Rituelles Bahnfahrn zur #rp13 #rpStory13

Obwohl die re:publica schon in vollem Gange, laufe ich erst später in Berlin ein. Traditionell mit dem Zug. Und da ich durch #rpStory13 angefixt (mein erster Beitrag findet sich hier), fiel mir doch glatt auf, dass ich „rituelles Zugfahren“ begtreibe, nicht nur zur re:publica.

Reisen ist/als Luxus.

Ich empfand das Reisen an sich von je her als Luxus. Ich tat es nur gelegentlich, wunschweise jährlich. Menschen die beruflich reisten waren in meiner Vorstellung damals per se reich und lebten den Luxus somit nicht nur zuhause aus, sondern eben auch noch im alltäglichen Leben. Von Kindheit an hatte das Reisen also, in welcher der beiden Arten auch immer, mehr als einen Hauch von Dekadenz anhaften.

Da ich es immer noch nicht übermäßig oft tue, gestalte ich mir das Reisen als eine Art Luxus-Event, nörgelnde Mitreisende sind mir regelmäßig ein Rätsel. Mir das Reisen zum absoluten Luxus zu machen, kostet mich – neben der Fahrkarte – so um die weitere 20 bis 30 EUR. (Die sich gefühlt für mich aber lohnen.)

Luxus 1: Ein Buch.

Ich kann nicht anders. Bin ich am Bahnhof muss ich in den Buchladen im Bahnhof. Oder besser gesagt in beide. Wahrscheinlich gibt es im Untergeschoss noch einen dritten, aber glaubt mir, das will ich gar nicht wisssen. 😉

Zeit für Bücher?

Dass ich die Zeit habe, mich in Bücherläden am Bahnhof herumzudrücken rührt daher, dass ich nicht vorher schaue, wann denn mein Zug geht. Ich gehe zum Bahnhof, ziehe mir eine Karte… und wenn dann gerade ein Zug zum gewünschten Zielort geht, habe ich eben… Pech. 😉 … denn wenn ich noch eine dreiviertel Stunde auf diesen zu warten habe, … dann kann ich ja doch mal berechtigterweise in den Buchladen einlaufen, oder?

Welche Bücher denn?

DSC_0525Da ich wenn auf Reisen zumeist zu Vorträgen, Schulungen oder Workshops anreise, bin ich vorher nicht ganz so aufnahmefähig für Tiefschürfendes. Also weder wissenschaftliche Literatur noch was von Welt. In Frage kämen in der Tat Liebes-Schund-Romane, aber warum auch immer, ich greife zu solchen Gelegenheiten, um mich mit leichter Lektüre abzulenken und zu erfreuen… auf Selbsthilfe-Bücher zurück. Die sind so schön leicht zu lesen (einfache Sätze), haben null Konsequenzen. Es handelt sich ja nur um nett aufgemachte Theorie. Ist die Reise herum, wird die Selbsthilfe-Lektüre als gelesen entsorgt. Was mich leider schon dazu veranlasst hat, das gleiche Büchlein zweimal zu kaufen. Ich konnte mich schlicht und einfach nicht daran erinnern, dass ich es schonmal zu reisender Gelegenheit durch hatte.

Luxus 2: Ein Gosh-Brötchen.

DSC_0526 Habe ich mein Büchlein in der Tasche, so schlendere ich glücklich damit gen Bahnsteigen. Und auf dem Weg liegt der göttliche Gosh. Das ist ein Fischladen. Und die fischbelegten Brötchen sind so sündhaft teuer, dass einem eigentlich der Geschack daran vergehen müsste. Aber eigentlich schmecken sie verdammt gut. Ich lasse mir also eines der Teile in eine Tüte packen, packe diese zum frisch erstandene Lebenshilfe-Buch. Und muss mich schon beeilen, um den Zug nicht zu verpassen.

Luxus 3: Ein Mitropa-Kaffee.

Koffeinsucht Bildquelle. Mit dem Fisch und dem Buch bin ich dann zumindest mal die erste Hälfte der Reise beschäftigt. Dazwischen kommt noch die Fahrkartenkontrolle. Dann muss man zusehen, dass man sein Handy oder McBookAir auflädt, denn Zug ist die Gelegenheit. Und die Mitreisenden zu beobachten kostet auch noch eine ganze Zeit. Solange bis es langsam langweilig wird. Dann steht der dritte und letzte Luxus der Reise an. Ein Besuch im Bistro oder Restaurant, um einen Kaffee – ungefährt so sündhaft teuer wie das Fischbrötchen, das schon lange verzehrt – einzunehmen. Ist man mit dem Kaffee und dem Gespräch mit zufällig getroffenen Mitreisenden durch, so wird es Zeit, alle Siebensachen zu Packen, denn dann ist man so gut wie in Berlin.

Auf der #rp13, von der ich – wenn das so weitergeht: in drei Bildern – berichten werde.

Betreibt ihr auch rituelles Reisen? Und wenn ja, wie, fragt sich

Eure mons7 (Monika E. König)

#rp13 #rpStory13… oder was die drei re:publica13-Essentials im Rucksack sind

Da hat mich doch der @klauseck mit seinem Aufruf zum #rp13 Storytelling in drei Bildern unter dem Code-Wort #rpStory13 ganz schön aufgestachelt.

Und ich mich doch tatsächlich zum Mitmachen habe mitreißen lassen.

Das Thema meiner Wahl. Konferenz-Essentials früher und heute.

Konferenzen waren für mich von jeher mit belastenden Gefühlen belegt. Weder fühlte ich mich eingeladen, schon gar nicht als Teilnehmerin. Noch kam ich mit auch nur irgend jemandem unverbindlich ins Gespräch. Ich habe mich dann letztendlich die letze Zeit darauf beschränkt, mich ums Büffet herumzudrücken. Und herauszufinden, was wohl dort die Schmankerln des Events darstellten.

Dementsprechend meine 3 Konferenz-Essentials (früher) im Koffer.

Zahnbürste.

Die kann man ja immer gebrauchen. Nein, davon gibt es kein Bild. 😉

Unterhose.

Genau. Aber davon gibt es erst recht kein Bild!

Berufliche Visitenkarte.

Die berufliche Visitenkarte war seinerzeit so schwer zu bekommen (schließlich musste man einen Druckauftrag erteilen, … und sich vorher mit Vorgesetzten über den Inhalt derselben einigen) wie hässlich (das Design war zwingend vorgegeben).

Aber das machte ja alles nichts. Da ich ja ohnehin mit kaum jemandem als der Dame hinter dem Büffet ins Gespräch kam, konnte ich die ja getrost für mich behalten.

Und dann kamen BarCamps und Re:publica.

Und alles änderte sich.

Ich begann Vorträge zu besuchen die mich thematisch anfixten, auf dem Affenfelsen herumzulungern, wenn mir das mal zuviel wurde, palaverte mit mir aus dem Internet Bekannten, aber auch neuen Gesichtern, trank Mate-Tee… oder nein, sah andern dabei zu, dieses seltsame Getränk in sich hineinzuschütten. Irgendwann hielt ich dort garselbst Vorträge, verabredete mich (auf dem Affenfelsen), probierte neue Gedanken an anderen aus und lies solche an mir selbst ausprobieren. Ich ging Beziehungen ein und vertiefte diese sogar.

Das änderte meine 3 Essentials im Rucksack grundsätzlich. Ich brachte und bringe jedes wie dieses Mal mit.

Ladegerät 1.

ladegerät1

Niemand schien sich an meinem McBookAir zu stören, … und auch daran nicht, dass ich die ganze Zeit darauf herumhackte. Dadurch, dass ich mir das erlauben konnte, brauchte ich langfristig Strom.

Kabel 1.

kabel1

Das blieb aber nicht mein einziges Gerät. Da das W-LAN störanfällig schien, erschien es mir ratsam, mir mein Smartphone mitzunehmen, mit dem ich mir (fast 😉 ) jederzeit W-LAN selbst zur Verfügung stellen könnte. Da hatte ich ein Kabel, das für das Smartphone ging – wenn man es ein bisschen hineinquetschte – … aber auch in mein Zoom H2n, mit dem ich Aufnahmen von wichtigen Gesprächen machen konnte.

#rp13 Visitenkarte.

Visitenkarte #rp13

Jedoch auch die Re:publicaner standen irgendwie auf dieses Papier. Aber hier konnte ich auf meine Karten selbständig das drucken, was mich ausmachte. Dieses Jahr sogar – vergünstigt – mit einem #rp13 drauf.

Will jemand eine? Ich tausche gern. 🙂

Eure mons7 – demnächst in Berlin. Auf der #rp13.