Zum WissensWert BlogCarnival: Ist Mobile Learning (wirklich) der große Trend?

Bevor der März ganz rum ist, noch schnell:
Mein Beitrag zum WissensWert BlogCarnival Nr. 22 (März 2012).

Es fieselt (regnet) heute ein bisschen. Ich entscheide mich deshalb, heute NICHT zur Arbeit zu radeln, sondern doch um 6.40 Uhr früh in die Tageskarte zu investieren, um warm, trocken und kuschelig zur täglichen Fron zu gelangen. Während der Anreise habe ich dann natürlich Zeit, die ich irgendwie netter verbringen möchte, als dem Gegenüber ins abwesend missmutige Gesicht (weil auf dem Weg zur Arbeit) zu schauen,… und zücke deshalb …..MEIN MOBILE.

Ich entsperre es mit einem eleganten Wisch von links nach rechts über das kleine Display… und überlege mir, … welche App ich wohl zuerst anklicke….

Ich entscheide mich für …

1. Tweetdeck.
Dies deshalb, weil Twitter mittlerweile zu meiner (einzigen?) (für mich wirklich wichtigen) Informationszentrale avancierte. [Danke m.g. für Korrektur via Twitter.] Und dabei eine Mischung zwischen a) direkter Kommunikation (via DMs wie auch @replies), Partikular-Interessen-Befriedigung (Lernen, Bildung, Hochschule etc.) und eingestreuten Welt-Eintagesfliegen-Neuheiten geworden ist. So mache ich via DM einen spontanen Termin für den Nachmittag aus (den ich sogleich in meinen Google Kalender einpflege), lese über ein gestern (ohne mich stattgefunden habendes) Online-Event nach, das in der (Schul-Lern-)Community offensichtlich sehr gut angekommen ist und erfahre ganz nebenbei noch etwas über die Verschickung von 11.000 Kündigungen an Schlecker-Mitbeiterinnen 🙁 . Letzteres verdirbt die mir etwas die Laune, weshalb ich ein weiteres/anders Icon auf meinem Mobiltelefon antippe, um… meine (Arbeits-)Mails zu lesen.

2. Mails lesen.
Meine privaten E-Mails gab’s ja schon zum Frühstück, da ich mich auf dem Weg zur Arbeit befinde, bin ich ja eh’ schon im Arbeitsmodus. Ich scheue mich also nicht, mal in die Arbeits-Inbox reinzuschauen, … das hat den weiteren Vorteil, dass die ungute Situation, auf Arbeit anzukommen, Computer hochzufahren, Kaffee einschenken, ….. mit Schrecken E-Mail lesen die besagt, dass man schon gestern dies und jenes hätte erledigen sollen und deshalb die Welt nun (wahrscheinlich) untergehen muss weil nicht geschehen, nicht zeitgleich mit dem ersten Schluck Kaffe passiert. Frau ist vorbereitet. Oder aber frau weiss nach Abruf ihrer E-Mails BEVOR sie am Schreibtisch angekommen ist, dass die Welt heute (erstmal) nicht untergeht.

3. Sonstige Neuigkeiten checken.
Links oben im Eck zeigt mir mein Mobile noch weitere kleine Zeichen an Neuigkeiten/Bewegungen in meinen Netzwerken/Communities/whatever an. Waaaaaaaaas? Ich wurde als Mayor in der Mensa abgelöst? Hm. Ich sollte mich wohl beim nächsten Kartoffelpuffer mit Apfelbrei dort doch wieder mal einchecken. Und holla…. da hat doch glatt jemand meinen Link, den ich gestern auf Facebook gepostet und kommentiert hatte auf Facebook geliked. ? Das war ja meine Arbeitskollegin denke ich mir so, als ich mein Büro betrete und sie mir ein herzliches guten Morgen entgegenruft. Ich bin auf Arbeit nun auch real angekommen.

ERGO

-> Wir machen Gleiches/Ähnliches wie immer, jedoch zu anderen (zusätzlichen) Zeiten und an anderen (zusätzlichen) Orten.
-> Der Trend ist kein Trend, sondern hat sich ganz heimlich in meine/unsere Alltagsrealität geschlichen.
-> Mobile Learning ist nicht (mehr) von Mobile Working zu trennen.
-> Wir, die Menschen sind bereit, UMTS ist (es dafür) nicht(s).  Das weiss ich seit meinem Urlaub im Bayerischen Wald.

Soviel zum großen Trend.

5 Antworten auf „Zum WissensWert BlogCarnival: Ist Mobile Learning (wirklich) der große Trend?“

  1. Ach Mons, Du hast mir den Morgen versüßt mit Deinem Beitrag…
    Habe ihn in einem Rutsch gelesen!
    Ja, ich glaube Du hast recht – es wird immer mehr “Alltag” – obschon ich nur ein geliehenes Smartphone besitze…;-))

    Ich wünsche Dir trotz des diesigen Wetters einen schönen Tag!

    Anntheres

  2. Smartphones könnten mich zum regelmäßigen Handynutzer machen.
    Vorher sollte ich aber erst noch üben, meine Medienverbundenheit regelmäßig durch Perioden selbstgesteuerten Denkens (“deepthinking”) zu unterbrechen.
    Ja, ich weiß, ich weiß. Lesen gehört nicht dazu, sondern nur das Aussuchen der Lektüre und die Lektüreunterbrechung.
    Deswegen fällt es ja auch gar nicht so leicht. (Dieser Kommentar gehört selbstverständlich auch nicht dazu.)

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