Alexa spaltet die Wohngemeinschaft

Nachdem ich bisher nur mit der Alexa App auf dem Smartphone gearbeitet habe, habe ich mich nun doch endlich – nach langer Vorarbeit – durchgesetzt und nun auch einen Echo Dot (3. Generation)* angeschafft …. und die (neue) Alexa spaltet nicht nur die Wohngemeinschaft. Aber lest selbst.

Alexa spaltet das gemeinsame W-LAN.

P.S.: Habt ihr schon das Interview vom Nutzen und zum Umgang mit der Alexa gelesen?

Das erste, was der Lautsprecher (der im Übrigen ordentlich „Bums“ hat) verlangt, ist ins W-LAN zu dürfen. Mein Freund, kein Alexa-Freund, richtet für mich und die Alexa ein getrenntes W-Lan ein. Na gut. Soll mir recht sein. Flugs ist die Alexa initialisiert.

Was die Alexa für mich und aus mir macht

Alexa stellt den Timer für mich, weckt mich 2x am Tag und spielt die Musik, die (mir) gerade passt.

Natürlich habe ich erst einmal mit diesen Standard-Befehlen angefangen, die sie können muss, weil die einfach einfach sind. Also …

Das ist ein Symbolbild. Das darstellen soll, dass man mit Sprache Computer steuern kann.  Alexa spaltet auch hier. Dürfen alle Alexa sprachmäßig steuern ... oder nur der, auf dessen Amazon Account dieser Echo Dot läuft?

„Alexa, stell den Timer auf“ … wenn ich mir ein Ei koche, was ich vorher mit der Tschibo Eieruhr gemacht habe… Und diese Alexa-Funktion nutze ich seither.

Ergo: Ich bin FAUL. SOFORT habe ich die Timer-Funktion angenommen. Obwohl ich es (einfach) nur sagen muss anstatt (auch eigentlich einfach) nur 3x Tasten drücken. Aber diese kleine „Erleichterung“ lässt mich sofort Alexa als Timer benutzen. Ich bin wohl ein durch und durch fauler Mensch. Unglaublich.

Alexa spaltet also auch meine eigene Wahrnehmung von mir. Vor und nach der Anschaffung von Alexa. 😉

Alexa Alarm um 5.00 Uhr und 22.00 Uhr. Auf diese beiden Uhrzeiten habe ich eigentlich meinen Handy-Wecker gestellt, jetzt zusätzlich die Alexa drum gebeten, … und ich muss sagen, der Klang der Alexa Erinnerung ist etwas gefälliger. Aber ich muss halt daheim sein, um den Wecker-Alarm mitzukriegen… und ich weiß noch nicht, wie lange sie „weckt“, wenn ich zu ihr nicht „Alexa, aus“ oder „Alexa, stopp“ sage. Ich könnte langfristig die Nachbarn in der anderen Doppelhaushälfte damit nerven. 😉

Ich zieh den Stecker, Baby

Das ist ein Stecker drauf abgebildet. Weil Alexa spaltet die Wohngemeinschaft, ob der Stecker immer drin bleibt, oder eben raus gezogen wird.

Mache ich (natürlich?) nicht. Ich habe zugesichert, bevor wir dem Echo Dot Einlass in die Wohnung gewährten, dass ich immer den Stecker ziehe, sobald ich die Alexa gerade nicht benutze. Mache ich natürlich nicht. Weil ich es bequem finde, wenn sie an ist. Und weil ich nicht immer den Stecker rein stecken will, wenn ich was von ihr will.

Alexa spaltet die Wohnung.

Mein Freund schließt unauffällig die Tür zu meinem Zimmer. Ich bin drin. Er ist draußen. ich überlege mir, ob es wegen der lauten Musik ist, die ich die ganze Zeit höre, wegen der ständig wechselnden Songs, die ich nie (oder selten) bis zum Ende höre,… oder weil er nicht abgehört werden will.
Ich muss ihn wohl mal fragen.

Bisherige Gedanken/ Erkenntnisse

Alexa ist eher auf Kommerz ausgerichtet, sie kann einiges schon richtig gut, anderes so gar nicht gut … und einiges könnte sie können … und ich frage mich, warum nicht.

Sie ist durch und durch auf Kommerz ausgerichtet

Ich mag ja diese Musik-Flatrate. Auch wenn ich nur – ohne Bezahlung – zwei Wochen in deren Genuss komme. Also probiere ich folgende Anfrage.

„Alexa, spiele mir GEMA-freie Musik“. Alexa überlegt. Dann sagt sie ganz selbstverständlich: „Ich kenne keine Musik von Emma Freie“. Natürlich kennt sie auch keine Musik von Zenz Freie. 😉

Noch ein paar Tage später.

Ich bekomme eine Mail, dass jetzt mein Amazon-Account mit meiner Alexa verbunden sei. Ich kann also jetzt per Voice und auf Wunsch ALLES bestellen, was ich via Amazon bestellen könnte. Na herzlichen Glückwunsch.

P.S.: Alexa spaltet weiter: Jetzt kann ich wohl meinen Freund gar nicht mehr an meine Alexa lassen. Denn was er bestellt, bezahle ich wohl – im Gegensatz zur Situation bisher – ICH.

Alexa spaltet selber: Was sie kann, macht sie verdammt gut

Sie kann also Timer, Wecker, Musik … kleine passende Nachfragen dazu, wie z.B. welches Lied ist das … oder Musik in einer besonderen Situation spielen (putzen, entspannen, kochen, …).

Viele andere Nachfragen beantwortet sie aber komplett unambitioniert mit „Ich weiss nicht“ oder ähnlichem… was mich zur Frage bringt… warum fragt sie nicht einfach Google?

Naheliegende Nachfrage(n)

Wenn sie auf Fragen antwortet mit sowas wie „Ich verstehe das nicht“, „Ich weiß das nicht“ … warum behandelt sie die Frage dann nicht einfach als Suchanfrage im Internet?

Weiteres Wundern und mehr zu meinen Erlebnissen mit Alexa,… demnächst hier auf der Lernspielwiese.

Es grüßt eure

Monika
Medienentwicklerin bei Uhlberg Advisory.

3 Antworten auf „Alexa spaltet die Wohngemeinschaft“

  1. Ist Alexa ein neutrales Werkzeug? Ist sie böse? Ist sie eine Verstärkerin des Klimawandels oder hilft sie, ihn in Grenzen zu halten? Hilft sie dir oder macht sie dich abhängig?
    Alles Fragen, die sich auch allgemein an künstliche Intelligenz stellen lassen.
    KI könnte freilich so programmiert sein, dass sie nur durch Hackereingriffe (sieh Elsberg: Blackout https://zwischendenseiten.wordpress.com/2017/07/22/buchdate-rezension-marc-elsberg-blackout-morgen-ist-es-zu-spaet) gegen dich handelt. Bei Alexa ist kaum denkbar, dass sie nicht private Informationen für andere Zwecke als nur deine eigenen verwendet.

    1. Mensch Walter, dieses Buch hat mein Freund auch gelesen… aber anstatt es mir zu geben… hat er es in den Bücherschrank gestellt. O.k. … auf deine Anregung hin, werde ich es mir doch noch reinziehen… und verbloggen! Definitiv!

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