Sommerloch?

… aber nicht doch! ;) … ich blogge nur gerade drüben. Auf der Minimamuse.

Z.B. zum Thema, wie Geld (doch) glücklich machen kann.

 

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Ich. Auf (meiner neuen) Arbeit. ;)

DarthMons

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#blogparade #minimalismus Der Elfenbein-Reif

Die @diegoerelebt hat zur #blogparade aufgerufen.
Die aufgeworfene Frage, die sie in gleichem Post für sich selbst beantwortet – lautet

Es gibt Zeugs, dessen Verlust uns das Herz zerreißen würde, obwohl es irgendwie unnütz und überflüssig ist – aber eben auch “unbezahlbar”, weil der ideelle Wert so enorm hoch ist. … welcher Gegenstand fällt dir als erstes ein, wenn Du diese Zeilen liest? DAS ist genau das Ding, über das es sich zu bloggen lohnt! Und zwar im Rahmen dieser Blogparade – an der natürlich nicht nur MinimalistInnen teilnehmen können. ;-)

Der Aufruf lautet ganz einfach: Mach ein Foto von einem Gegenstand, der für Dich in die Kategorie “unnütz & unbezahlbar” fällt und erzähl uns seine (also Deine) Geschichte!

Hier ist die meinige. Die Geschichte des Elfenbein-Reifs.

Ganz nüchtern, um was handelt es sich?

Einen elfenbeinenen Armreif. In einer Größe, dass ich mir ein wenig Mühe geben muss, ihn über die Hand zu bringen. Für den Lohn, dass er dann dort verbleibt und nicht herunterrutscht, außer ich will ihn wieder ablegen.

Der Elfenbein-Reif

Wo kommt der her?

Das letzte, an das ich mich – und das liegt zurück in meiner Kindheit vergraben – erinnern kann, als ich den Elfenbein-Reif sah, war im Wohn- und Gesellschaftszimmer meiner Großeltern. Dort lag er auf einem aus meiner heutigen Sicht wunderschönen Möbelstück, das so hoch war, dass ich an den Reif nicht heranreichte. Ich sah ihn nur, von der weiter weg platzierten Chaiselongue (wahrscheinlich ist das nicht das richtige Wort, aber Couch wäre noch unpassender) aus. In diesem Zimmer durfte, wie im ganzen Stockwerk, geraucht werden. Was auch so ausgiebig getan wurde, dass man an manchen Tagen, so man das Zimmer aus der frischen Waldluft draußen kommend betrag, die Menschen zunächst nur hören konnte. Ein dicker weiß-grauer Schwaden trennte mich von den Stimmen, die Tränen, die mir vom Rauch in die Augen schossen, taten ihr übriges. Aber man gewöhnte sich schnell daran. Durch den Rauch kommt wohl auch die unterschiedliche Färbung des Reifes zustande. Der dunklere Teil war nach oben positioniert, der helle, auf der Seite lag der Reif. Ansonsten ist er perfekt. Keine eine Macke verunstaltet das Material, das sich so besonders anfühlt wie keines, das ich je angefasst.

Was dazwischen mit dem Reif geschah, weiß ich nicht mehr, habe es vergessen. Zu lange ist er nun schon in meinem Besitz.

Ein kleiner Stich

Einen kleinen Stich versetzt mir jedesmal der Gedanke, dass ein Elephant dafür ein Leben lassen musste. Also nicht nur wohlige Assoziationen sind damit verbunden. Vielmehr ein ganzer Mix von Gedanken und Gefühlen. Denn

Die Geschichte hinter der Geschichte

ich befinde mich in besagtem Wohn- und Gesellschaftszimmer. Die großen Kinder sind ins Gespräch über Politik, den Sinn des Lebens und dessen Konkretisierungen verwickelt. Ich selbst – ein stilles Kind – denke mir Geschichten u.a. zu besagtem Elfenbein-Reif aus. Die handeln von Verlust, Abenteuer, von Afrika, großer Liebe und deren Beweisführung. Die Geschichte des Odysseus ist eine Kurzgeschichte dagegen. ;)

Wo der Reif wirklich herkommt? Ich sollte beim nächsten Familientreffen mal eines der älteren Mitglieder

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danach befragen. Oder lieber doch nicht. Sonst fällt vielleicht noch der Zauber ab, der mich jedesmal bespringt, wenn ich den Reif zu den seltenen Gelegenheiten, zu denen ich den trage, an meinem Arm herumdrehe.

Und jetzt ihr! Welches Teil braucht ihr eigentlich nicht, würdet aber niemals davon lassen?

Eure @mons7

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Ich wär’ gern #quotenfrau. Immer her mit dem Job! ;)

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Gerade geistern mal wieder Beiträge durch meine Timeline zum Thema, wie Männer und Frauen in der Öffentlichkeit wahrnehmbar sind und warum. Ausgelöst wurde das ganze wohl durch eine Kritik auf Facebook, dass im derzeitigen Herfterl von @brandeins gar wenig Weiblichkeit vertreten.

Das Facebook-Posting

Der Ursprungs-Kommentar, der Wohl das Steinchen, das die Welle ausgelöst, handelt vom freudigen Durchblättern und darauffolgendem Stutzen.

Noch den Titelmann im Kopf bemerke ich allerdings dann, dass mich noch weitere Herren anstarrten. In meiner Wohnung angekommen, sah ich noch mehr. Und noch mehr. Und noch mehr. Und fragte mich, was eigentlich mit den Damen passiert ist.

Wer den ganzen Beitrag lesen mag (der gar nicht lang ist), der klicke hier.

Die Anklage-Schrift

Diesen Post aufgegriffen und die Reaktion darauf schon in um einiges länger (also wenn die Kommentare zum Facebook-Post nicht hinzuzählt ;) ), im Blog wirres.net. Hierhin führten gar vielerlei Links. Zusammenfassend wird darin kritisiert, dass die brandeins Redaktion sich anmaße oder glaube, “Spiegel der Gesellschaft” zu sein. Einige Interpretationsweisen dieses Zitats werden im Post vorgeschlagen. In bissig bis witzig. ;)

Die HuffPo-Erklärung dazu

Nicht lange mit einem Kommentar zur eigentlichen Sache, nämlich die Unterrepräsentanz von Weiblichkeit in der Öffentlichkeit wird mit der Wahrnehmung und Sozialisation von Weiblichkeit erlärt. Zum ausführlichen Posting geht’s hier entlang.

Nachdem Mirko Lange die Diskussion noch einmal in seinem Dunstkreis aufgeworfen hat, dachte ich mir, gebe ich halt auch mal meinen kleinen Senf dazu.

Meine bescheidene Meinung/Erfahrung

so als … Frau. ;)

Ermutigung tut Not? gut?

Ich selbst wäre wohl nie freiwillig auf eine Bühne, auf eine Couch vor einem Publikum oder an ein Mikrofon gesprungen. Allerdings hat mich vor einigen Jahren Jean-Pol Martin in Hamburg mit einer unwiderstehlichen Mischung aus Ermutigung, des Pushens und eines unglaublich klugen und witzigen Schachzuges auf eine solche Couch befördert.

Und als ich feststellte, dass ich hinterher davon nicht gestorben war, vielmehr sich mein Netzwerk schlagartig mit einer Vielzahl schlauer und interessanter Menschen erweitert hatte, war ich daraufhin immer wieder bereit, mich auf so etwas einzulassen. Allerdings noch lange mit einigen Worten der Ermutigung von Anfrager-Seite.

ERGO: Sucht ein Veranstalter gute Vortragende, könnte er ja mal versuchen, die Such-Arbeit durch Ermutigungs-Arbeit zu ergänzen. Und würde dadurch wahrscheinlich interessantere Vortragende (auch weibliche) ergattern, als die ewig gleichen abgelutschten.

Vom Bild der Vorbilder

Viele Vortragende empfinde ich als selbstverliebt bis arrogant. Auf der anderen Seite habe ich von der anderen Seite, nämlich von der Bühne aus mittlerweile gelernt, dass ein Vortrag vor einer Masse eben i.d.R. kein Dialog/Gespräch ist. Und dass ich – schon allein durch das Setting – wohl auch ab und an zumindest unnahbar gewirkt habe. Ein Problem des Verhältnisses one-to-many.

ERGO: Mut zu anderen Settings, verehrte Veranstalter. Die wären evtl. attraktiver für Vortragende der anderen Art. 

Apropos Masse….

Wie viel Masse verträgt klasse? Wie viel bracht sie davon?

Mich selbst störte es eine zeitlang, wenn ich mehr als einem Vortrag im Monat zugesagt hatte. Dies, da ich sehr viel Hirnschmalz in die Vorbereitung hereingebe. Und hinterher von mir selbst eine Erholzeit von Öffentlichkeit (also physischer) erwarte. Auf der anderen Seite braucht man eine bestimme Anzahl des Aufschlagens vor Publikum, um erst einmal als potentielle Redenerin zu bestimmten Themen wahrgenommen zu werden.

Wie viel Ehrgeiz bis zu Ehren?

Besitzt man diesen Ehrgeiz (des wahrgenommen werden Wollens) nicht (wie ich), so muss man wohl doch auf irgendeine Quote hoffen.

Ergo: Quote und Mehr für einen Übergang in entspanntere Zeiten

Ich finde als Veranstalter zu sagen (wie beim CSF2014 wahrscheinlich geschehen), ich gehe doch einfach mal davon aus, dass ich die Hälfte der Redner Frauen haben möchte (und auch alles dafür tun werde), ist für eine Übergangszeit gar nicht so dumm. Das Problem der Verteilung wird sich m.E. auf lange Sicht aber von selbst erledigen (ich hoffe das noch zu erleben). Das habe ich auf einem runden Geburtstag kürzlich erlebt, auf dem drei Mädchen spontan eine Show mit dem Gaststätten eigenen Mikrofon unter Einbeziehung der Gäste hingelegt haben, die mich von der Qualität her, dem Witz und der an den Tag gelegten Schlagfertigkeit erblassen haben lassen.

Anscheinend – aber das kann ich nur an diesem einen meinem Erlebnis exemplifizieren – kommen da einen ganze Reihe begnadete Vortragende durch veränderte Art der Erziehung und des Umgangs der Eltern mit dem Nachwuchs nach. (Leider konnte ich vor gebanntem Zuschauen nicht mitfilmen.)

Wie seht ihr das, liebe Lernspielwiesen-Beleser?

Fragt sich

Eure @mons7

 

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Mein persönlicher Rückblick auf den #web20k

Gestern gab es ja die Abschluss-Session des #web20k. Auch für  mich persönlich Moment und Gelegenheit eines Rückblickes. Der aber, wie ich bei nochmaligem Durchlesen des Folgenden, als eher grundsätzliche Überlegungen zu MOOCs, zum Online-Lernen, zu diesem Internetz und uns Persönlichkeiten darin, entpuppen.

Vom Tool oder der Didaktik aus?

Das war ja ein ganz grundlegendes Motto des #web20k. Ja. Wir machen uns mit den Tools vertraut. Weil nur wer mit dem jeweiligen Tool vertraut, er/sie es auch didaktisch einsetzen kann, mag, wird. Aber nur eine Woche lang. Also das Vertrautmachen.

Dann kam aber gleich der Schwenk. Wir schauen uns das ganze von der Didaktik aus an. Was wollen wir da? Wann wie mit wem und so? … Ist es dann noch zu gebrauchen, oder wie gebrauche ich es, das Tool, kreativ anders vielleicht als intendiert, dass es zu gebrauchen ist? So als Lehrende? Beispiele haben wir dafür einige wirklich interessante bekommen. Der Pelzer, der mit Facebook lehrt. (Das einzige, was mir da nicht so zugesagt, dass es Zusatzangebot, und nicht dieses LMS-”Gedöns” ersetzen konnte. Aus aber überzeugenden Gründen.) Oder auch die beiden Innovatoren Herren Larbig und Spang mit dem weithin wahrgenommenen #edchatde.

Ich selbst würde/werde meine nächste Lehre versuchen an nur einem einzigen Tool festzumachen. Und dann die didaktischen Begehrnisse daran ausprobieren. Und gleichzeitig das Tool ausprobieren. Also schon von BEIDEM ausgehen. EINEM Tool. Z.B. #twitter. ;) … und dem didaktischen Begehr, dann bezogen auf dieses. Um Tiefe der Überlegungen und des Probierens zu erwirken.

Exkurs: Breit oder tief?

Was meine ich mit breit oder tief?

Mit tief, die “Tiefe” der Gedanken, damit auch die Intensität der Beschäftigung mit einer Thematik.

Ebene 0
Auf unterster Ebene stehen Fragen wie … Was gibt es so alles? Und wie funktioniert das?
Ebene 1
Wenn ich darüber was weiß dringe ich weiter in die Thematik vor, wenn ich z.B. frage will ich eigentlich (z.B. vom didaktischen her) dies oder das? Wie komme ich jetzt “technisch” dahin?
Ebene 3
Und noch weiters, umfassender, kann ich mir z.B. die Frage stelle, welche Haltung ich zum Lehren und Lernen einnehme. Was hat das in Bezug auf “Technik” die ich (nicht) nutze für Auswirkungen?

Was verstehe ich unter breit? Nebeneinander stehende Themen (oder Aspekte), mit denen man sich potentiell beschäftigen könnte, wenn man sich z.B. mit dem Dunstkreis der Thematik “Internet und Bildung/Lernen” beschäftigen möchte.

Lernen in digitaler Öffentlichkeit – wie fühlt sich das an?

Bei mir bleibt – auch nach dem #web20k – die Frage, ob es sich beim Lernen in (potentieller) Öffentlichkeit handelt es sich bei denjenigen/derjenigen, der/die dies praktiziert

  • um eine bstimmten Schlag an Persönlichkeit handelt oder (oder vielleicht und?)
  • eine Art Entwicklung, die man nach und nach als Lehrender/Lerner durchmacht oder (oder vielleicht und?)
  • einfach eine Entscheidung darstellt (wie z.B. à la open access zu veröffentlichen?)?

(Potentielle) Öffentlichkeit fühlt sich offensichtlich für verschiedene Menschen verschieden an. Warum? Wie ändert sich das Befinden dazu?

Exkurs: Meine persönliche Entwicklung in Richtung (potentieller) Öffentlichkeit

Stufe 0) Nichts im Internet von mir vorhanden.
Stufe 1) Bloggen unter Pseudonym. (marianne)
Stufe 2) Das Internet zur Interaktion nutzen. (Aktives Twittern auf dem EduCamp Graz)
Stufe 3) Das Internet als Erweiterung des Wirkungskreises zur Generierung von Interaktion und Inhalten. (EduCamp Hamburg)
Stufe 4) Thematische Kolsolidierung und Bezug auf Peers. (#opco11, Etablierung Lernspielwiese)
Stufe 5) Anreicherung/Erweiterung in Richtung Bewergbild. (#ununi.tv)

Woran mache ich Lernen oder Scheitern fest?

Tatsächlich an Artefakten, die ich produziere oder die im Rahmen eines Lehr-Lern-Settings produziert wurden. An (für mich wie auch immer wahrnembarer) Interaktion, aber in Lehr-Lern-Settings vor allem für mich wahrnehmbare Interaktion zwischen den Teilgeberinnen. Zudem am Verhältnis zwischen Administration und (Zwischen-)Ergebnis.

Alles oben gesagte sowohl als Lehrende wie auch als Lernende.

Und was kommt jetzt?

Ich möchte jetzt endlich mal von dieser… ich nenne es mal *thematische Selbstreferentialität* wegkommen. Kurse im Web über Web. Und hier bin ich schon auf dem Weg, z.B. auf MinimaMuse. Außerdem weg vom großen Ganzen, hin zum Konkreten. Überlegungen und Recherchen sollen natürlich immer in Artefakten münden.

Für heute aber mal TSCHÜSS. TSCHÜSS #web20k. Vielleicht werfe ich ja nochmals einen Blick zurück, um auswertend zu vergleichen.

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Smartphone hinter mir gelassen. Bleib gelassen.

Was bisher geschah

Nach in meiner alten Heimat ausgelassener runder Geburtstags-Party habe ich doch glatt – da zum Aufladen aus der Hand respektive Tasche gegeben – mein Smartphone (hinter mir) liegen gelassen.

Ihr kennt dieses durch und durch gehende Gefühl dieser Erkenntnis, wenn man einige Zeit später an die gewohnte Stelle greift, diesmal aber in die Leere.

  1. Panik.
  2. Schweiß auf der Stirn.
  3. Aktionistisches wenden gleich hier und jetztauf der Autobahn, um es zurück an seinen angestammten Platz zu holen.

Nach mehreren Durch- und Anläufen von 1-3 findet man sich schließlich mit dem Ist, dem Hier und Jetzt ab. Holt seinen halb eingetrockneten Kuli aus dem Handschuhfach, schnappt sich die alte Tankquittung umgekehrt, also auf der Rückseite, um seine (also meine) Gedanken zu ordnen.

Nächstmöglicher Zeitpunkt der realisierten Rückgewinnung des guten Stückes: Sonntag.

Was vermisse ich eigentlich bis dahin?

  • Telefonieren. Anrufe die reinkommen. Dass ich raustelefonieren kann?
  • Beständiges im Auge haben, wenn ich Mail kriege?
  • Dass ich Fotos schießen kann, die ich später in meinen Blog-Artikel einbaue, damit ich nicht in Urheberrechts-Verletzungen verfalle?
  • Dass ich in der U-Bahn nicht die Kindle-App aufrufen kann, um mein Buch weiterzulesen?
  • Dass ich meinen Kalender nicht parat habe, in dem steht, wie mein Arbeitsleben-Tag losgeht?

Ich weiss nicht. Was würdet ihr vermissen, so mal spontan ohne Smartphone?

Fragt sich und euch

@mons7

 

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Entspannter Lesehappen für den #web20k fürs Wochenende

Der #web20k geht so langsam in die heiße Endphase (Modul 5 von fünfen), da tut es doch mal gut, sich zwischendurch der gesamten Thematik ein wenig entspannter zu widmen, z.B. über ein Blog von jemand ganz anderem. Den habe ich nämlich wochenends ganz durch Zufall (Twitter macht’s möglich! ;) ) entdeckt, und darin ein paar Aspekte, die uns bis hierher beschäftigt, angeregt, … (z.T. in den Wahnsinn getrieben. ;) ).

Ein Weblog – ein Weblog!

Die Bloggerei, insbesondere jene im Lehr-Lern-Kontext, war ja in Modul 3 dran. Das Blog, das ich hier zum Stöbern empfehle, ist eines mit vielseitigen Themenbereichen. Persönlich gehalten. Subjektiv. Und es gibt mir die Gelegenheit noch eine Anmerkung zum Modul 3 zu machen, die ich dorten verpasst.

Nämlich dass ich persönlich finde, dass Lehrende, die Blogs im Rahmen ihrer Lehre einsetzen dann dies überzeugender tun können, wenn sie selbst bloggen/gebloggt haben. Wenn sie ihren Standpunkt dazu gefunden. Nicht, dass ich glaube, dass je eine Stundentin hier gelesen hat, während der Phasen meines Lebens, in denen ich an der FH gelehrt. Aber ich konnte es m.E. dann und damit überzeugender tun.

Ich höre schon die Gegenrede. Ein Chirurg wird sich ja auch nicht den Arm amputieren lassen, für die Erfahrung, bevor er tätig wird. Ja. Denn das würde er dann wahrscheinlich nicht mehr. Nicht nur, wegen des fehlenden Armes. ;) Aber hinweg von der Polemik, hin zum Eigentlichen. Ich wollte aufmerksam machen auf bestimmte Posts.

Ein Post übers Twittern

Im Modul 4 haben wir uns mit dem Microbloggen auseinandergesetzt. Woche 1 davon diente dazu, uns auszuprobieren, unser eigenes Plätzchen dort einzurichten. Es ging also, vor der didaktischen Wende, erst einmal um uns. Um unseren ureigenen Umgang damit.

Sein 5-jähriger Twitter-Geburtstag lässt ihn darüber nachdenken, warum er immer noch dort. Und kommt darauf, dass Micro-Blogging für ihn Impulsventil, Anteilnahme, Findungshilfe von Menschen, die gleiche/ähnliche Themen beackern: Twitter “bringt [..] mich so schnell und direkt zu Menschen und Themen, die mich interessieren, wie nichts sonst.” Und als Diskussionsplattform, “denn alles, was man twittert, kann Diskussionen auslösen, mitunter auch solche, die man am Ende nicht mehr selber führt.”

Ach ja, falls ihm jemand dort folgen mag, es handelt sich auf Twitter um den @kopfkompass.

Und auch ein Cloud-Tool (Modul 2) kommt in besagtem Blog zur Sprache.

Eine Wuala-Empfehlung

… unter anderen Empfehlungen hier nachzulesen. Aber weder Wuala, noch der Twitter-Post waren der Erst-Kontakt zu diesem wunderbaren Blog. Sondern.

Der Einstieg – ein ganz anderes Thema

Der Einstiegs-Artikel, der mich hingelockt, war jener zum Verhältnis zu Dingen. Ein Bekenntnis zum #minimalismus. Einer Haltung, der auch ich, insbesondere wochenends gedanklich, neuerdings woanders fröne.

Ergo

Man sieht, über unsere Thematik kann man sich auch ganz entspannt weiter durchs Internet hangeln. Solcherlei erqickliche Texte und Blogs immer gerne genommen, besonders im Kommentarfeld.

Einen entspannten Rest-Sonntag noch an alle Teilgeberinnen und Teilgeber… und guten Endspurt wünscht

die @mons7

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Filed under #web20k, Minimalismus

Erstes Konzept eines Universitätsseminars zum Thema “Neue” Medien – mit #ldl

Vornweg

[Vorwort aus meiner studentischen Vergangenheit - einfach überlesen, wenn nur an Konzept interessiert.]

Aus Studierendensicht fand ich die Zwangsjacke des Semesters, diese wenigen Zeiten des Zusammenkommens, immer wieder … … semioptimal. Man musste vor Ort sein. Zur ersten Sitzung, die meistens ausfiel/nicht stattfand. Also nächster Versuch. Zur nächsten Sitzung kam man nicht mehr rein. Überfüllt. Nicht schlimm, weil das legte sich alsbald im Rahmen des Verlaufs des Semesters. Aber so war wieder eine Chance auf Input und Austausch verpassst. Dann zu möglichst allen Sitzungen hin. Denn es gab keinerlei andere Chance an Information, an Austausch, zu irgend einer Fragemöglichkeit, war man nicht vor Ort.

Dass Studierende untereinander kooperiert hätten mag stimmen. In meinen Fällen waren mir die Studierenden so unbekannt an der Massenuni, ich schaffte es gerade mal Kontakte bis zum Ende des Semesters aufzubauen. Und dann waren sie schon wieder in alle Himmelsrichungen verschwunden. Erasmus in andere Länder. Die anderen in andere Seminare. Die mir inhaltlich oder formal nicht passten.

Rahmenbedingungen

Heute, aus Sicht einer Lehrenden, finde ich das System klasse. Es ist einfach. Alle die interessiert sind, müssen halt einfach nur zu einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit aufschlagen. Alles was gefragt wird, wird von mir beantwortet. Ich habe die Menschen vor mir. Kann mir einen Eindruck von ihnen machen.

Das habe ich also zur Verfügung. Je nach Semester und Hochschule so zwischen 15 und 18 vor Ort Terminen.
Und ein Thema.

Gestaltung eines Seminars am Beispiel “Neue” Medien (ich bin Erziehungswissenschaftlerin) unter Zuhilfenahme von #ldl

Was könnte ich jetzt nicht alles daraus mit #ldl machen. :) Bei meiner nächsten Chance zu machen, mache ich Folgendes.

Startsession

Erzählen und ausprobieren, was #ldl ist, Menschen den jeweiligen Sessions zuweisen. Kurzen Einblick in Thema geben und thematische Unterbereiche anreißen.

Raster der eigentlichen Sessions

  1. Organisatorisches und Unvorhergesehenes (könnte man auch an den Schluss legen bzw. kurze Einheit an den Anfang und kurze Einheit an den Schluss)
  2. Input Studierende: Von mir vorgegebene wiss. Artikel
  3. Aktion Studierende: Praktisches Ausprobieren zu ausgewähltem Aspekt
  4. Reflexion Studierende: Eigene Haltung zur spezifischen Thematik unter Bezug auf 2.

15-18 thematische Bereich für die jeweiligen Sessions

In den 15 – 18 Sessions möchte ich bestimmte Aspekte fokussieren, und bezogen auf diese Aspekte über die Bereiche 2-4 oben vertiefen. Jedenfalls müsste dem Seminar eine rote Linie zugrunde liegen. Evtl. ein einführendes Werk der Medienpädagogik, vielleicht Süß, Lampert, Wijnen (2010)… oder vielleicht doch den Marotzki, Meder (Hg.) (2013)? (Amazon Affiliate Links). Welche Aspekte könnte man daraus extrahieren? Ein paar Beispiele.

  1. “Neue” Medien? – Annäherung an einen unscharfen Begriff
  2. Medienkompetenz
  3. Digital Natives?!?
  4. [gestalten nach Interessen der Teilgeberinnen]
  5. Ausgewählte Empirische Forschungsergebnisse
  6. Haltungen und Positionen
  7. Medienpädagogik gestern, heute, demnächst
  8. [gestalten nach Interessen der Teilgeberinnen]
  9. Ausgewählte konkrete und aktuelle Beispiele
  10. Umgang mit Medien – Kontrolle des Zugangs
  11. Umgang mit Medien – Prosument werden, Prosument sein
  12. [gestalten nach Interessen der Teilgeberinnen]
  13. Umgang mit Medien – Nutzung und Reflektion
  14. Medienpädagogik… in der Schule
  15. Medienpädagogik… in der Hochschule
  16. [gestalten nach Interessen der Teilgeberinnen]
  17. Medienpädagogik… in der Weiterbildung
  18. Noch einmal: Schlüsselbegriffe

Letzte Session

Exklusiv dem gewidment, wie die Prüfung abläuft, was die Anforderungen an Bestehen (und gut sein) sind; es sollen keine organisatorischen oder sonstigen Unsicherheiten auf Studierendenseite bleiben.

Prüfungsleistung

Noch zu überlegen. Evtl. Entwicklung eines didaktischen Konzeptes unter Einbezug von “Neuen” Medien. Dabei Diskussion der Chancen, Herausforderungen und möglicher Hindernisse.

#ldl hat mir tatsächlich wieder Lust auf Lehre gemacht. Wer hätt’s gedacht.

Eure @mons7 :)

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Filed under #ldlmooc, Lehre

Blogs. Orte des Austauschs

Was ist mein Blog?

Was ich zu Beginn meines Blogger-Daseins kaum für möglich gehalten hätte, dass ich mehr Schreibideen, -lust und -kapazitäten habe, als in einen einzigen Blog passen. Deshalb habe ich die Lernspielwiese und Vorgänger-Blogs immer als Potpourri oder Mosaik gesehen. Das Splitter meiner Interessen, geschrieben in der Tonalität meiner Persönlichkeit, in die Online-Welt hineinspiegelt.

Was ist ein Blog?

Gar nicht gemerkt habe ich, wann das Blog hier nach und nach zum Themenblog wurde. Gemerkt habe ich es daran, dass ich so abseitige Artikel (wie dieses Zitat hier, das ich im Post mit #minimalismus in Verbindung und überschrieben habe) mit ein wenig Bauchschmerz hier gepostet habe. Sie pass(t)en einfach nicht mehr in die Reihe. Das Blog hat sich zu einem Themenblog mit Schwerpunkt auf Bildung und Lernen in diesem Internetz hin entwickelt. Was nicht von mir vorgesehen war. Was die Frage aufwirft

Wohin mit meiner Minimalismus-Leidenschaft

Manchmal werden einem die Antworten einfach geschenkt. So hat die Dörte just und gerade einen wunderbaren Ort des Austausches, also ein Blog, geschaffen, bei dem es sich um …. Minimalismus dreht. Und mir gleich ein Plätzchen für einen Gastbeitrag gewährt. Auch Lust, dort etwas beizutragen? Hier steht, wie’s geht.

Auf dass sich die MinimaMuse so leidenschaftlich, so von Muße erfüllt, so kooperativ, so inspirierend, so voll von Leben weiter entwickele, wie sie uns mit ihrer Frische und Neuheit überrascht.

Eure @mons7hier zu Bildung und Lernen in diesem Internetz, dort zu Minimalismus und Mehr.

 

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Filed under Minimalismus, Weblog

Lehren und von der Kunst des “Meisterpushens”

Der #ldlmooc ist rum. Zum Schluss gibt es, wie bei vielen Veranstaltungen, noch einmal eine Runde, in der Wertschätzung ausgesprochen wird, dem einen oder anderen ein Danke zugeworfen. Weil wir seinen/ihren Beitrag eben schätzen und deshalb wertschätzen wollen. Eine Person, die viele von uns wirklich angestoßen, motiviert, weitergebracht, ermutigt hat, ist Jean-Pol Martin. Seines Zeichen auch gleichzeitig Begründer von #ldl.

Dies drückt sich beispielhaft, aber auf den Punkt treffend, im Tweet von Peter Ringeisen aus. Der dehalb auch schon vielfach retweetet, weil so einigen aus dem Herzen sprechend.


Was aber meinen wir mit “Meisterpusher”, was ist das für ein Verhalten, Tun, das uns da so bedankenswert erscheint? Können wir es eventuell nachtun, in unseren eigenen Lehr-Lern-Settings? Zwar nach unserer Facon, aber angeregt und inspiriert davon? Ich versuche die Gabe des Meisterpushens einmal in kleinere Einheiten zu zerlegen.

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Meisterpushen ist (auch)

1. Präsent sein/Präsenz zeigen

Wie auch immer man das macht, ohne dem Burn Out zu erliegen. Wahrscheinlich vergleichbar mit Professoren und Professorinnen an der Uni. Da gibt es solche, die einem immer mal wieder über den Weg laufen. Und andere, die man – obwohl aus dem gleichen Fachbereich – höchstens als Namen auf der Telefonliste kennt. Ersteren vertraut man natürlich eher mal, spricht sie eher an, arbeitet auf den kurzen Wegen zusammen. Analoges gibt es wohl auch im Netz. Da kommt einem immer mal wieder ein Tweet unter. Man bezieht sich in einem Blog-Post aufeinander. Läuft sich vielleicht auch mal bei einer Offline-Veranstaltung über den Weg. Je öfter diese kleinen Begegnungen, desto eher und mehr hat man das Gefühl der Präsenz einer Person im Netz. Verstärkt wird das auf jeden Fall über ähnliche Interessen- un Erforschungsgebiete.

Jean-Pol war während des #ldlmooc (und auch schon davor) auf jeden Fall präsent! Wahrnehmbar, ansprechbar.

2. Potentielle Teilgeberinnen direkt ansprechen

Dass diese Direktansprache funktioniert, kennen wir von offline. Diese Direktansprache wird versucht maschinell zu imitieren z.B. über MOODLE, wenn man sich erstmals in einen Kurs einschreibt und dann diese lieblose Mail kommt, man solle doch bitte ein Profilbild hochladen. Damit man besser zusammenarbeiten könne. So in der Art. Aber das ist etwas anderes.

Etwas anderes, als wenn Herr Larbig oder der Tastenspieler einen im #edchatde begrüßt. Nämlich so, dass man gemeint ist. Mit kleinem Hinweis auf Gemeinsamkeit oder kürzliches Ereignis, auf etwas, das einen gemeinsam beschäftigt. Kaum wahrnehmbar für Menschen, die beide Seiten nicht kennen. Aber wahrnehmbar dennoch die Intention. Ich meine DICH. Du bist ein wertvolles Mitglied unserer Community. So bestärkt legt man sich in den kommenden 60 Minuten doch maximal ins Zeug.

Oder wenn einer der beiden fragt, ob man denn nicht einen #edchatde Summer Special übernehmen mag. Vorher hat man sich (ich mir) vielleicht schon mal gedacht, oh, das würde mich auch interessieren. Aber noch nicht gehandelt. Das Handeln wird durch das Ansprechen wie aktiviert/angeschalten. Es funktoniert. Weil es ehrlich gemeint und von Herzen (und nicht einer Maschine) kommt.

Direktansprache, die funzt, das ist, wenn ein @mschaki die @mons7 fragt, ob sie nicht die Twitter-Fee im #ldlmooc sein mag. Aber das ist eigentlich Aspekt 3.

3. Aufgaben vergeben/anfragen

So ein Lehrender, der (noch) ganz auf Produktion, Verteilung, Aufbereitung von Content geeicht, hat unglaublich viel zu tun. Kommen jetzt andere Aufgaben in Zusammenhang mit dem Social Web noch dazu, ist das m.E. nicht mehr zu schaffen. Deshalb müssen die Aufgaben auf die Teilgeberinnen verteilt geben. Was auch sein Gutes hat, denn – ganz im Sinne von #ldl – komme ich als Teilgeberin dann aus meiner passiven Rolle heraus. Ich schaue nicht mehr Fernsehen, sondern ich gestalte mein Lernen und das meiner Mitlerner mit!

Ich kann als MOOC-Macher nicht auch noch die Twitter-Fee sein. Finde eine Twitter-Fee. Und schenke ihr damit ein Lernabenteuer! Danke Marc. :)

4. Roten Faden “verteidigen”

Wenn aber die Teilgeberinnen aktiv werden. Aufgaben annehmen. Vielleicht sich eigene Aufgaben stellen. In ihre eigenen Richtungen diskutieren. Dann braucht es auch wieder jemanden, der “die Spur”, die wichtigen Teile des Inhaltlichen, das Relevante kennt. Und alle wieder zurückbringt, von den Abwegen ins Zentrum lockt. Sozusagen den roten Faden verteidigt. Wenn ihr wisst was ich damit sagen will.

5. Produkte weiterteilen

Entlang dieses roten Fadens (und auch in Nebenbereichen) gibt es – hoffentlich und dieserlei viele -Artefakte. Artefakte von Teilgeberinnen. Artefakte von gerade vorbei Kommenden. Artefakte von irgend jemandem. Teile die weiter, wenn Du sie gut findest. Und die meisten sind meinstens ziemlich gut!

Und die teilt ein Meisterpusher wie der @jeanpol in sein riesiges Netzwerk mit einigen Kommentaren zum Kontext weiter.

6. Provozieren

Gibt es nichts zu teilen, dann kann man das Teilen durch Provozieren anregen. Wie der @jeanpol dann und wann auch kann. Und das hat er garselbst zugegeben, in einem der #ldlmooc Hangouts on Air, dass er die Kontroverse mag. Und das vielmehr als Langeweile oder kein Geschehen. Was dem noch kommenden Punkt Nr. 7 ja schon irgendwie widerspricht. Oder doch nicht?

7. Zurücktreten und geschehen lassen

Insofern nicht, als man das ab und zu machen kann. Also geschehen lassen. Z.B. hat auch Jean-Pol in einer Endphase des MOOCs und auch einmal zwischendurch sich ganz stark und bewusst zurückgenommen. Um die Teilgeberinnen atmen zu lassen. Um sie machen zu lassen.

Und nicht nur das ist ihm gelungen.

Danke auch von mir

m

 

 

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