Sie liebt interessante Arbeitsaufträge. Die Angelika zum #ldlmooc

Vornweg

Angelika, der ihr im Übrigen auf Twitter als Amirabai folgen könnte, hat mich besonders beeindruckt. Durch ihr Aufwerfen der Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen Öffentlichkeit und Lernen. Und dadurch, dass sie den 7 Fragen noch ein paar spannende Anmerkungen angefügt hat! 🙂

7 Fragen – 7 Antworten

Liebe Angelika,

hier die 7 Fragen an Dich. 🙂 Toll, dass Du mitmachst! :))

Gerne. Ich liebe interessante Arbeitsaufträge.

An welcher Stelle hast Du persönlich das ergreifendste/begreifendste Lernen im Rahmen des MOOCs erlebt?

Für mich ist es im Verlauf der Umsetzung der gestellten Aufgaben passiert. Und zwar an dem Punkt als ich meine Unterrichtseinheit fertig hatte und von Jean-Pol eine Nachfrage kam, was ich unter Präsentation verstehe. An diesem Punkt ist mir die Differenz zwischen seinem und meinem Verständnis aufgefallen und welche bedeutenden Implikationen seine Vorstellung für die Förderung von Partizipation hat.

An welcher Stelle hast Du Dir gedacht, och nö, das ist mir jetzt nichts mehr?

Hatte ich eigentlich nicht. Es war eher so, dass ich im Vorfeld gezögert habe teilzunehmen, weil ich dachte, LdL ist für mich klar genug und ich habe auch keinen direkten Anwendungsbereich. Ausschlaggebend war dann mein generelles Interesse an MOOCs und dass er privat von einem Kommilitonen organisiert ist, den ich schon kenne. Die Neugier wurde zu groß..

Wie hälst Du es damit, in der Öffentlichkeit zu lernen?

In diesem MOOC habe ich mir sehr stark die Frage gestellt wo meine Grenzen dafür liegen. Entstanden ist es durch die sehr überschaubare Zahl von Personen, die die Übungen öffentlich gemacht haben. Dadurch habe ich mich sehr stark exponiert gefühlt ohne aber zu wissen welche Art von Zuschauern es dafür gibt und ob sie überhaupt aus dem Kontext heraus zusehen. Es ist ja kein geschlossenes virtuelles Klassenzimmer wo irgendeine Art von Vorselektion erfolgt ist.

Jean-Pol habe ich auch als sehr puschend wahrgenommen und er hat bei mir auch bewirkt, dass ich sicheres Gebiet verlassen habe. Das ist nicht unproblematisch, denn dadurch habe ich meine eigene Grenze letztlich überschritten, ohne dass dies allein aus mir heraus erfolgte. Das in einem ganz öffentlichen Raum zu tun ist nicht unproblematisch. Ich würde mir so etwas lieber in einem geschlosseneren virtuellen Raum wünschen.

Was hat Dich motiviert, bis hierher, immerhin Woche 5, an der Stange zu bleiben?

Zwei Sachen: die praktischen Übungen und die überbordende Präsenz von Jean-Pol auf Facebook. Ich mag interessante Arbeitsaufträge, wo ich die Lösungen dann mit denen anderer vergleichen kann. Ich lerne bei Durchführung und Vergleich in der Regel sehr viel.

Weiterhin benutze ich Facebook zur Zeit sowieso fast täglich und Jean-Pol hat durch seine fortwährenden Postings gar nicht die Chance gelassen den MOOC zu vergessen und hat ihn immer präsent gehalten. Der Austausch auf Facebook war für mich außerdem sehr interessant, so dass ich auch immer schnell nachgeschaut habe was wieder eingestellt oder geschrieben wurde.

Hat Dir etwas gefehlt? War Dir etwas zuviel?

Da ich von Anfang an ohne Anspruch und nur neugierig an die Sache heran gegangen bin, war mir eigentlich nichts zu viel und gefehlt hat mir auch nichts, wenn sich diese Frage auf das Material bezieht. Ich hätte mir ein paar mehr aktive Teilnehmer gewünscht, um noch mehr Vielfalt zu erleben und auch um mehr in der Masse untergehen zu können.

Wie hast du die Mit-Teilgeberinnen im MOOC wahrgenommen?

??? Ich weiß leider nicht, worauf sich diese Frage genau bezieht. Vielleicht findest du Antworten darauf ja schon bei den anderen Fragen. An dem MOOC haben vergleichsweise viele teilgenommen mit denen ich auch schon vor dem MOOC zu tun hatte.

Wie viel % der geteilten Inhalte hast Du Dir genauer angeschaut, schätzungsweise?

Dazu müsste ich einen Überblick über die 100% haben, habe ich aber nicht, da ich nicht systematisch heran gegangen bin (was ich auch nicht vor hatte) sondern mal hier mal da gelesen habe. Gerade von Jean-Pol kam ja sehr viel, da habe ich überhaupt nicht mehr versucht den Überblick zu behalten, sondern bin je nach Interesse und verfügbarer Zeit vorgegangen.

Anmerkungen:

  • Für mich wäre jetzt die Anwendung, also das Ausprobieren und danach das erneute Zurückkehren zur Theorie wichtig

  • Mit dir selbst habe ich jetzt ganz neue Erfahrungen gemacht und ich finde, dass der rosafarbene Haarschmuck auf deinem Blog gut dazu passt. Ich habe deine fröhliche und begeisterte Art sehr zu schätzen gelernt. Als du beim letzten Hangout nicht sprechen konntest, hat dieser Teil schmerzhaft gefehlt.

  • Dieser quantitative Fragenkatalog ist eine sehr gute Idee! Ich habe die Fragen gerne beantwortet und mich aufgefordert gefühlt genau so zu berichten wie es für mich war. Dadurch habe ich jetzt den Eindruck mein Bestes getan zu haben, um dir ein brauchbares Feedback zu geben.

  • Ich denke nicht, dass dieser MOOC für irgend etwas repräsentativ ist. Dazu ist er viel zu stark vor allem von Jean-Pol bestimmt gewesen. Ohne ihn als die spezielle Person die er ist, wäre er gänzlich anders verlaufen.

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P.S.: Eine Übersicht (Index) über Menschen, die sich den 7 Fragen zum #ldlmooc gestellt haben, ist hier zu finden.

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