Kindle – die Letzte

Heute auf dem Weg zum Flughafen hatte ich mal wieder meinen Kindle dabei, und – um die Zeit bis zur Ankunft zu überbrücken und zu nutzen – in Gebrauch. Die Omi gegenüber von mir – und das war definitiv schon eine, schätze mal im Alter von zwischen 82 und 85 kuckt mich unauffällig von der Seite an. Rutscht näher… dann fasst sie sich offensichtlich ein Herz:

„Kann man die Buchstaben auch größer machen?“ … nein, sie wolle das doch – sofern ich erlaube – selbst probieren. „Größer geht nicht? Das ist aber immer noch recht klein.“

„Wie kriegt man denn die Bücher da drauf?“ … fragt sie mich mit neugierig wachen Blick. Ich hole aus, erkläre es ihr. Schließe damit, dass sie wohl, wenn sie eigene Texte draufladen wolle oder ein Gerät anderer Marke habe, einen PC brauche.

Überrascht blickt sie mich an: „Den habe ich doch. Wahrscheinlich schon um einiges länger als Sie, junge Frau!“

Tja, so kann man sich täuschen.

Ich mach‘ blau ;)

Irgendwie werden mein Latitude x300 und ich zusammen alt.

Ich habe diesen Laptop jetzt doch schon ein paar Jährchen (und damals geerbt von meinem großzügigen Bruder), dennoch tut er mir noch ausgezeichnete Dienste, wenn er auch dann und wann so langsam seine Schrullen kriegt.

Zunächst kanckt er dann und wann.

Jedesmal wenn ich dieses Kancken höre, mache ich SOFORT eine Sicherungskopie, weil meine Intuition mir sagt, dies seien die letzten Äußerungen meines ablebenden Laptops… doch dann…. er erholt sich wieder… und alles ist gut.

Noch bedrohlicher aber empfinde ich diesen blauen Bildschirm. Der wird dann und wann blau beim Hochfahren, ich verstehe mitnichten warum aber dennoch – er tut es. Blauer Bildschirm = Alarm bei mir.

Glücklicherweise berappelt er sich dann doch wieder… schwarzer Bildschirm…. Neustart…. alles ist gut. Dennoch. Dem Gefühl der Erleichterung mischt sich ein weiteres der Sorge hinzu.

Auf der anderen Seite denke ich…. Blaumachen ist vielleicht mal ganz gesund? Vielleicht brauchen wir unsere Auszeiten, um uns zu regenerieren UND um unseren Usern, Mitmenschen und was auch immer mitzuteilen… ich bin auch nur ein Mensch.

In diesem Sinne: Mache ich dieses Wochenende mal blau.

Speak to you on Monday.. (p.s. I love all of you)

All yours

eLEx

FarmVille Addict

Ja, ich bekenne, ich bin ein FarmVille-Addict!

… und das ich, war ich mir doch immer sicher, dass ich in Anbetracht solcher Versuchungen absolut unempfänglich sei, ja eher Abwehr und Abscheu empfinden würde, denn überhaupt einmal mich herabzulassen, es überhaupt zu versuchen.

Aber da habe ich mich wohl getäuscht.

Zwar sämtlichen Anfragen in Bezug auf MafiaWars, Restaurant … was auch immer… City?…. Fisch … sonst was… Aquarium langfristig widerstanden…. nur FarmVille versucht.

Kommt das wohl daher, dass ich vom Land stamme?

Kritisch anmerken muss ich dennoch:

– Fruchtfolge scheint gar keine Rolle zu spielen.
– Auch nicht, dass Reis nicht so gut neben Rüben wachsen wird.
– Auch die Jahreszeiten werden nur rudimentär – gleichsam als „seasonal gag“ – einbezogen.

Dennoch: Irgendwas hat’s, das FarmVille… ich bin nur noch nicht draufgekommen, was… 😉

Educamp ’09 in Graz – zum Format

Wie an anderer Stelle angekündigt hier noch einige kurze Anmerkungen zum „Format“ des EduCamps (WARNUNG: im Folgenden finden Sie ausschließlich persönliche Eindrücke und Wahrnehmungen der Blog-Betreiberin)….

Auch ich war eine der Vielen, die zum ersten mal ein BarCamp besuchen durfte.

Aber ich war gleichzeitig auch eine der Wenigen, die (ganz nebenbei und aus versehen) eine grundsätzliche Einführung in das Format eines BarCamps genießen durte… und zwar von drei Experten (die ich auf der Fahrt nach Graz begleiten durfte).

Die Folge war, dass ich wusste,

– dass man sich schlicht und einfach mit drei Tags vorstellt, also mein Haus, mein Boot, mein Job… zwar nett, aber unnötig sind.

– dass man auch als totale Anfängerin eine Session initiieren kann – oder dies sogar obligatorisch ist, um den ultimativen BarCamp-Flow erleben zu könnnen.

– dass der Session-Initiator nicht unbedingt der Session-Allwissende sein muss (ja nicht mal sein soll), sondern dass die Teilnehmer Inhalt und Session erblühen lassen.

– dass Hierarchie keine Rolle spielt.

– dass…. ja, …. dass Raum lassen… Raum schafft für… wahre Kreativität.

Soweit zur Grundindee. Zum Grundgefühl.

Die Realität sah so aus, dass traditionelle wissenschaftliche Konferenzform und BarCamp auf gleichem Raum – ich will nicht sagen, um eine Vorherrschaft kämpften – das wäre falsch ausgedrückt… sondern vielmehr, dass beides vorhanden war. Je nachdem, zu welcher Zeit man sich zu welchem Ort auf dem BarCamp aufhielt, wurde man eher von der einen oder der anderen Welle erfasst.

Für mich persönlich war das gar nicht so schlecht. So konnte ich mich von der einen Sphäre in die andere begeben, … und wieder zurück, sobald mir die andere zuviel, die erste zu eng wurde.

Der nächste Schritt jedoch ist der, ganz reinzuspringen.

Vielleicht in Hamburg?

Eure eLEX

Kindle, die Dritte

Ende Oktober hatte ich mir ja den Kindle bestellt, auf den ich mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten gefreut habe. Um so größer war der erste Schock, als ich eigene pdf-Dokumente vorerst nur unter einem gewissen Aufwand und dem Entrichten einer Gebühr auf diesen überspielen konnte. Dieses Problem hat sich jedoch dank einiger Hinweise aus der Community und dem Reagieren von Seiten Amazon wie von selbst verflüchtigt.

Mittlerweile ist meinerseits eine gewisse Routine im Gebrauch des Kindle eingetreten… und ich kann deshalb differenzierter Rückmeldung geben.

Negativ, aber nicht unbedingt als störend, empfinde ich die Vorlesefunktion des Kindle. Gut, … dass der deutsche Texte nicht hinkriegt, war mir schon vorher klar. Aber auch die englischen klingen nicht gerade wie große Literatur, auch wenn es sich um solche handelt. Die Stimme (ob weiblich oder männlich gewählt) klingt ungefährt, als lese einem der TomTom Mansfield Park von Jane Austen vor.
Zwischenfazit: die Vorlesefunktion halte ich persönlich für schicht und ergreifend überflüssig, weil schlecht.

Absolut genial empfinde ich die Tatsache dagegen, dass ich jetzt so viele Bücher zuviel in den Zug, auf die Arbeit, in den Urlaub mitnehmen kann, wie ich will… und trotzdem keine Gebühr für Übergepäck zahlen muss. Die Masse schlägt sich – wie bei jedem eBook-Reader – eben nicht im Gewicht nieder. Auch wenn dies selbstverständlich erscheint, ist es doch schön, dies auch praktisch erfahren zu dürfen.

Was ich anfangs als sehr störend empfunden hat, nämlich dass das Inhaltsverzeichnis nicht wie in einem normalen gedruckten Buchexemplar schön übersichtlich auf ein oder zwei Seiten verteilt ist, daran habe ich mich erstaunlicherweise recht schnell gewöhnen können. Dass ich nun in jedes beliebige Kapitel springen kann, auch Wörter und Sätze suchen, erfreut mich hingegen immer noch.
Zwischenfazit: Ans „Schlechte“ (schlechte Lesbarkeit des Inhaltsverzeichnisses) gewöhnt, das „Gute“ (Suchfunktionen und schneller Zugriff bestimmter Stellen) noch nicht, …

…. wenn das unterm Strich keine „Positivausbeute“ ist, weiß ich auch nicht.

Abzuwarten bleibt, ob ich den Kindle langfristig so intensiv nutzen werde, wie in der Spielphase. Bisher bin ich zuversichtlich. Ich werde aber auf jeden Fall berichten in

Kindle, die Vierte.

Bis dahin

Eure eLEx