Sabine Strauß – Lehrerin, Lehrende, #ldlmooc Bereichernde… schenkt uns 7 Antworten

Einen wunderschönen Pfingsmontag- Abend euch da draußen,

ich war heute – wie ihr wahrscheinlich auch – bei meiner Familie daheim. Deswegen hin- und herfahrend einige Zeit unterwegs, weshalb ich verhältnismäßig lange ein sehr differenziertes (und von Jean-Pol heiß erwartetes) Feedback in der Inbox hatte, das ich euch keine Minute länger vorenthalten möchte.

Deshalb lasse ich sie umgehend zu Wort kommen. Vorhang auf für:

Sabine Strauß!

sabine_strauss

An welcher Stelle hast Du persönlich das ergreifendste/begreifendste Lernen im Rahmen des MOOCs erlebt?

Da gab es sehr viele Stellen, am beeindruckendsten war aber, als mir aufgegangen ist, dass Jean-Pol allen Fragen, die ich im ersten Hangout stellte und allen Vorbehalten, die auch in meiner ersten Visualisierung sichtbar wurden, schon unzählige Male begegnet ist und er diese trotzdem – aus meiner Sicht total geduldig, konstruktiv und wertschätzend – kommentierte. Das rang mir großen Respekt ab, auch wenn ich ihn zu diesem Zeitpunkt noch als zu kompromisslos und ein wenig zu eitel empfand.

Mein Eindruck von ihm änderte sich aber bald völlig: Je mehr ich über LdL lernte, umso mehr wurde mir klar, dass er sich innerhalb des MOOCs völlig analog dazu verhält. Als ich das begriffen hatte, war ich nicht weniger kritisch, aber offener, mich auf die Inhalte wirklich einzulassen. Im Nachblick freut es mich, dass das so schnell ging – man kann von Jean-Pol viel lernen und ich tue das immer noch.

An welcher Stelle hast Du Dir gedacht, och nö, das ist mir jetzt nichts mehr?

In Facebook wurde am heftigsten diskutiert, als ich versuchte mich auf die Wochenaufgabe 3 zu konzentrieren. Das hat mich mitunter extrem abgelenkt und ich hatte einfach keine Energie übrig, da auch noch vertieft einzusteigen.
In meinen Augen kann man sich gefühlte 100 Metaebenendiskussionen sparen, wenn man LdL konkret in der Praxis ausprobiert. Natürlich konnten und können das nicht alle, weil sie akut nicht die Möglichkeit dazu haben, aber umso genauer hätte man z.B. Laura Cau zuhören können oder sollte am Besten gleich ihr Angebot wahrnehmen, sie im Unterricht zu besuchen – egal aus welchem Kontext man kommt.
Das heißt übrigens mitnichten, dass ich diese Diskussionen insgesamt als überflüssig empfand oder kein Verständnis für deren Inhalte hatte, der Zeitpunkt war für mich nur sehr unpassend.

Wie hältst du es damit, in der Öffentlichkeit zu lernen?

Es ist nicht der erste MOOC, an dem ich teilnehme, Probleme in der Öffentlichkeit zu lernen habe ich überhaupt nicht, allerdings sieht das anders aus, wenn es darum geht, mich per Video zu zeigen. Dieses bewegte Bild von anderen Teilnehmern zu haben, empfinde ich aber als so angenehm, dass ich da versuche meine Scheu zu überwinden.
Dennoch gebe ich Marco Bakera völlig recht, dass man sehr sensibel damit umgehen sollte – in Anbetracht der akuten Probleme hinsichtlich „Netzfreiheit“ und Datenschutz.

Was hat Dich motiviert, bis hierher, immerhin Woche 5, an der Stange zu bleiben?

Alles: Die Impulse von Jean-Pol, die Reaktionen und die Beiträge der anderen Teilnehmer, das Erledigen der Wochenaufgaben (die ich teilweise auch außerhalb des MOOCs nutzen kann), die konkreten Erfahrungen in meinem Unterricht.

Hat Dir etwas gefehlt? War Dir etwas zuviel?

Gefehlt? Du (Monika E. König) im letzten Hangout. Zuviel? Wie bei vermutlich allen, war für mich auch sonst viel zu tun, keiner von uns ist oder war hauptberuflich MOOC-Teilnehmer. Aber wenn ich dann zum Beispiel mitbekomme, dass Peter Ringeisen die umfangreichste Aufgabe neben der Abikorrektur stemmt (für mich undenkbar, die hatte ich zum Glück schon vor dem MOOC) gibt es für mich nicht wirklich Grund zu jammern, bei mir lief das immerhin nur neben dem ganz normalen Wahnsinn.

Wie hast du die Mit-Teilgeberinnen im MOOC wahrgenommen?

Alle auf ihre Weise als besonders und engagiert, völlig unabhängig davon, ob sie alle Wochenaufgaben bearbeiteten – es gab viele inspirierende Anmerkungen und ich mag interessierte Menschen. Gleichzeitig war es für mich auch total spannend, die unterschiedlichen (Lerner- und Macher-)Eigenheiten so bewusst über einen längeren Zeitraum mitzuerleben, weil ich im Bereich Digitale Medien auch in der

Lehrerfortbildung (Medienzentrum) und mit einem Minilehrauftrag am Seminar tätig bin und ich unseren MOOC deshalb auch aus dieser Perspektive mitverfolgte.

Wie viel % der geteilten Inhalte hast du Dir genauer angeschaut, schätzungsweise?

Die von den TeilnehmerInnen zu 100%, von Jean-Pol, hm, schwierig zu sagen, vielleicht 80-90%? (Bin noch dabei ;-).

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P.S.: Eine Übersicht (Index) über Menschen, die sich den 7 Fragen zum #ldlmooc gestellt haben, ist hier zu finden.

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