Cornerstone OnDemand von innen

Vom 10. Juni bis zum 25. Juni hat Cornerstone OnDemand eine für mich interessante Aktion gestartet. Cornerstone OnDemand gibt Einblick in einige Content-Beispiele – und damit gleichzeitig auch in die Funktionsweise des Learning Management Systems aus der Sicht des Lerners, denn darüber schaut man sich ja die Inhalte an.

So sieht’s aus

Ich habe für euch Inhalte und System mal gesichtet … und auch ein paar Screenshots gemacht. Wie z. B. gleich mal den Startbildschirm, sobald ich mich erstmals eingeloggt hatte, nach dem Registrieren.

Screenshot der Cornerstone Startseite nach dem ersten Einloggen.
Screenshot nach dem ersten Einloggen

Die Startseite wirkt aufgeräumt und übersichtlich.

Begehr 1: Ich will mein Profil ausfüllen!

  • Wo ich das Foto von mir hochladen soll, musste ich kurz erst mal auschecken. Es geht nicht einfach, wenn man sein Profil anklickt, da kann man Text etc. ändern, nicht jedoch das Foto. Das geht rechts unter Menü im Unterpunkt „Konto“.
  • Weiters bin ich auch der Aufforderung gefolgt, ein paar Themen anzugeben, die mich interessieren (aus einer Auswahl, aber es gibt auch eine Freisuche). Schwupps, schon werden mir entsprechende Module vorgeschlagen.

Begehr 2: Ich will so ein Modul machen!

  • Ich habe als Sprachen in meinem Profil Englisch und Deutsch angegeben. Einen deutschen Kurs zu Zeitmanagement ausgewählt. Der wird mir erstmal auf Englisch eingeblendet, aber kein Problem den flugs umzustellen.
  • Wichtig! Pop-up-Blocker ausschalten, sonst kommt man nicht dran.
  • Super: Ich muss mir nicht zwangsweise anschauen, wie das jetzt zu bedienen geht („Wie man navigiert“), kann aber.
Screenshot der Einblendung, die Details zum Kurs aufzählt und die Möglichkeit bietet sich zu informieren, "Wie man navigiert".
„Wie man navigiert“
  • Schaut man sich an, wie man sich durch einen Kurs navigiert, kommt ein kurzweiliges mit Musik hinterlegtes Video mit deutschen eingeblendeten Hinweisen.
  • Blöd, wenn man das Video wegklicken will,… hat man sich rausgeklickt. Also wieder rein, ins Modul!
  • Jetzt werde ich gefragt, ob ich da weitermachen will wo ich war, ja, will ich, gut, muss aber die Sprache wieder umstellen.
  • Die Madam ganz links im Screenshot oben gibt zunächst eine kleine Einführung, mit Untertitel.
  • Wenn ich weiter nach unten scrolle, hört das Video auf. Schlau, so bleibe ich immer bei der Stange!

Begehr 3: Ich will ein Zertifikat!

Ja, das kriegt man, wenn man den Kurs abgeschlossen hat. Wie ich gerade. Auch wenn es nicht besonders hübsch ist. Aber seht selbst.

Screenshot des erhaltenen Zertifikates für das Durchklicken des Kurses "Strategisches Zeitmanagement".
Zertifikat, das ich fürs Durchklicken des Kurses erhalten habe.

Exkurs: Nun gut, fairerweise muss ich schreiben, dass die Zertifikate von Udemy auch nicht bedeutend mehr Information enthalten,… und dazu auch noch ein wenig hässlicher sind.

Fazit

Zunächst einmal finde ich es toll und lobenswert, dass Plattformen mit Inhalten sich dem Blick des Nichtkäufers aber Interessierten stellen. Die Aktion also, für einen begrenzten Zeitraum Einblick zu erhalten: Bewertung topp.

Vom Look & Feel merkt man schon, dass die Plattform langsam in die Jahre kommt. Die wirkt zwar solide, blink.it dagegen wirkt um einiges frischer. Obwohl ich hier zugegebenermaßen Äpfel mit Birnen vergleiche.

Von den Inhalten und Aufmachung der Inhalte wurde ich mitnichten überrascht. So wie man es halt kennt. Von der Nachhaltigkeit auch so wie man es halt kennt. Nämlich am Beispiel des von mir absolvierten Kurses „Strategisches Zeitmanagement“ muss ich zugeben, dass ich mich jetzt nach ein paar Tagen weder an die Inhalte erinnern kann…. („irgendwas mit Chronos“), noch dass ich aufgrund des Durchklickens irgend etwas an meinen täglichen Entscheidungen in punkto Zeitmanagement geändert hätte.
Ja, das ist zwar vielleicht als Resultat für einen 15-minütigen Online-Kurs zuviel verlangt… aber warum „verschwendet“ man die 15 Minuten dafür dann überhaupt? (Außer man will etwas anderes Auschecken, wie ich in diesem Falle.)

Wenn man die Plattform jetzt schon hat und den Mitarbeitern eine Palette von Inhalten zur Auswahl zur Verfügung stellen möchte, die Standard sind (und sich deshalb Eigenproduktion nicht rentiert), meinetwegen.

Ansonsten war ich etwas enttäuscht. Cornerstone OnDemand wäre jetzt (so ich ein Unternehmen wäre) nicht gerade meine erste Wahl.

Wer schreibt hier?

Monika E. König, früher Moodle-Nudel, heute Medienentwicklerin bei Uhlberg Advisory.