Internet Connection … Lost.

Das Schlimmste, was einem so – also unsereinem – passieren kann. Aber was passiert dann? Man versucht sich abzulenken.

No Input but Output

Durch schreiben. Öffnet den Editor. Tippt als Überschrift das Thema ein, das einen gerade beschäftigt, … und über das man gerade – ja, im Internet – hätte recherchieren wollen. Erste Ideen werden zu Zwischenüberschriften. Verlinkungen im Text können – natürlich, da offline – ja gerade nicht gesetzt werden. Frau behilft sich mit eckigen Klammern und sonstigen Warnzeichen, die klar machen, dass der Text noch nicht „ready for publishing“ ist. Frau schreibt sich aus. Bis ihr nichts mehr einfällt.

Die Leere in ihr wird ein zweites Mal übermächtig.

No Input but Slow Input

Sie erinnert sich an die Kindle App auf ihrem McBook Air. Das, was runtergeladen war, sollte doch auch offline verfügbar, also sofort lesbar sein? Und oh Gott, JA!, es ist es. Sie vertieft sich erstmals wieder seit gefühlten Jahren in einen Text. Sie kann nicht aus, denn wo soll sie hin? Nichts sonst geht. Sie hält kurz inne. Schaut aus dem Zugfenster. Liest weiter. Und weiter. Der nächste Impuls, Twitter zu checken. Nichts geht noch. Sie liest und liest und liest. Und jeden weiteren Impuls verliest sie weiter. Sie freut sich darüber, so lange am Stück mal wieder gelesen zu haben. Aber jetzt wäre es doch an der Zeit, wenn schon nicht rezeptiv an diesem Internet teilhaben zu dürfen, so wenigstens einen Tweet absetzen zu dürfen. Über ihre Schlüsse aus der Lektüre. Aber nein, zugtechnisch sind wir noch lange nicht so weit. Was nun? Geschrieben. Gelesen. Gibt es ein Weiteres, das nicht online?

Das Fenster zur Welt.

Ja. Sie beginnt aus dem Fenster zu schauen. Rappsfelder ziehen an ihr vorbei. Es ist die Stunde, die man als nicht mehr hell, aber auch nicht als schon dunkel bezeichnen kann. (Sie denkt spontan an Dunkelmunkel. Das gibt ihr zu denken.) Sie befindet sich in einer Zwischenwelt. In mehrfacher Weise. Nach einer Stunde des Sinnierens über die Umgebung hat sie eine weitere Idee.

Ein Auge auf mein Gegenüber

Sie schaut sich ihre – spärlich vorhandenen – Mitreisenden an. Sie erinnert sich, dass man den einen oder die andere ansprechen könnte. Und ein Thema hat sie auch schon parat. Diese Nutzlosigkeit. Aber sie erinnert sich auch, dass man Beschwerden dieser Art eher im Bistro loswerden konnte. Sie schaut sich sicherheitshalber nochmals um. Nein, kein Opfer in Sicht. Im Bistro befinden sich weitere Individuen ihrer Art. Sie beginnt sich zu unterhalten. Diese haben jedoch anscheinend noch nicht den ihren Verzweiflungsgrad erreicht. Und Strom haben sie auch noch.

Rettet mich. Followers, Followees, Facebook-Friends, G+-Gekreiste, seid das Netz, das mich auffängt… von dieser … Realität?

…. ohne dieses …. #internetz.

Eine Antwort auf „Internet Connection … Lost.“

  1. Lost in Translation (Zwischen den Welten) sag ich da nur – da Du ja kein Fernsehen hast, bin ich auch nicht sicher ob Du mit der Anspielung des Kinofilms von der Regisseurin Sofia Coppola mit Bill Murray in Hauptrolle etwas anfangen kannst – nur soviel – ich kann ihn nur empfehlen – es spielt eine Whisky-Werbung, Schlaflosigkeit, fehlende Romantik in der Beziehung, Galgenhumor, Verlorenheit, Sprachlosigkeit in der fremden Metropole… – also alles was du auch gerade erlebst – so schön die Analogien auch sind – die Suche nach Banalitäten und das Auffangen von Unsicherheit scheint auch vorzukommen. Ich wünsche Dir wie im Film eine Sehnsucht nach Neuem und der Reiz des Verbotenen und die Erfüllung Deiner Wünsche aufgefangen zu werden. Ich Ende mit einem Zitat aus dem Film von Bob – „The more you know who you are, and what you want, the less you let things upset you.“

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