Wie man einen MOOC plant. Gelesen beim Siemens. Ausformuliert hier im Blog.

Ja.
So langsam (oder auch ganz schön schnell!) macht es die Runde, dass die Dörte, der Heinz und ich – eventuell supported von unseren jeweiligen Institutionen (FH Frankfurt, Euro-FH Hamburg und FH Joanneum, Graz, aber das ist noch nicht (ganz) sicher) einen weiteren deutschsprachigen MOOC starten. Und zwar den MOOC Maker Course, also in Hastag-Form #howtomooc (oder #MMC13).

Erste konkrete Gedanken hat sich die Dörte, ihres Zeichens Funkengeberin und Inspiratorin des Ganzen, schon hier im September gemacht.
Was das genau für einer sein soll, das sei im Folgenden geklärt in 9 Schritten, in den 9 nämlich, die der Siemens in seiner Präse hier (S. 27) als Strukturierung vorschlägt.

1. Topic & Audience

Unser Topic/Thema ist die Ausrichtung eines MOOCs, bei dem MOOC handelt es sich also um eine Art Meta-MOOC. Wer wir uns vorstellen, der mitmacht/mitmachen könnte sind im Grunde alle an eben dieser Thematik Interessierte, wobei meine Vermutung ist, dass dies hauptsächlich Lehrende sein werden. Die Bereiche, aus denen diese kommen, können jedoch stark variieren, wobei ich eine Zusammenballung von Hochschulangehörigen und eine kleinere Gruppe von aufgeschlossenen betrieblichen Weiterbildnern erwarte.

Ich würde mich schon einmal auf alle “üblichen Verdächtigen” freuen. Mich aber auch gerne durch ein paar weniger Internet affine Teilnehmerinnen herausfordern lassen.

2. “Teachers”

“Never teach alone”, so Siemens in seiner Präse. Und weiter “Bring in guest speakers, video interviews”. Ich kann mir gut vorstellen, so zumindest meine Erfahrung aus MOOCs, an denen ich teilgenommen bzw. bei denen ich gelurked 😉 habe, dass in der Teilnehmerschaft immer (auch) extreme Experten-Menschen zum jeweiligen Thema zugange. Die erkennt man auch relativ schnell. An den Beiträgen. Ansprechen, als guest speaker verhaften.

Aber wir haben auch vorgeplant! Einige (zwar wenige, aber es gibt sie) deutschsprachige Experten gibt es ja schon, zum Thema wie organisiere ich einen MOOC. Dass sich z.B. @jowede, der @jrobes oder auch der @mebner bereit erklärt haben, ihre Erfahrung mit uns zu teilen (siehe mehr hier), beglückt mich außerordentlich.
Kommen wir von den Menschen zum Inhalt.

3. The Content

Es gibt durchaus bereits hervorragenden “Content” zum Thema, allerdings ist der in Englisch. Nehmen wir die besten Teile davon doch als Ausgangspunkte. Dörte hat ja bereits schon einmal fleissig gesammelt, und zwar hier: How to design, develop and run a MOOC.

Was ich allerdings gerne im Hinterkopf behalten möchte ist der Hinweis von Siemens auf Seite 30 der Präse: “Leave room for learners to create”.
Und wo hinein kreieren, erstellen, entwickeln sie denn?

4. Spaces of Interaction

Obwohl ich zutiefst überzeugt bin, dass jede Teilnehmende genau ihren Ort auch finden wird, möchte ich hier die drei Örtlichkeiten meiner persönlichen Wahl (noch) einmal festhalten. Und das sind, wer hätt’s gedacht: Twitter (mit dem Hashtag #howtomooc bzw. #MMC13), unser Blog und geplant: ein WIKI. Aber das ist (zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, s. unter Woche 5 hier). Was mein ihr?
(In Frage käme als Produkt z.B. auch ein ebook im epub-Format…. oder….. oder…. )
Bei Klärung dieser Frage hoffe ich (auch) auf euch.

5. Interaction (live and/or asynch)

Obwohl der MOOC ja eben von euch, als Teilgeber, bestritten wird … wollen wir auch ein Live-Event anbieten… und zwar in Form eines Hangouts on Air, zur besten Web-Sendezeit. Und wann (glauben wir) ist die? Das twittert die Dörte hier:

Nein. Keine Angst. 😉 … letztendlich haben wir uns als Tag und Zeit für den Hangout grundsätzlich für den Freitag entschieden, und zwar immer zwischen 5 und 6 abends. Da wir aber schon einen Ausnahme eingeplant haben, haben wir einen Google Calender angelegt, den wir nach und nach befüllen…. und immer aktuell halten werden.

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6. My personal presence

“In an open course, you are not the central node, but you remain an important node. Be active in forums, blogs, twitter, email, whatever” so schreibt Siemens in seiner Präse weiter. Nun zum Glück sind wir zu dritt. Wir arbeiten zwar alle drei tagsüber, aber nicht abends und wochenends. Und in diesen Zeiten sehe ich meine Rolle im Rezipieren dessen, was ihr schreibt. Und ich schreibe dann lediglich die Zusammenfassung dazu. 🙂 So der Plan.

7. Learner creation (activities)

Wie schon unter 6. erwähnt. Ihr seid die Macher. Ohne euch macht’s kein Spass. Ich bin gespannt.

8. Promoting & Sharing

Wo haben wir den #howtomooc #mmc13 bisher bekannt gemacht? Es gibt einen Blog, ein Twitteraccount und dann natürlich über unser aller drei Facebook-, Google+-, Twitter-, Blogpräsenz (wie hier). Das langt natürlich nicht. Deshalb: **Spread the word**, so euch Konzept, Inhalte, Menschen gefallen. Das täte mir gefallen. 🙂

9. Iterating & Improving

Dann.

Man widerspreche mir in den Kommentaren (oder pflichte mir auch bei 😉 )… insbesondere meine Mit-MOOC-Organisatoren, ob ihr das auch so seht bzw. ob euch das – als Teilnehemr/Teilgeber/ und -innen in der vorgestellten Form “anfixen” könnte.

Mich tut’s.

Eure m

9 Antworten auf „Wie man einen MOOC plant. Gelesen beim Siemens. Ausformuliert hier im Blog.“

  1. Hallo,
    und danke für diesen interessanten Artikel, der mir eine neue Tür geöffnet hat :-). Ich selbst nähere mich dem Thema aus der Sicht eines IT-Consultants für Microsoft Sharepoint, Schwerpunkt Collaboration und Wissensmanagement in Bezug auf größere Intranets.

    Nach meinem ersten Eindruck sind MOOCs auch für das firmeninterne Intranet relevant. Ich möchte daher gern sicher sein dass ich verstanden habe wie das funktioniert. Zitat:

    “[…] offene und dezentrale Infrastruktur: Einführende Papiere und Live-Sessions mit Experten geben Impulse und setzen einen thematischen Fokus. Die Teilnehmenden lesen, kommentieren, stellen Fragen, diskutieren online weiter: In ihrem eigenen Blog, ihrem Facebook-Profil oder Twitter-Kanal. Ihre Lernziele definieren sie dabei selbst.”

    Ein MOOC ist also eher ein “Event”, moderiert, läuft selbstbestimmt über digitale Wege. Auslöser können sein einführende Papiere, Sessions, aber auch eLearning-Werkzeuge mit klassischen Kursen. Richtig?

    Und im Verlauf können so ziemlich alle digitalen Möglichkeiten zum Austausch genutzt werden: Wikis, Blogs, Dokumente, Twitter, Facebook, interne Social Networks, Videos, Tags. … Alle diese Möglichkeiten, der ganze Austausch darüber, ist der “Course”, der vom Moderator und der Agenda zusammengehalten wird. Richtig?

    Danke im Voraus für die Antwort. Ich schätze ich werde am #mmc13 teilnehmen 🙂 Viele Grüße, Ludwig

  2. Lieber Ludwig,
    ich hätte es nicht einen Deut besser auf den Punkt bringen können!
    “Alle diese Möglichkeiten, der ganze Austausch darüber, ist der “Course”, der vom Moderator und der Agenda zusammengehalten wird.”
    … was allerdings nicht nur Vorteile, sondern auch – nennen wir es mal Herausforderungen 😉 … mit sich bringt.
    Dem Vorteil, Einsichten zu gewinnen, die einem auf traditionellem Wege verschlossen bleiben, dem Vorteil, Kontakte zu knüpfen, die – da unabhängig von Hierarchien – sich fruchtbar weiterentwickeln können, steht manchmal gegenüber ein Gefühl der Überforderung (/Verlorenheit), da man selbst eine Auswahl (schon aus Zeitgründen) treffen muss, in welche Diskurse man sich einbringt.

    Ich bin jedenfalls total gespannt auf Deine IT-Consultant-Perspektive!!!!! … und freue mich riesig, dass Du dabei bist! 🙂

    Herzlich und ein schönes Rest-Wochenende
    Monika

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