Educamp ’09 in Graz – zum Format

Wie an anderer Stelle angekündigt hier noch einige kurze Anmerkungen zum „Format“ des EduCamps (WARNUNG: im Folgenden finden Sie ausschließlich persönliche Eindrücke und Wahrnehmungen der Blog-Betreiberin)….

Auch ich war eine der Vielen, die zum ersten mal ein BarCamp besuchen durfte.

Aber ich war gleichzeitig auch eine der Wenigen, die (ganz nebenbei und aus versehen) eine grundsätzliche Einführung in das Format eines BarCamps genießen durte… und zwar von drei Experten (die ich auf der Fahrt nach Graz begleiten durfte).

Die Folge war, dass ich wusste,

– dass man sich schlicht und einfach mit drei Tags vorstellt, also mein Haus, mein Boot, mein Job… zwar nett, aber unnötig sind.

– dass man auch als totale Anfängerin eine Session initiieren kann – oder dies sogar obligatorisch ist, um den ultimativen BarCamp-Flow erleben zu könnnen.

– dass der Session-Initiator nicht unbedingt der Session-Allwissende sein muss (ja nicht mal sein soll), sondern dass die Teilnehmer Inhalt und Session erblühen lassen.

– dass Hierarchie keine Rolle spielt.

– dass…. ja, …. dass Raum lassen… Raum schafft für… wahre Kreativität.

Soweit zur Grundindee. Zum Grundgefühl.

Die Realität sah so aus, dass traditionelle wissenschaftliche Konferenzform und BarCamp auf gleichem Raum – ich will nicht sagen, um eine Vorherrschaft kämpften – das wäre falsch ausgedrückt… sondern vielmehr, dass beides vorhanden war. Je nachdem, zu welcher Zeit man sich zu welchem Ort auf dem BarCamp aufhielt, wurde man eher von der einen oder der anderen Welle erfasst.

Für mich persönlich war das gar nicht so schlecht. So konnte ich mich von der einen Sphäre in die andere begeben, … und wieder zurück, sobald mir die andere zuviel, die erste zu eng wurde.

Der nächste Schritt jedoch ist der, ganz reinzuspringen.

Vielleicht in Hamburg?

Eure eLEX

Kindle, die Dritte

Ende Oktober hatte ich mir ja den Kindle bestellt, auf den ich mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten gefreut habe. Um so größer war der erste Schock, als ich eigene pdf-Dokumente vorerst nur unter einem gewissen Aufwand und dem Entrichten einer Gebühr auf diesen überspielen konnte. Dieses Problem hat sich jedoch dank einiger Hinweise aus der Community und dem Reagieren von Seiten Amazon wie von selbst verflüchtigt.

Mittlerweile ist meinerseits eine gewisse Routine im Gebrauch des Kindle eingetreten… und ich kann deshalb differenzierter Rückmeldung geben.

Negativ, aber nicht unbedingt als störend, empfinde ich die Vorlesefunktion des Kindle. Gut, … dass der deutsche Texte nicht hinkriegt, war mir schon vorher klar. Aber auch die englischen klingen nicht gerade wie große Literatur, auch wenn es sich um solche handelt. Die Stimme (ob weiblich oder männlich gewählt) klingt ungefährt, als lese einem der TomTom Mansfield Park von Jane Austen vor.
Zwischenfazit: die Vorlesefunktion halte ich persönlich für schicht und ergreifend überflüssig, weil schlecht.

Absolut genial empfinde ich die Tatsache dagegen, dass ich jetzt so viele Bücher zuviel in den Zug, auf die Arbeit, in den Urlaub mitnehmen kann, wie ich will… und trotzdem keine Gebühr für Übergepäck zahlen muss. Die Masse schlägt sich – wie bei jedem eBook-Reader – eben nicht im Gewicht nieder. Auch wenn dies selbstverständlich erscheint, ist es doch schön, dies auch praktisch erfahren zu dürfen.

Was ich anfangs als sehr störend empfunden hat, nämlich dass das Inhaltsverzeichnis nicht wie in einem normalen gedruckten Buchexemplar schön übersichtlich auf ein oder zwei Seiten verteilt ist, daran habe ich mich erstaunlicherweise recht schnell gewöhnen können. Dass ich nun in jedes beliebige Kapitel springen kann, auch Wörter und Sätze suchen, erfreut mich hingegen immer noch.
Zwischenfazit: Ans „Schlechte“ (schlechte Lesbarkeit des Inhaltsverzeichnisses) gewöhnt, das „Gute“ (Suchfunktionen und schneller Zugriff bestimmter Stellen) noch nicht, …

…. wenn das unterm Strich keine „Positivausbeute“ ist, weiß ich auch nicht.

Abzuwarten bleibt, ob ich den Kindle langfristig so intensiv nutzen werde, wie in der Spielphase. Bisher bin ich zuversichtlich. Ich werde aber auf jeden Fall berichten in

Kindle, die Vierte.

Bis dahin

Eure eLEx

Facebook – „business“ oder privat?

Während informeller Gespräche, bei denen nach dem ersten Beschnuppern und der (hoffentlich gegenseitigen) Feststellung, dass man sich ganz gut riechen kann, kommt meist früher denn später die Frage nach Netzwerkzugehörigkeiten auf.

Während nach meiner Erfahrung mit XING sofort und unbefangen aufgewartet wird, gibt es beim Thema Facebook ganz unterschiedliche Antworten, die jedoch meist von der eigenen Unsicherheit geprägt sind, ob es sich dabei um eher eine Betätigung im Business-Bereich oder aber der (öffentlichen) Privatsphäre handelt.

Der geneigte Leser/ die geneigte Leserin mag mir zustimmen, dass es sich keinesfalls um eine (reine) Business-Plattform handelt. Aber ist deswegen alles was dort über die eigene Person zu finden ist und zur Verfügung gestellt wird privat?

Immerhin kann aufs eigene Profil von (potentiellen) Arbeitgebern zugegriffen werden. Auch das Argument, dass man seine Seite insofern schützen kann, dass nur auf Anfrage Kontakte in die „nähere Informationszone“ eingelassen werden, überzeugt mich nicht wirklich. Vielmehr hinterlässte es den Geschmack, dass die dort zu findenden Informationen/ Bilder ja aller Wahrscheinlichkeit insofern „belastend“ sind, dass man diese als Eigner als vor ungebetenen Blicken schützenswert einschätzt.

Fazit:
Facebook bildet ein sehr breites Spektrum der eigenen Persönlichkeit und Aktivitäten im und außerhalb des Netzes ab. Die Frage business oder privat ist in diesem Zusammenhang nicht richtig gestellt, denn privat im Netz bedeutet tendenziell immer privat-öffentlich, genau wie business im Netz (hier vom Individuum intendiert und inszeniert) business-öffentlich.

Seht ihr das ähnlich/ anders?…

… fragt sich die eLEx

Ergänzung: … interessant… Facebook als Potantial aus „Unternehmersicht“

Educamp ’09 in Graz: Erste kleine Nachlese

Nun ja, wenn eLEx in einem konsequent ist, dann in ihrer Inkonseqenz.

Deshalb die erste kleine Nachlese des EduCamps ’09 in Graz noch heute Abend. Meine Gedanken dazu lassen sich in drei Kategorien einordnen:

– persönliche Eindrücke
– Format der Veranstaltung [to come] und
– Inhalte [to come].

Zunächst zu Ersterem.

Das EduCamp ist ein guter Platz, um Feedback zu erhalten, nicht nur in fachlicher, sondern (und besonders) auch auf die eigene Person bezogen.
Hilfreiches Feedback zu geben ist mitunter nicht ganz so einfach. So manches Mal weicht die Vorstellung über ein bestimmtes Thema des Feedback-Gebers so von derjenigen des Empfängers ab, dass der Empfänger dieses nur ignorieren KANN, andere Male ist eine Kritik so treffend, dass der Empfänger diese verdrängen MUSS, um nicht getroffen zu sein.
Ein gutes Händchen für Feedback hat m.E. Karlheinz Pape an den Tag gelegt. An dieser Stelle nochmals danke für Deine Rückmeldungen.

Zum Zweiten ist das EduCamp ein guter Platz, „like-minded people“ (Gleichgesinnte) zu treffen. Sich einmal nicht RECHTFERTIGEN müssen, warum man so etwas wie Twitter verwendet, sondern sich erklären zu DÜRFEN… tut einfach gut.

Drittens ist das EduCamp ein guter Platz, sich als kompetent erleben zu dürfen. Da sich viele mit ähnlichen Fragekomplexen auseinanderesetzen und zum Teil mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, alle jedoch in ganz unterschiedliche Tiefen darin eingetaucht sind, besteht ein großes Interesse an den Erfahrungen und Gedanken des Gegenübers… was der eine (noch) nicht weiß, weiß im Zweifel der andere.

Viertens und zu guter letzt für heute erschließen sich über das EduCamp andere Perspektiven und Sichtweisen auf die „Gegenstände“ mit denen man und frau sich so befasst. Diese anderen Perspektiven habe ich dabei mitnichten als bedrohlich, sondern vielmehr sehr bereichernd empfunden.

Vier gute Gründe, nächstes Jahr nach Hamburg zu kommen, oder?

Wir sehen uns dort,

die eLEx

Neuer Blog – neues Glück!

Wie bereits an anderer Stelle im realen Leben auf dem EduCamp in Graz sowie in meiner alten virtuellen Wohnstätte angekündigt, bin ich nun heute auf die „Lernspielwiese“ umgezogen.

Zwar liegt ja – nach Hermann Hesse – jedem Anfang ein gewisser Zauber inne, der Dich beglückt und der Dir hilft zu leben, diese Verzauberung mag sich bei mir jedoch gerade so gar nicht einstellen.

Vielmehr das Gefühl, von einer alten Baustelle auf eine neue – noch viel größere – umgezogen zu sein: Auf der alten (blog.de) hatte ich meinen Kampf mit den dort gegebenen Beschränkungen, hier (wordpress.com) habe ich diesen mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

Wundert euch deshalb nicht, in der nächsten Zeit nicht gleich qualitativ hochwertige Reflektionen zum reichhaltigen EduCamp zu lesen (dies könnt ihr ja mittlerweile hier auf E-Learning 2.0 von Thomas Bernhardt oder auch hier von Sandra Hofhues.

Ich muss mich erst einmal einrichten, sortieren…. und vor allem einen Kaffee trinken.

Bis die Tage

Eure eLEx