#BFAS13 – Nachtrag (1) #moocen. Und was soll der Vorteil für die Teilnehmerin jetzt sein?

#MOOCen – und was ist der Nutzen?

Diese Frage gestaltet sich für mich zu beantworten schwieriger als gedacht. Letztendlich kann ich sie auch nur individuell für mich (als Teilnehmerin) beantworten. Woher kommt’s? Daher, dass Menschen einfach verschieden sind. Teilneherinnen an einem MOOC, wie ich sie kennen lernen durfte, haben recht unterschiedliche Motivation es tun, unterschiedliche Ziele, die sie damit verfolgen (diese ändern sich dann auch noch im Verlaufe eines MOOCs) und haben nochmals ganz unterschiedlichen Nutzen daraus gezogen, so ich mich hinterher mit einigen darüber ausgetauscht habe. Fast lohnte es sich, eine kleine Untersuchung darüber zu starten.

Motivationen & Ziele

Meine persönliche Motivation seinerzeit an einem MOOC teilzunehmen und dann selbst einen (mit-) zu veranstalten war pure Neugier. Pure Neugier auf ein “anderes” als während Schule und Studium erfahrenes Lernen. Neugier ob’s was (auch immer), wem und wie was bringt. Zweitrangig ist bei mir (und das sogar meistens!) das inhaltliche Thema, so interessiert mich auch bei sonstigen Fort- und Weiterbildungen mehr, wie die Dozentin das Thema aufbereitet, wie sie auf Teilnehmerinnen reagiert, welche Methoden sie einsetzt. Für mich ganz aufregend, wenn a) Thema interessant und b) Dozentin-/Lernenden-Interaktion anders als geplant abläuft. Daraus abgeleitet mein Ziel im Grunde für mein Lehren und Lernen zu weiter und dazu zu lernen.

Bei anderen Menschen (und anderen MOOCs, nämlich xMOOCs) vermute ich mal eher primär Neugier auf die Thematik.

Zum Punkt: Zum Nutzen

[Auch wieder hier. Meine ganz persönliche Antwort. Ohne Anspruch auf Wahrheit für alle Anderen.] Der Nutzen, den man (ich) vom MOOCen hatte/habe, ist – so hat ein Teilnehmerin/eine Teilnehmerin ausgedrückt – dann wohl eher ein Kollateralnutzen. Treffender hätte ich es wohl nicht auf den Punkt bringen können. Kollateralnutzen sind u.a. Medienkompetenz, soziale Anerkennung, Kommunikation und Kontakte, Folgeprojekte, vertiefte thematische Einsichten und (hoffentlich) ein toleranteres Sein.

(Produktive) Medienkompetenz

Medienkompetenz wurde ja schon verschiedentlich versucht zu definieren, insbesondere deshalb, da das Wort von jedermann gerne in den Mund genommen wird, sich das was dafür gehalten wird jedoch grundlegend unterscheidet. (Dazu gibt’s demnächst einen eigenen Artikel, mit ausgewählten Definitionen, Teilbereichen, Ebenen.) Hier jedoch ganz unwissenschaftlich, was ich an Aspekten die irgendwie da drunter fallen gelernt habe. Ich habe aktiv angefangen zu podcasten, mal wieder ein Video erstellt, publiziere öfter als zuvor ins Netz (mittlerweile mein 301. Artikel rund um’s Thema Lernen  & Bildung), fühle mich im Netz nicht (mehr allzu oft) verloren.

Soziale Anerkennung

Ich fühle mich – verstärkt vermittelt über das MOOCen – in dem was ich mit Leidenschaft tue und vertrete anerkannt. Und zwar nicht von denen, die eigentlich nicht beurteilen können, was ich da tue. Sondern von richtigen Peers, also solchen, die das gleiche tuen wie ich. (Nämlich online lehren und lernen.) Die also beurteilen können, was ich da gerade und wie ich es mache. Die mir Feedback geben, oft auch in Form von gelegentlich schwer zu schluckender Kritik. Immer jedoch vom Inhaltlichen her berechtigt.

Und eine Einladung nach Madrid.

Kommunikation und Kontakte

Ich lerne gerne über Austausch, über Kommunikation. Meine Herzensthemen werden jedoch von meinem direkten Umfeld nur von ganz ganz wenigen Menschen geteilt. Das Netz ist eine wunderbare Möglichkeit mit Menschen gleicher thematischer Leidenschaft ins Gespräch zu kommen. Und gefunden habe ich so einige dieser Kontakte, andere vertieft über den einen (#opco11) und anderen (#mmc13) MOOC.

Folgeprojekte

Aus letzterem hat sich mittlerweile sogar ein Folgeprojekt mit Claudia Bremer ergeben, ein bMOOC. Ein Experiment, das im Herbst stattfinden wird. Und das ein Blend zwischen eLearning Summit Tour 2013 und cMOOC werden soll. Stay tuned! 😉 🙂

Vertiefte thematische Einsicht aufgrund von Perspektivenvielfalt

Ganz unwichtig ist mir das Inhaltliche wie es weiter oben gescheint haben mag dann doch nicht. Denn über das Format bekomme ich natürlich auch den Inhalt mit. Und das in mehrperspektivischer Form. Diese Mehrperspektivität führt dazu, dass mir bestimmte Grundlagentexte, bestimmte Aspekte immer wieder unterkommen. Also Wiederholung auf andere Art stattfindet. Und wiederholen ist eine gute Vorraussetzung dafür, dass sich Wissen zu einem Thema festigt.

Ein bisschen mehr Toleranz. Manchmal. Und mehr Treffsicherheit in diesem Netz

Diese efahrene perspektivische Vielfalt schult meine Toleranz. Ich kann andere Meinungen, Haltungen etc. mal eher stehen lassen. (Noch nicht, wenn sie mir zu ähnlich sind. 😉 ). Und ich konnte über das MOOCen meine Treffsicherheit bei mich interessierenden Beiträgen im Netz trainieren. Meine Filter überarbeiten, so dass noch mehr das reinkommt, was ich als relevant erachte.

Oder anders ausgedrückt. Finde ich mal zufällig “Müll” im Netz denke ich bei mir, na ja, wem’s gefällt dem sei’s gegönnt. Dass mir welcher unterkommt, passiert aber immer seltener.

Und ihr MOOCer so? Was hat das MOOCen euch genutzt? Euer Kollateralnutzen?

Fragt in die MOOCende Community

Eure mons7 (Monika E. König)

3 Antworten auf „#BFAS13 – Nachtrag (1) #moocen. Und was soll der Vorteil für die Teilnehmerin jetzt sein?“

  1. Liebe Monika, toll, dass es Menschen, wie Dich gibt. Ich bin während meines ersten MOOCS (als Teilnehmerin) krank geworden und hatte dann keine Zeit, alles zu verfolgen…..jetzt erhalte ich aber immer Deine Infos…und habe bereits Deine 2., und 3. Nachlese auch erhalten. Danke für diese gute Arbeit. Ich freue mich schon jetzt auf etwas mehr Zeit, in der ich mir auf jeden Fall einen passenden MOOC suche, oder selbst einen starte. Diese Art der Kommunikation ist für meine Begriffe eine wunderbare Art, sich genau dort zu bewegen, wo die Entwicklung für jeden stattfinden kann…und das in der Tiefe, die wir für uns selbst entscheiden…Genau das ist das für mich interessante an dieser Form, sich Information auf spannende Weise zu holen und selbst Input zu geben. Dieser Austausch bringt wieder neue Inspiration. Für mich war es das schon, allein durch den Anstoß von #MOOC13 und die Infos von Dir….. Danke dafür – Ursula

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