Meine Bearbeitung zu Woche 3 zum #ldlmooc #didaktisierung

Zu Wochenaufgabe 3

„Die Aufgabe 3 gibt es hier aus didaktischen Gründen schon vor dem Hangout der Woche 3. Mit der Stoffsammlung aus der Vorwoche würden wir Euch bitten ein YouTube Video zu erstellen. In diesem Video soll eine LdL Unterrichtseinheit konzipiert werden, die einem Lehrer ermöglicht eine zusammen mit der Stoffsammlung aus Woche 2 eine LdL – Einheit zu unterrichten.“

Die Rahmenbedingungen

Wie im Post zur Aufgabe 2, der Stoffsammlung, bereits angedeutet, handelt es sich bei der zu didaktisierenden Einheit um eine … nun ja, spezielle. Die Rahmenbedingungen sind Folgende.

  • Ursprünglich als Vortrag von 45 Minuten angedacht.
  • Sowohl wer teilnimmt als auch Anzahl der Teilnehmerinnen im Vorhinein nicht bekannt.
  • Heterogene Struktur in Bezug auf Vorwissen.

 Didaktisierung durch #ldl

  • Vorab – 5 Minuten
    Abtrennung derjenigen, die schon wissen was ein MOOC ist und weitergehende theoretische und praktische Erfahrungen dazu haben. (Gruppe 1).
  • PHASE 1 – Gruppe 1 (Zeitdauer: 20 Minuten)
    Gruppe 1 an einem anderen Ort folgende Aufgaben bearbeiten lassen (geplanter Zeit-Slot 20 Minuten). In zwei Untergruppen aufteilen. Aufgabe Untergruppe 1a) Bereiten Sie einen 5 Minuten-Input vor, was der Unterschied zwischen einem xMOOC und einem cMOOC ist. Aufgabe Untergruppe 1b) Bereiten Sie einen 5 Minuten-Input vor, der die Geschichte der MOOCs im Zeitablauf seit 2008 darstellt.
  • PHASE 1 – Gruppe 2 (parallel laufend: Zeitdauer 10 Minuten und nochmals 10 Minuten)
    Hier sind die Menschen versammelt, die noch wenig bis nichts von MOOCs gehört haben. Sie sollen in Kleingruppen erarbeiten, was hinter den Buchstaben steckt, und was die Worte, die dahinterstecken inhaltlich bedeuten.
    Die Ergebnisse werden in den zweiten 10 Minuten ins Plenum eingebracht. Frage: Ist es in Ordnung, wenn ich da die Moderation übernehme? Oder sollte das auch jemand der Teilnehmerinnen sein?
  • PHASE 2 – 20 MinutenDie Experten werden auf die Kleingruppen verteilt und geben ihren Input. Zusammen mit den Kleingruppen erarbeiten sie ihren MOOC, und müssen ein Überthema, Wochenanzahl, Unterthemen und Form des Video-Inputs bestimmen. Das ganze wird an die Wand gehängt.
  • Nacharbeit
    Die Ergebnisse werden abfotografiert und auf der Lernspielwiese eingestellt.

Bei der Bearbeitung der Aufgabe aufgekommene Fragestellungen

  1. Ist das, was ich da vorhabe, überhaupt #ldl? Wenn nein, wie könnte man die Planung umgestalten/gestalten, dass es sich um eine solche Einheit handelte?
  2. Ist es nicht ungerecht diejenigen, die eh‘ schon über herausragendes Wissen verfügen, auch noch die schwierigeren… und damit lehrreicheren Parts übernehmen zu lassen?
  3. Wie geht man mit Menschen um, die sich dem Plan „verweigern“? Wie sind da die Erfahrungen, passiert das überhaupt?
  4. Ist das zwar schön hingeschrieben, aber vielleicht alles viel zu kompliziert geplant?
  5. Komme ich mit der Zeit überhaupt hin?
  6. Es fehlt ja hinterher ein nochmaliger Austausch über die erarbeiteten MOOC-Konzepte. Also die durch die Gruppe auf dem Reißbrett geplanten MOOCs. Aus Zeitmangel. Sollte man vielleicht den Input zu Arten von MOOCs und Geschichte der MOOCs ganz weglassen, dafür mehr Zeit für Erarbeitung der eigenen Ideen sowie der gegenseitigen Vorstellung dieser geben?

Fragen über Fragen.

Ich hoffe, ihr hardcore #ldl er könnt mir die beantworten. 🙂

Eure @mons7

 

 

 

11 Antworten auf „Meine Bearbeitung zu Woche 3 zum #ldlmooc #didaktisierung“

  1. Zu 4. Das klingt ja nach einem ziemlich komplizierten Setting für nur wenig Zeit. Es kann aber trotzdem klappen. Ich würde deutlich weniger Phasen und mehr Zeit einsetzen.

    Zu 3. Verweigerer bearbeite ich mich Überzeugung. Sie sollen sich unvoreingenommen zeigen und einfach mitmachen. Kritik kann man später äußern.

    Ich habe deinen Beitrag auch im ZUM-Wiki verlinkt.

  2. Hm, ich weiß nicht, ob ich mich jetzt tief genug eingelesen habe, aber auf ersten Blick erscheint mir das mehr wie ein Gruppenpuzzle. Ich würde die Gruppe jedenfalls nicht trennen – ist doch völlig o.k., wenn dein Publikum unterschiedliches Vorwissen hat und im Sinne von LdL braucht es dich als Instanz, die alles im Blick hat (die Teilnehmer denken auch vielleicht nur mehr zu wissen, als sie es im Grunde tun, diese Selbsteinschätzung kann auch durchaus verzerrt sein).
    Deine Aspekte scheinen doch perfekt dafür zu sein, sie in Häppchen aufzuteilen? Du könntest die Hälfte der Gruppe eher in die Richtung führen ein Lernvideo über ihre Inhalte zu produzieren und vielleicht sogar noch einen Test über die Inhalte zu erstellen, während du die anderen eher in Richtung Workshop inspirierst und sie sich Aufgaben (z.B. Rätsel) überlegen sollen, wie die Inhalte als Workshop/Unterricht im Dialog vermitteln könnten. Wobei auch da 45 Minuten äußerst knapp wären und ich mir auch nicht sicher bin, ob das noch „echtes“ LdL ist ;-). Trotzdem, vielleicht hilft dir das ja weiter…? LG & viel Spaß – ich betreibe hier Prokrastination, eigentlich wollte ich grad an meinem Video arbeiten… 😉

    1. Die Idee gefällt mir, Sabine.

      Die Gruppen erhalten dieselben zu erarbeitenden Inhalte, müssen diese jedoch medial unterschiedlich aufbereiten – eine Folien-Präsentation, ein Tafelbild, eine Beispielaufgabe, ein Gedicht, ein Theaterstück, ein Podcast, ein Video, ein Blogartikel, ein Wiki-Artikel. Die Möglichkeiten sind groß.

      1. Huhu Marco,
        die Antwort von Jean-Pol entspannt mich. 😉
        Trotzdem noch zur Klärung:
        Der Fokus meiner Idee sollte nicht die Methodenvielfalt sein, also unterschiedliche Inhalte sollten trotzdem genutzt werden (auch wenn ich persönlich Doppelungen nicht schlimm finde). Ich stellte mir nur vor, dass es ganz schön wäre, wenn potentielle Moocmacher den Unterschied zwischen einem x und cMooc gleich live erleben (weil ich den für essentiell halte und mir diese Erfahrung zunächst am Wichtigsten wäre, gleichzeitig aber die Inhalte für die Fortgeschrittenen von Bedeutung sind). In Anbetracht der Zeit würde die Vermittlungsangebote aber eng halten, sogar „vorschreiben“ (damit da kein Leerlauf durch die Qual der Wahl entsteht), also z.B. Rätsel oder Video (Vortrag würde auch reichen, ist ja noch die Frage, ob technische Ausstattung vorhanden ist). Wenn spontan andere Ideen da wären, umso besser…
        Bin schon gespannt auf Monikas Lösung.
        Wunderschönen Feiertag!
        Sabine

  3. Hervorragend!
    1. Ist das, was ich da vorhabe, überhaupt #ldl? Wenn nein, wie könnte man die Planung umgestalten/gestalten, dass es sich um eine solche Einheit handelte?
    – Ja, es ist absolut LdL
    2. Ist es nicht ungerecht diejenigen, die eh’ schon über herausragendes Wissen verfügen, auch noch die schwierigeren… und damit lehrreicheren Parts übernehmen zu lassen?
    – Nein, es ist gut so, denn sie müssen sich weiterentwickeln. Die anderen lernen auch etwas neues.
    3. Wie geht man mit Menschen um, die sich dem Plan “verweigern”? Wie sind da die Erfahrungen, passiert das überhaupt?
    – Wer sich verweigert wird in ruhe gelassen. Er wird sich sehr schnell langweilen und anschluss suchen. Verweigerer verdienen keine aufmerksamkeit. Und dann sind es schnell keine verweigerer mehr.
    4. Ist das zwar schön hingeschrieben, aber vielleicht alles viel zu kompliziert geplant?
    – Nein, das ist nicht zu kompliziert geplant, aber du musst selbst flexibel sein und je nach fall von diesem plan abweichen.
    5. Komme ich mit der Zeit überhaupt hin?
    – Kann man so nicht beantworten. Versuche es, und dann wirst du sehen, ob das klappt. Ich vermute allerdings, dass ein bisschen zuviel reingepackt ist.
    6. Es fehlt ja hinterher ein nochmaliger Austausch über die erarbeiteten MOOC-Konzepte. Also die durch die Gruppe auf dem Reißbrett geplanten MOOCs. Aus Zeitmangel. Sollte man vielleicht den Input zu Arten von MOOCs und Geschichte der MOOCs ganz weglassen, dafür mehr Zeit für Erarbeitung der eigenen Ideen sowie der gegenseitigen Vorstellung dieser geben?
    – Ja, wäre vllt besser. Die geschichte ist arg theoretisch und die leute wollen schnell was machen. Aber das alles lässt sich immer am besten vor ort und im prozess entscheiden.

  4. > “ Wer sich verweigert wird in ruhe gelassen. Er wird sich sehr schnell
    > langweilen und anschluss suchen. Verweigerer verdienen keine
    > aufmerksamkeit. Und dann sind es schnell keine verweigerer mehr.“

    Das ist ein interessanter Punkt. Ich befürchte jedoch, dass das Argument nur bis zu einem gewissen Punkt funktioniert: wenn es wenige Verweigerer gibt.

    1. Meine Erfahrung in der Erwachsenenbildung (Lehrer) ist da eher, dass das „Publikum“ ganz dankbar ist, wenn etwas Überraschendes passiert.
      @ Monika: Ein Versuch lohnt sich deshalb definitiv ;-).

  5. Herzlichen Dank euch, für die verständlichen, reichhaltigen und ermunternden Rückmeldungen!!!!!! Was ich jetzt wirklich (auch noch) verstanden habe, dass #ldl ganz im Sinne der Aktionsforschung. Wenn man theoretisch gearbeitet, einen Plan gemacht, dann braucht es auch die Handlung, …. um zum Theoretisieren zurückzukehren.
    Jetzt steht es fest. Meine nächste Chance nutze ich zum Ausprobieren. Und werde über Geschehen berichten. Hier im Blog. 🙂
    Euch einen schönen Feiertag, mein Dank wird euch noch ein bisschen weiterverfolgen. 🙂

    P.S.: Auch toll, dass ihr mir im Blog Feedback gegeben, so habe ich Infos, Ideen & mehr gleich vor Ort!

  6. Ja, du hast verstaden, dass LdL im sinne der aktionsforschung ist. Trial and error. Oder vllt auch: kritische theorie im sinne von karl popper!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.