Einen #MOOC am Reißbrett entwerfen ist wie einen MOOC im Blog auswerten

Der Input

Da hat mir die @e_trude doch wieder exzellente Inspiration in meine Timeline gespült. Und zwar einen englischen Text mit dem Titel A new classification for MOOCs. Was ich darin vorgefunden habe, ist aber mitnichten lediglich eine Art Klassifizierungsmöglichkeit von stattgefunden habenden MOOCs. Sondern vielmehr viel mehr. Nämlich eine Matrix von (ja, auch didaktischen) Aspekten, die helfen können, einen MOOC zunächst einmal gleichsam am Reißbrett zu planen.

Exkurs: Was ist eigentlich Didaktik?

Irgendwo habe ich mal gelesen (hat zufällig eine der Leserinnen die Quelle parat?), dass Didaktik im Grunde die Frage beantwortet, wer, wie, was, wo, wieso/weshalb/warum und wen lehrt. Könnte ich jetzt diese W-Fragen mit der im Text vorgeschlagenen Dimensionen zusammenbringen? Aber dazu erst einmal, was sind denn die im Text vorgeschlagenen Dimensionen?

Die im Text vorgeschlagenen Dimensionen

Dies sollen nicht nur inhaltlich beschrieben, sondern vielmehr auch in ihrer Ausprägung eingeschätzt werden. Beispielhaft am Punkt 1. Wie offen soll der MOOC sein? Wenig – mittel – hoch ausgeprägt? Im folgenden möchte ich die Aspekte a) in einem Satz erläutern, b) für unseren #mmc13 beschreiben und c) für unseren #mmc13 in ihrer Ausprägung (also niedrig – mittel – hoch) bestimmen. Bin gespannt, ob ihr mir bei meinen Ausführungen dann zustimmt.

1. Open

Open wie?

Hier steht zum einen der Fragekomplex im Raume, wie offen die verwendeten Tools sind, ob der Input in Form von #OER zur Verfügung gestellt werden, ob die Teilnehmerinnen dazu ermuntert/angehalten sind, #OER zu erstellen, … was m.E. aber auch hinzuzählen müsste, ob man z.B. an einem MOOC teilnehmen bzw. auf Inhalte zugreifen kann, ohne angemeldet zu sein.

Wie open war der #mmc13

Bei dem Inputmaterial wurde von uns als Veranstalterteam darauf geachtet, dass die Quellen zumindest im Internet verfügbar sind. Im Verlaufe insbesondere der #OER Woche haben wir für die Hangouts on Air auf CC-Lizenz umgestellt (ja, ich lernte), unsere Blog-Inhalte werden unter CC-Lizenz zur Verfügung gestellt, es gab auch eine Wochenaufgabe, doch mal versuchsweise selbst #OER zu erstellen.

Vom Anmeldeprozess her war es möglich, sich auf dreierlei Arten einzubringen, ganz ohne Anmeldung, als Outing via Kommentar hier, oder als im Prinzip Abo unserer Blog-Posts.

niedrig – mittel- hoch?

Relativ hoch.

2. Massive

Massiv wie?

Wichtig ist hier, dass nicht von der tatsächlichen Anzahl der Teilnehmerinnen ausgegangen wird, da diese ja, so man einen MOOC entwirft, gar nicht absehbar ist. Es geht darum, für eine wie breite Teilnehmerinnen-Anzahl der MOOC angelegt ist. Wen ich also ansprechen möchte, als Veranstalter-Team. Potentiell alle Menschen? Oder eine bestimmte “Zielgruppe”?

Wie massiv war der #mmc13?

Wir als Veranstalter-Team haben nicht in Zielgruppe gedacht. Vielmehr so… wir streuen die Information über den MOOC so gut und reichweit es eben geht. Und die Teilnehmerinnen werden uns dann (gleichsam automatisch Interessengeleitet – entweder nach Inhalt des MOOCs oder der Art des MOOCs) von selbst.

Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass allein über die Kanäle, über die wir euch angesprochen haben und das spezifische (Bildungs-)Thema schon ganz spezielle Menschen sich angesprochen haben fühlen müssen… und viele andere eben nicht.

niedrig – mittel – hoch?

Meine Beurteilung deshalb: niedrig.

3. Use of Multimedia

Wie multimedial?

Auch hier wieder von der Anlage des Kurses aus gedacht. Welche Plattformen und Tools werden selbst genutzt, welche zur Nutzung angeregt?

War der #mmc13 multimedial?

Wir als Veranstalterteam haben ja z.B. Google Hangout on Air genutzt (ich habe im Übrigen im Rahmen des #mmc13 überhaupt das erste Mal überhaupt Google Hangout genutzt!!!). Die Home Base war (ist immer noch!) unser Blog, wir gründeten gleich zu Anfang eine G+Community, haben einen Twitter-Account aufgemacht… und die Teilnehmerinnen alles machen lassen, ja sogar promoted, was sie sonst noch von sich aus tun wollten.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: hoch.

4. Degree of Communication

Kommunikation was?

Als wie kommunikativ ist der MOOC angelegt? Eher unkommunikativ (aber nicht abwertend, sondern feststellend gemeint) wäre z.B. eine MOOC-Strickung, bei der die Teilnehemrinnen individuell für sich Aufgaben bearbeiten müssen/sollen. Beim Punkt Kommunikation wäre auch noch ein Blick wert, wer denn mit wem soll und kann? Die Teilnehmerinnen mit dem Veranstalter-Team? Die Teilnehmerinnen untereinander?

War der #mmc13 kommunikativ?

Ohne Kommunikation (und zwar massive 😉 ) wäre der #mmc13 ja gar nicht möglich gewesen. Dies, da die ausgewählten Quellen sowie die Impulsbeiträge der Impulsgeber als genau jenes gedacht gewesen, nämlich als IMPULSE. Die Kommunikation auslösen sollten.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: hoch.

5. Learning Pathway

Pathway was?

Gibt es einen vorgeschlagenen Weg (oder mehrere), wie bei der Erarbeitung, dem Lernen von Teilnehmerinnen-Seite vorgegangen werden soll?

Gab’s einen #mmc13 pathway?

Einen Vorschlag in dem Sinne gab es zwar. 1. Schaut euch die Quellen an (müsst ihr aber nicht), 2. tragt in diese oder jene Gemeinschaftsaufgabe bei (kommt zu den Hangouts on Air) und 3. kommentiert die Beiträge der Impulsgeberinnen. So würde ich das im Nachhinein beschreiben. So deutlich wurde der Pfad denke ich aber nicht den Teilnehmerinnen angetragen. Vielmehr auch wieder als eine Ansammlung von Impulsen in die Lern-Gemeinschaft hineingegeben.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

6. Quality Assurance

Quality Assurance?

Quality Assurance stellt die Frage danach, wer (nach welchen Kriterien) vor Kursstart den MOOC mal anschaut/durchschaut.

Quality Assurance beim #mmc13?

Quality Insurance im Vorhinein gab’s nur insofern, als wir uns als Dreier-Team einigen mussten, wie wir den MOOC anlegen. Im Verlaufe des MOOCs, indem wir Anfragen/Anmerkungen von den Teilnehmerinnen aufgegriffen haben und immer wieder mal im Team diskutiert. Dabei waren diese Antragungen des Öfteren in gegensätzlicher Art und Weise. Also ein paar wollten es so, andere von gegensätzlicher Art und Weise. Mehr an Qualitätssicherungsmaßnahmen gab es nicht, insbesondere vom Eingebrachten haben wir uns auf so einen Art Selbstregulation verlassen.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

7. Amount of Reflection

Reflection wie?

Wie angeregt werden Teilnehmerinnen (Veranstalter-Team auch?) dazu, sich von der Inhaltsebene auf einen Reflektions-Ebene zu begeben?

Wie reflektiv war der #mmc13?

Für Reflektion gab es von der Anlage her sogar eine ganz eigene Rolle. Nämlich die der Reflektoren/-innen. Allerdings war der ganze #mmc13 auf Reflektion angelegt. Reflektion von Texten, von Texten anderer, von Quellen, von eigenen Erfahrungen.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: hoch.

8. Certification

Welche Zertifizierungen?

Gibt es im Nachhinein (welches im Vorhinein mit den entsprechenden Kriterien es zu erringen) einen Nachweis jedweder Form, am MOOC teilgenommen zu haben? Badges? Credits? Einen schrieb des Veranstalter-Teams?

Zertifikat #mmc13?

Keinerlei Art von Zertifizierung möglich.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: ganz ganz ganz niedrig/nicht vorhanden.

9. Formal learning

Formal, formell, informell?

Hier ganz kurze und knackige Definitionen dieser Begriffe, die ganz oft von einzelnen Menschen verwendet werden, aber intuitiv im Hintergrund ganz unterschiedlich definiert. Können wir uns auf Folgendes einigen?

Formales Lernen ist… das Lernen in einer institutionellen Lehrer – Schüler bzw. Experte – (noch) Nichtwisser – Kontexten. Wichtig dabei, dass das Lernen in der Tat von einer Institution organisiert, von dieser administrativ getragen ist.

Nichtformelles Lernen ist Lernen in formalen Settings, jedoch nicht formell anerkannt.

Informelles Lernen ist… was man so – gleichsam ganz nebenbei – über das aktive Tun und Leben lernen tut.

Wie formal/formell/informell war der #mmc13?

Total informell. Lernen übers Tun. Und das Tun konnte ganz verschiedene Ausprägungen haben.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

10. Autonomy

Autonom wie?

Die Frage nach der Autonomie fragt im Grunde danach, wer die Verantwortung fürs Lernen übernimmt.
Das kann sich im Zeitverlauf auch ändern. So wurde z.B. zu meiner Zeit Schulversagen/eine schlechte Note mir selbst als Schülerin zugerechnet, heutzutage gibt es Stimmen, die die Verantwortung eher der Lehrerin zusprechen würden, insbesondere wenn es sich um die jeweilige Mutter handelt. 😉

Wie autonom konnte/sollte/musste die Lernerin im #mmb13 sein?

Die Verantwortung fürs Lernen lag während des #mmc13 erklärtermaßen bei den Teilnehmerinnen. Unsere Verantwortung als Veranstaltungsteam sahen wir eher in Strukturgebung, Bereitstellung einer Plattform, und – ganz wichtig – Impulsgeber.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: sehr hoch.

11. Diversity

Diversity wie oder was?

Der Punkt der Diversity hängt im Grunde mit Punkt 2 (Massive) von der Anlage her zusammen. Wie verschiedene soll/wird die Teilnehmerschaft wohl sein?

Diversity im #mmc13?

Unser Anspruch war im Grunde, einen MOOC zu veranstalten, der für JEDE offen ist.  Und vielleicht mag es dem einen oder der anderen schon als gut gemischtes Teilnehmervolk erscheinen, dass Hochschulangehörige, Angehörige von Weiterbildungsinstitutionen und Weiterbildner im weitesten Sinne und Macher in der betrieblichen Weiterbildung bzw. Berater derselben (von denen schon im Vergleich ganz wenige mitgemacht haben) zusammenkommen zum Austausch. Im Grunde waren wir jedoch irgendwie alle aus dem Bildungsbereich stammend. Zumindest gefühlt.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

Implikationen?

Spannend die daraus folgende Fragestellung. Und welche Implikationen ergeben sich aus den jeweiligen Entscheidungen? Insbesondere für “die Lehrenden”, ein Wort, das ja in MOOC-Kontexten so gar nicht mehr zutreffend ist?

Aber das ist schon wieder einen eigenen Artikel wert. Und keine Frage, die sich gleich und heute beantwortet lässt. Aber vielleicht Morgen. 😉

Bis dahin

Eure mons7 (aka Monika E. König)

#mmc13 Wer oder was ist eigentlich ein aktiver Teilnehmer?

23  Bildquelle. Wie ihr wisst, bin ich ja eher eine qualitativ orientierte Forscherin. Nun wird jedoch immer wieder die Frage danach laut, wie viele aktiven Teilnehmer denn der #mmc13 jetzt defnitiv so hatte. Was mich dazu gebracht hat mich dazu aufzuraffen, mich mal quantitativ zu betätigen. Will heissen, händisch zu zählen. Während der aufwändigen Zählarbeit hat sich mir aber schnell die eine Frage nach der anderen gestellt, ausgehend von derjenigen, wer denn da so alles dazuzählen soll. Oder weiters, welche Kriterien denn ein Mensch erfüllen muss, der als aktiver Teilnehmer des #mmc13 gelten soll.

Ja wie viele waren es denn jetzt?

Mögliche Kriterien

Meine bisherigen Gedanken dazu. Die gehen in Richtung, ab wie viel ist aktiv aktiv? Und ist aktiv zwingend inhaltlich?

Aktiv in quantitativ

Aktivität muss ich ja erst einmal unabhängig vom Aktiven wahrnehmen können. Will heißen, wenn jemand fleißig zugehört und gelesen hat, Notizen zur Thematik erstellt und das ganze beim Abendessen mit seiner Familie erörtert, der zählt nicht. Nicht weil ich denke, das gilt nicht, sondern weil ich davon nichts wahrnehmen kann.

Wahrnehmbar sind hingegen Tweets, Blog-Einträge, Kommentare, ja was noch eigentlich?

Habe ich jetzt einen Tweet zum #mmc13 ausfindig gemacht (und das kann ich ja wiederum im Grunde nur, wenn der Tweet mit #mmc13 getaggt ist, anerweitig ist er für mich ja wieder nicht (mehr) auffindbar (wahrnehmbar), müsste ich eigentlich hergehen, und mir den Namen, der dahinter steckt notieren. Damit wenn ich gleiche Person bloggenderweise zum #mmc13 erwischen sollte, diese nicht doppelt zähle. Aber verweilen wir noch kurz bei besagtem Tweet. Macht dieser eine Person schon zum aktiven Teilnehmer, wenn es bei dem einen Tweet verblieben ist? Will fragen 0 Tweet = kein aktiver Teilnehmer, ab 1 Tweet = aktiv?

Oder sollte es vielleicht eine Staffelung geben. Z.B.

  • 1 – 5 wahrnehmbare Äußerungen jedweder Art = minimal aktiv
  • 5-15 wahrnehmbare Äußerungen jedweder Art = mittelprächtig aktiv
  • 15-50 wahrnehmbare Äußerungen jedweder Art = aktiv
  • 50 + wahrnehmbare Äußerungen jedweder Art = hochaktiv? [Und weiter… sind die Hochaktiven auch gleichzeitig die Sonderrollenträger?]

Und schon lauert die nächste Frage, die sich mir aus dem Hinterhalt stellt. Ist eine Äußerung in Form eines Blog-Posts verglichen mit einem Tweet nicht viel mehr “wert”? Vielleicht pro Tweet ein Aktivitätspunkt, pro Blog-Post 10 Aktivitätspunkte?

Und was ist mit dem Inhalt?

Und da sprechen wir noch gar nicht mal (und hier kommt meine qualitative Ader wieder durch) vom Inhaltlichen. Hat z.B. ein Mensch lediglich die/eine Ankündigung des #mmc13 getweetet (oder regetweeted), ist das schon den oben kreierten Aktivitätspunkt wert? Immerhin ist das ja kein Inhaltsbeitrag.

Kurzum, die Definition dessen, was als aktiv gelten darf, artet sich gerade in eine Doktorarbeit aus. 😉 Oder sehe ich das mit den Kriterien jetzt zu eng… und soll einfach mal alles zählen, was nicht bei drei aufm Baum ist?

Fragt in die Runde

m

Was tun wir eigentlich, wenn wir MOOCen? #mmc13

Bildschirmfoto 2013-03-13 um 15.06.01 In der letzten Zeit werde ich gar oft gefragt, was das denn so sei, ein MOOC. Da ich mich gerne in 140 Zeichen halte könnt ihr euch vorstellen, dass die Antwort zu einer Fülle von Anschluss-Fragen führt, eine davon, just gerade in der Mittagspause an mich gerichtet, und die ich ganz charmant finde.

Was macht ihr denn eigentlich so ganz konkret, wenn ihr MOOCt?

Meine erste spontane Antwort darauf lautete (diesmal nicht mehr in 140 Zeichen).

Wir üben (und gestalten mit) eine neu aufgekommene Kulturtechnik, die sich u.a. aus folgenden Aspekten zusammensetzt.

  1. Medienproduktion,
  2. ins Netz hinein publizieren,
  3. für unsere Interessen passende Menschen ausfindig machen und kontaktieren,
  4. uns in einen öffentlich stattfindenden Diskurs einschalten und einbringen,
  5. uns selbst sichtbar machen/Aufmerksamkeit erlangen,
  6. online kommunizieren,
  7. filtern (auswählen), also die Frage für sich selbst beantworten, wie man vom Over-Flow zum Flow kommt,
  8. Selbstreflektion in Bezug auf ein wie, wie viel und wann einer aktiven Auseinandersetzung,
  9. inhaltliche Beziehungen anbahnen und halten.

Gerne hätte ich eine 10 dazu gehabt. Fällt euch eine ein? Oder hättet ihr die Frage ganz anders beantwortet?

Fragt sich

eure m

#mmc13 – meine Ziele – mein Zeitbudget – meine Zukunftsplanung

DekoEllen hat es getan. Marc hat es getan. Horst und Heinz haben es getan. Und Jutta auch. Sie haben sich alle mit ihren Zielen, ihrer Teilnahme am #mmc13 auseinandergesetzt. Und dies jeweils auf so unterschiedliche Art und Weise, dass es eigentlich eine Schande ist, sie so schnöde und unkommentiert aneinanderzureihen.

Grund ist, mich dahin zu bringen, es auch zu tun.

Der Blick in die Glaskugel

Jedoch sobald ich aufgefordert bin, wie hier vom letzten #mmc13 Blog-Post, meine Ziele für die Zukunft offen zu legen, möglichst noch mit dem angemessenen Zeitbudget zu verknüpfen, fühle ich mich, als solle ich den Blick in die Glaskugel werfen. Meine grundlegende und immer wieder gemachte Erfahrung, dass ich eben nicht alles in der Hand habe, dass öfter als manchmal alles doch anders kommt als geplant und gedacht halten mich – viel zu oft – gleich ganz vom Planen ab.

So denke, fühle und fürchte ich auch heute. Der #mmc13 bringt mich dazu, diese Einstellung einmal mehr und wieder zu hinterfragen. Zu überprüfen. Dies und das anders zu machen. Ich wage heute also meine Ziele offen zu legen, mein (eingeplantes) Zeitbudget dafür, einen Blick in die ganz nahe Zukunft.

(Und um damit eine Dokumentation zu schaffen, die ich zu späterem Zeitpunkt wieder heranziehen kann, um die Richtigkeit meines Vorurteils im Nachhinein zu belegen. ;))

Meine Ziele im Rahmen des #mmc13.

Zunächst einmal will ich eine gute Mitveranstalterin sein. Ganz unabhängig von meiner Rolle als auch Lernende. Und das heisst ohnehin

  • Bei ALLEN Live-Events dabei sein.
  • Den Eröffnungspost für Woche 2 fabrizieren, und auch den für Woche 4.
  • Ab und an die Teilnehmerliste zu aktualisieren und auch sonst wenn (organisatorische) Fragen aufpoppen möglichst zeitnah Frage und Antwort stehen können.

Mein Zeitbudget für den #mmc13

Mein Zeitbudget für den #mmc13 ist damit – durch die mir selbst auferlegte Pflicht – schon (fast) ausgeschöpft. (Ich habe dafür 15 Stunden neben meiner sonstigen Arbeitsverpflichtung von 40 Stunden eingerechnet. Und ich halte das für realistisch.) 2 Stunden habe ich aber noch in petto. Die ich hier auf der Lernspielwiese als #mmc13 Lernerin – und eben nicht als (Mit-)Organisatorin verbringen möchte. Was ich damit vorhabe?

Meine kurzfristige Zukunft als #mmc13 Lernerin

Ich werde die 2 Stunden nach dem Lern-Lust-Prinzip verbringen. Ich werde einfach wild darauf eingehen, was mich spontan an euren Beiträgen anspricht, irritiert, nachdenklich macht.

Ich werde die zwei Stunden total unvernünftig sein. Und denke, das könnte ganz schön lehrreich sein. 😉

Eure m

Das #mmc13 Veranstalter-Team in Klausur. Ein Bericht

[(Beweis-)Fotos kommen noch, das ist hiermit feierlich versprochen. Die werden nur im Moment noch von @heinz unter Verschluss gehalten, ausgewählt und retouchiert. 😉 ]

Ein Arbeits- und überhaupt auch sonst sehr intensives Wochenende neigt sich seinem Ende zu. Angefangen hat dies bereits am Donnerstag Abend, als @dieGoerelebt mit einem kleinen Koffer gepackt mit Übernachtungszeugs und einer noch kleineren Tasche, die ihr ganzes Büro enthielt, in den Frankfurter Hauptbahnhof einrollte.

Donnerstag Abend im Zeichen des Team-Building

Online und von gelegentlichen Treffen “kannten” wir uns ja schon. Und wir hatten definitv das Gefühl nicht nur zusammen arbeiten zu können, sondern so ein Projekt … oder besser gesagt unsicheres und unsicher machendes Unterfangen wie einen cMOOC zusammen zu wuppen. Wir treffen aufeinander. Des Abends. Bei leckerem Essen im nachweihnachtlichen Bad Vilbel. Nach dem zweiten Glas Wein zusammen kommen die ersten Abgründe zum Vorschein, werden von den Gegenüber ausgeleuchtet, miteinander abgeglichen. Kommentiert. Wir mögen uns noch. Der MOOC muss also nicht abgesagt werden. Wir beschließen, zusammen die vorbereitenden Arbeiten zu beginnen. Schluss mit lediglich Socializing.

Schluss mit Socializing – jetzt wird was geschafft

Es folgen auf diesen folgenschweren Entschluss zwei Tage konzentriertes Arbeiten bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit. Um die jeweils als “das ist kein Ding, ganz flugs erledigt” bezeichenten Klenigkeiten und sich zum Teil zu “das ist noch nicht ausgereift, da müssen wir uns grundsätzlich was Anderes ausdenken” Monster zu besiegen.

Aber jetzt mal konkret. Was für Monster haben wir besiegt? Wir haben… konzipiert, getextet, expliziert, ausprobiert, gespielt… und noch viel mehr.

Konzipieren.

Fragen wie wären Umfragen angebracht treiben uns um, wie die Fragen darin gestaltet und was genau gefragt werden könnte/sollte. In wie großen Happen und wann genau abgesetzt. Wann stehen welche Blog-Posts welchen groben Inhaltes an und wer soll diese schreiben bzw. übernimmt dafür zu Zeiten die Verantwortung? Und geschrieben/getextet wollen die ja auch noch werden.

Texten.

Und getextet haben wir bzw. vorwiegend die Dörte z.B. diesen und jenen Post. Und ein paar Teile zu später folgen sollenden haben wir auch noch vorgeschrieben, wobei wir gemerkt haben, dass mitnichten alle und vollständig vorgeschrieben werden kann. Zumindest nicht bei einem so sich dynamisch entwickelnden MOOC und Thema.

Trotzdem haben wir – zwischendurch und in Stillarbeit – getextet wie die Wilden. Und das nicht nur für den Blog, sondern auch eine Einreichung für die #rp13. Und diverse E-Mails, an die Impulsgeberinnen, Expertinnen on Air, an die Reflektorinnen und an die WIKI-Experten.

Explizieren.

Aber das klingt so leicht und fluffig. Mal einen Post schreiben geht ja noch. Das machen wir ja schließlich andauernd. Einen (ganzen) Post vorschreiben? Das ist schon schwieriger. (Probiert das mal!). Oder auch nur Passagen schreiben, die man später defnitiv verwenden wollen wird. Und dann haben wir – wie oben angemerkt –  die eine oder andere E-Mail getextet.

Aber die ist (auch) nicht einfach mal so hingeschrieben. Es hat gebraucht, sich darüber zu verständigen, im Team, wie man die Rollen stricken wollte, könnte, sollte. Heraus gekommen sind letztendlich die Explikationen an die Expertinnen on Air, Impulsgeberinnen, Reflektorinnen und WIKI-Expertinnen.

Administrieren.

Dazwischen immer mal wieder ganz schnödes administrieren. Das gehört nämlich auch dazu, so als MOOC-Veranstalter. Zu meiner Freude war sich keiner von uns zu keiner Zeit zu fein dazu. Da wurden fleissig, sobald sich einen Teilnehmerin angemeldet, die Teilnehmerliste aktualisiert, die eine oder andere Information auf den feststehenden Seiten des Blogs ebenso aktualisiert. Nichts was Ruhm und Ehren einbringt, halt einfach nur gemacht werden muss. Ach ja. Und die E-Mail-Verteiler für Expertinnen on Air und Reflektorinnen wie auch die anderen Gruppen zusammengestellt. Aber da fing es schon wieder an, sich von der (schlicht) administrativen Ebene zu lösen. Und hinüberzugleiten in Diskurs und Ausprobieren.

Ausprobieren.

Sollen wir mit einer #howtomooc E-Mail-Adresse Impulsgeberinnen & Co. mit unseren Explikationen beglücken? Kann man aus unsrer Google+ Community heraus Hangouts ON AIR starten? Je tiefer wir uns in unsere (potentielle) Google+ und YouTube-Präsenz vertiefen, desto mehr kommen wir vom Diskutieren über das Ausprobieren ins…

Spielen.

Immer weiter spielend landen wir letztendlich sogar bei SoundCloud mit einem gar eigenen #howtomooc Account. Den müssen wir jetzt nur noch bespielen. 😉 … vielleicht sollten wir noch den ultimativen #howtomooc #jingle vom @Tastenspieler abwarten!

Zum guten Schluss. Die Gesamtwürdigung

Das (von vorne her verlängerte) Wochenende endete für mich am gleichen Ort an dem es begann. Ich schubse die Dörte in den Zug und ziehe von dannen. Ich kann Abschiede an Bahnhöfen nicht gut ertragen. Da steht mir gleich immer die Träne im Knopfloch. So auch heute. Bevor der Zug Gelegenheit hat abzufahren, bin ich deshalb schon wieder am Südausgang angelangt. Auf meinem langen Fußweg nach Hause ziehe ich nochmals Resümée. Und das lautet zusammengefasst, so ganz kurz und knapp in unter 140 Zeichen: “Work hard, play hard”. Und … der MOOC (und überhaupt alles) wird gut. 🙂

Einen schönen Sonntach euch noch

Eure m