So. Dann will ich auch mal. Zu den 7 Fragen zum #ldlmooc

Vornweg

Ich wusste nicht, wie schwierig es ist, diese Fragen zu beantworten. Meinen Respekt an alle, die sich diesen gestellt! Echt.

7 Fragen – 7 Antworten

An welcher Stelle hast Du persönlich das ergreifendste/begreifendste Lernen im Rahmen des MOOCs erlebt?

Das war beim mir just im ersten Hangout on Air, in dem ich dazu abgestellt war, Hinweise, Anmerkungen und Fragen von der Community, die live dabei, in den Hangout hineinzutragen. Sozusagen das Sprachrohr der Teilgeberinnen zu sein. Das hat dazu geführt, dass das, was ich aufgenommen habe (leider nicht alles, das muss man anscheinend immer wieder üben und praktizieren, dass einem da nix entgeht, aber ihr habt es mir ja echt super leicht gemacht, indem ihr Statements etc. an anderer Stelle nochmals oder an gleicher Stelle verstärkt habt über RTs und Favs – DANKE DAFÜR) auch wirklich aufgenommen habe. Sozusagen intensiviert.

Das hat sich dann bei allen weiteren Hangouts on Air in gewisser Weise wiederholt. (Und das aus meiner Feder. Einer, die physisches Zusammentreffen und Synchrones an sich eigentlich gar nicht mag. #ts)

Wahrscheinlich ist das auch so eine Art #ldl-Prinzip. Gib jemanden eine Aufgabe, die ihm/ihr auch wichtig. Und Du wirst sein/ihr Herz dabei gewinnen! :) :) :)

An welcher Stelle hast Du Dir gedacht, och nö, das ist mir jetzt nichts mehr?

Das war an der Stelle, an der wir als Aufgabe ein Video produzieren sollten. Das fällt mir immer noch und immer wieder schwer. Aber Jean-Pol hat ja dann – just in dem Moment, in dem ich “nö” dachte, sein berühmtes Bitte kein Perfektionismus-Video gepostet, so dass aus meinem spontanen “nö” dann doch wieder ein JA, jajaja wurde.

Wie hälst Du es damit, in der Öffentlichkeit zu lernen?

Es befriedigt mich zutiefst.

Und zeigt mir, dass ein Studium, so wie ich es erlebt habe, nicht so sein muss. Will meinen, dass die geballte Anstrengung einer Hausarbeit nur eine Person liest und lediglich mit einem “bestanden” oder einer Zahl quittiert. Dass Studierende (zumindest war das bei mir mangels dessen, dass ich andere Studierende näher kannte, die mit den gleichen Themen befasst waren) ihre Hausarbeiten eher nicht mit anderen geteilt haben. Aus welchen Gründen auch immer. Was ich heute machte, nämlich meine Hausarbeiten nach Abgabe im Blog veröffentlichen, diese Vorstellung wäre mir seinerzeit als Sakrileg vorgekommen.

Aber zurück zur eigentlichen Frage. Immer wieder Zwischenergebnisse zu verfassen, Fragen dazu zu stellen, und das öffentlich, hat für mich mehrere Vorteile. Es eröffnet mir die Chance auf Diskussion. Es ist eine Art Zweitverwertung getaner Gedankenarbeit. Und wenn man sich anstrengt, bringt es auch noch ein bisschen Reputation.

Was hat Dich motiviert, bis hierher, immerhin Woche 5, an der Stange zu bleiben?

Das war mehrererlei.

Auf der einen Seite das Thema, das mich sehr interessiert. Im Grunde beantwortet es eine Frage, die ich mir seit dem Zeitpunkt stelle, zu dem ich erstmals so etwas wie Lehre machen sollte. Nämlich jene, wie man Menschen ermächtigt, es selbst zu tun. Anstatt in dieser empfangenden TV-Haltung zu verharren.

Auf der anderen Seite auch dieser Wechsel von Synchronem und Asynchronem. Ich mag gerne in meinem eigenen Takt vor mich hin schaffeln. Aber ab und zu auch mal einen Kristallisationspunkt, zu dem ich die anderen “Schaffler” körperlich, stimmlich oder sonst wie wahrnehmen kann, das gibt mir immer wieder Freude und Motivation fürs stille Kämmerlein hernach.

Hat Dir etwas gefehlt? War Dir etwas zuviel?

Nein. Was ich zum Weitermachen brauche, das sind regelmäßige – von mir nicht absehbare – Impulse. Und die gab es ja zuhauf. Von @jeanpol, von euch. Ihr wart immer wieder überraschend für mich. Auch z.B. in dem Aspekt, wie man eine ganz genau gleiche Aufgabe so unterschiedlich lösen kann. Faszinierend! Zu viele Impulse waren es mir in dem Sinne auch nicht, da ich einfach den Laptop zuklappe, wenn ich mal eine Nachdenk-Pause einlegen möchte.

Wie hast du die Mit-Teilgeberinnen im MOOC wahrgenommen?

Da gab es zweierlei. Die einen, die ich irgendwie aus diesem Internetz schon kannte. Wie den Peter Ringeisen. Von ihm habe ich sowohl von der Person her als auch vom Inhaltlichen ein umfassenderes, dichteres Bild mir machen können. Das hat mich sehr sehr erfreut. Andere kannte ich noch gar nicht. Das hat mich auch erfreut. Dass mir Menschen unterkommen, die ähnliche Interessen haben. Die möchte ich mit denen gerne weiters vertiefen.

Wie viel % der geteilten Inhalte hast Du Dir genauer angeschaut, schätzungsweise?

Ui. Gefühlt 20%. Was mir aber kein schlechtes Gefühl macht. Eher in die Richtung. Na immerhin. Und das Gefühl, noch einen reichhaltigen Schatz in petto zu haben, den ich nach und nach heben kann. Einen Schatz, den wir alle zusammen zusammengetragen haben.

4 Comments

Filed under #ldlmooc, Menschen

4 Responses to So. Dann will ich auch mal. Zu den 7 Fragen zum #ldlmooc

  1. Pingback: #ldlmooc: reiche ernte! | Jean-Pol Martins Weblog

  2. Danke für dein Feedback. Im Moment fühlt es sich wie ein Abschluss, ein Schlussstrich an. Aber haben wir nicht noch Zeit? Ich hoffe, dass sich im neuen Schuljahr noch die ein oder andere praktische Erfahrung zeigen wird.

  3. mons7

    @Marco Bakera, ja, Du hast ja recht. Die rechte Arbeit fängt jetzt wieder einmal erst an. :) :)

  4. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 10.06.2014 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre

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