Ja wie arbeiten sie denn??

Kleiner Bauarbeiter Foto: M. Muecke (www.kankuna.de)
Gerade gestern Morgen habe ich mir nebenbei das Social Breakfast mit Mirko Lange und Gunnar Sohn angehört. Dies, da ich im Home Office war – und somit meine vier anderen Kolleginnen nicht stören konnte.
Daneben gehe ich meiner Typo3- und Moodle-Arbeit nach.

Männer reden über Social Media

Nach einem Impulsvortrag, den ich leider so gut wie verpasst hatte (nachhören möglich… ), ging es ans Diskutieren.

Die Veranstaltung

Ich lauschte also dieser Diskussion, moderiert von Gunnar Sohn unter Teilnahme des Davorredners Mirko Lange (die kennt ihr Netzler ja) und ein paar Weiteren. Zum Nachschauen wie oben geschrieben klickste da, nur eben ein bisschen weiter gespult.

So interessant die illustre Männerrunde auch gesprochen, irgend wie lagen sie – wohl ob des fehlenden Frauenanteils* – bei einigen kleinen Aspekten daneben.
*Immerhin ist ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Social Media Nutzer Nutzerin und ein nicht unbeträchtlicher Anteil der arbeitenden Bevölkerung weiblich. Die hätten dann flugs und umgehend Folgendes moniert.

Ergo: *Remember*: Die Social Media Welt ist (auch) weiblich.

Bsp.: Die berühmten Digital Natives

Der auf seine Art sehr ansprechende und von Prensky (nachzulesen im Teil I und Teil II) geprägte Begriff wurde (mal wieder) als Kampfbegriff verwendet. Dabei ging an der Öffentlichkeit bisher vorbei, dass u.a. Schulmeister und das spätestens 2008 empirisch belegt hat, dass die Definition des Begriffes mehr als kritisch zu bewerten ist.
Nichts desto trotz könnte man ja den Begriff dennoch verwenden, klar dabei jedoch, dass die Arbeitsweisen (und Fähigkeiten) von Menschen, die man damit assoziiert, nichts (aber auch gar nichts) mit dem Alter zu haben.

Ergo: Digital Natives mag es geben. Aber die sind nicht zwangsweise jung.

Bsp: BYOD gibt’s bei uns gar nicht. Oder doch?

Weiters merkt ein Redner der Runde an, dass sich BYOD doch – infrastrukturell – nur Firmen wie IBM leisten könnten, faktisch jedoch beim Rest der (Firmen-)Welt (man verzeihe mir die Wiederholung in meinen eigensten Worten) nicht existent sei.
Mein oben abgebildeter Tweet dazu ist nicht ganz richtig. Ich bringe ZWEI Geräte mit in die Firma. Und ich nutze – um mir ein Mindestmaß an örtlicher Mobilität zu sichern – das für die Studierenden vorgesehene WLAN. Da offensichtlich nicht nur die Studierenden dies, sondern auch alle meine Kolleginnen mittlerweile nutzen – funktioniert dieses seit einiger Zeit mehr schlecht als recht. Ich stelle mir deshalb mit meinem Zweitgerät, einem Smartphone – mein eigenes WLAN bereit.

Ergo: BYOD gibt’s. Die jeweilige IT-Abteilung weiss nur nichts davon.

Ansonsten: Kurzweilige Unterhaltung. Gerne mehr davon.
Ein schönes Wochenende allerseits wünscht
Eure m

Subjektive Versatzstücke zur re:publica

Bildquelle. Sollte ich meine re:publica-Erfahrung in einen Satz gießen, so käme dabei folgender heraus: Nachdem ich meine Vorstellung von der re:publica losgelassen und die Realität zugelassen hatte, konnte ich letztendlich doch noch das eine oder andere Positive mitheimnehmen.

Doch dazu später. Das Gemecker zuerst:

1. Auf einer „Konferenz über Blogs, Soziale Medien und die digitale Gesellschaft“ hat jeder und allzeit WLAN-Zugang. (Vorstellung). Die Realität exemplarisch aufgezeigt an drei willkürlich ausgewählten Tweets zur #rp11, die das Wort WLAN enthalten:
@akkut: „Zum Ende der Veranstaltung funktioniert WLAN wieder. Bomben-timing. #rp11 #whistleblowing
@melli_e: „Endlich funzt hier mal das wlan, is ja auch erst der 3.tag #rp11“ und
@mahrko: „Zum ersten Mal WLAN-Empfang auf der #rp11. Erstmal die @medienkuh runterladen ;-)“.

2. Die Größe der Veranstaltung (in Teilnehmerzahl) korrespondiert mit der Größe der Räumlichkeiten. (Vorstellung). Die Realität hat @marcelweiss (natürlich auf Twitter) auf den Punkt gebracht: „Re:publica. Die einzige Konferenz mit 2500 Teilnehmern, die zur Hälfte in begehbaren Kleiderschränken stattfindet. #rp11“

3. Hat man schon die Chance, einen Vortrag, Workshop etc. einem in einem speziellen Bereich relativ kompetenten Publikum darzubieten (und es offensichtlich geschafft, durch die wie auch immer geartete Vorauswahl zu kommen, ist sowohl das Niveau einigermaßen hoch als auch die Präsentationsform den Zuhörern und Zuhörerinnen angemessen. (Vorstellung). Fakt war, dass ich genau einen Workshop besucht habe, in den ich sowohl hineingekommen bin (da ich knapp eine halbe Stunde vorher da war) UND den ich als hochwertig empfand. Ansonsten ist der Vortrag von Lobo (und das aus meiner Tastatur) aufgrund einer gewissen Kurzweiligkeit hervorgestochen.
Diese Quote an Inhaltsausbeute entsprach wohl auch derjenigen etlicher anderer Teilnehmer/innen. Dies konnte ich Gesprächsfetzen entnehmen, denen ich nebenbei lauschen durfte, wie jenen:
a) Also nächstes Jahr biete ich auch mal was an. Das sollte das Niveau heben. Oder
b) Na ja, wenigstens treffe ich mal ein paar Leute, die ich sonst nicht treffe. Das Gegenüber antwortet in etwa: Dann könnten wir ja nächstes Jahr einfach ein kollektives Grillen veranstalten.

Soviel zum Gemeckere. Jetzt zum Prozess.
Wie ich es geschafft habe, von meinen Vorstellungen/Ansprüchen herunterzukommen? Nun ja, ich habe mir zunächst gebetsmühlenartig vorgesagt: Leiden entsteht bekanntlich aus der Diskrepanz zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit. Akzeptiere einfach die gegebenen Umstände so wie sie nun einmal sind. Nach der fünftzehnten Wiederholung gebe ich auf. Es hat nichts genutzt. Ich beschließe, abzureisen. Und dann konnte ich bleiben.

Die Kleinode, die ich mit nach Hause nehme.
1. Begegnung mit einigen ausgewählten Menschen, was mein Bild, das ich von ihnen virtuell entwickelt hatte, ergänzte/modfizierte/bestätigte. Oder in den Worten von @CommaFactory: „Die #rp11 lebt von Menschen und Begegnungen (II)

2. Und wieder einmal: Die Erkenntnis, dass es bereichernder ist, mit möglichst wenigen Vorstellungen/Ansprüchen an eine Sache heranzugehen. Dazu gibt es nichts mehr zu Erläutern. Und

3. Zwei Hinweise auf laufende Forschungsarbeiten an einer amerikanischen Universität, an die ich anschließen könnte und auf ein relativ frisch gegründetes Instiut, das auch im Bereich meines Interesses forscht. Dazu gesonderte Blogposts, um diesen einen würdigen Platz und das verdiente Gewicht zu geben.

Zugegeben. Kleine Kleinode. Aber besser als nix 😉

Nachtrag: Zum Weiterlesen:
re:publica XI – mein rundblickender Rückumschlag (von Dörte Giebel)
Re-Publica 11: Oder Felix Schwenzel (von Thomas Knüwer)
re:publica 11 – eine Bloggerkonferenz ohne Visionen und Konzepte (von Wenke Richter)
re:publica 11 (auf derFreitag)
Notizen zur re:publica 11 (von Heinz Wittenbrink)
old:publica (von Robert Basic)

Die 7 Todsünden von KMUs beim Umgang mit Social Media

Bildquelle. Bei meinen gelegentlichen Streifzügen fallen Sie mir immer wieder ins Auge. Die Social Media Aktivitäten (manchmal auch In-Aktivitäten) von Unternehmen im Netz. Während die großen i.d.R. (schon) recht aktiv und professionell und mit größerem und kleinerem Erfolg, mit größeren und kleineren Aufregern dabei, mitspielen (die meisten haben bereits Guidelines erstellt, viele tauschen sich auf einschlägigen Veranstaltungen aus, manchen geht’s schon mehr um die Marke denn Unternehmung im Social Web), stellt sich die Lagen bei den sehr viel zahlreicher vorhandenen KMUs sehr viel differenzierter dar.

Leider habe ich mir die größten „Klöpse“ nicht als Bookmark markiert, jedoch kann ich diese mittlerweile – weil so häufig vertreten – in abstrahierter Form als die 7 Todsünden von KMUs im Umgang mit Social Media auflisten. Da ich eine kleine Ausarbeitung dazu vorbereite, möchte ich euch diese Auflistung – wohlgemerkt eine aus User-Sicht – einmal zur Diskussion stellen… mit der Bitte sowohl um dazu konträre und evtl. abweichende Meinungen/ Eindrücke auszudrücken als auch (falls vorhanden) Beispiele aus der eigenen Erfahrung, die meine Ausführungen bereichern könnten, beizusteuern. Ihr seht schon, ich betreibe gerade Crowdsourcing in Reinform. 😉

#1. Social Media unterschätzen.
Und mit Social Media zu unterschätzen meine ich nicht ein wie von Oetting diskutiertes Social Media ist (noch) nicht wichtig für uns, sondern vielmehr die totale Ignoranz à la auch diese Mode wird an uns – vielleicht nicht ganz schadlos aber immerhin – vorüberziehen.
Nun ja, ich mag in diesem Blog lediglich von mir ausgehen. Und damit keinen Fernseher zu haben und damit, nach und nach alle Zeitungen abbestellt zu haben, mag ich vielleich auf weiterer Flur alleine sein. Aber mitnichten ein Einzelfall.
Kennt ihr Beispiele für totale Ignoranz? Dann immer nur her damit.

#2. Teilbereiche von Social Media überschätzen.
Social Media ist also keine Option für unser KMU im Blickpunkt. Gerade dann jedoch – wenn man sich so gar nicht damit beschäftigt – beginnt man naheliegender- und meist zufälligerweise den zweiten Fehler. Irgend jemand im Unternehmen entdeckt nämlich so gut wie immer zufällig eine Passage im Social Web, die der Geschäftsleitung (meist weil zutiefst persönlich genommen) nicht zupasse kommt. Und gegen diese wird dann mit juristischen Keulen, mit riesigen Gegendarstellungen und sonstigen Kanonen vorgegangen, ohne Maß, da dieses ja – aus nicht Beschäftigung mit der Thematik – vorab nicht genommen werden konnte.
[Beispiele?]

#3. Wissen wie’s geht.
So funktioniert Lernen im Allgemeinen. Man liest, beobachtet und/oder macht, das um die drei Mal oder mehr… abstrahiert und bildet eine „Regel“ daraus. So ganz unbewusst und nebenbei. Das funktioniert jedoch – m.E. – für die Social Media Welt nicht. Da die zu dynamisch ist. Ich werde jeden Tag neu von euch überrascht. Formulierungen von Tweets von denen ich sicher bin, dass ich von euch Rückmeldungen dazu erhalten werde, verschwinden im virtuellen Nirvana, Communities erstehen aus diesem auf, die ich mental (schon) für tot erklärt hatte.
Übertragen auf mein Thema: Je mehr ein KMU weiss (will heißen zu wissen meint) was Social Media ist und wie es funktioniert – desto weiter ist es davon entfernt.

#4. Einfach nur verkaufen wollen.
Dass man als Unternehmung sein Produkt an den Mann/die Frau bringen will, ist klar und (über-)lebensnotwendig. Für einen einfachen Abverkauf ist jedoch ein Online-Shop die m.E. bessere Alternative als die jeweiligen Angebote bei Facebook oder Twitter einzustellen. Wobei… (s. #3), auch das funktionieren kann, wie kürzlich das Beispiel des Chef-Tickets der Bahn bewies.

#5. Die eigenen Maßstäbe anlegen.
[hier ringe ich noch mit einer passenden Formulierung]

#6. Die Mitarbeiter außen vor lassen.
Eines meiner Lieblingsthemen 😉 … [noch zu bearbeiten]

#7. Keine Zeit/ Manpower investieren.

Twitter & Co. mögen zwar erst einmal kostenlos sein, kosten langfristig aber zumindest eines, und das ist Zeit. Wer glaubt, seinen Mitarbeitern, Praktikanten oder Aushilfen die Bespielung der Facebook-Fanpage oder des hauseigenen Blogs mal so nebenbei aufbürden zu können, der täuscht (zumindest meines Erachtens). Zum Thema woher jetzt diese Zeit nehmen, finden sich im Übrigen bei @kadekmedien recht interessante Hinweise zum Weiterlesen.

Und ich geh jetzt erst mal Weiterrecherchieren, Weiterdenken, Weitersuchen.