Es gibt uns wirklich uns wir waren da #rp12

Angeregt durch den erfrischenden Ein- und Rückblick der @dieGoerelebt in und auf ihre re:publica, möchte auch ich hier meine fünf Highlight-Splitter zum Event zum Besten geben.

Und diese sind:

1. Raus aus der Komfort-Zone! Rein ins Abenteuer!

… oder wie es Bianca in 140 Zeichen so schön auf den Punkt bringt:

Den re:learn Track (Stage 8) habe ich, nachdem ich mich bei Foursquare dort eingecheckt hatte, umgehend und intuitiv wieder verlassen. Gleich daneben (Stage 7) gab’s nämlich, ganz ab von meinem eigentlichen Interesse, erquickliche Neuigkeiten zu #eHealth, gleich dahinter der Open Space, und so ging es weiter und weiter und weiter mit den Überraschungen… bis zum Überraschungsvortrag von Sascha Lobo (auf Stage 1 auf den ich weiter unten nochmals kurz zurückkommen werde), die meine eingefahrene eLearning Perspektive in ungeahnte weitere und weite Online-Sub-Welten entführten.

Da gab es den Sprung vom Online-Modus ins Offline. Zu Bratwurst, Bier und meinem ersten Club-Mate (gereicht von der @anachorete). So eine Konferenz kann ganz schön körperlich sein.

Da gabe es den Sturz vom Rezipieren ins Dozieren, die dankenswerter Weise von @otacke designte Präse findet sich hier.
Aber es ging nicht nur raus mit mir, sondern auch rauf…

2. Rauf auf den Affenfelsen!

Das viele Abenteuer kann aber ganz schön anstrengend sein. Zum Chillen habe ich mich deshalb kurzfristig auf den so getauften Affenfelsen zurückgezogen, mich langgestreckt hingelegt, Richtung Himmel/Gebäudeabdeckung geblickt, um ein bisschen meinen Gedanken nachzuhängen, und das just zur gleichen Zeit als die @reichweite just gleiche Idee hatte.
So streckten wir uns also längs nebeneinander, schauten gen Hallendach über uns und führten das für mich aufschlussreichste und tiefgehendste Gespräch meines Tages. Aber damit war noch lange nicht Schluss. Angelockt ob @reichweite s Vibrations gesellten sich just noch zwei Berliner Jungs zu uns, die mich mit einer gehörigen Portion Witz über den Berliner Mann an sich und Sex in Berlin aufklärten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir schlagartig klar:

3. Berlin ist… anders!

… und um dies herauszufinden verbrachte ich eine aufregende Nacht in Kreuzberg. Aber das allein ist mindestens einen ganzen eigenen Blog-Post wert.

4. Lobo & Co.

Aber verbleiben wir zunächst noch ein bisschen auf meiner re:publica. Dort habe ich als Abendprogramm den Sascha Lobo (gleichsam dank Dörte von der 1. Reihe aus) genossen. Und es war wirklich wie früher zusammen mit der Familie auf der Couch Wetten Dass….? anschauen. Ich mag ja den Lobo. Weil er das verbrät, was ich eh schon weiss, aber auf witzige Art und Weise. Und genau damit zeitigt er irgendwie (doch) Wirkung. Zum Beispiel hier. Und bei mir? Werde ich meine kleine Lernspielwiese dieses Jahr noch selber hosten? Warten wir’s ab. 😉 Trotz aller Show kommt er dabei immer noch und wieder menschlich rüber. Dieses mal, weil seiner Art lispelnd. Aber genau die Menschen sind es ja, die das Internet zu dem machen, was es (für mich) ist.

5. Menschen

Und davon gab es einige. Es fühlte sich gleichsam an, als spaziere meine Timeline – willkürlich eingestreut in die Besucher und Besucherinnen der re:publica – um mich herum. Und mit der einen und anderen habe ich sogar einen Kaffe oder ein Bier trinken, sogar das eine oder andere Wort wechseln können/dürfen.

Das war alles sehr anstrengend für mich. Und ich bin (heil-)froh, wieder in meiner kleinen Welt angekommen zu sein, in der ich asynchron statt synchron antworten darf, mich wenn’s mir zuviel wird einfach im Keller verstecke, und zur Not sogar einfach den Browser schließe. Aber ich habe ja jetzt wieder ein Jahr Zeit mich von diesen Internet-Menschen zu erholen. Bis zum nächsten vollen Ladung re:publica.

Vorgedanken zur #rp12 zu OpenScience; hier: Lehre – öffentlich –

Ich habe ja, so habt ihr sicherlich schon über die verschiedenen von mir „bespielten“ Kanäle mitbekommen (weil ich SO stolz drauf bin) das Glück, Teil einer Session auf der re:publica sein zu dürfen, und zwar der zum Thema Open Science: Raus aus dem Elfenbeinturm! Forschung und Lehre zum Mitmachen (Track: re:learn). Die anderen „Mitspieler“ sind Oliver Tacke – der Organisator des Ganzen, dann Matthias Fromm und last but not least der von mir hochgeschätzte Volkmar Langer. Matthias hat sich hier schon einmal Gedanken zu seiner Position gemacht, Oliver dort und Volkmar da, dem möchte ich nun in Bezug auf die meinige, hier insbesondere bezogen auf die Lehre, nachkommen.

Da ich für meinen Input ca. 10 Minuten zur Verfügung haben werde, muss ich mich kurz fassen und zügig auf den Punkt kommen. Was gibt es von meiner Seite aus zu sagen, über Lehre – öffentlich?

[Exkurs: Zur Begriffsverwendung/Begriffsdefinition wird es nochmals einen eigenen Post geben (müssen). Denn „open science“ ist mehr als „öffentliche Lehre“, dieser Aspekt des Ganzen ist jedoch jener, auf den ich mit meinem Input abzielen werde. ]

TEIL 1: Der derzeitige Inbegriff von öffentlicher Lehre für mich: der MOOC

Hm. Interessant wäre vorab zu wissen, wer alles weiss, was ein MOOC ist, von den Zuhörern/Zuhörerinnen und späteren Mitdiskutanten. Am liebste würde ich allen schon einmal vorab, die es nicht wissen, folgendes YouTube-Filmchen als Hausaufgabe aufgeben. (Ihr seht schon, an mir ist doch eine dieser verhärmten Lehrerinnen verloren gegangen 😉 ).

Ein was? Ein MOOC? Das ultimative Erklär-Video

[OoU]

Alternativ in kurz und knapp von mir beschrieben

  • MOOC => Massive Open Online Course
  • kostet nix, frei zugänglich, online
  • Angebot des Veranstalters: Oberthema, Ablaufplan/Taktung, Inhaltsinput (Online Ressourcen), (teilw.) „technische Infrastruktur“
  • Aufgabe der Teilnehmer: Beziehungsaufbau, Weiterverarbeitung des Inputs und dadurch Generierung und Mitaufbau eines sozialen Lernraumes (Inhalte & Beziehung) oder frei nach Downes & Siemens bezogen auf das Tun: ORIENTIEREN -> ORDNEN -> BEITRAGEN -> TEILEN.

Zu theoretisch? …. Dann hier an einem konkreten Beispiel, dem #opco11.

Der #opco11 als ein Bespiel für einen MOOC

  • Veranstalter -> Uni Frankfurt (studium digitale) und weiterbildungsblog.de
  • Angebote des Veranstalters
    • Agenda
    • Inhaltsinput, siehe z.B. Lektürevorschläge für die Woche 2 hier
    • Online-Sessions (mittwochs) (via AdobeConnect), beispielhaft ebenso für die Woche 2 unter dem Punkt Online-Event
    • Montägliche Einstimmungs aufs Wochenthema via Blog-Post
    • Aggregation von entsprechend getaggten Blogbeiträgen und entsprechend getaggten Tweets, beispielhaft zu sehen hier
    • Freitäglicher Newsletter
  • Beipielhafte Aktivitäten der Teilnehmer hier (z.B. Twibbon, Etherpads, Tricider, Audioboo, Wiki,…)
  • Beispiele für sonstige Folgen und Nebenwirkungen: Freundschaften und Jobs.

TEIL 2: Blend: Der MOOC in der Wissenschaft (hier: der Lehre) am Beispiel des #ocwl11

Beim #ocwl11 handelt es sich nun um den Versuch eines Blending von MOOC und Universitätsseminar. Die gleichsam geniale Idee, die m.E. wesentlich zum Funktionieren beigetragen hat, war das Einführen der Rolle der „Paten“.

TEIL 3: Probleme? Nein. Aber Herausforderungen; oder auf wissenschaftlich: Antagonismen

Die Adaption eines MOOCs in das institutionelle Umfeld Universität war – gelinde gesprochen eine Herausforderung. Diese haben Johannes, Volkmar und ich in einem englischen Beitrag reflektiert; dieser befindet sich jedoch noch im Reviewverfahren, ich werde die URL jedoch sobald verfügbar an dieser Stelle nachreichen. Hier schon einmal vorab die fünf Antagonismen, die es im Laufe des Blends auszugleichen galt, in Englisch, wie der Originaltext.

  1. self-regulated vs. scripted learning
  2. creative chaos vs. need for structure
  3. established community of practice vs. time-limited learning group
  4. supposed digital natives vs. residents
  5. offline vs. online