Der Traum vom Home-Office – und wie du das meiste davon jetzt schon haben kannst

Seit zwei drei Jahren liebäugele ich mit einer Tätigkeit im Home Office. Wenn im Büro gerade nicht gar so viel los ist … und ich mich unbeobachtet fühle, träume ich davon. Und habe mittlerweile Teile meines Traumes tatsächlich – im Office – umgesetzt. Wie du jetzt schon haben kannst, was du schon lange wolltest, in 5 Schritten.

Der Traum vom Home Office

Kennst du auch, oder? Sonst hättest du den Artikel erst gar nicht angeklickt. Du fristest deine tagtägliche Arbeitszeit im Büro ab.

Ab und zu hast du vielleicht einen Tag, oder mal einen Zeit-Block, den du von daheim erledigen kannst, aber das reisst es nicht heraus, macht dir nur noch mehr Lust – aufs Arbeiten daheim?

Was lockt uns dazu eigentlich? Warum glauben wir im Home Office wäre alles besser?

Über das Wochenende hatte ich nun ordentlich Zeit einmal darüber zu sinnieren, was es – ganz herunter gebrochen – eigentlich ist, was mich die Arbeit im Home Office herbeisehnen lässt. Und ich bin auf Folgendes gekommen.

Anziehen was ich liebe

Nicht, dass wir einen offiziellen Dress-Code im Office hätten. Trotzdem fühle ich mich besser anders hergerichtet zur Arbeit zu gehen, als ich mich chic und wohl daheim fühle.

Daheim eher so graues Kuschelkleid und Birkis.

Auf Arbeit eher so graues Kuschelkleid mit fancy Gürtel und Pumps. O.k. und am besten noch ein schickes Jackerl oben drüber. Sicher ist sicher. Perlenkette noch gefällig? Stopp! Auch nicht übertreiben!

Meine Sofort-Lösung: Gürtel und Pumps abgelegt, Birkis an, solange ich nicht in ein Meeting oder mich mit Kunden treffen muss. Im Fall des Falles liegt bzw. steht beides parat. 

Selbst gekochtes Essen essen

Mittags auswärts essen ist teuer und stressig. Und irgendwie hat man auch immer danach das Gefühl, nichts wirklich Gesundes eingeworfen zu haben. Vom Durchschnitts-Geschmack der meisten Mittags-Gerichte mal ganz abgesehen. Und dann die nagende Gewissheit, dass das gerade eben zu Mittag beschaffte Essen ganz leicht selbst bereitet wäre. Natürlich in viel besser. In gerade mal einer halben Stunde. In der eigenen Küche daheim. Aber da ist man den Tag über eben nicht, daheim.

Meine Sofort-Lösung: Essen am Abend vorbereiten, das man am nächsten Tag kalt essen kann. Wie den Kartoffelsalat. Das erfordert ein bisschen wiederholtes Versuchen, solange, bis sich eine neue Gewohnheit eingestellt hat. Und ein bisschen recherchieren geeigneter Rezepte. Aber dazu in einem eigenen Post. 

Mehr Bewegung und das jeden Tag

40 Minuten brauche ich bis ins Office jeden Tag. Mit der U-Bahn, umsteigen, und der U-Bahn. Oder der U-Bahn, umsteigen und dann in den Bus. Darin enthalten wie gesagt die Umsteigezeit und die Schlender-Zeit zur U-Bahn und vom Bus/der Bahn zum Office. Wobei das jeweils nur 5 Minuten sind, die andere Zeit sitze ich fest. Wahrlich eine Zeitverschwendung par excellence.

Meine Sofort-Lösung: Mit dem Rad zur Arbeit fahren. Und dabei merken, dass ich nur 34 Minuten dazu brauche. 😉 

Eben mal rausgehen und Luft schnappen

Und mit rausgehen ist es auch mau bestellt. Es ist nicht so die Umgebung, in der man gerne einen kleinen Spaziergang täte, rund ums Office herum. Aber genau das könnte man so zwei drei mal pro Arbeitstag gebrauchen. Den Kopf durchlüften. Die Perspektive ändern. Kurz runterfahren und dann wieder hochgehen. Moment… das ist es!

Meine Sofort-Lösung: Ich gehe unter die (nichtrauchenden) Raucher. Immer wenn ich einen Kollege dabei bemerke, wie er sich zum Rauchen nach unten verdrückt, folge ich unauffällig. Und anstatt mit der Fluppe stelle ich mich mit ein wenig Abstand ohne daneben… und plaudere (netzwerke, sammle Ideen, bekomme Inspiration und/oder eine andere Perspektive) mit. 

Lieber mailen statt reden

Wie man schon allein daran ablesen kann, bin ich ja schon ein kommunikativer Mensch. Und eine kommunikative Mitarbeiterin. Gerade deshalb bedacht darauf genug zu reden, um eine gute Stimmung um mich herum zu haben, nicht zu viel, um die anderen nicht von ihrer Arbeit abzuhalten.

Und jetzt kommt das erwartete ABER. Aber ich brauche auch meine Stündchen Stillarbeit, konzentriert bei der Sache bleiben, mal was durchdenken, formulieren, und das am Stück. In dieser Zeit würde ich lieber die eintrudelnden Anfragen per Mail bekommen. Und würde die dann ja auch zeitnah beantworten. Nur stören lassen möchte ich mich manchmal so am Stück arbeitend nicht. So, wie ich auch im Home-Office viel einfacher mal dran bleiben könnte.

Meine Sofort-Lösung: Schild an meine Trennwand mit der netten Aufschrift: „Bis 9.30 Uhr heute Stillarbeit. Bin danach sofort wieder für dich da – oder beantworte unverzüglich deine Mail. Deal?“

Na ja. Vielleicht sollte ich an der Ansprache der Ratsuchenden im Office noch etwas schrauben. Oder verschiedene Versionen ausprobieren.

Und warum wollt ihr so vom Home-Office aus arbeiten?

Fragt interessiert

Eure @mons7

Was ein Community Manager so wirklich macht – Bruno Kollhorst im Blitz-Interview

Community Manager

Bruno,

Du warst ja schon fast 5 Jahre Leiter Social Media bei der Techniker Krankenkasse (bei der ich im Übrigen auch seit Kurzem versichert bin 🙂 ), und bist kürzlich in die Abteilung Content Marketing gewechselt, um dort die Leitung zu übernehmen.

Bruno Kollhorst bei XING

Bruno Kollhorst bei LinkedIn

Von daher ein professioneller “alter Hase”, wenn es ums Thema Internet, Social Media und Community Management geht. Deshalb die 5 Fragen zum Thema an Dich.

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1 – Was hat Dich in dieses Arbeitsfeld getrieben, in dem nicht konstant bleibt als der Wandel?

Ich war schon immer ein Onliner. Zu frühen Zeiten noch mit Akkustikkoppler oder BTX. Zunächst auf der technischen Seite der Macht. Als das Web dann bunt wurde, habe ich mein Interesse an Werbung & Marketing mit der Affinität fürs Digitale gekoppelt. Ich war dann zwar von 2006 bis 2011 im klassischen Marketing unterwegs, aber für mich war immer klar, dass es wieder zurück zu Online gehen wird. Als dann die Frage aufkam, ob ich Social MEdia bei uns aufbauen möchte, war es passiert 😉

2 –  Welches sind aus Deiner Erfahrung die drei Aufgaben eines Community Managers, die die meiste (Arbeits-)Zeit beanspruchen?

  1. Die Abstimmung mit Fachbereichen bei Serviceanfragen
  2. Den Dialog zu führen, auch bei kritischen Usern
  3. Das Generieren von Content

3 – Was ist Deine persönliche Lieblings-Aufgabe im Job?

Als Leiter eines Teams bin ich nicht oft dabei wenn Content entsteht, kümmere mich mehr um das Strategische. Ich schreibe aber immer noch gern selbst und freue mich über jede Redaktionssitzung an der teilnehmen kann.

4 – Braucht eine Community Deines Erachtens einen virtuellen Ort?

Früher hätte man gefragt: braucht die Gesellschaft wirklich ein Telefon um sich zu unterhalten? Ich denke es entspricht dem Zeitgeist und in einer globalisierten Gesellschaft geht Kommunikation nun mal am Besten virtuell. Betrachten wir als die Community global, dann lautet die Antwort: Ja.

5 – Wie hälst Du es privat mit den Sozialen Medien?

Ich nutze hauptsächlich Facebook und Instagram (privat), Whats App (beruflich und privat) Xing (beruflich) und selten Twitter (mal so mal so). Ist bei mir von Anfang an unverzichtbarer Teil der Kommunikation, vor allem da ich viele Verwandte im Ausland habe.

Danke für die Insights und Dir wie auch allen Leserinnen und Lesern ein fulminantes Pfingstwochenende

Dir auch, Danke!

die @mons7

Warum ich Pressemitteilung en nicht lese und wie ich sie lesen würde

Pressemitteilung

Ich merke einer Pressemitteilung, selbst, wenn mir das Wort Pressemitteilung nicht ins Auge gestochen ist, ziemlich schnell an, dass es sich um eine solche handelt. Und nicht nur, dass ich sie dann überhaupt nicht gerne lese, nein, ich ärgere, dass ich die (für mich) zwei bis drei aufschlussreichen Sätze konsumiert habe, bei dem (für mich) schlechten drumherum.

Ihr wollt ein Beispiel haben? (Ich könnte Analoges an JEGLICHER Pressemitteilung aufzeigen, also *bitte* nicht persönlich nehmen, falls Verfasser.) Für einen Pressemeldung ist sie wahrscheinlich gut. Für meine Zwecke… na ja, Details im Folgenden. Die Original Pressemeldung, die ich kopiert habe und der Text derer im Folgenden lila ist habe ich hierher kopiert. Wohlgemerkt. Einer Internet-Seite.

Erste und grundsätzliche Kritik: Mit keiner einzigen Verlinkung?

Tatsächlich. Keine einzige Verlinkung.

Berlin, 09.04.2015 – Erstmalig in Kooperation mit der Berliner Zeitung und erneut mit der Self-Publishing Plattform epubli sowie der Deutschen Journalistenschule in München (DJS) gibt es auf der Gesellschaftskonferenz re:publica (5.-7. Mai) auch in diesem Jahr wieder das schnellste Buch der Welt: den re:publica re:ader.

Macht eigentlich Lust, den weiteren Text zu lesen, der erste Satz. Self-Publishing (bitte Link zu epubli) ist #cool. Deutsche Journalistenschule (Quelle hier) finde ich superinteressant, Berliner Zeitung auch irgendwie *anders* gut. …. Obwohl die Überschrift (siehe Screenshot) hätte mich ja schon wieder zum sofortigen Schließen der Internet-Präsenz veranlasst, so ich da aus anderen Gründen gelandet wäre.

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Quintessenz: 3 Institutionen, die auf ihre Art was haben, arbeiten zusammen. Das gefällt mir. Da kann was bei rauskommen. Und weiter geht’s im Pressetext…

Angeleitet von den erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren der Berliner Zeitung produzieren die Journalistenschüler und -schülerinnen live vor Ort, in einem Newsroom in der STATION-Berlin, für jeden Konferenztag einen umfassenden re:ader. In den drei eBooks werden die wichtigsten Themen der re:publica auf ansprechende Weise neben Artikeln multimedial mit Video-Beiträgen, O-Tönen, Bildergeschichten und nicht zuletzt News aus der Twittersphäre aufbereitet.

Kann ich auch gut lesen. Klingt, als hätten #epubli und die #DJS super spritzige Ideen. Aber müssten in kurzer Zeit auf die Erde geholt, formuliert, zu was solidem gemacht werden.

Ergo: Die Berliner Zeitung sichert, dass alles zu einem Produkt wird. Das ist der (neue) Beitrag, und deswegen hat man einen dritten jetzt in der Runde dabei. Die anderen beiden hatten noch so viel Rest-Kreativität und -Inhalte die letzten beiden Jahre, die auch noch zu was gemacht werden sollen. Dazu kann man erfahrene Redakteurinnen gebrauchen.

Also bis hierher noch alles gut.

Über Nacht wird der re:ader von epubli veröffentlicht und ist schon am nächsten Morgen in den eBook-Shops von Apple, Google, Amazon & Co. verfügbar.

Die eBook-Shops verlinken. Aber ich wiederhole mich.

Bereits in den letzten beiden Jahren wurde das Projekt sehr erfolgreich durchgeführt.

Der Satz ist der, an dem ich erstmals überlege, abzubrechen zu lesen. Das ist so ein typischer Satz, bei dem das passiert. Frage mich warum. Findet den jemand von euch auch so scheisse? Aber gut. Von einem Satz lasse ich mich nicht abhalten. Ich lese weiter.

So wurde der re:ader im vergangenen Jahr über 8000 Mal heruntergeladen.

Zu wenig Info.

  • Wo heruntergeladen? Kann man das verlinken? Sich vielleicht einen Auszug davon zum Lesen runterladen (verlinken)?
  • Wie waren die (genauen!) Zahlen für Jahr 1 – Jahr 2 – Jahr 3 – auch für einen Vergleich?
  • Interessant auch der Vergleich zur TN-Zahl. Waren das nicht so um die 6K? Also der e:reader auch was, der Durchlässigkeit schafft zu denen, die daheim geblieben?

Updates und Details zum re:ader gibt es auf Twitter mit den Hashtags #rp15 und #rdr15.

Gut. Verlinken. Ich wiederhole mich. #rp15 und #rdr15.

Im Folgenden schweift mein Blick über drei Aussagen der drei Partner. Man will wohl jedem seinen Raum geben. Politisch korrekt sein?
Schon die erste Aussage überflüssig und sinnfrei. (Sorry.)

Andreas Gebhard, Gründer und Geschäftsführer der re:publica, erklärt: „Dieses Jahr gehen wir neue Wege mit dem re:publica re:ader, der seit zwei Jahren die wichtigsten Talks und Themen der Gesellschaftskonferenz dokumentiert. In einer neuen Kooperation mit der Berliner Zeitung werden die Redakteurinnen und Redakteure mit Journalistenschüler und -schülerinnen neue, ansprechende Formate entwickeln, die die Inhalte der digitalen Gesellschaft innovativ wiedergeben.“

Weiters blablabala nichtssagend….

Auch Sophie Schmidt, Leiterin Business Development der Self-Publishing-Plattform epubli, ist begeistert: “Toll, dass es den re:publica re:ader nun schon das dritte Jahr in Folge gibt und wir die Zusammenarbeit mit dem Team der re:publica, der Deutschen Journalistenschule sowie dem Berliner Fenster fortsetzen können. Wir freuen uns, dass mit der Berliner Zeitung ein weiterer äußerst professioneller Partner an Bord ist, von dessen redaktioneller Erfahrung wir alle profitieren. Durch die Integration multimedialer Inhalte in den re:ader wird die Konferenz für die Leser noch erlebbarer.”

So. Weiter im Takt. Genau so.

Brigitte Fehrle, Chefredakteurin der Berliner Zeitung, betont die Vorzüge der Kooperation: “Wir freuen uns sehr auf das gemeinsame Projekt. Die erfahrenen Redakteure der Berliner Zeitung werden gemeinsam mit den jungen Kollegen der Münchner Journalistenschule die re:publica  begleiten. Wir werden zeigen, wie anspruchsvoll moderner digitaler Journalismus sein kann, wenn er sich auf neue Formen und ansprechende Formate einlässt. Im Netz kennt Qualität keine Grenzen. Die re:publica wird das zeigen.”

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Über die Berliner Zeitung:

Die Berliner Zeitung ist die meistverkaufte Abonnement-Zeitung in Berlin und damit Reichweitenführerin der Abonnement-Zeitungen im Großraum Berlin-Brandenburg. 2013 bekam die häufig ausgezeichnete Tageszeitung einen Preis für die beste mobile App.

Reichweitenführerin. Kein schönes Wort und interessiert mich auch nicht. Aber die App interessiert mich. Gibt’s da… einen Link? 😉

Über die Deutsche Journalistenschule:

Link? Was sagen die 2.000? Sind das wenige? Viel? Warum ist die Zahl überhaupt relevant? Sie soll (aus)sagen, dass die Schule was G’scheits ist?

Die DJS ist die renommierteste Journalistenschule in Deutschland. Seit 1949 wurden hier mehr als 2000 Studenten zu Redakteuren ausgebildet.

Und weiter blablabla is ja klar.

Absolventen arbeiten heute in Redaktionen aller Medien, in Agenturen, als Korrespondenten im In- und Ausland oder als freie Autoren.

Über epubli:

Über epubli würde mich eher interessieren, wen die als „Kunden“ wollen, der/die veröffentlicht, vielleicht wie man das machen kann. Eher in die Richtung als Top-Konditionen-Wort-Gedöns.

Die Self-Publishing-Plattform epubli ist Initiator des re:publica Readers, verantwortet Konzeption und Projektsteuerung sowie den breiten Vertrieb der eBooks in alle relevanten Shops. Über epubli können Bücher und eBooks unabhängig und zu Top-Konditionen weltweit veröffentlicht werden.

Über die re:publica:

Hier würde ich einfach schreiben: Und die re:publica kennt ja eh‘ jede Leserin von uns. Die hier weiterlesen möge.

Die re:publica ist die größte Konferenz Europas im Themenbereich Internet und digitale Gesellschaft. Sie versteht sich als politische, kulturelle, vor allem aber als sehr junge Veranstaltung mit über 6.000 TeilnehmerInnen im letzten Jahr.

Die 9. re:publica findet vom 5.-7. Mai 2015 in der STATION-Berlin statt.

Early-Bird-Tickets verpasst? So kommt man noch an Tickets [hier einfügen].

Eine in der Art modifizierte #pressemeldung. Die würde ich von Herzen gerne lesen und teilen. Kann ich sowas haben?

fragt @mons7

 

P.S.: Gerade gefunden: Auf der re:publica-Seite gibt es die gleiche Pressemeldung, nur um die ganzen Füllstücke erleichtert. 🙂