Anmerkungen zum Projekt-Team: Wer – Wie – Wem?

So. Nachdem am Wochenende mein Beitrag zur virtuellen Zusammenarbeit in Projekten auf klickende Gegenliebe gestoßen, fühle ich mich bemüssigt, weitere Aspekte anekdotisch aus meinem Projekt-Leben mit euch zu teilen. Und nicht nur zu teilen. Euch zur Diskussion vorzuwerfen. Wie sind eure Erfahrungen? Und falls ihr analoge Erfahrungen, wie geht ihr damit um? Es lauert gespannt auf allerhand Kommentare… m.

Die 3 Aspekte, die mir so sehr am Herzen liegen, dass ich sie auf der Lernspielwiese präsentiere sind die 3 W. Ein WER, ein WIE, ein WEM.

WER ist der/die Richtige für die Aufgabe?

Im Team gibt es ja immer mehrere Beteiligte. Und mehrere die (theoretisch) eine bestimmte aufkommende Aufgabe bearbeiten könnten. Dagegen steht manchmal ein zeitlicher Engpass. Rechnen wir den mal raus. Wer ist dann dran, mit dem ranklotzen? I.d.R. wählt der/die Projektleiterin jene aus, die das schon mal gemacht hat. Und dann auch nicht so schlecht.

Und hier möchte ich einhaken. Warum mal nicht jene die Aufgabe übernehmen lassen, die sich (oder der) man das zutraut. Einfach nur, damit sie’s auch mal gemacht hat? Sozusagen Team-Arbeit als Lernfeld. Nicht mit jeder Aufgabe. Aber dann und wann.

Ergo. Der/die Richtige für eine Aufgabe ist jene, die bereit dazu ist und Zeit dazu hat. Oder seht ihr das/handhabt ihr das anders?

WIE beschreibe ich, was ich weiß?

Ich war oder bin also nun die Glückliche, die darf. Und ich möchte vom Fortgehen, aufgekommenen Hindernissen, dem Stand der Dinge berichten, um den Rest vom Team darüber auf dem Laufenden zu halten. Die bittere Tatsache, der ich während meiner Tätgikeiten für Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Co. tätig war ist jene, dass obwohl im geisteswissenschaftlichen Bereich das Lesen das A und O, lange Texte nicht gelesen werden. Je länger der Text, desto unwahrscheinlicher nicht nur dass der Empfänger damit bis zum Ende kommt, desto unwahrscheinlicher sogar, dasss der Text sogar begonnen wird und das Auge über den ersten Absatz hinauswandert.

Vorsatz: Fasse Dich kurz. Und Lege soviel Leidenschaft in den Betreff, wie auf Twitter in Deine Formulierung. Vorsatz 2: Falls Du Dich hinreißen lässt, auch noch Text darunter zu produzieren, so tue dies auf kurzweilige Art und Weise. Alles was nach Anleitung, langatmig oder ausführlich anmutet, packe in einen einzigen Link. Diejenige, die es genauer wissen will, wird ihren Weg dahin finden.

Geschafft? Dann ab in die Verteilung.

WEM teile ich es mit?

Gewöhnliche Vorgehensweisen des Horrors

Kennt ihr das? Ihr öffnet eure Inbox und es kullern euch gleich mal 50+ eMails vor die Füße, mit mehr oder weniger dem gleichen Betreff. Während der Nacht (wahlweise des Abends den ihr aus wart, oder auch tagsüber nur mal auf einer längeren Besprechung) hat sich eine eMail-Diskussion zu einem Thema entbrannt, die ihr nun nachzuvollziehen verdammt. Dies deshalb, da ihr zwar auf 90% der Nachrichten nur auf cc gesetzt, aber euch noch das Ereignis letzter Woche in den Knochen sitzt. Da war doch glatt in einer kleinen feinen Mail die Teil eines solch beschriebenen Wustes war, im vorletzten Absatz eine Ansage an euch enthalten. Die euch entgangen, da die Bearbeitung im kurzen an- und drüberlesen bestanden, und dem befreienden in den virtuellen Papierkorb verschieben der gesamten Korrespondenz. Leider damit auch entsorgt der einzig für euch relevante Satz im vorletzten Absatz.

Die Schlussfolgerungen aus solcherlei Ereignissen sind i.d.R. zweierlei. Zunächst nehme ich mir vor, in solche mailigen Schlagabtausche nicht mit einzusteigen, auch wenn ich gerade anwesend. Zum anderen werde ich meinen Kolleginnen nur noch Push-Nachrichten zukommen lassen, die ich für relevant erachte. Sparsam und mit Bedacht. So habe ich mir das (schon oft) gedacht.

Beispiel gefällig?

Der Plan, zu den Guten zu gehören – und was daraus wurde

Ich erinnere mich mit Stolz an den Moment, als ich einen wirkliche Nachricht – in Bezug auf das Upgrade unseres Firmen-MOODLEs – hatte. Die Möglichkeit, den Kursschlüssel einzutragen, war in eine andere Ecke verschoben worden. Sozusagen Bedarf wie eh und je nur ab sofort unauffindbar. Ich habe eine knackige kurze eMail dazu verfasst. An ca. 50 Personen.

1 Tag ist nichts passiert.

3 Tage ist nichts passiert.

3 Wochen später hatte ich die Mail vergessen.

3 Wochen und 1 Tag später fängt das neue Semester wieder an. An jenem Tag hatte ich sage und schreibe 43 Anrufe. Ihr ahnt es schon. Des Inhalts, wo denn die Möglichkeit hinverschwunden sei, einen Kursschlüssel einzutragen.

Was habe ich daraus gelernt? Es kommt nicht nur auf die Wichtigkeit der Nachricht und auf deren Formulierung an. Sondern auf den je richtigen Zeitpunkt fürs Absetzen.

Ich ergänze hiermit noch ein WANN und übe  mich weiter. Im Projektmanagement.

Eure Montags-m

 

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