#rp13 Nachlese. Open Journalism. Machen wir das nicht alle schon irgendwie?

Tolle Sache. Die Übersicht mit den verlinkten YouTube-Aufzeichnungen. Klasse. Nächstes Jahr werde ich nur noch networken, und inhaltlich einfach alles nachschauen. 😉
Wie z.B. den Vortrag von Daniel Bröckerhoff. Der als @doktordab twittert. Auch mal schaun?

Da zählt er ganz zu Anfang 10 Grundsätze von Open Journalism auf (die er von @alanrusbridger hat). Die ich hier mal in Kürze und eigenen Worten wiedergeben mag. Und sogleich kommentieren, dass wir das doch in der Art eh‘ schon alle machen. So als Blogger. Heisst das, wir sind alle Open Journalists, nur dass uns keiner dafür bezahlt? Der einzige Unterschied also der des Vergütetwerdens?

10 Grundsätze

#1 – Kommentare/Feedback sind gewollt.

Ich bin mir gar nicht so schlüssig, was ich lieber mag. Viele Zugriffe auf meinen Blog (und auch hier wieder… ist es besser, man hat weniger Menschen, die draufgehen… aber gleich mehrere Posts durchlesen?) oder aber viele Kommentare. Ich schreibe hier „oder aber“, da beides nach meiner Erfahrung selten zusammenkommt. Unter dem an einem Tage meist gelesen Post von mir (der hier – zu Twitter) finden sich kaum Kommentare, nämlich gerade mal elf. In Kurz: Kommentare sind i.d.R. durchaus gewünscht von Bloggern, insbesondere von mir. Gerade auch solche, die nicht konform gehen mit dem zuvor von mir verbratenen. Ein bisschen empfindlich bin ich höchstens in punkto Tonalität.

#2 – Gegenseitiges (statt enseitiges) Publizieren

Das Publizieren ist als Blogger ohnehin meist Gegenseitiges, denn woher sollte man seine Inspiration erhalten, denn aus dem Netz? Wir haben keine Auftraggeber, keine Themengeber, also nimmt man, was einem a) unterkommt, b) relevant erscheint, c) verlinkbar ist.

#3 – Wir veröffentlichen Zwischenergebnisse

Oder alles ist beta. Alles sind Zwischenergebnisse. Wenn ich Endergebnisse in meinem Fachgebiet veröffentlichen wollte, so würde ich das in Form von wissenschaftlichen Artikeln tun. Zwischenergebnisse auch deshalb, weil die meisten von uns Aspekte thematisieren, die uns beschäftigen, über die wir noch nicht zu Ende gedacht haben. Oder über Themen, bei denen kein Ende abzusehen (wie z.B. den MOOCs).

#4 – Wir sind Teil eines Community-Building-Prozesses

Natürlich sind wir Teil einer Community. Ich der Edu-Community. Wäre ich das nicht, hätte ich ja keinerlei Leser. Außer vielleicht derjenigen, die es via Google auf mein Bloglein spühlt. Nach den Suchworten jedoch zu urteilen über die die hier gelandet sind (die die mir WordPress anzeigt) bezweifle ich allerdings stark, ob die wirklich finden was sie suchen. 😉

#5 – Wir sind (über Verlinkungen) ins Internet eingebunden

Und das mehrererlei. Einmal z.B. über die Blogroll, auf die ich an dieser Stelle mal hinweisen will (solange ich sie noch habe. 😉 ). Über die Inspirationen, aufgrund derer wir schreiben, wie ich z.B. hier über ein YouTube-Video. Über die Quellenangaben und sonstigen Verlinkungen, die wir in unsere Texte einbauen. Wie z.B. oben auf die Twitter-Accounts des Vortragenden und demjenigen, auf der sich ersterer mit seinen 10 Grundsätzen bezieht. (Was allerdings ja auch wieder eine Art Quellenangabe darstellt.)

#6 – Wir sammeln, fassen zusammen, kommentieren Werke anderer

Wie hier mit diesem Artikel ja getan. Im Grunde gebe ich bestimmte Aspekte des Gesagten wieder, jedoch nich in wörtlicher Rede sondern in meine ureigenen Worten (und verändere damit z.T. die Information) und erweitere/kommentiere bestimmte Aspekte gleichzeitig, wie z.B. die Grundsätze von Open Journalism auf unsere Art des Publizierens als Blogger zu beziehen.

#7 – Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, die Ahnung von was haben

Denn wenn wir das nicht wüssten, wären wir größenwahnsinnig,… oder aber in Vorstandsetagen bzw. gleichwertigen Positionen tätig. Anstatt abends und wochenends zu bloggen. 😉

#8 – Wir stellen Unterschiede dar, aber auch Gemeinsamkeiten her

Bestes Beispiel die Diskussionen (hier und anderorts in Blogs) zu xMOOCs und cMOOCs, was die Unterschiede zwischen denen sind, aber auch Einigungsprozesse darüber, welche wir nun gut finden, was wir – als Community – supporten wollen, ob wir Begriffs-Capturing bein amerikanischen Elite-Universitäten aus Marketing-Zwecken unterstellen… und und und.

#9 – Zu Publizieren ist der Anfang, nicht das Ende eines Prozesses

Denn erst wenn ich überhaupt etwas veröffentliche, mache ich ja eine Diskussion, einen Austausch über die Thematik möglich.

#10 – Korrigierte Fehler und Weiterentwicklungen sind nachvollziehbar

Verpönt ist es in der Tat, einmal Publiziertes in einem Artikel im Nachhinein abzuändern. Dies insbesondere deshalb, da zu einem späteren Zeitpunkt dann die Kommentare zum Text oben nicht mehr passen. Wann ich es tue? Wenn es um Tippfehler geht. Die bessere ich gnadenlos und ohne Kennzeichnung aus. Inhaltliche Ergänzungen oder Richtigstellungen mache ich (was aber ganz ganz selten ist, da ich Ergänzungen z.B. ja auch über eigenen Kommentar hinzufügen kann) kenntlich, neuerdins sogar mit Datum.

Wenn also schon die Grundsätze die gleichen sind, nach denen wir als Blogger vorgehen wie diejenigen von Open Journalists, dann sind doch wahrscheinlich auch die Vorteile und die Risiken die gleichen, oder? Schaun wir mal.

Chancen, z.B.

#1 – Echte Menschen als Gesprächspartner

Erstaunlich fand ich während des Vortrages, dass sich Journalisten in Ihrem Alltag oft Ordnern/Unterlagen/Geschriebenem gegenüber konfrontiert sähen, an echte Menschen heranzukommen eine echte Herausforderung sei. Man gehe dann über Freunde, Freunde von Freunden. Hier kann eine gute Community reichhaltig Hilfe bieten, Stimmen/Perspektiven von echten Menschen zu bekommen. In dem Moment wurde mir erneut klar, wie wertvoll ihr eigentlich für mich seid. Ihr seid echt. Nicht nur Text. Zwischen Ordnerdeckeln.

#2 – Quellen können offengelegt werden

Einfach durch Verlinken. Mit Büchern geht’s schon schwieriger. Aber die kann man ja – wie im wissenschaftlichen Bereich üblich – auch einfach zitieren. Macht nur ein bisschen mehr Arbeit. Und ist für den Rezipienten – also Dich – schwerlicher zu überprüfen/einzusehen. Wenn man nicht gerade eine gut ausgestattete Bibliothek in der Nachbarschaft hat. Von daher ziehe ich mittlerweile das Verlinken vor.

#3 – Qualitätssicherung

Insbesondere Tippfehler, sonstige Schreib- und Formulierungsfehler werden mir immer mal wieder – meist via eMail, weil ihr so höflich seid – mitgeteilt. Die bessere ich dann immer gleich aus. Mal ein ganz ganz herzliches Dankeschön an euch, die ihr es schon gelegentlich getan habt. Das weiß ich sehr zu schätzen. Denn auch eine korrekte Rechtschreibung, nicht nur die Formulierungen, lässt einen einen Text lieber lesen.

#4 – Persönlichkeit und Lernen kommt mehr in den Vordergrund

Texte werden, ja, vielleicht auch subjektiver. Aber dadurch, dass man weiß, wer den Text geschrieben hat, wie der dazu kam, diese Position einzunehmen die er gerade einnimmt, gibt ja weitere Hintergrundinformation, die einem das Textverständnis erleichtert. Oder geht’s nur mir so?

Nachteile, z.B.

#1 – Zeitaufwand

Das Bewegen im Internet kostet Zeit. Ihr kostet Zeit, euch zu lesen und zu verfolgen. Diesen Artikel zu schreiben, mir Gedanken zum Thema zu machen, … kostet mich mittlerweile etwa 2 Stunden Zeit. In denen ich besser ein Buch zum Thema Open Journalism gelesen hätte?

#2 – Verzettelung

Manchmal ist es in der Tat nicht ganz einfach. Sich zu fokussieren auf wenige Themen, die ich wirklich weiterverfolgen möchte. Lernen und Kommunikation sind breite Felder, allein schon beim Thema MOOC ist die Literatur, die tagtäglich via Weblinks alleine über Twitter hereinkommt (auch sehr viel englischsprachiges), (für mich) nicht zu rezipieren.

Und dann auch noch weitere Felder, in die ich mich gerne vertieft hineinlese und -höre. Schreiben in Digitalien. Kommunikation via Soziale Medien. Was ja auch schon wieder richtig breite Felder sind, in denen Beschränkung Not tut.

#3 – Kommt evtl. beim Arbeitgeber nicht gut an

Zumindest wenn man es während der Arbeit täte. 😉

Fazit

Im Grunde fühlt sich der Vortrag nach nicht neu an, da er das für Journalisten fordert, was wir hier im Netz ja ohnehin schon leben. Aber was mich wundert ist, dass Journalismus dann i.d.R. so anders zu funktionieren scheint. Ganz anders, als ich mir das vorgestellt habe.

Eure mons7 (Monika E. König) die gerne für und mit euch schreibt. Und sich fragt, ob sie sich jetzt Open Journalist nennen soll? 😉

#rp13. Mit 3-facher Offenheit als Credo des Trio MOOCfernale.

Gute MOOCs – böse MOOCs? Openness als Killerkriterium!

Präsentation… und Verschriftlichung

Nun ist sie also vorbei, die #rp13.

Diesmal für mich besonders kurz und besonders intensiv. Mit der Krönung eines gemeinsamen Vortrages des Trio MOOCfernale.

Die Präsentation dazu habe ich oben für euch ja schon – zum Nachklicken – eingebunden, es gibt sogar den ausformulierten Text zum Nachlesen, und zwar hier. Das Einzige, mit dem ich nicht dienen kann ist eine Aufzeichnung, unser Vortrag fand nämlich auf Stage 6 statt, lediglich die Vorträge auf Stages 1-5 wurden aufgezeichnet, nicht diejenigen von 6-9. 🙁

Meine persönlichen Essentials

Wie ein MOOC in Bezug auf Offenheit gestrickt ist, kann man sich auf einem Kontinuum angeordnet vorstellen. Auf der Offenheitsseite (andere Richtung Geschlossenheit) kann man größtmögliche Offenheit in z.B. folgenden Aspekten erwarten.

Was bedeutet (max.) Offenheit in/für MOOCs?

Ökonomische Offenheit, Offenheit der Lernmaterialien, Offenheit von Plattform und Publikationsformaten, offene Grenzen zwischen Lernen und anderen Bereichen sozialer Praxis. Jörg hat noch hinzugefügt, dass es ja noch weitere Aspekte gebe, die offen(er) gestaltet werden könnten, wie z.B. die thematische Vorstrukturierung… oder wenn man den Gedanken noch weiter treibt überhaupt die thematische Schneidung.

MOOCs sind…

… mediale Aktivität, Form des Publizierens ins Netz hinein, Konversationsform und „Genre“. Erleichternd für mich bei dieser Aufzählung. MOOCs werden davon entlastet, gezielt zum Lernen da zu sein. Sie sind in Wahrheit um Einiges mehr.

Überdenkenswerte These

Die (für mich selbst) überdenkenswerteste These, die wir (gemeinsam) aufgestellt haben ist jetzt so im Nachhinein jedoch

Ökonomische Anreize schaden intrinsischer Motivation.

Ergebnis der Diskussion hernach

Das Ergebnis war im Endeffekt ein solches, das man auch mit/über einen MOOC erhalten hätte können. Jeder kann sich danach „besser“ positionieren, hat eine Vielzahl an Argumenten generiert seine Position zu beschreiben und zu begründen.

Auf frohes WeiterMOOCen! In allen Aspekten!

Eure mons7 (Monika E. König)

#rp13 #rpStory13… oder was die drei re:publica13-Essentials im Rucksack sind

Da hat mich doch der @klauseck mit seinem Aufruf zum #rp13 Storytelling in drei Bildern unter dem Code-Wort #rpStory13 ganz schön aufgestachelt.

Und ich mich doch tatsächlich zum Mitmachen habe mitreißen lassen.

Das Thema meiner Wahl. Konferenz-Essentials früher und heute.

Konferenzen waren für mich von jeher mit belastenden Gefühlen belegt. Weder fühlte ich mich eingeladen, schon gar nicht als Teilnehmerin. Noch kam ich mit auch nur irgend jemandem unverbindlich ins Gespräch. Ich habe mich dann letztendlich die letze Zeit darauf beschränkt, mich ums Büffet herumzudrücken. Und herauszufinden, was wohl dort die Schmankerln des Events darstellten.

Dementsprechend meine 3 Konferenz-Essentials (früher) im Koffer.

Zahnbürste.

Die kann man ja immer gebrauchen. Nein, davon gibt es kein Bild. 😉

Unterhose.

Genau. Aber davon gibt es erst recht kein Bild!

Berufliche Visitenkarte.

Die berufliche Visitenkarte war seinerzeit so schwer zu bekommen (schließlich musste man einen Druckauftrag erteilen, … und sich vorher mit Vorgesetzten über den Inhalt derselben einigen) wie hässlich (das Design war zwingend vorgegeben).

Aber das machte ja alles nichts. Da ich ja ohnehin mit kaum jemandem als der Dame hinter dem Büffet ins Gespräch kam, konnte ich die ja getrost für mich behalten.

Und dann kamen BarCamps und Re:publica.

Und alles änderte sich.

Ich begann Vorträge zu besuchen die mich thematisch anfixten, auf dem Affenfelsen herumzulungern, wenn mir das mal zuviel wurde, palaverte mit mir aus dem Internet Bekannten, aber auch neuen Gesichtern, trank Mate-Tee… oder nein, sah andern dabei zu, dieses seltsame Getränk in sich hineinzuschütten. Irgendwann hielt ich dort garselbst Vorträge, verabredete mich (auf dem Affenfelsen), probierte neue Gedanken an anderen aus und lies solche an mir selbst ausprobieren. Ich ging Beziehungen ein und vertiefte diese sogar.

Das änderte meine 3 Essentials im Rucksack grundsätzlich. Ich brachte und bringe jedes wie dieses Mal mit.

Ladegerät 1.

ladegerät1

Niemand schien sich an meinem McBookAir zu stören, … und auch daran nicht, dass ich die ganze Zeit darauf herumhackte. Dadurch, dass ich mir das erlauben konnte, brauchte ich langfristig Strom.

Kabel 1.

kabel1

Das blieb aber nicht mein einziges Gerät. Da das W-LAN störanfällig schien, erschien es mir ratsam, mir mein Smartphone mitzunehmen, mit dem ich mir (fast 😉 ) jederzeit W-LAN selbst zur Verfügung stellen könnte. Da hatte ich ein Kabel, das für das Smartphone ging – wenn man es ein bisschen hineinquetschte – … aber auch in mein Zoom H2n, mit dem ich Aufnahmen von wichtigen Gesprächen machen konnte.

#rp13 Visitenkarte.

Visitenkarte #rp13

Jedoch auch die Re:publicaner standen irgendwie auf dieses Papier. Aber hier konnte ich auf meine Karten selbständig das drucken, was mich ausmachte. Dieses Jahr sogar – vergünstigt – mit einem #rp13 drauf.

Will jemand eine? Ich tausche gern. 🙂

Eure mons7 – demnächst in Berlin. Auf der #rp13.

Es gibt uns wirklich uns wir waren da #rp12

Angeregt durch den erfrischenden Ein- und Rückblick der @dieGoerelebt in und auf ihre re:publica, möchte auch ich hier meine fünf Highlight-Splitter zum Event zum Besten geben.

Und diese sind:

1. Raus aus der Komfort-Zone! Rein ins Abenteuer!

… oder wie es Bianca in 140 Zeichen so schön auf den Punkt bringt:

Den re:learn Track (Stage 8) habe ich, nachdem ich mich bei Foursquare dort eingecheckt hatte, umgehend und intuitiv wieder verlassen. Gleich daneben (Stage 7) gab’s nämlich, ganz ab von meinem eigentlichen Interesse, erquickliche Neuigkeiten zu #eHealth, gleich dahinter der Open Space, und so ging es weiter und weiter und weiter mit den Überraschungen… bis zum Überraschungsvortrag von Sascha Lobo (auf Stage 1 auf den ich weiter unten nochmals kurz zurückkommen werde), die meine eingefahrene eLearning Perspektive in ungeahnte weitere und weite Online-Sub-Welten entführten.

Da gab es den Sprung vom Online-Modus ins Offline. Zu Bratwurst, Bier und meinem ersten Club-Mate (gereicht von der @anachorete). So eine Konferenz kann ganz schön körperlich sein.

Da gabe es den Sturz vom Rezipieren ins Dozieren, die dankenswerter Weise von @otacke designte Präse findet sich hier.
Aber es ging nicht nur raus mit mir, sondern auch rauf…

2. Rauf auf den Affenfelsen!

Das viele Abenteuer kann aber ganz schön anstrengend sein. Zum Chillen habe ich mich deshalb kurzfristig auf den so getauften Affenfelsen zurückgezogen, mich langgestreckt hingelegt, Richtung Himmel/Gebäudeabdeckung geblickt, um ein bisschen meinen Gedanken nachzuhängen, und das just zur gleichen Zeit als die @reichweite just gleiche Idee hatte.
So streckten wir uns also längs nebeneinander, schauten gen Hallendach über uns und führten das für mich aufschlussreichste und tiefgehendste Gespräch meines Tages. Aber damit war noch lange nicht Schluss. Angelockt ob @reichweite s Vibrations gesellten sich just noch zwei Berliner Jungs zu uns, die mich mit einer gehörigen Portion Witz über den Berliner Mann an sich und Sex in Berlin aufklärten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir schlagartig klar:

3. Berlin ist… anders!

… und um dies herauszufinden verbrachte ich eine aufregende Nacht in Kreuzberg. Aber das allein ist mindestens einen ganzen eigenen Blog-Post wert.

4. Lobo & Co.

Aber verbleiben wir zunächst noch ein bisschen auf meiner re:publica. Dort habe ich als Abendprogramm den Sascha Lobo (gleichsam dank Dörte von der 1. Reihe aus) genossen. Und es war wirklich wie früher zusammen mit der Familie auf der Couch Wetten Dass….? anschauen. Ich mag ja den Lobo. Weil er das verbrät, was ich eh schon weiss, aber auf witzige Art und Weise. Und genau damit zeitigt er irgendwie (doch) Wirkung. Zum Beispiel hier. Und bei mir? Werde ich meine kleine Lernspielwiese dieses Jahr noch selber hosten? Warten wir’s ab. 😉 Trotz aller Show kommt er dabei immer noch und wieder menschlich rüber. Dieses mal, weil seiner Art lispelnd. Aber genau die Menschen sind es ja, die das Internet zu dem machen, was es (für mich) ist.

5. Menschen

Und davon gab es einige. Es fühlte sich gleichsam an, als spaziere meine Timeline – willkürlich eingestreut in die Besucher und Besucherinnen der re:publica – um mich herum. Und mit der einen und anderen habe ich sogar einen Kaffe oder ein Bier trinken, sogar das eine oder andere Wort wechseln können/dürfen.

Das war alles sehr anstrengend für mich. Und ich bin (heil-)froh, wieder in meiner kleinen Welt angekommen zu sein, in der ich asynchron statt synchron antworten darf, mich wenn’s mir zuviel wird einfach im Keller verstecke, und zur Not sogar einfach den Browser schließe. Aber ich habe ja jetzt wieder ein Jahr Zeit mich von diesen Internet-Menschen zu erholen. Bis zum nächsten vollen Ladung re:publica.

Vorgedanken zur #rp12 zu OpenScience; hier: Lehre – öffentlich –

Ich habe ja, so habt ihr sicherlich schon über die verschiedenen von mir „bespielten“ Kanäle mitbekommen (weil ich SO stolz drauf bin) das Glück, Teil einer Session auf der re:publica sein zu dürfen, und zwar der zum Thema Open Science: Raus aus dem Elfenbeinturm! Forschung und Lehre zum Mitmachen (Track: re:learn). Die anderen „Mitspieler“ sind Oliver Tacke – der Organisator des Ganzen, dann Matthias Fromm und last but not least der von mir hochgeschätzte Volkmar Langer. Matthias hat sich hier schon einmal Gedanken zu seiner Position gemacht, Oliver dort und Volkmar da, dem möchte ich nun in Bezug auf die meinige, hier insbesondere bezogen auf die Lehre, nachkommen.

Da ich für meinen Input ca. 10 Minuten zur Verfügung haben werde, muss ich mich kurz fassen und zügig auf den Punkt kommen. Was gibt es von meiner Seite aus zu sagen, über Lehre – öffentlich?

[Exkurs: Zur Begriffsverwendung/Begriffsdefinition wird es nochmals einen eigenen Post geben (müssen). Denn „open science“ ist mehr als „öffentliche Lehre“, dieser Aspekt des Ganzen ist jedoch jener, auf den ich mit meinem Input abzielen werde. ]

TEIL 1: Der derzeitige Inbegriff von öffentlicher Lehre für mich: der MOOC

Hm. Interessant wäre vorab zu wissen, wer alles weiss, was ein MOOC ist, von den Zuhörern/Zuhörerinnen und späteren Mitdiskutanten. Am liebste würde ich allen schon einmal vorab, die es nicht wissen, folgendes YouTube-Filmchen als Hausaufgabe aufgeben. (Ihr seht schon, an mir ist doch eine dieser verhärmten Lehrerinnen verloren gegangen 😉 ).

Ein was? Ein MOOC? Das ultimative Erklär-Video

[OoU]

Alternativ in kurz und knapp von mir beschrieben

  • MOOC => Massive Open Online Course
  • kostet nix, frei zugänglich, online
  • Angebot des Veranstalters: Oberthema, Ablaufplan/Taktung, Inhaltsinput (Online Ressourcen), (teilw.) „technische Infrastruktur“
  • Aufgabe der Teilnehmer: Beziehungsaufbau, Weiterverarbeitung des Inputs und dadurch Generierung und Mitaufbau eines sozialen Lernraumes (Inhalte & Beziehung) oder frei nach Downes & Siemens bezogen auf das Tun: ORIENTIEREN -> ORDNEN -> BEITRAGEN -> TEILEN.

Zu theoretisch? …. Dann hier an einem konkreten Beispiel, dem #opco11.

Der #opco11 als ein Bespiel für einen MOOC

  • Veranstalter -> Uni Frankfurt (studium digitale) und weiterbildungsblog.de
  • Angebote des Veranstalters
    • Agenda
    • Inhaltsinput, siehe z.B. Lektürevorschläge für die Woche 2 hier
    • Online-Sessions (mittwochs) (via AdobeConnect), beispielhaft ebenso für die Woche 2 unter dem Punkt Online-Event
    • Montägliche Einstimmungs aufs Wochenthema via Blog-Post
    • Aggregation von entsprechend getaggten Blogbeiträgen und entsprechend getaggten Tweets, beispielhaft zu sehen hier
    • Freitäglicher Newsletter
  • Beipielhafte Aktivitäten der Teilnehmer hier (z.B. Twibbon, Etherpads, Tricider, Audioboo, Wiki,…)
  • Beispiele für sonstige Folgen und Nebenwirkungen: Freundschaften und Jobs.

TEIL 2: Blend: Der MOOC in der Wissenschaft (hier: der Lehre) am Beispiel des #ocwl11

Beim #ocwl11 handelt es sich nun um den Versuch eines Blending von MOOC und Universitätsseminar. Die gleichsam geniale Idee, die m.E. wesentlich zum Funktionieren beigetragen hat, war das Einführen der Rolle der „Paten“.

TEIL 3: Probleme? Nein. Aber Herausforderungen; oder auf wissenschaftlich: Antagonismen

Die Adaption eines MOOCs in das institutionelle Umfeld Universität war – gelinde gesprochen eine Herausforderung. Diese haben Johannes, Volkmar und ich in einem englischen Beitrag reflektiert; dieser befindet sich jedoch noch im Reviewverfahren, ich werde die URL jedoch sobald verfügbar an dieser Stelle nachreichen. Hier schon einmal vorab die fünf Antagonismen, die es im Laufe des Blends auszugleichen galt, in Englisch, wie der Originaltext.

  1. self-regulated vs. scripted learning
  2. creative chaos vs. need for structure
  3. established community of practice vs. time-limited learning group
  4. supposed digital natives vs. residents
  5. offline vs. online