Call for Papers über Call for Papers… was alles zur Einreichung im Raume steht #mmc13

Bildschirmfoto 2013-02-17 um 15.03.20So ein praktisches Experiment wie der #mmc13 schreit ja förmlich nach wissenschaftlicher Reflexion und Aufarbeitung. Z.B. in der Form, dass man Artikel auf einen sog. Call for Papers einreicht, der dann in einem Journal oder Sammelband veröffentlicht wird. Oder einen Vortrag auf einer Konferenz hält. Und da gibt es so Einiges, auf das hin ein Input unsererseits in Frage käme.

Eine kleine Auflistung im Folgenden, vielleicht packt ja jemanden von euch ebenso die Lust dazu?

1. Interaction in Massive Courses

Thema & Ausschreibung

Das Journal, für das der Beitrag geschrieben würde, ist J.UCS, das Journal of Universal Computer Science. Es wird eine Sonderausgabe mit dem Titel „Interaction in Massive courses“ geben, in dem die eingereichten und hernach akzeptierten Beiträge zu lesen sein werden.

Je mehr Studis/Lernende in der Vorlesung, desto passiver diese, so sagt sowohl eigene Erfahrung als auch Ausschreibungstext. Das könnte – vielleicht – anders sein. Irgendwie über das Internet. Aber wie? Zu überwinden gelte es das mangelnde Feedback von Lehrenden, die allgemeine Angst, sich an Lehrende überhaupt mit Fragen zu wenden, überhaupt aufzusprechen. Wie kann man also – ganz kurz gesprochen – Austausch fördern? Und Austausch meint hier sowohl zwischen Lehrenden und Teilnehmerinnen als auch Teilnehmern untereinander.

Die „suggested topics“ sind demnach:

  • „Information Systems with a special focus on interaction in large classes
  • Audience Response Systems
  • Field studies about interaction in large learning groups
  • Interaction in massive courses (presence and distance learning)
  • New and Social Media use in classrooms for enhancing interaction
  • Concepts, scenarios and technologies supporting collaboration and information sharing in scope of massive courses.
  • Strategies, techniques and technologies fostering peer to peer learning and community building in massive online courses
  • Implicit knowledge discovery and recommender systems for enhancing collaborations within massive online courses
  • Human-­‐Computer-­‐Interaction (HCI) concepts to enhance interactions in massive online courses
  • Literature reviews on interaction in large learning groups, e.g. MOOCs
  • Position and vision papers“

Einreichungsdeadline

Eingereicht soll das Ganze bis zum 9. Juni sein, dabei sind aber strengstens (wie bei allen Journals) die „Submission Guidelines“ einzuhalten, die da zu finden sind hier. Sodann der Inhalt spannend für die Wissenschaftsgemeinde und gut getextet ist, auch die Form eingehalten, ab damit als pdf und via eMail zu einem der im CfP Genannten.

Vortrags-/Veröffentlichungsdatum

ist im Januar 2014. Also gleich Anfang nächsten Jahres.

Weitere Infos

zu finden im pdf hier.

2. Distance und/oder open Education

Thema

Thema ist im Grunde die Frage hinter aller elaborierten Formulierung, was dieser ganze MOOC-Hype jetzt für eine langfristige Auswirkung auf die Fernlehre haben könnte. Also konkret: Muss sich Fernlehre ändern, um überleben zu können, und wenn ja, wie. Oder anders konkret: Was können Anbieter von Fernlehre tun, um vom Hype eventuell sogar zu profitieren.

Konkrete Themen/Fragestellungen

  • „Wird mit den MOOCein neues E-Learning-Kapitel aufgeschlagen?
  • Was kann man von den MOOCs lernen?
  • Sind die MOOCs eine Herausforderung für die Fernlehre?
  • Wird es künftig Bildung umsonst geben?
  • Hat der Fern-Studienbrief endgültig ausgedient? Wird er durch Videos ersetzt?
  • Welche Bedeutung haben instruktionale Videos für die Lehre?
  • Ist „open education“ der Trend der Zukunft?
  • Gibt es eine MOOC-Didaktik?“

Einrechungsdeadline

15.04.2013 und zwar via eMail an agfernstudium@googlemail.com und das in 2.000 Zeichen.

Vortrags-/Veröffentlichungsdatum

Findet das eingereichte Abstract gefallen, so hält man einen 20 minütigen Vortrag auf der Frühjahrstagung der AG-F, und die findet in Koblenz am 06. und 07. Juni statt.

Weitere Infos

zum vorläufigen Programm finden sich auf der Website hier. Cfp als pdf hier.

3. re:publica 2013

Thema

„Die re:publica ist eine Konferenz rund um das Web 2.0, speziell Weblogs, soziale Medien und die Digitale Gesellschaft. Sie wird seit 2007 jährlich in Berlin veranstaltet. An drei Tagen werden in Vorträgen und Workshops verschiedenste Themenfelder behandelt, von Medien und Kultur über Politik und Technik bis zu Entertainment. Alle Vorträge und Diskussionsrunden werden als Videostream live ins Netz übertragen.“

so zumindest die Wikipedia.

Ausschreibung

Man sollte was abliefern, das

irgendwie ins Gesamtprogramm passt, qualitativ wertvoll ist und irgendwie auch noch innovativ. Das war’s. Habe ich zumindest hier so entnommen.

Einrechungsdeadline

Der CfP ist (leider) schon beendet. Siehe hier. Dörte, Heinz und ich haben noch gerade rechtzeitig was eingereicht. Wir sind gespannt, ob unser Vorschlag angenommen wird,… Ende Februar sollte es eine Rückmeldung dazu von den Veranstaltern geben.

Vortrags-/Veröffentlichungsdatum

Das wäre in diesem Falle ein Vortragsdatum (wobei… veröffentlichen kann man ja seine zugehörige Präse parallel dazu), und zwar an einem der drei Veranstaltungstage in Berlin. Und die sind vom 6. bis einschließlich 8. Mai. Bist Du dabei?

Weitere Infos

hier.

4. PLE Conference 2013

Thema

„Personal Learning Environments (PLEs) are an approach to Technology-
Enhanced Learning based on the principles of learner autonomy and empowerment“, so ist dem unter „Weitere Infos“ verlinkten CfP zu entnehmen.

Spannendstes Konferenzthema

„PLE and Massive Open Online Courses (MOOC)“ 😉 Es gibt noch viel mehr davon, und das beste: die Liste ist nicht abschließen, die im CfP zu finden ist.

Einrechungsdeadline

04.03.2013. Ergo: Hier müsst ihr euch sputen!

Vortrags-/Veröffentlichungsdatum

Sehr interessant, dass es ganz verschiedene, dabei ganz unkonventionelle Formate gibt, in welcher Art man seine Einreichung gestalten kann: „The conference organisers welcome extended abstracts for full papers (maximum 1,200 words) or short papers (maximum 700 words). We also invite submissions of short abstracts (400 words) for other submission types, such as pre-conference workshops, pecha kucha, sessions, symposia, poster sessions.“ (Dem CfP eins weiter zu entnehmen.) Wenn ich es richtig verstanden habe, hier muss ich aber nochmals nachlesen, wird sowohl eine schriftliche Ausarbeitung als auch ein Vortrag erwartet.

Die Konferenz an sich findet zwischen dem 10. und 12. Juli statt. Und zwar an zwei Orten, nämlich Berlin und Melbourne.

Weitere Infos

CfP als pdf findet sich hier.

5. GMW13: eLearning zwischen Vision und Zukunft. Zum Stand der Dinge.

Thema

Bei der GMW (Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V.) bin ich im Übrigen auch Mitglied. Thema und Ziel sind im Grunde eine Bestandaufnahme, aber auch das Aufspüren von Trends, die in der Luft liegen. Na ja, und wie man diese aufgreifen und in Hochschule auch umsetzen könnte.

Themenbeispiel

Als Themenbeispiel auch hier wieder im Angebot „Massive Open Online Courses (MOOCs) und ihre Potentiale für Hochschulen“.

Einrechungsdeadline

Es gibt hier zwei verschiedene Daten, das frühere ist der 15.4.

Vortrags-/Veröffentlichungsdatum

Alle Beträge werden in einem Tagungsband veröffentlicht, der den Teilnehmenden vorbildlicherweise schon vor (!) der Tagung zur Verfügung gestellt werden wird. Die Tagung an sich besteht aus einer Pre-Conference am 2.9., die Hauptkonferenz findet zwischen dem 3. und 5.9. statt, erfreulicherweise für mich in Frankfurt am Main.

Weitere Infos

Entweder auf der Website oder auch als pdf.

Na? Lust bekommen? Dann ran an den Speck! 🙂
Oder aber genießt ganz chillig noch den Rest vom Sonntag wie ich,

Eure mons7.

Das Educamp Ausgabe #echb11 – diesmal von Außen

Kurzfristig wurde es von meiner Seite aus nichts (ab wann gilt man eigentlich – dies als Nachfrage an die Veranstalter – als „noshow“?… und was wird mit denen gemacht??), mit meiner Teilnahme am Educamp in Bremen, was mich zeitweise sehr bedrückt hat. Dafür hatte ich einmal mehr die Chance, ein Educamp von Außen mitzuverfolgen.

Um eines vorab klarzustellen. Mir geht es nicht ums Einfangen der Stimmung (die war anscheinend hervorragend), nicht um die Beurteilung der Location (die war anscheinend außerordentlich und ungewöhnlich), noch um eine möglichst lückenlose Dokumentation, was denn bei mir als Außenstehender hätte ankommen können. Hier und hier mag sich die ebenfalls Außenstehende ein Bild verschaffen.

Nein, mir geht es lediglich um die Darstellung der subjektiven Erfahrung, was dabei hier vom Inhaltlichen her zwischen Gassi, Kaffe trinken und sonstigen Verfplichtungen, angekommen ist.

Vorhang auf.

Da gab es z.B. die – insbesondere im statistischen Teil (Und? Wie hoch ist euer GTI-Index?) äußerst witzige und kurzweilige Twitterlesung von @jowede. Der im Übrigen auch nicht ganz life dabei war.

Da gab es ein gar dubioses (weil für mich nur teilweise verfolgbares) Google-Quiz. Das gar in der Gründung einer Facebook-Fanpage mündete.

Da gab es die Sessions, an denen ich von Außen nur sporadisch teilgenommen habe, und die ich jetzt erst nach und nach nachverfolge. Ich stürtze mich deshalb auf die Dokumentation des #echb11, um der Quellen, die mir entglitten sind, wieder habhaft zu werden. Ich klicke mich durch die Teile der Mixxt-Matrix, hinter denen kein Fragezeichen platziert ist. Und erfreue mich an den bereits auf der Doku-Seite eingestellten Videos.

Dieser Außenblick hat mich einmal mehr grundsätzlich über die Web 2.0-Kultur in Grübeln gebracht.

Mein Zwischen-Fazit zum Web 2.0 (zu der auch das EduCamp an sich gehört) oder
Web 2.0 – was es bringt und wo es hinkt

Das Web 2.0, was auch immer genau darunter verstanden sein mag oder was dahinter stehe, hat für mich einige (Plus-)Punkte in mein Leben gebracht, die ich keinesfalls mehr missen möchte. Allerdings habe ich auch mit einigen Nachteilen zu kämpfen, denen ich auf die eine oder andere Art versuche entgegenzuwirken. Das Für und Wider in Stichpunkten:

(+) Soziale Einbindung
Es erfreut einfach zutiefst mein Herz, wenn ich wissenschaftliche Artikel lese, die mich thematisch interessieren UND ich die Autoren persönlich kenne. Es erfreut mich zutiefst, im Internet Spuren zu verfolgen, die mich auf Seiten tragen, auf denen als Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter vom Fach vorgestellt werden, mit denen ich mich auf Twitter (oder EduCamps) austausche.

(+) Orientierung und Verweis
Ich erhalte Orientierung, an welchen „Problemfeldern“ gerade geforscht und gearbeitet wird, wer an was dran ist und wohin ich mich bei tiefergehendem Interesse wenden kann.

(+) Lernen durch Lehren
Dadurch, dass ich mich – aufgrund z.B. einer Session – mit dem Thema so auseinandersetzen muss, dass ich meine Überlegungen und Erkenntniss (in möglichst verständlicher Form) explizieren kann, bringt diese Gedanken und Erkenntnisse an sich schon weiter, verstärkt noch durch das darauf folgende Feedback.

(-) Faszination
Ein (eigentlich) positiv belegtes Wort. Ein Zustand jedoch – so die Schattenseite – der mich oftmals daran hindert, dass ich mich einige Stunden zurückziehe, um einen linearen Text am Stück zu rezipieren oder zu formulieren.

(-) Übersicht zu Lasten von Tiefe
Die vielen „Baustellen“, die es wohl alle wert sind, dass man sich an ihnen konstuktiv beteiligt führen bei mir gelegentlich dazu, überall mal eine Schippe Sand draufzuwerfen, jedoch nirgends ein größeres Loch zu graben.

… apropos Baustelle, …. da hab‘ ich ja noch eine, mit der ich ganz in Verzug geraten bin. Ich geh‘ dann mal schnell ’ne Schippe draufwerfen 😉