besondere Qualität. Da können unsere Bildungsexperten sicher mehr Wissen einbringen.
    Auf jeden Fall wirst Du gelesen…;-))
    PS: Die Spamkommentare solltest Du allerdings rauswerfen, es sind jetzt schon 4…

    Liebe Grüße
    Anntheres

  5. @anntheres
    Die vier „Spam“ Kommentare sind übrigens kein Spam sondern Trackbacks von anderen Webseiten, die auf diesen Post verlinken. Sie sehen blöd aus. Ob man sie der Höflichkeit halber anzeigt oder löscht, muss jeder für sich entscheiden.

    @Marc Jelitto
    4teachers.de bietet viele Inhalte, die von Lehrern genutzt werden können. OER ist das aber nicht. Man darf die Materialien – überwiegend Arbeitsblätter – rein rechtlich gesehen nur ausdrucken und in der Klasse verteilen. Eine Bearbeitung, Weiterverwertung oder anschließende Weitergabe der dort eingestellten Materialien sind aus urheberrechtlicher Sicht nicht möglich. Bei 4teachers hat man meiner Meinung nach hier den Zug der Zeit noch nicht erkannt und wird auf Dauer ohne eine Anpassung auch keinen Bestand haben.

  6. Hallo Mons,

    habe gerade mal wieder bei Deinem Blog vorbei geschaut und wie immer etwas gelernt! Ich bin nicht so oft urhebend unterwegs und trotz getwitters bisher nichtsahnend an Let’ss CC vorbeigesegelt 🙂

    Geniesse den Wochenend-Rest im Schatten des Alaaf und Helau!

    1. Hallo … äh Hellau zurück! :))

      Mensch, dann hätte ich die Suchmaschine doch einfach nochmals weiter vertwittern sollen. Ich habe nur immer so das Gefühl, dass das was ich reinkriege durch mein weitervertwittern wieder zu den Hereinspülern zurückgespielt wird. Und unterlasse das dann oft aus diesem Gefühl heraus.
      Großer Fehler!

      Danke für den hilfreichen Hinweis!
      m

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