11 Gute Gründe, die in Kombination dazu beitragen können, einen MOOC zum „Scheitern“ zu bringen

Nach dem famosen #mmc13 sammle ich ja immer mehr und weiter meine verschiedensten Erfahrungen mit MOOCs, solchen die funzen, und anderen die eher eine Art Rohrkrepierer. Und dann gibt es noch vielerlei solche, bei denen ich es gar nicht feststellen kann, ob ich die als gut laufend oder eher vor sich hindümpelnd bezeichnen soll, da entstehende Verbindungen und Interaktionen zwischen Teilnehmerinnne entweder vom Konzept nicht wirklich vorgesehen oder sich nicht für eine dritte Beobachterin abbilden. Bei denen, die mir als nicht so gut laufend erscheinen, habe ich in Kombination des Öfteren folgende (Hinter-)Gründe ausmachen können, bzw. liegen diese als Unterstellungen nicht allzu fern.

In der Numerierung habe ich einen Priorisierung vorgenommen.

Grund 1: Intrinsische Motivation liegt in einer Zweitverwertung

Mit Freuden denke ich an den #mmc13 zurück. Wir Veranstalter haben in der Hauptsache den MOOC aufgrund eigener inhaltlicher Interessen initiiert (aber wir sind nicht der MOOC). Wir wollten es wissen. Wir wollten schlicht und einfach wissen, wie das so geht, einen MOOC zu veranstalten. Kein Grund wie Berateraufträge zum MOOCen abzugreifen, zu Konferenzen eingeladen zu werden, in der Zeitung zu stehen. Manches davon ist ohnehin und doch überraschenderweise eingetreten. Im Grunde unserer Herzens aber wollten wir nur eines. Wir wollten Wissen. Uns dieses Wissen zusammen mit anderen Interessierten eigenhändig erarbeiten. Es erleben.

Grund 2: Thema „liegt nicht in der Luft“

Da es dazu eine ganze Reihe weiterer Interessierten Bedarf, die sich in dieses Abenteuer werfen wollen, ist es gut (oder zumindest leichter), wenn das Theman ohnehin in der Luft liegt. Und beim #mmc13 lag es das in der Tat. Ein weiterer Vorteil, das MOOCen in deutscher Sprache, ist doch Anfang des Jahres die hauptsächlich ablaufende Disskussion dazu in Englisch im Internet gelaufen.

Grund 3: Initiator ist kein wirkliches Team und versteht es auch nicht, sich zu einem zu entwickeln

Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich es kaum glauben, wie ein Einzelner es schaffen kann, einen MOOC ins Leben zu rufen. Oder doch, der @moskaliuk. Aber ich denke, er ist da eine rühmliche Ausnahme. Vielmehr braucht es ein Team, und zwar ein solches, dass sich auch als Team versteht. Wenn es mal Meinungsverschiedenheiten, Ärger über das Gegenüber gibt – und das gibt es in jedem Team – sind dennoch alle willig, sich wieder zusammenzuraufen. Weil man sich daran erinnert, wie spaßig es ist, sich die Bälle gegenseitig zuzuwerfen, zusammen zu spielen und füreinander einzuspringen. Manchmal wird man durch einen MOOC auch erst zu einem.

Grund 4: Interessante Inputs sind nicht verlinkbar

Und interessante Inputs sind meistens entweder die von „besonderen“ Teilnehmerinnen, als der Art wie beim #mmc13 der Impulsgeber, oder aber – und das meine ich jetzt auch so – eben von den Teilnehmerinnen. Verdammt man die z.B. in ein Forum, … am besten noch eines, das man nur betreten kann, wenn man sich vorher eingeloggt (was nicht sein muss, es gibt genügend Foren, in denen man einfach so herumlesen darf, ohne sich zu registrieren oder einzuloggen), diese interessanten Perlen also weder auf Twitter werfbar, in ein G+ Community einzupflegen oder mal auf Facebook zu teilen, sehe ich nicht viel Grund, warum dann die Beitragenden sich gewertschätzt fühlen sollten, herausgefordert, ihr Bestes und das in Ausführlichkeit zu tun. Das tut man in der Regel (eh am liebsten) im eigenen Blog.

Grund 5: Fehlende kritische Masse

Eigentlich hätte es mit etwas 150 Teilenehmerinnen beim #mmc13 knapp werden können. Man hat nicht immer Zeit, kriegt nicht immer einen Anlass vorgesetzt, der einen zu sofortigem Input/Beitragen anfixt. Deshalb, je mehr, desto besser, die mitlesen. So muss ich jedoch im Nachhinein sagen, die teilnehmenden Menschen des #mmc13 waren besonders. Und deshalb war da auch – und ich weises das nachzählender Weise noch nach! – die 90 – 9 – 1 Regel auch einfach unzutreffend.

Grund 6: Registrierung und Einloggen als virtuelle Hürden

Dass man sich als Teilnehmerin bei einem MOOC irgend einer Art registrieren soll, das sehe ich ja schon ein. Immerhin interessiert es einen – und auch die anderen – wer da noch da ist. Wo die ihre virtuellen Heimstätten haben, über was die sonst sich so austauschen. Und man will ja dann doch auch eine gewisse Richtzahl haben. Diese Registrierung darf aber nicht Voraussetzung sein, um überhaupt mitmachen zu können. UND die muss sofort wirksam sein. Zum Einloggen müssen um zu Lesen hatte ihc mich ja schon weiter oben geäußert, zum Einloggen, um schreibend beitragen zu können, bin ich mir noch nicht zu 90% schlüssig.

Grund 7: Keine Muße für virtuelle Ankündigungen und Bekanntmachen

Der #mmc13 hatte ja im Januar begonnen, mit der Idee an die SoMe-Öffentlichkeit heranzugehen, das war im September 2012. In der ersten Woche über den Hashtag #geheimprojekt (ich weiss, die Zeiten des Geheimprojektes sind mittlerweile vorbei), die Woche drauf mit einer virtuellen Präsentation der Idee. Und ab dann immer konkreter, über öffentliche Diskussion über Entscheidungen, die wir untereinander diskutierten, … wobei sich die EDU-Community als Goldgrube an der Entwicklung von Möglichkeiten entpuppt hat. Sicherlich, irgendeine Entscheidung muss man dann als Veranstalter schon treffen, bestenfalls – falls nicht wirklich schwerwiegende Gründe und Entwicklungen diese nachträglich als schlechteste herausstellen – auch dazu stehen. Zum Möglichkeiten entwickeln und diesen Gewichten allerdings…. danke nochmals dafür. Auch wenn’s spät kommt.

Grund 8: Zielgruppe aus beruflichen Gründen lurkerhaft

Die Teilgeber beim #mmc13 waren teilfreudig wie keine, die ich sonst kenne. Dies liegt aber wohl wie gesagt auch daran, dass sie daran gewöhnt sind, diese Art der Zusammenarbeit ohnehin beständig leben, es kann jedoch auch vorkommen, das Gleiche bei anderen Theman weniger „chatty“ wären. Und da kann ich mir persönliche einige vorstellen. Und die können nicht nur thematischer Art, sondern auch beruflicher sein. [Hier muss ich mal gelegentlich noch ein konkretes Beispiel einfügen, sonst versteht das keiner, so allgemein formuliert.]

Grund 9: Initiativaufgaben irrelevant gestellt

Einige Aufgaben wurden uns geradezu aus den Händen gerissen, in den Ergebnissen des MOOC-Vergleichs nach verschiedenen Kriterien suche ich heute noch gelegentlich nach, wenn ich was für eine Präsentation etc. wissen will. Andere liefen gar nicht. Ganz im Sinne Holzkamps würde ich mittlerweile behaupten, dass niemand seine Zeit mit etwas/Fragen zu beantworten verschwendet, die er sich nicht selber stellt. Also am Besten alle animierenden Fake-Fragen nur um des Aufgabenstellens weglassen.

Grund 10: Sich in der Verantwortung Sehenden können zuweig Zeit dafür freischaufeln

MOOCen braucht einfach richtig richtig viel Zeit. Soviel, wie man sich vorher nicht vorstellen kann. Hat man Spass daran, schneidet man sich anfänglich solche auf Kosten des Partners oder wo man die sonst immer herholt aus den Rippen. Ich habe mir für den #mmc13 spontan den einen oder anderen Tag Urlaub genommen. Ist ein solches Ausweichen jedoch nicht möglich, weil man in engeren Korsetten arbeitet und lebt, kann es ruck zuck dazu führen, dass man in einen Alltag zurückschwuppt und sich gar nicht mehr daran erinnert, dass man ja gerade einen MOOC veranstaltet.

Grund 11: Veranstalter haben „diese“ Leidenschaft am eigenen Leib noch nicht erlebt

Zu guter Letzt der Grund, dass man einen MOOC, die Freude dabei, noch gar nicht so erleben durfte. Warum man einen solchen auch wiederum nur aus Gründen des Grundes 1 machen kann, womit sich der Kreis für heute schließt.

Dreht man diese Gründe des Scheiterns im Übrigen nun um, hat man solche, die dazu beitragen können, einen MOOC zum Funzen zu bringen. Also bei Bedarf einfach das tun: Umdrehen. 🙂

Ein entspanntes, moociges Wochenende wünscht

@mons7

P.S.:

Grund 12, mit Dank an @nele_we hiermit ergänzt.

P.P.S.: Grund 13, nicht erkennbare echte Gesamtzielsetzung.

Mit Dank an Jasmin Hamadeh für Ergänzung im Kommentar unten.

Zu Gast bei den #webgrlls. Und einige Vorbereitende Gedanken zu MOOCs & Mehr

Heute Abend habe ich ein große Ehre. Ich bin zu Gast bei den Webgrrls. Eine Frauen-Power-Gruppe, die von Businees, Netzwerken und Bildung und Mehr alles in ihren Kreisen zu bieten hat. Mitmachen immer möglich, mehr Infos hier.

Zum Anlass

Die #webgrrls sind neugierig. Wollen wissen. Wissen nutzen. Sich weiterbilden, nein, weiterentwickeln. Gemeinsam. Am Puls der Zeit. Deshalb haben sie sich gefragt, wen man denn mal befragen könnte zum Thema #MOOC. Und so sind sie auf mich gestoßen, die auch gerne Rede und Antwort steht. Ganz aus meiner ureigenen Perspektive heraus. Aber damit können sie ja umgehen, die #webgrrls.

Zum Event

Hier ist die Ankündigung zu finden, gar trefflich und auffordernd formuliert.

Der MOOC ist die Abkürzung für Massive Open Online Course, eine neue Form der Vermittlung von Wissen. Wenn Ihr ein paar Hintergrundinformationen sammeln möchtet, können wir Euch die folgenden Links empfehlen:

http://de.wikipedia.org/wiki/MOOC

http://lernspielwiese.com/

Es ist kaum noch möglich, sich bei der Vielzahl von Angeboten an MOOCs durchzufinden. Monika König befasst sich schon eine Weile mit diesem Format zur Bildung und Weiterbildung und wird uns am 19.06.2013 ab 19.00 Uhr ein wenig dazu erzählen.

Das Ganze ist weder als Vortrags-, noch als Workshop-Format gedacht. Wichtig ist für uns, dass wir/die Teilnehmer an die Hand genommen werden mit unseren spezifischen Bedürfnissen und ein paar Hinweise erhalten, wo wir effektiv gute Formate für speziell unseren Bedarf erhalten.

Wenn Ihr also Fragen zu diesem Thema habt, seid Ihr herzlich eingeladen. Die Teilnehmerzahl ist leider auf 8-10 beschränkt, da sonst ein anderer Raum gebucht werden müsste. In Absprache mit Monika, können wir diejenigen, die den weiten Weg scheuen, per Hangout dazuholen.

Gedanken & Fragen

Die Fragen, die ich mir und euch heute Abend, oder besser gleich mal stelle, sind folgende.

  1.  Was ist ein MOOC? Und die Frage ist durchaus ernst gemeint. Kaum habe ich jemanden getroffen, der nicht eine nochmals – zumindest graduell – abweichende Antwort zu jenen hatte, die mir bisher untergekommen sind. Also. Was ist ein MOOC? Für genau DICH?
  2. Denkst Du, die Unterscheidung von xMOOC zu cMOOC sei noch oder überhaupt sinnvoll? bei x und c denkst Du hä? Kein Problem. Erläuterungen dazu folgen. Spätestens heute Abend.
  3. Englische MOOCs vs. deutsche MOOCs? Machen die einen Unterschied? Für Dich und überhaupt?
  4. Was gab’s und gibt’s bei uns so? Dazu die geniale Map vom Johannes Moskaliuk. Hier und jetzt für euch. MOOCmapGEWerft mal einen näheren Blick drauf. Was sagt die euch?
  5. MOOC machen vs. MOOC mitmachen. Wer macht was, warum und wie?
  6. Wie M muss/darf/kann  ein MOOC sein?
  7. Nachdem ich das anhört/mein Teil begetragen habe, wo positioniert ihr euch?

Offen für alles

Aber grundsätzlich bin ich ja offen für alles. Für alles was da kommen mag. Und ich hoffe ihr kommt auch alle, trotz Hitze da draußen?

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Es freut sich auf euch und heute Abend
die mons7 (aka Monika E. König)

Einen #MOOC am Reißbrett entwerfen ist wie einen MOOC im Blog auswerten

Der Input

Da hat mir die @e_trude doch wieder exzellente Inspiration in meine Timeline gespült. Und zwar einen englischen Text mit dem Titel A new classification for MOOCs. Was ich darin vorgefunden habe, ist aber mitnichten lediglich eine Art Klassifizierungsmöglichkeit von stattgefunden habenden MOOCs. Sondern vielmehr viel mehr. Nämlich eine Matrix von (ja, auch didaktischen) Aspekten, die helfen können, einen MOOC zunächst einmal gleichsam am Reißbrett zu planen.

Exkurs: Was ist eigentlich Didaktik?

Irgendwo habe ich mal gelesen (hat zufällig eine der Leserinnen die Quelle parat?), dass Didaktik im Grunde die Frage beantwortet, wer, wie, was, wo, wieso/weshalb/warum und wen lehrt. Könnte ich jetzt diese W-Fragen mit der im Text vorgeschlagenen Dimensionen zusammenbringen? Aber dazu erst einmal, was sind denn die im Text vorgeschlagenen Dimensionen?

Die im Text vorgeschlagenen Dimensionen

Dies sollen nicht nur inhaltlich beschrieben, sondern vielmehr auch in ihrer Ausprägung eingeschätzt werden. Beispielhaft am Punkt 1. Wie offen soll der MOOC sein? Wenig – mittel – hoch ausgeprägt? Im folgenden möchte ich die Aspekte a) in einem Satz erläutern, b) für unseren #mmc13 beschreiben und c) für unseren #mmc13 in ihrer Ausprägung (also niedrig – mittel – hoch) bestimmen. Bin gespannt, ob ihr mir bei meinen Ausführungen dann zustimmt.

1. Open

Open wie?

Hier steht zum einen der Fragekomplex im Raume, wie offen die verwendeten Tools sind, ob der Input in Form von #OER zur Verfügung gestellt werden, ob die Teilnehmerinnen dazu ermuntert/angehalten sind, #OER zu erstellen, … was m.E. aber auch hinzuzählen müsste, ob man z.B. an einem MOOC teilnehmen bzw. auf Inhalte zugreifen kann, ohne angemeldet zu sein.

Wie open war der #mmc13

Bei dem Inputmaterial wurde von uns als Veranstalterteam darauf geachtet, dass die Quellen zumindest im Internet verfügbar sind. Im Verlaufe insbesondere der #OER Woche haben wir für die Hangouts on Air auf CC-Lizenz umgestellt (ja, ich lernte), unsere Blog-Inhalte werden unter CC-Lizenz zur Verfügung gestellt, es gab auch eine Wochenaufgabe, doch mal versuchsweise selbst #OER zu erstellen.

Vom Anmeldeprozess her war es möglich, sich auf dreierlei Arten einzubringen, ganz ohne Anmeldung, als Outing via Kommentar hier, oder als im Prinzip Abo unserer Blog-Posts.

niedrig – mittel- hoch?

Relativ hoch.

2. Massive

Massiv wie?

Wichtig ist hier, dass nicht von der tatsächlichen Anzahl der Teilnehmerinnen ausgegangen wird, da diese ja, so man einen MOOC entwirft, gar nicht absehbar ist. Es geht darum, für eine wie breite Teilnehmerinnen-Anzahl der MOOC angelegt ist. Wen ich also ansprechen möchte, als Veranstalter-Team. Potentiell alle Menschen? Oder eine bestimmte „Zielgruppe“?

Wie massiv war der #mmc13?

Wir als Veranstalter-Team haben nicht in Zielgruppe gedacht. Vielmehr so… wir streuen die Information über den MOOC so gut und reichweit es eben geht. Und die Teilnehmerinnen werden uns dann (gleichsam automatisch Interessengeleitet – entweder nach Inhalt des MOOCs oder der Art des MOOCs) von selbst.

Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass allein über die Kanäle, über die wir euch angesprochen haben und das spezifische (Bildungs-)Thema schon ganz spezielle Menschen sich angesprochen haben fühlen müssen… und viele andere eben nicht.

niedrig – mittel – hoch?

Meine Beurteilung deshalb: niedrig.

3. Use of Multimedia

Wie multimedial?

Auch hier wieder von der Anlage des Kurses aus gedacht. Welche Plattformen und Tools werden selbst genutzt, welche zur Nutzung angeregt?

War der #mmc13 multimedial?

Wir als Veranstalterteam haben ja z.B. Google Hangout on Air genutzt (ich habe im Übrigen im Rahmen des #mmc13 überhaupt das erste Mal überhaupt Google Hangout genutzt!!!). Die Home Base war (ist immer noch!) unser Blog, wir gründeten gleich zu Anfang eine G+Community, haben einen Twitter-Account aufgemacht… und die Teilnehmerinnen alles machen lassen, ja sogar promoted, was sie sonst noch von sich aus tun wollten.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: hoch.

4. Degree of Communication

Kommunikation was?

Als wie kommunikativ ist der MOOC angelegt? Eher unkommunikativ (aber nicht abwertend, sondern feststellend gemeint) wäre z.B. eine MOOC-Strickung, bei der die Teilnehemrinnen individuell für sich Aufgaben bearbeiten müssen/sollen. Beim Punkt Kommunikation wäre auch noch ein Blick wert, wer denn mit wem soll und kann? Die Teilnehmerinnen mit dem Veranstalter-Team? Die Teilnehmerinnen untereinander?

War der #mmc13 kommunikativ?

Ohne Kommunikation (und zwar massive 😉 ) wäre der #mmc13 ja gar nicht möglich gewesen. Dies, da die ausgewählten Quellen sowie die Impulsbeiträge der Impulsgeber als genau jenes gedacht gewesen, nämlich als IMPULSE. Die Kommunikation auslösen sollten.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: hoch.

5. Learning Pathway

Pathway was?

Gibt es einen vorgeschlagenen Weg (oder mehrere), wie bei der Erarbeitung, dem Lernen von Teilnehmerinnen-Seite vorgegangen werden soll?

Gab’s einen #mmc13 pathway?

Einen Vorschlag in dem Sinne gab es zwar. 1. Schaut euch die Quellen an (müsst ihr aber nicht), 2. tragt in diese oder jene Gemeinschaftsaufgabe bei (kommt zu den Hangouts on Air) und 3. kommentiert die Beiträge der Impulsgeberinnen. So würde ich das im Nachhinein beschreiben. So deutlich wurde der Pfad denke ich aber nicht den Teilnehmerinnen angetragen. Vielmehr auch wieder als eine Ansammlung von Impulsen in die Lern-Gemeinschaft hineingegeben.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

6. Quality Assurance

Quality Assurance?

Quality Assurance stellt die Frage danach, wer (nach welchen Kriterien) vor Kursstart den MOOC mal anschaut/durchschaut.

Quality Assurance beim #mmc13?

Quality Insurance im Vorhinein gab’s nur insofern, als wir uns als Dreier-Team einigen mussten, wie wir den MOOC anlegen. Im Verlaufe des MOOCs, indem wir Anfragen/Anmerkungen von den Teilnehmerinnen aufgegriffen haben und immer wieder mal im Team diskutiert. Dabei waren diese Antragungen des Öfteren in gegensätzlicher Art und Weise. Also ein paar wollten es so, andere von gegensätzlicher Art und Weise. Mehr an Qualitätssicherungsmaßnahmen gab es nicht, insbesondere vom Eingebrachten haben wir uns auf so einen Art Selbstregulation verlassen.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

7. Amount of Reflection

Reflection wie?

Wie angeregt werden Teilnehmerinnen (Veranstalter-Team auch?) dazu, sich von der Inhaltsebene auf einen Reflektions-Ebene zu begeben?

Wie reflektiv war der #mmc13?

Für Reflektion gab es von der Anlage her sogar eine ganz eigene Rolle. Nämlich die der Reflektoren/-innen. Allerdings war der ganze #mmc13 auf Reflektion angelegt. Reflektion von Texten, von Texten anderer, von Quellen, von eigenen Erfahrungen.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: hoch.

8. Certification

Welche Zertifizierungen?

Gibt es im Nachhinein (welches im Vorhinein mit den entsprechenden Kriterien es zu erringen) einen Nachweis jedweder Form, am MOOC teilgenommen zu haben? Badges? Credits? Einen schrieb des Veranstalter-Teams?

Zertifikat #mmc13?

Keinerlei Art von Zertifizierung möglich.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: ganz ganz ganz niedrig/nicht vorhanden.

9. Formal learning

Formal, formell, informell?

Hier ganz kurze und knackige Definitionen dieser Begriffe, die ganz oft von einzelnen Menschen verwendet werden, aber intuitiv im Hintergrund ganz unterschiedlich definiert. Können wir uns auf Folgendes einigen?

Formales Lernen ist… das Lernen in einer institutionellen Lehrer – Schüler bzw. Experte – (noch) Nichtwisser – Kontexten. Wichtig dabei, dass das Lernen in der Tat von einer Institution organisiert, von dieser administrativ getragen ist.

Nichtformelles Lernen ist Lernen in formalen Settings, jedoch nicht formell anerkannt.

Informelles Lernen ist… was man so – gleichsam ganz nebenbei – über das aktive Tun und Leben lernen tut.

Wie formal/formell/informell war der #mmc13?

Total informell. Lernen übers Tun. Und das Tun konnte ganz verschiedene Ausprägungen haben.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

10. Autonomy

Autonom wie?

Die Frage nach der Autonomie fragt im Grunde danach, wer die Verantwortung fürs Lernen übernimmt.
Das kann sich im Zeitverlauf auch ändern. So wurde z.B. zu meiner Zeit Schulversagen/eine schlechte Note mir selbst als Schülerin zugerechnet, heutzutage gibt es Stimmen, die die Verantwortung eher der Lehrerin zusprechen würden, insbesondere wenn es sich um die jeweilige Mutter handelt. 😉

Wie autonom konnte/sollte/musste die Lernerin im #mmb13 sein?

Die Verantwortung fürs Lernen lag während des #mmc13 erklärtermaßen bei den Teilnehmerinnen. Unsere Verantwortung als Veranstaltungsteam sahen wir eher in Strukturgebung, Bereitstellung einer Plattform, und – ganz wichtig – Impulsgeber.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: sehr hoch.

11. Diversity

Diversity wie oder was?

Der Punkt der Diversity hängt im Grunde mit Punkt 2 (Massive) von der Anlage her zusammen. Wie verschiedene soll/wird die Teilnehmerschaft wohl sein?

Diversity im #mmc13?

Unser Anspruch war im Grunde, einen MOOC zu veranstalten, der für JEDE offen ist.  Und vielleicht mag es dem einen oder der anderen schon als gut gemischtes Teilnehmervolk erscheinen, dass Hochschulangehörige, Angehörige von Weiterbildungsinstitutionen und Weiterbildner im weitesten Sinne und Macher in der betrieblichen Weiterbildung bzw. Berater derselben (von denen schon im Vergleich ganz wenige mitgemacht haben) zusammenkommen zum Austausch. Im Grunde waren wir jedoch irgendwie alle aus dem Bildungsbereich stammend. Zumindest gefühlt.

niedrig – mittel – hoch?

Ergo: niedrig.

Implikationen?

Spannend die daraus folgende Fragestellung. Und welche Implikationen ergeben sich aus den jeweiligen Entscheidungen? Insbesondere für „die Lehrenden“, ein Wort, das ja in MOOC-Kontexten so gar nicht mehr zutreffend ist?

Aber das ist schon wieder einen eigenen Artikel wert. Und keine Frage, die sich gleich und heute beantwortet lässt. Aber vielleicht Morgen. 😉

Bis dahin

Eure mons7 (aka Monika E. König)

#rp13. Mit 3-facher Offenheit als Credo des Trio MOOCfernale.

Gute MOOCs – böse MOOCs? Openness als Killerkriterium!

Präsentation… und Verschriftlichung

Nun ist sie also vorbei, die #rp13.

Diesmal für mich besonders kurz und besonders intensiv. Mit der Krönung eines gemeinsamen Vortrages des Trio MOOCfernale.

Die Präsentation dazu habe ich oben für euch ja schon – zum Nachklicken – eingebunden, es gibt sogar den ausformulierten Text zum Nachlesen, und zwar hier. Das Einzige, mit dem ich nicht dienen kann ist eine Aufzeichnung, unser Vortrag fand nämlich auf Stage 6 statt, lediglich die Vorträge auf Stages 1-5 wurden aufgezeichnet, nicht diejenigen von 6-9. 🙁

Meine persönlichen Essentials

Wie ein MOOC in Bezug auf Offenheit gestrickt ist, kann man sich auf einem Kontinuum angeordnet vorstellen. Auf der Offenheitsseite (andere Richtung Geschlossenheit) kann man größtmögliche Offenheit in z.B. folgenden Aspekten erwarten.

Was bedeutet (max.) Offenheit in/für MOOCs?

Ökonomische Offenheit, Offenheit der Lernmaterialien, Offenheit von Plattform und Publikationsformaten, offene Grenzen zwischen Lernen und anderen Bereichen sozialer Praxis. Jörg hat noch hinzugefügt, dass es ja noch weitere Aspekte gebe, die offen(er) gestaltet werden könnten, wie z.B. die thematische Vorstrukturierung… oder wenn man den Gedanken noch weiter treibt überhaupt die thematische Schneidung.

MOOCs sind…

… mediale Aktivität, Form des Publizierens ins Netz hinein, Konversationsform und „Genre“. Erleichternd für mich bei dieser Aufzählung. MOOCs werden davon entlastet, gezielt zum Lernen da zu sein. Sie sind in Wahrheit um Einiges mehr.

Überdenkenswerte These

Die (für mich selbst) überdenkenswerteste These, die wir (gemeinsam) aufgestellt haben ist jetzt so im Nachhinein jedoch

Ökonomische Anreize schaden intrinsischer Motivation.

Ergebnis der Diskussion hernach

Das Ergebnis war im Endeffekt ein solches, das man auch mit/über einen MOOC erhalten hätte können. Jeder kann sich danach „besser“ positionieren, hat eine Vielzahl an Argumenten generiert seine Position zu beschreiben und zu begründen.

Auf frohes WeiterMOOCen! In allen Aspekten!

Eure mons7 (Monika E. König)