Video-Conferencing in Lehr-Lern-Settings. Vortrag und Diskussion bei der MultimediaWerkstatt der Goethe-Uni

In Vorbereitung auf die MultimediaWerkstatt heute Nachmittag beglücke 😉 ich euch noch flugs mit einem Post dazu.

Um was geht’s?

Hier der Ankündigungstext von der MultimediaWerkstatt-Seite.

Lernen in Virtual Classrooms mittels synchroner Videokommunikation, Vortragsfolien bis hin zu interaktiver Gruppenarbeit ist in eLearning-Settings seit langem keine Unbekannte mehr. Ihre Verbreitung fanden Virtual Classrooms bisher verstärkt in Firmenkontexten oder als meist kostenlose Webinare (Seminare mit Virtual Clasrooms) zur Kundenakquise sowie als freies Informationsangebot. Seit einiger Zeit etablieren sich diese Werzeuge nun auch in Bildungskontexten.

So setzte die VHS Frankfurt seit mehr als acht Jahren auf das Tool Centra 7 in ihren Veranstaltungen und führt momentan das Virtuelle Managemensystem (vms) vitero ein. Das eLearning-Portal eTeaching.org veranstaltet regelmäßig Webinare zu Fachthemen mit Adobe Connect und studiumdigitale setzte diese Software in den Massive Open Online Courses (MOOC) 2011 und 2012 ein.

Im außerinstitutionellen Rahmen, mit noch geringerem bis keinem Budget für Technik, sorgen Tools wie Google Hangouts dafür, dass sich virtuelle Lern- und Arbeitsgruppen vernetzen können. Hieraus ergeben sich durchaus Chancen. Die praktische Verwendung eines solchen Angebotes konfrontieren die Nutzer jedoch ebenso mit neuen Hindernissen (der Teufel liegt eben oftmals im Detail) wie mit neuen Risiken.

Welche Ansätze sie mit welchen Erfahrungen praktisch verfolgen, zeigen und diskutieren auf der Multimediawerkstatt am 18.2.2013 Danijel Dejanovic (VHS Frankfurt), David Weiß (studiumdigitale ) und Monika König (FH Frankfurt).

Mein Part: Google Hangout und Google Hangout on Air

… die ich in fünf Punkten abzuhandeln gedenke.

Beispielsequenz 0 (so fing alles an)

Beispielsequenz 1

Beispielsequenz 2

1. Aus der Not heraus geboren

Einleitend zuerst ein Geständnis. Für mich war der Gebrauch von Google Hangout (und on Air) aus der Not heraus geboren, da uns für den #mmc13 – da eine „Privatveranstaltung“ die FH-Struktur und damit Adobe Connect eben nicht zur Verfügung stand. Dörte und Heinz sind da schon von einem anderen Kaliber, die waren scharf darauf, mal ein neues Tool in neuem Kontext auszutesten.

2. Kleine Aufregung vorab: Brauchen wir eine Sendeerlaubnis?

Nach der Ankündigung, die Live-Veranstaltungen via Google Hangout on Air zu streamen schon die erste Aufregung. Brauchen wir eine Sendeerlaubnis? Meine Recherchen haben zum Glück ergeben, dass dies lediglich der Fall ist, so man zu einem beliebigen Zeitpunkt der Veranstaltung über 500 Zuschauer hat UND es sich um ein journalistisches Angebot handelt. Während ich mir bei zweiterem nicht so ganz sicher bin, was das genau beinhaltet, waren wir aber glücklicherweise wegen der 500 Zuschauer aus dem Schneider. Wir hatten ja unter 400 Anmeldungen.

Quelle 1 dazu

Quelle 2 dazu

Quelle 3 dazu

3. Die „Technik“. Alles ganz easy!

Erste Versuche haben uns Mut gemacht. Denn einen Hangout zu starten geht einfach nur „easy“.

  • Ins G+ Profil gehen
  • Auf „Hangout starten“ klicken
  • Los geht’s!

4. Der Teufel, der liegt wie immer im Detail

Und zwar nicht nur in den technischen Feinheiten, sondern auch der menschlichen Psyche, erster von Heinz hier und zweiteres von Heinz da beschrieben.

5. Mein Fazit: Gut? Schlecht? Herausforderungen und sonstige Problemchen

Da ich nur 20 Minuten zur Verfügung haben werde (es soll ja noch Raum für Diskussion bleiben!), mein Fazit in Stichpunkten.

Gut!

  • Moderatoren haben schnell dazu gelernt und Verbesserung zeitnah  umgesetzt! (z.B. Bauchbinden einblenden, per Hand Hauptvideobild umschalten, Mikro aus als Versuch)
  • Gute Stimmung, gute Laune, damit mehr Motivation zum Mitmachen
  • Persönlichen Eindruck von Facilitators und Mitmoocern bekommen; das ist  vielleicht auch besonders für die Teilnehmer wichtig, die nicht zur schon  vorher vernetzten Community gehören.
  • Nach Anfangsproblemen schien mir die Technik ganz stabil zu laufen.
  • Mach wenigen Sekunden als Mitschnitt online – das ist schon klasse!

Schlecht!

  • Das mit den live Fragen der Teilnehmer hat m.E. nicht so geklappt. m.E. auch nicht notwendig, ist für mich auch so eine Art TV-/Radio-Mimikry 🙂
  • Mir fehlte ab und zu ein Text oder eine Folie oder eine Zeichnung.
  • Zu sehr Talkshow
  • Zu langatmig, wenn man nicht hinterher schneidet.
  • rechtes Namenslabel war oft unscharf
  • Mehr Infos wie Link zum Blog/Twitter des Teilnehmers
  • Technik: wenn man die HOA-URL auf der mmc13-Seite kurz vor  Beginn aufruft kommt eine Meldung wie: gleich gehts los… Das tut es aber  nicht automatisch. Höchst wahrscheinlich ist das so, dass wenn man dann  nicht die Seite reloaded, merkt man nicht, dass der Hangout bereits  angefangen hat.
  • Kontext bei Google – nach einem Hangout kotzende Comix-Figur (siehe  unten) oder anderer weniger intelligenter Content.
nachdemHOA
Button „Hangout starte“ rechts im Eck
Hangout1
Hangout starten
HAstarten

7 Antworten auf „Video-Conferencing in Lehr-Lern-Settings. Vortrag und Diskussion bei der MultimediaWerkstatt der Goethe-Uni“

  1. Ich bin kein Jurist, aber zu Punkt 2 eine Anmerkung: Es geht nicht darum wie viele Zuschauer angemeldet sind oder tatsächlich zuschauen. Die Grenze von 500 steht mit dem Zusatz „potentielle“ im Gesetz. Da der Hangout auf Youtube weltweit angesehen werden kann und keine technische Begrenzung existiert, so ist diese Einschränkung bei Hangout on Air somit hinfällig. Wir schlagen vor sich direkt mit der zuständigen Landesmedienanstalt in Verbindung zu setzen und das Sendeanliegen so konkret wie möglich zu beschreiben. Diese Anfrage ist kostenlos. Dann bekommt man eine konkrete Auskunft (schriftlich geben lassen / dokumentieren) und ist auf der sicheren Seite.

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