#fbm13 oder Was machen Menschen auf der Buchmesse? Bücher fotografiern. ;)

aufderBuchmesseIch habe es getan. Ich war (auch) dieses Jahr auf der Buchmesse. Als die eher untypische Fachbesucherin und seltenst Messegängerin wusste ich zunächst nicht so richtig, wie man sich da verhält. Beziehungsweise was man da überhaupt machen sollte, was man nicht in Bibliotheken oder in Buchläden machen könnte.

Auf der Buchmesse – was tun?

Nach einigem Rätseln, Beobachen und verschiedentlichen Versuchen (wie Kaffee trinken, mich an bekannte Menschen dranhängen und mich in Gespräche verwickeln lassen, auch auf zwei Vorträgen war ich), habe ich meine persönliche Buchmessen-Bestimmung gefunden. Und zwar… ungeplant durch die Gänge schlendern und treiben lassen, … und Bücher, die mich anspringen und die ich UNBEDINGT demnächst lesen will fotografieren und via Twitter posten. Ich war plötzlich (wieder) in meinem Element.

Die (fette) fotografierte Buch-Ausbeute

42Bildung

Während meiner Schlendereien (insbesondere in der Halle 4.2, das ist jene, in der es um Bildung geht) stieß ich auf folgende vier Schätze, die ich euch kurz vorstellen möchte.

#1 – Welker, M.; Wünsch, C. (Hg.) (2010). Die Online-Inhaltsanlyse. Forschungsobjekt Internet. Köln: Herbert von Halem Verlag.
Weiteres Interessantes aus der gleichen Reihe findet sich hier auf der Verlagsseite.

#2 – Jackob, N.; Zerback, T.; Jandura, O.; Maurer, M (Hg.) (2010). Das Internet als Forschungsinstrument und -gegenstand in der Kommunikatonswissenschaft. Köln: Herbert von Halem Verlag.
Ja, ihr ahnt es schon, am selben Stand in die Finger bekommen. Hier die ganze Reihe zum Anschauen. Was mich auf den Gedanken bringt, dass ich ja meine Fragen stelle und Aussagen treffe mitnichten aus der Perspektive der Kommunikationswissenschaft heraus, auch nicht Medienwissenschaft oder der Medienpädagogik. Ich bin Erziehungswissenschaftlerin. Lese ich aber zu viele Veröffentlichungen die aus der Perspektive von (wenn auch nachbarschaftlichen) anderen Disziplinen heraus geschrieben sind, so frage ich mich dann schon manchmal. Was macht das Spezifische genau meiner Perspektive aus? Aber dazu braucht es wohl einen ganz eigenen Beitrag. Zurück zu den Buch-Highlights.

#3 – Thielmann, T.; Schüttpelz, E. (Hg.) (2013). Akteur-Medien-Theorie. Bielefeld: transcript.
Der Stand vom transcript-Verlag, der war genau neben dem der taz. Und bei der taz gab’s umsonst einen Espresso, was mich dort zum Verweilen eingeladen hat. Gut so. Denn sonst hätte ich das wohl verpasst. Und das, beim Weiterrecherchieren. Zum „Spacial Turn“ und wie Emotion und Raum sich gegenseitig bedingen.

#4 – Michael Schönhuth, Markus Gamper, Michael Kronenwett, Martin Stark (Hg.) (2013). Visuelle Netzwerkforschung. Qualitative, quantitative und partizipative Zugänge. Bielefeld: transcript.

Ihr seht, Herbert von Halem Verlag und der transcript Verlag, das waren – im Nachhinein – meine Favoriten. Die ich wohl, sollte ich nochmals die Gelegenheit haben, auf einer Buchmesse gezielt aufsuchen werde.

Kaufen oder leihen? Lesen im Lesesaal – oder doch lieber mit ins Wohnzimmer nach Hause nehmen?

Und am liebsten würde ich jetzt umgehend loslegen. Mit dem lesen. Aber dann schwanke ja immer. Sofort beim Buchhändler meiner Wahl bestellen? Mich evtl. ruinieren, wegen Großbestellung, und dann doch den einen oder anderen „Fehlgriff“ im Regal stehen zu haben, da Cover und Hineinlesen mehr versprochen – oder anderes – was es dann hergibt? Oder doch lieber gesattelt und ab in eine meiner Lieblings-Bibliotheken in Frankfurt? Denn in Frankfurt habe ich ja alle bibliotheksmäßigen Möglichkeiten, nach denen mein Herz begehren kann.

Die FH-Bibliothek. Direkt an der FH, meine i.d.R. erste Anlaufstelle. Dadurch, dass ich FH-Mitglied bin, für mich auch viele Artikel von Fachzeitschriften zu bekommen, ein Luxus wie ich jetzt sagen muss, mich an Zeiten erinnernd, zu denen ich weder Student noch bei einer Hochschule angestellt.

Die Deutsche Nationalbibliothek. Gerade mal zwei Busstationen von der FH entfernt, die man sich auch flugs erlaufen kann, bis man auf den nächsten Bus warten würde. Und eine Kantine haben die auch noch, die Abwechlung zur eigenen Mensa verheisst. Also zweimal die Woche hinein ins Lese-Vergnügen. Allerdings immer schön zwei Zwei-Euro-Stücke dabei habend, damit Jacke und Gepäck dort gelagert werden können, und nicht vergessen die (bis zu 10) Bücher vorzubestellen. Am Vorabend.

Die Uni-Bibliothek. Inklusive geisteswissenschaftlicher Abteilung am Campus Westend. Und nochmal ungefähr soviel weiter wie die DNB von der FH, der Campus Westend. Denn nicht einnmal mehr nach Bockenheim muss ich fahren, um aus der UB zu Entleihendes abzuholen, denn die Bestellung kann man sich auch an die Ausgabestelle am Campus Westend anliefern lassen. Auch hier aber – als Warnung an mich selbst – nicht der Gier nachgeben und zuviel auf einmal bestellen, denn die (Aus-)Beute will ja heimgeschleppt werden.

Bis auf die Deutsche Bibliothek kann ich also die meisten Bücher mit nach Hause aufs Sofa legen. Dann muss man – ich – jedoch höllisch aufpassen, nicht in meine alte Gewohnheit zu verfallen, meine Kommentare an die Seite zu schreiben, und mir Wichtiges, dass ich mal zitieren möchte, in leuchtendem gelb nachzumalen.

Bücher rezipieren…. und rezensieren

Das nennt man wohl Bücher rezipieren. Also nicht das Einschreiben und Bemalen. Sondern das Aufnehmen und im Idealfall (irgendwie) verstehen. Wie ich das Gelesene dann verstehe und finde, schreibe ich euch dann auf die Lernspielwiese. Oder noch besser, nehme es als Video-Rezension auf. Aber jetzt erst mal Bücher besorgen und….. lesen! Lesen! Lesen!

Soweit von hier, auf dem Weg ins Wochenende. Möget ihr ein belesenes haben.

Eure mons7 – aka Monika E. König

Messemons

 

Wissenswert BlogCarnival: Liest Du noch oder speicherst Du schon?

Bildquelle.

Ein Thema, das trifft
„Haben sich Ihre Lesegewohnheiten verändert, und wenn ja wie?“, so harmlos kommt das Thema des diesmonatigen BlogCarnivals von WissensWert daher. So harmlos fühlt sich diese Frage aber gar nicht an. Vielmehr eher wie eine der intimeren Art, eine, die man nicht in aller Internetöffentlichkeit bespricht. Dies rührt wohl daher, dass ich mich in Bezug auf meine Lesegewohnheiten – und dies schon seit längerem – in einer Phase des Umbruchs, einer Phase der Veränderung und ja – man kann es schon als Selbst(wieder)(er)findungsphase bezeichnen – befinde.
Was bisher geschah:

Hin zum E-Book-Reader … und wieder zurück
Und ja. Ich habe zwei davon durch. Und diese in weitere interessierte Hände weiterziehen lassen. Dies aus dem Grund, da ich im Grunde meines Herzens ein Gerät, das nur dazu da ist, gelesen zu werden, für überspezialisiert halte. Das regt mich schon immer (in Analogie dazu) bei Geschirr auf. Warum brauche ich ein anderes Glas für Weißwein als für Rotwein und wiederum ein neues für mein Wasser? …. Und überhaupt… Warum kann ich mit meinem iPad nicht Kaffee kochen? 😉

Also doch die Taschenbuchausgabe?
Jein. Man erwischt mich zwar ab und an noch mit einem Buch in der Hand, dies jedoch ausschließlich mit geliehenen aus der Bibliothek, in der Deutschen Bibliothek sitzend, oder – nur kurzfristig. Kurzfristig deshalb, weil ich diese direkt nach der Lektüre wieder weitergebe. (Ganz schlechte sogar wegwerfe.) Was mir natürlich das Nachschlagen (zwecks z.B. Zitierens) recht schwer macht. Entweder nämlich, ich habe ein potentielles Zitat schon in irgendeiner Art und Weise verdigitalisiert, oder aber es ist für immer, genau, entweder in gute Hände weitergegeben oder in die Tonne gekloppt worden.

Gibt es auch Positives zu berichten?
Nun. Ja. Ich bin zwar mit der Gesamt-Lesesituation unzufrieden. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass es das (annähernd) ideale paar Schuhe gibt, dass es die (für mich annähernd) ideale Handtasche gibt… und nicht zu vergessen, das ideale Endgerät 😉
Durch diesen (vielleicht Irr-)Glauben angetrieben, bin ich natürlich konstant und weiter auf der Suche danach.

Und wohin soll diese Suche im Idealfalle führen?
Ich beschreibe mal schlicht und ganz einfach wie ich – unabhängig von dem was geht und was nicht – gerne lesen möchte. Hier meine Anforderungen/Vorstellung(en):
1. Weiterverarbeitbarkeit
Wenn ich etwas lese, möchte ich (zumeist) auch etwas damit machen, das Gelesene weiterverarbeiten. Wenn auch nur in Form eines Tweets, schon komplexer als Blog-Post, wünschenswertester Weise als Aufsatz oder noch schöner in eine potentielle Dissertation hinein. Dieses Rezipieren und Kreieren wechselt sich immer mal wieder ab. Früher hat das konkret so ausgesehen, dass ich das Buch einen Moment aus der Hand gelegt habe, um ein Zitat an der entsprechenden Stelle des Word-Dokumentes einzufügen.
2. Nicht noch ein Gerät
Das hat mich schon damals am Kindle gestört. Irgendwann, wenn ich „alles mitnehme was geht“ und was ich unterwegs dann gebrauchen könnte steckt neben dem Handy das Netbook, neben dem Netbook das iPad, neben dem iPad diverse Stecker (da ja der Strom ausgehen könnte), daneben der anfangs genannte Kindle (o.ä.). Ich bin ein Fan des All-in-One. Statt Lesegerät also entsprechende Funktion/entsprechendes Programm auf anderweitig (ohnehin) genutztem Endgerät.
3. Zugriff von verschiedenen Endgeräten aus
Warum dann jetzt diese Forderung, wenn doch das Ziel darin besteht, nur noch an und von einem Gerät aus zu arbeiten? Genau das eben nur ist es. Eine Forderung. Da meine derzeitige Realität aber ganz anders aussieht, und ich morgens in der U-Bahn vom Smartphone aus „arbeite“, tagsüber vorm Riesen-Rechner und abends auf der Couch mit dem MacBook Air(chen), so will ich auch alles von überallher (weiter-)lesen können.
4. Sofort auffindbar
Und um dies zu können, muss ich es – und zwar möglichst zielsicher – finden.
5. Ohne Aufwand zitierbar
Sobald gefunden komme ich – wie oben beschrieben – alsbald in die Situation, eine Passage davon weiterverarbeiten zu wollen. Dies soll natürlich – möglichst stressfrei, möglichst komfortabel und möglichst nach dem Zitiervorgang nicht mehr zu bearbeiten müssend – möglich sein.
6. In sich integriert
In sich integriert. Noch ein mehr an Forderung denn Zustand. Im Moment ist nämlich gar nichts integriert. Fest steht allerhöchstens die „Zieldatei“, in die ich meine Erkenntnisse hineinintegrieren will. Das geht aber bisher nur von Hand. Besonders händisch wenn es sich um eine HardCopy-Ausgabe eines Buches handelt, schon besser wenn es sich um eine bei Diigo gebookmarkte Quelle handelt, am besten vom Laptop aus Citavi heraus.

Was zusammengenommen wiederum zur Forderung nach dem optimalen Gerät in Kombination/bespielt mit der ultimativen KillerApp führt. Da diese Kombination so allerdings von mir noch nicht entdeckt wurde, bleibt mir nichts anderes übrig, als meine digital noch rudimentär entwickelten und im Flusse befindlichen Lese- und Verarbeitungsgewohnheiten weiterzuentwicklen, also zu lernen.

Was mich wieder zurück zur Ausgangsfrage bringt: Haben sich meine Lesegewohnheiten verändert?

Ja, meine Lesegewohnheiten haben sich geändert, sie ändern sich gerade und sie werden sich (hoffentlich) zukünftig noch viel mehr verändern.

Und beim Lernen helft ihr mir alle – wie immer – dabei!
Eure mons7

#frfr … eine (weitere) Online-Rezension

Es hat mir ja so viel Freude gemacht, dass ich einen Gastbeitrag für Literarisch schreiben durfte. Und obwohl der Beitrag dort viel schöner aussieht, gibt’s den Text auch nochmals hier, auf der Lernspielwiese:

Ja. Ich bin wieder frei. Frei von Franzens Freiheit, denn … nicht ich habe es gelesen, sondern es hat mich – vielmehr verschlungen als – gelesen.

Wobei ich hier gleich klarstellen muss, dass es dieser unvergleichliche Wälzer bei mir unleich leichter zu haben scheint, als bei anderen Leserinnen und Lesern, da ich von den Korrekturen unbelastete war und bin. Zudem war das – im Vergleich dazu – Bändchen, das ich zuvor in den Fingern hatte, lediglich die – auch wieder im Vergleich – Schmonzette Eat Pray Love. Obwohl Gilbert (Eat Pray Love) und Franzen bei der jeweiligen darunterliegenden Thematik in die gleiche Kerbe schlagen, handelt es sich für mich nur bei Zweiterem um große Literatur.

Aber um was geht es inhaltlich-konkret?
Im Grunde liest man mit Franzen eine Familiengeschichte. Zur Familie gehören eine nach außen aktive, nach innen depressive, sportliche, aber zeitweise dem Alkohol zugeneigte Mutter Patty und deren Gut-/ (und Wut-)Gatte (den Hinweis versteht man erst nach dem Lesen 😉 ) Walter. Dazu gehören die Kinder, die jeweiligen Eltern und Geschwister von Patty und Walter, ein Jugendfreund und die spätere Arbeitskollegin und (wahrscheinlich lediglich aufgrund ihres Todes) zeitlich befristete und exotisch schlichte Geliebte.
Das Aufschlussreiche (m.E.) daran: Die Perspektiven, aus denen berichtet wird, wechseln. Oftmals werden gleiche Begebenheiten nochmals aus einem anderen Blickwinkel wiedergegeben, von denen die Leserin zwar weiß, dass sie sie schon kennt, aber auf so andersartige – weil von einem anderen Individuum heraus – interpretiert,… dass man sich just unsanft ins eigene Paralleluniversum befördert fühlt, mit der einen oder anderen verstörenden Erkenntnis und Ahnung im Handgepäck, die einen das Buch gelegentlich für ganz eigene Gedanken beiseite legen lässt.

Ich bin überzeugt, jede Leserin/ jeder Leser mag seine eigenen Schlussfolgerungen aus dem Verlauf der Handlung ziehen und finden. Meine eigenen – unter größtem Vergnügen – gewonnenen Erkenntnisse sind folgende Drei.

Eins. Jeder sieht’s auf seine Art, und die ist, auch wenn offensichtlich, nicht umfassend sichtbar.
Zwei. Manchmal lassen sich Zustände nur dadurch ändern, indem man sie erträgt.
Drei. Reife braucht Zeit. Manchmal länger als ein Leben.

Wer sich selbst an den Berglunds (so heisst die „Kern-„Familie) abarbeiten will (die deutsche Ausgabe umfasst immerhin schlappe 731 Seiten, es handelt sich also schon um eine gewisse Lese-Arbeit), dem sei sie von mir aus ganzem Herzen empfohlen, die FREIHEIT von Franzen.

Neues Jahr…. neue Kategorie ;)

Neues Jahr, neues Glück, so sagt man bei uns daheim.

Das wandele ich jetzt mal – aufgrund aktueller Geschehnisse – ein bisschen ab in:

Neues Jahr, neue Kategorie!

Schon wieder eine neue Kategorie in eLEx Blog, mögen sich jetzt eifrige LeserInnen fragen. Und ja, sage ich, und die ist (über-)fällig.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, lese ich gerne. Nun war ich zwischen den Jahren mal wieder (oh NEIN!) im Buchladen meiner Wahl… und habe VOLL zugeschlagen. Seltsamerweise waren da einige der Kategorie „Wirtschaftsbücher“ dabei, … was eigentlich nicht so mein Fall ist. Aber nun ja. So ist es halt eben.

Zu diesen und einigen weiteren möchte ich jetzt zwar nicht gleich eine ganze Rezension schreiben, aber dennoch ein paar Auszüge (die mir miß- oder besonders gefallen haben) zum Besten geben, sowie meinen Senf.

Deshalb: eine neue Kategorie muss her… und zwar… ja… wie nenne ich sie denn?

Lektüre_nebenbei.

Denn mein Haupt(lese-)Geschäft ist und bleibt meine Leidenschaft Lernen (und dies insbesondere und besonders gern) mit neuen Medien.

Aber jetzt erst mal weiterlesen…

…. bis dahin

Eure eLEx