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Bin ich Teil einer EDU-Community …. und was soll das sein?

Wyverstone Community Cafe

Foto: von oatsy40Lizenz CC BY 2.0Quelle.

Das Kind braucht (k)einen Namen!

Gefühlt bin ich Teil von euch. Einer Community. Aber wie wollte ich sie/uns nennen? Vielleicht EDU-Community? Und ganz abgesehen davon, was ist das eigentlich, eine Community? Ich habe da und dort nachgelesen, aber wie immer bei solcher Art Begriffen (Terminus technicus) besteht da keinerlei Einigkeit, man definiert die halt immer so hin, wie man sie gerade gebrachen kann. Falls ihr irgendwo eine gescheite Defintion findet, die klar und deutlich ist, bitte gleich mal kommentieren.

Diese Community besteht aus einer unbestimmten Anzahl von Menschen. Und wo findet man die?

Wo sich die Mitglieder herumtreiben

Ich treffe euch

  • In meiner Timeline auf Twitter. Ihr werdet dann u.a. für mich sichtbar, wenn ihr einen Link postet. Der auf eine Quelle zeigt, die mit meinem/unserem Interessengebiet zu tun hat.
  • Auf BarCamps. Die Ober-Themen haben wie eben Corporate Learning. Oder jetzt eben gerade auf dem #educamp.
  • Ich sehe an den Zugriffszahlen, dass ihr auf der Lernspielwiese vorbeikommt. Und maches Mal kommentiert ihr bei mir. Und wenn, dann oft mit richtig gutem und kritischem Feedback. Wie z.B. hier die Andrea.

Ich drösele oben Gedachtes und weitere Gedanken hier unten nochmals in Form von Bullet-Points auf. Was macht aus euch aus meiner Perspektive eine Community.

  • Gefühl der Zugehörigkeit
  • Regelmäßiges synchrones Aufeinandertreffen
  • Überschneidende Interessengebiete
  • Gemeinsame kleine Projekte (z.B. Artefakt-Erstellung)
  • Sympathien für einzelne Akteure
  • Antipathien gegenüber anderen Akteuren bzw. deren Positionierung beim gleichen Über-Thema
  • Beständig hier eintreffende Information von oder über euch
  • Geschehnisse innerhalb sind (gewollt) von einer größeren Öffentlichkeit rezipier- und kommentierbar
  • [hier bei Bedarf zu ergänzen].

Jetzt aus eurer Perspektive.

  1. Definiert ihr euch als Teil einer Community? (Oder gar mehrerer?)
  2. Wenn ja, benennt ihr die mit einem Namen? (Oder könntet ihr?)
  3. An was macht IHR 1 fest?

Fragen über Fragen, die bestimmt schon mehr als einmal beantwortet sind, in diesem Internetz. Deshalb: Auch gerne Links genommen.

m – am Wochenende.

 

Quellen

gesucht.

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Filed under Community, Ethnomethodologische Medienforschung

Vom Perspektivwechsel. Vom User zum SoMe-Verantwortlichen. Und wieder zurück.

Zur Vorgeschichte

Meine erste Session auf dem #cosca13 war eine, aus der ich leider aus Gründen (ununi.tv-Aufzeichung) früher heraus musste. Was dazu führte, dass ich zwar die Herausforderung/die Fragestellung erkannte – und im Übrigen auch kenne  nicht jedoch etwaige Lösungsvorschläge/Antworten mitbekam. Nun ja. Die sind ja jetzt hier erfreulicherweise dokumentiert.

Die Fragestellung

Wie kann ich – bin ich auf einmal in der Rolle der SoMe-Verantwortlichen und nicht mehr der User – den Fans Infos bereitstellen, die sie auch wirklich als Bereicherung empfinden? Die ihnen Nutzen stiften? Die sie gefühlt auch haben wollen? Weil sie sie interessant finden. Hilfreich. Witzig. Oder am besten alles auf einmal.

Ich. Der User

Mein Problem

Ich als User verhalte mich eher intuitiv. Ich könnte gar nicht aus dem Stand heraus sagen, was es denn ist, was mich an dem letzten für mich erfreulichen Unternehmens-Posting erfreut hätte. Gescchweige denn benennen, welches es denn war.

Mein Problem 2

Ich habe ohnehin Vorbehalte gegenüber Unternehmungen in meiner Timeline. Gegenüber Firmen im Social Web. Manchmal like ich die. O.k. Aber dann auch wieder blende ich deren Postings doch aus, weil sie nerven.

Problem 3

Es könnte sein, dass ich ein ganz anderes Verhalten an den Tag lege, als die Mitglieder der Community, für die als Social-Media-Manager zuständig erklärt wurde. Inwiefern – kennte ich mein eigenes Verhalten, könnte ich mein Verhalten aus dem Stand heraus artikulieren, woher weiss ich, dass sich dieses mit dem Verhalten und den Einstellungen der Community deckt? Wie wahrscheinlich ist das überhaupt?

Ich. Der SoMe-Manager

Es bleibt mir nur das Experiment. Entweder euch zu fragen. Z.B. ob ihr von mir in meiner Rolle als Unternehmensvertreterin geduzt werden wollt. Und was, wenn das nicht zur Firmen-Policy passt?

Oder euch einfach auszuprobieren. Ich sieze euch einfach und warte was passiert. Und lasse mir dann von den anderen SoMe-Managern vorwerfen, dass ich es doch hätte besser wissen müssen.

Vom eigenen Usertum profitieren

Bleibt die Frage. Wie vom eigenen Usertum für die Arbeit als SoMe-Manager profitieren? Was kann ich von meinem eigenen rezeptiven Verhalten lernen? Wie dieses analysieren und externalisieren?

Die Idee

Ich habe mir schon gedacht, ob ich nicht einen Screencast (z.B. mit Screenr, hier geht’s direkt zum Tool) erstelle und einfach mal laut kommentiere

  • Was ist vor mir auf dem Bildschirm sehe.
  • Was für Gefühle das bei mir auslöst.

In einem zweiten Ganz könnte ich dann analysieren, was denn tatsächlich auf dem Bildschirm alles (noch) zu sehen war. Was ich also ausgeblendet habe. Erst gar nicht wahrgenommen. Bei dem wahrgenommenen könnte ich abgleichen, ob das wohl im Sinne des Erfinders gewesen sein mag, genau jene von mir artikulierten Gefühle auch auszulössen.

Die Frage

Die Frage, die sich mir an dieser Stelle jedoch stellt, ob man seinen eigenen Screencast überhaupt in der Form auswerten kann. Und wenn nein, wie man an solcherlei Screencast kommen könnte, den ein anderer produziert/produzieren müsste. Oder mehrere andere. Denn nichts wird wohl persönlicher empfunden, als die eigenen Timeline.

Was meint ihr?

Eure mons7 (aka Monika E. König)

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Filed under #cosca13, Community, Content Strategy, SM/PR

MOOCs und “Commitment” – Bestandsaufnahme einer Beziehung zueinander

Da sinniere ich gerade über (m)ein “Commitment” wenn’s um MOOCs geht… und schon schreibt die Dörte was ganz ganz Wahres und Eingängiges hier dazu.

Anmeldung als Selbstverpflichtung

Da ich mich beruflich viel mit selbstgesteuertem Lernen beschäftige und hier speziell mit Fragen der Selbstmotivation, der Lernaktivierung und des Zeitmanagements, weiß ich um das Potenzial, Verabredungen mit sich selbst zu treffen. Eine Anmeldung ist ein bewusster Akt, ein “Ich tu’s!”, der auch jenseits aller Öffentlichkeit auf das eigene Verhalten eine Wirkung hat. Diesen Effekt möchte ich evtl. gar nicht missen – vielleicht ist das sogar der alles entscheidende Grund, warum es eine Anmeldung für diesen MOOC-Maker Course geben muss!

Selbstverpflichtung durch Anmeldung

Und in der Tat bedeutet für mich individuell die Anmeldung auch etwas. Sie trägt mich zwar nicht zwangsweise durch die gesamte Zeit des MOOCs hindurch, jedoch macht sie, dass meine Teilnahme äußerbar wird. Denn wo sollte sonst der Beweis liegen, dafür dass ich – so zuvor oder ganz zu Beginn eines MOOCs – auch wirklich dabei bin/dabei sein werde?

Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Nicht nur macht sie meine Teilnahme aussprechbar, sie legt mir die (Ver-)Äußerung, die Verkündung im Social Web sogar nahe. Denn nichts liegt näher, als direkt und just nach einer Anmeldung zu einem MOOC dieselbe im Web zu verlautbaren.

Selbstverpflichtung durch Blogpost, was ich mir vornehme

Die Anmeldung stellt jedoch m.E. lediglich die formale Selbstverpflichtung dar. Eine inhaltliche wird bei den meisten MOOCs gleich zu Beginn empfohlen. So z.B. seinerzeit beim #opco11 unter den weiteren Aktivitäten zu Woche 1 hier: “Es ist die erste Woche, also nichts übereilen! Überlegen Sie, wie Sie selbst am Kurs teilnehmen wollen.” In anderen MOOCs wird konkret über eine Aufgabe das explizit machen im Blog oder anderer Stelle angeregt. [Ich bin jetzt nur zu faul, ein entsprechendes Beispiel rauszusuchen. Man werfe mir eines via Kommentar zu und ich füge es umgehend hier ein.]

Selbstverpflichtung durch Sonderrolle

Eine solche Sonderrolle wurde meines Wissens erstmals durch Johannes Moskaliuk im Rahmen des #ocwl11 geschaffen, und zwar die Rolle der Paten. Als Patin habe ich mich sowohl für einen Zeitraum als auch damit gleichzeitig einem inhaltlichen Schwerpunkt verschrieben.

Eine verschärfte Form der sowohl inhaltlichen als auch formalen Selbstverpflichtung stellt es in diesem Sinne (auch) dar, sich beim #mmc13 als Impulsgeberin, Talk-Gast oder Reflektorin zu Verfügung zu stellen. [Die Rollen sind im Übrigen zum Nachlesen hier beschrieben.] Formal deshalb, weil hat man sich erst einmal bereit gestellt, steht man drin, im Programm. Und das ganz öffentlich (einsehbar). Inhaltlich deshalb, da der Beitrag einer bestimmten Woche zuordenbar/zugeordnet ist, ein Beitrag zur 2. Woche beschäftigt sich z.B. mit dem thematischen Schwerpunkt Didaktik von MOOCs. [Das ganze Programm und die Beitragenden kann man hier nachlesen.]

Selbstverpflichtung durch Zeitkonzept

Hierin bin ich nicht gerade eine Meisterin. Aber ich weiss, dass es das gibt und kenne Menschen, die dies mit großem Erfolg praktizieren. Es sind die Menschen, die eine drei viertel Stunde früher Morgens aus den Federn hüpfen (können) und diese dadurch gewonnene Zeit für Schreiben und Recherchieren nutzen. Und dann nach vier Jahren des fleissigen Praktizierens eine Doktorarbeit aus der Schublade ziehen. Oder auch jene, die sich Termine mit sich selbst in den Terminkalender eintragen.

Ansatzweise kenne ich das nur, in dem ich – bevor ich ein neues Projekt starte – mal einen etwas globaleren Blick auf meinen virtuellen Terminkalender werfe und prüfe, wie viele und große Freiplätze da noch vorhanden sind. Ist der in bestimmten Monaten zu “bunt”, sieht’s dann nämlich schlecht für zusätzliche Aktionen aus. Generell aber bin ich nicht der zeitliche Selbstverpflichter, sonder eine, die sich an den Sternen orientiert.

Selbstverpflichtung durch sonstige Ziele

Oder weniger poetisch ausgedrückt, ich denke an das Ziel/die Ziele, die ich mit (m)einer Teilnahme und damit meinem Einsatz an Energie in etwas erreichen möchte. Solch ein Ziel kann z.B. sein, etwas theoretisch und praktisch umsetzend zu erlernen, das ich auf meiner Arbeit einsetzen kann.

Fremdverpflichtung durch Community

Aber Selbst und ich ist bekanntlich nicht alles. Ganz oft kommt der Impuls von Außen, will meinen… von euch. Ein Thema kocht irgendwo im Netz hoch, dass auch mich in Wallung bringt. Ein kleiner unscheinbarer Tweet à la Du hast doch kürzlich auch darüber… oder na schau, der sieht das – im Gegensatz zu Dir – doch auch so… oder einfach eine schlichte Anfrage, dies oder das aus meiner Erfahrungsperspektive heraus zu erläutern bringt mich ins Schreiben.

Ohne Verpflichtung aber aus Lust am Thema und Beitragen heraus

Und manchmal – ganz selten und meist – wenn mir der Alltag ein bisschen Luft dazu lässt, packt mich die schiere Lust. Die Lust am Lernen, am Zusammenstellen, am Beitragen. Wenn mir jegliche andere Verpflichtung egal. Selbst die andernzeitig und anderweitige Selbstverpflichtung.

Ihr so?

Ihr so? Nehmt ihr euch auch selbst in die Pflicht, fühlt ihr euch im Verlauf verpflichtet, … oder empfindet ihr den Pflichtbegriff fin Verbindung mit selbst als ganz und gar unpassend?

… fragt sich bis heute Abend und euch

eure m

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Filed under Community, Konferenzen und Unkonferenzen, MMC13, MOOCs

Von Clubs, Türstehern und Trollen. Und was das alles mit Community Management zu tun hat.

Bildquelle. Genug des Vorgeplänkels. Jetzt geht’s zum Inhaltlichen. Oder zur Kritik, ohne trollig zu werden. ;)

Um was geht’s?

Da hat er ja eine flammende Rede ins Internet geschrieben, der @karrierebibel, für ein strikteres Community Management, und zwar eines à la Türsteher. Bevor ihr also weiterlest, lest erst einmal hier. Wie bereits gestern dort angekündigt, von meiner Erwerbsarbeit jedoch bisher davon abgehalten, gibt’s nun meine Meinung dazu. Und gespannt bin ich auf diejenige der sonstigen Edu-Community. (Wer nimmt eigentlich bei uns (z.B. auf EduCamps) die (virtuelle) Türsteher-Funktion ein?) Und natürlich auch auf diejenige der #SoMM’ler, da ihr ja mit hoher Wahrscheinlichkeit alsbald solche Funktionen wahrnehmen werdet (bzw. schon inne habt), die einer Community Managerin, eines Community Managers.

Meine Position dazu

Um es kurz zu machen. Ich bin dagegen. An Orten von mehr als 140 Zeichen langt das aber nicht mehr, ich versuche also mein dagegen sein in (möglichst rationale) Gedanken zu packen.

Der Vergleich an sich

Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann in Zukunft als Community Managerin für eine Unternehmung o.ä. zu agieren, würde ich mich selbst ungern als Türsteherin sehen wollen. Dies deshalb, da ich damit a) Mannsbilder, b) abcheckende Blicke, c) … assoziiere. Wobei sich die Frage stellt, als was ich mich dann (lieber) sähe/mit was mich lieber vergliche. Vielleicht eher in der Funktion einer Vermittlerin. Einer zwischen Themen und Menschen, aber auch Menschen und Menschen, übers Thema. Im positiven Sinne als Diplomatin, die die anderen parteiisch sein lässt, ihre eigene Position aber nicht aufdrängt, sondern den eingebrachten Pespektiven in dem Sinne etwas abgewinnt, dass diese in Gemeinschaft etwas potentiell Neues gebären. Dass dies nicht ganz ohne Dissonanz abgeht liegt in der Sache, jedoch…

Ganz dissonanzfreier Austausch wirkt unglaubwürdig bis langweilig

Ist es nicht so, dass ein bisschen herumgetrolle auch “Leben in die Bude” bringt? Wirkt es nicht langweilig, wenn alle die Vorrednerin bestätigen, wenn es gut kommt dem Gesagten noch einen Aspekt – natürlich “in gleiche Kerbe schlagend” – hinzufügen?
Ja. Ich bin nämlich auch einer “dieser” Harmonie-Menschen, und die wissen es durchaus zu goutieren, wenn dann mal einer daher kommt und sagt: “Wass’n DAS für’n Scheiß hier”.

Starke Gefühle – in jedwede Richtung

Starke Worte. Starke Gefühle. Ihr erlaubt mir einen Exkurs?
Ich kam einst in eine neue Klasse an einer mir neuen Schule. Just schon während der Vorstellungsrunde hat sich herauskristallisiert, dass da wohl eine Mitschülerin war, die mich (aus welchen Gründen auch immer) zutiefst hasste. Nach Kontaktaufnahme, dem einen und anderen Disput, einem abendlichen Gespräch bei Rotwein, hatte sich das Blatt komplett gewendet. Wir waren uns – wie wir beide überrascht feststellten – ähnlicher als wir dachten. Und sind heute noch befreundet.

Ich will das jetzt nicht idealisieren. Der Gedanke, der mir jedoch beim Thema Türsteher kommt: Vergibt man sich nicht – vielleicht – loyale Kooperationen, wenn man Anpöpeleien vorschnell persönlich nimmt? Vergleichbar mit Kunden, die ein (z.T. auch wirklich berechtigtes) Anliegen haben, ernst genommen werden, … und schlussendlich zu treuesten Fans mutieren.

Von der (Un-)Klarheit der Kriterien

Woran erkenne ich jedoch jetzt von vornherein, ob es sich um einen potentielle treuen Fan handelt, oder um einen “wahren” Troll (von denen es m.E. gar weniger gibt, als wir vermuten)? Die Kriterien sind manches Mal so unklar, wie sie seinerzeit diejenigen der Türsteher waren, die mich mal rein ließen und mal abwiesen. Ich dachte/es wurde kommuniziert? es sei das Alter. Dann war es der Ausschnitt. Ich dachte/es wurde kommuniziert? es sei der Anzug/das Kostüm. Letztendlich war es die Figur.

Vom Verschenken von Qualitäten

Und wenn. Als ich noch dick war, war ich dafür lustiger als heute. Und heute kann ich besser wissenschaftlich schreiben, was man mir auch nicht spontan ansehen – und schon gar nicht anhören – mag. Selbst wenn wir die Kriterien, nach denen wir Menschen aus unserer Community (vorschnell oder nur schnell) auschließen explizit machen (können), so verkennen wir andere, die nicht so ganz offensichtlich sind, die aber nur gehoben werden wollen. (Oder spricht jetzt gar zu arg die Erziehungswissenschaftlerin in mir? ;) )

Vom gefühlsmäßigen Färben der Stimmung

Ganz unwissenschaftlich aber gefühlsmäßig kann ich jedoch sagen, dass die Einstellung der Menschen, die sich um Gemeinschaft kümmern, auf die Gesamtstimmung (auch) abfärben. Ein restriktives Verhalten anders als ein tolerantes. Aber da sind der @karrierebibel und ich uns schon wieder einig. Nur nicht ganz darum, für welchen Umgang/welches Verhalten und Interpretation der jeweiligen Folgen. Aber ich muss ja auch (noch) keine Community managen. Von daher habe ichs leicht und leicht reden. Sobald sich das geändert haben sollte, reden wir weiter.

Und überhaupt. Ihr seid alle troll. Äh toll. ;) :)

Eure m – ab Morgen wieder zu MOOC-Themen. Schluss mit den Dollerein. ;)

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Meine (liebsten) Followees, wo hab’ ich euch nur her? #twitterlektionen

Bildquelle.

Followees? Was soll denn das sein? Heisst das nicht

Followers?

Auch wenn unsereins den Begriff Follower viel öfter in den Mund nimmt bzw. viel öfter unter die Linse bekommt, so bezeichnet dieser nur die eine Gruppe der relevanten “Verbandelungen” auf Twitter. Nämlich jene, die so interessiert an den eigenen Ergüssen in 140 Zeichen sind, dass sie diese gleichsam abonnieren, also eben zu Followern werden.

Aber was sind denn dann die Followees?

Followees sind jene, die ich selbst abonniert habe. Der Begriff, den ich verwende, kommt also immer auf die Perspektive an, die ich gerade einnehme. Also:

Ich schaue von mir aus.

Die, die meine Tweets abonnieren, sind “meine” Follower. Deren Tweets ich abonniere, deren Follower bin ich. Sie sind meine Followees. (Hehe. Verwirrung perfekt? Follwer Followee Follower Followee ;) :) )

Ich schaue vom Gegenüber aus.

Ich werde abonniert… also bin ich dann Followee, ich abonniere das Gegenüber, also bin ich dessen Follower. Aber Schluss jetzt. Mit dem wirr machen. Ist das nicht eh alles das selbe?

Aber ist das nicht (nahezu) deckungsgleich?

Das kann in der Tat sein. Dass mich Menschen abonniert haben, die auch ich abonniert habe. Muss aber nicht. So formuliert Philippe hier:

Und das stimmt: Obwohl es bei Twitter möglich ist, den Profilen zu folgen, die man interessant findet, halten es viele User so, dass sie das Verfolgen ans verfolgt Werden knüpfen. Hört man auf, ihnen zu folgen, so hören sie auch auf, einem zu folgen.

Ich persönlich halte das – zumindest teilweise – für den falschen Ansatz. Einschränkend teilweise deshalb, weil ich ab und an, wenn ich auf der Suche nach neuer Inspiration bin, einfach mal meine in den letzten Wochen dazu gekommenen Follower durchforste … und da regelmäßig auf eine wahre Goldgrube stoße.

Für falsch halte ich es deswegen, da diese Trennung zwischen den Gruppen Follower und Followee ja den eigentlichen “Witz” von Twitter ausmacht. Ich gebe Infos weiter, über die ich (hauptsächlich) via Twitter aufmerksam wurde. Ist nun die Gruppe der Follower und Followees komplett deckungsgleich … genau, … kommen viel weniger “frische” Hinweise rein!

Followees gestern, Followees heute, morgen, übermorgen

Doch zu meiner eigentlichen Kern-/Hauptaussage, bis zu der ich hoffe, ihr euch noch durchgelesen habt. ;) (Meine) Followees heute sind nicht (unbedingt) die von vorgestern – meine Timeline ist also im Wandel. Wie dieser Wandel zustande kommt? Zum einen, indem ich immer mal wieder Accounts – aus ganz unterschiedlichen Gründen heraus – entfolge (s. Ausmisten!), zum anderen deshalb, da ich fröhlich, schnell und gern neue Accounts mal testweise verfolge… da ich ja wenig zimperlich mit dem Entfolgen bin, kann ich dies auch ganz locker tun, ohne am Informationsoverflow zu ersticken (s. Veränderung wagen!).

Ausmisten!

Ich schaue immer mal wieder meine Followees durch. Alle paar Wochen. Im Grunde nach foglenden Punkten – obwohl mir das jetzt erst bewusst wird, in dem Moment, in dem ich dies niederschreibe.

1. Wahrnehmung des Accounts
Kenne ich das Gesicht/den Avatar? Wenn nicht, die 140 Zeichen in meiner Timeline also ohnehin untergehen, entfolge ich. Das kann (leider) auch dann z.B. sein, wenn jemand einfach zu selten postet.

2. Massenposting zu für mich irrelevantem Thema
Das kann eine Konferenz sein, deren Schwerpunkt mich gerade mal nicht interessiert (aber selten, da ich das für ein zwei Tage schon einmal einfach überlesen kann), was ich aber – wie z.B. zur Zeit – überhaupt nicht überlesen kann, sind diese EM-Tweets. Das gute daran: Wenn die EM vorbei ist, verfolge ich alle Fußballfans wieder, da die ja dann wieder twittern wie vor Fußballhochzeiten.

3. Mein Interessenschwerpunkt verlagert sich

Das war bisher in größerem Stile nur einmal der Fall. Schon immer war und bin ich interessiert, wie man in und mit Social Media lernen kann, aber auch wie man Social Media in (z.T. “verkrusteten”) Strukturen des Arbeitens und Lernen einsetzen kann, um wieder mit mehr Freude lernen zu können. Der Interessenschwerpunkt verlagerte sich vor einigen Monaten bei mir eher weg von Social Media an sich eher hin zum Lernen an sich. Was für einige meiner Lerserinnen und Leser jetzt gar keine rechte Interessenschwerpunktverlagerung darstellen mag. Fakt jedoch ist, dass ich eine ganze Reihe meiner Social Media “Gurus” nach und nach entfolgt habe, eine ganze Reihe Lern-”Gurus” dafür befolgt.

4. Twitter entfolgt für mich (gleichsam) automatisch

Hier bin ich mir aber gar nicht so sicher. Ich habe nur ab und an so einen vagen Verdacht. Dass mir Menschen (respektive Accounts) gleichsam verlorengegangen sind, obwohl ich mir sicher bin, diese befolgt und nicht entfolgt zu haben. Aber wer weiss, was man manchmal in geistiger und realer Umnachtung so alles tut. Ein schönes Gefühl ist es jedoch, einen Twitterer/eine Twittererin vermisst zu haben, auf Twitter geschaut und realisiert zu haben, dass diese(r) nocht leibt, lebt … und vor allem twittert, und diese(n) wieder zu verfolgen.

5. [to be continued]

Automatisch geht’s im Übrigen auch; so gibt es für den Mac z.B. ein Tool das “unfollow” heisst, mit dem man z.B. checken kann, wer denn von denen, die man befolgt, am längsten (und wie lange) nichts getwittert hat. Nicht schlecht, aber bisher stehe ich auf gute alte “Handarbeit”. ;)

Veränderung wagen!

Warum wiederum folge ich nun spontan Menschen/Accounts? Hier gibt es gerade so viele Anlässe, wie es solche gibt, Menschen/Accounts  zu entfolgen.

1. Ein interessanter Re-Tweet kreuzt meine Timeline

Ihr kennt das ja. Es huscht ein Tweet durch die eigene Timeline, der so (ja SO!) genial ist, dass dieser nicht der geringsten Ergänzung, keines in den Kontext stellens bedarf. Ein Tweet so gut, dass man ihn mit dem Re-Tweet-Button retweeten mag. Und wenn ihr, denen ich folge, das tut, und ich finde den Tweet gar genau so gut, na dann folge ich dem neuen Gesicht doch gleich einmal. Und hoffe auf mehr davon. Dies ist jedoch eine eher zufällige Art und Weise, auf neue Gesichter zu stoßen. Eine, die eine gewisse Tradition besitzt, also von eher systematischer Art, ist das Folgen aufgrund einer Emfehlung. Meist freitags abgegeben.

2. Doch auch tatsächlich aufgrund einer #ff Empfehlung

Ja. Auch wenn ich wahrzunehmen glaube, dass der sog. FollowFriday nicht mehr so hoch im Kurs steht, bei den Twitterern (dies wohl vor dem Hintergrund, da das Problem, Menschen/Accounts zu finden, denen man gerne folgen würde, ja mittlerweile aufgrund Masse der Nutzer nicht mehr so im Vordergrund stünde, ein Empfehlung man deshalb lieber spontan abgeben solle, anstatt sich am Freitag etwas aus der Tatstatur zu ziehen).

Trotzdem. Ich schaue mir gerne die mir freitags vorgeschlagenen Twitterer an. Und ja, ich folge gelegentlich daraufhin dem einen oder anderen Vorschlag.

3. Ich verfolge einen Hashtag (z.B. einer Konferenz die mich interessiert) und stoße in diesem Zusammenhang auf anregende 140-Zeichner

So geschehen letztens. Das war der Hashtag #zbwll. In diesem Rahmen hat @lenadoppel einen Vortrag gehalten. Den ich mir auch gleich via Adobe Connect angesehen hatte. Und der Guten, aufgrund des Eindrucks von ebenso guten Tweets wie Vortrages gefolgt.

4. Ich vollführe eine Twitter-Suche und finde dabei Menschen

Während ich also manchmal wie oben beschrieben nach Hashtags suche und dann Menschen finde, finde ich ebensolche auch über Twitter-Suchen nach Stichwort. So durchforste ich Twitter immer mal wieder spontan nach Begriffen wie eLearning oder E-Learning oder … e-Learning :)

5. Ich durchforste meine neu hinzugekommenen Follower

… welches aber mitnichten so erfolgreich (für mich) neue interessante Menschen auf meinen Schirm bringt, wie schlicht und einfach mal diejenigen Accounts durchzugehen, die mich in letzter Zeit befollowen. Das mache ich aber nur in größeren Abständen. Man braucht also einen gewissen (längeren) Atem, bis es dahin kommt, dass ich euch wahrnehme, ihr neuen Follower, außer…

6. Jemand schickt mir eine @-reply

Schickt mir jemand eine @-reply, …. und das sind in der Tat gelegentlich Menschen, die mir frisch gefolgt sind, so schaue ich mir die von diesem Menschen in letzter Zeit produzierten Tweets schon einmal genauer an. Sprechen sie mich an, springe mich an, folge. Manchmal entwickelt sich daraus sogar ein weitergehender Dialog… bis hin zu einer Diskussion mit wiederum weiteren Twitterati.

7. Jemand mischt in einer Diskussion mit, in die ich involviert bin

Was gleichzeitig Nr. 6 sein kann. Aber auch ein plötzliches von der Seite Mitdiskutieren eines twitternden Menschen, der über einen anderen twitternden Diskutanten auf die Twitterdiskussion aufmerksam wurde.

Eigentlich ganz schön viele Anlässte, Menschen auf Twitter zu verfolgen, sogar einige mehr als diese zu entfolgen. Warum ich dann – im Verhältnis – so wenigen Menschen folge? Das frage ich mich gerade auch und werde in Zukunft ändern. Ihr findet mich dann auf Twitter. Punkte 1 bis 7 abarbeiten. :)

CU there

monsi

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Immer wieder ausgehandelt: Nähe und Distanz im Social Web

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Kennt ihr das? Ihr seid irgendwo, seht eine Person, zum ersten Mal. Und dennoch ist Dir die Person vertraut, kennst deren Humor, kleine Blitzlichter aus dessen Leben, Denken, Freuen. Und jedesmal wenn ich so jemanden aus meiner Timeline, den oder die ich mag, erstmals persönlich kennenlerne freue ich mich, dass ich den oder die dann auch “wirklich” mag.

Warum mag ich (man?) Menschen überhaupt?

Mögen tue ich jemanden, wenn ich mich ihm näher fühle als jemand anderem, näher komme ich jemanden, indem ich etwas über dessen Sein erfahre, indem ich kommuniziere und interagiere. Und das Gegenüber und mich dabei in Ordnung finde. Indem ich Zeit mit jemandem verbringe. Zumindest ist das nonline bei mir so.

Wie aber stellen wir Nähe und Distanz online her? Wie reagiert man auf gefühlte Grenzüberschreitungen, wenn wir keine Möglichkeit haben, unseren Körper einzusetzen? Das finde ich einen äußerst spannende Fragenkomplex, zu dem ich mir in Zukunft ein paar mehr Gedanken (und Beobachtungen) machen möchte. Meine Prämissen zur Entstehung von Nähe (z.B. auf Twitter) online.

Nähe durch reine Rezeption

Allein, dass ich etwas über mein Gegenüber erfahre. Nicht einmal, zweimal, viele Male verteilt auf viele Tweets. Sowohl die Details, die offensichtlich sind, als auch solche, die eben gleichsam nebenbei oder unter der eigentlichen Nachricht liegen, mittransportiert werden.

Nicht nur, wie jemand ist, sondern auch wie sie ißt, lässt sich da (über Kommentare und Links) – und nur als Beispiel hergenommen – erfahren.

Nähe durch Bezugnahme

Jemand antwortet auf einen Tweet. Dabei ist es gleichgültig, ob dabei Übereinstimmung oder das genaue Gegenteil, oder gar eine Ergänzung, eine andere Perspektive eingebracht wird. Es ist das Bezugnehmen, dass jemand meine 140 Zeichen beachtet, gelesen, ja sie so wichtig genommen, dass darauf Bezug genommen. Das aneinander Anknüpften knüpft an dem Bande, das man Beziehung nennt, mit.

Nähe durch Zitieren

Oder re-tweeten. Über die verschiedenen Arten zu re-tweeten, habe mich ja schon an anderer Stelle ausführlich ausgelassen. Nehmen ich nun wahr, dass ich – in welcher Form auch immer – re-tweetet wurde und schaue mir die Art und Weise an, wie der oder die dies getan hat, so sagt genau das wieder über mein Gegenüber eine ganze Menge aus. Ob er oder sie in diesem Falle mit der gemachten Aussage/dem Tweet übereinstimmt. Oder gerade nicht. Wie er oder sie sich dazu positioniert. Warum genau dieser für mein Gegenüber so interessant, dass der Tweet wiederum an die eigenen Follower weitergegeben wird.

Nähe durch gleiche Interessengebiete

Man dächte ja, man möge Menschen, die ganz andere Hobbies, Leidenschaften, Interessensgebiete haben. Macht man auch. Aber man mag anscheinend noch mehr die, die sich im gleichen Feld bewegen. Warum? Vielleicht, weil man mit diesen “verkürzter” kommunzieren kann. Vielleicht weil man über diese noch tiefer, weil über noch andere Details ins eigene Interessengebiet eintauchen kann. Vielleicht auch einfach nur, weil man glaubt, wenn sich noch jemand für das Gleiche interessiert, das eigene Themengebiet dadurch “relevanter” wird?

Und falls jetzt jemand unter euch liest, dessen Interessengebiet Vorgeschriebenes kreuzt, der möge mir seine Gedanken dazu, vielleicht hilfreiche Links und Lektüre schenken, … das würde mich Dir ein ganzes Stück näher bringen ;) .

 

P.S.:

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Blog-Stoff via #followerpower

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20.15. Die Zeit, zu der früher die Tagesschau aus war, … und ich mich am Freitag als Kind auf einen gemeinsamen Familienfernsehabend freute. Anscheinend haben mich diese (tief) geprägt, denn noch heute, Jahre später (Jahre ohne Fernseher), fühle ich es immer noch, wenn mein Blick zufällig die 20.15 Uhrzeit rechts oben auf meinem Bildschirm streift.

20.15 Film schauen ist nicht mehr, wahrscheinlich wäre auch die Auswahl größer dafür weniger ansprechend. (Vorurteil! Wissen tue ich es nicht.) Freude haben soll aber. Und was macht einer mons7 abends/nachtens Spaß? Genau. Nachtbloggen. Finger auf der Tastatur in Stellung gebracht. Über ein knackiges Thema nachgedacht.

Exkurs: Wie ich (normalerweise) zu meinen Themen komme

Entweder über einen Schreibanlass, der mich (zugegebener Weise) emotional anspricht; dabei kann es sich um eine Blogparade, ein aufregendes Erlebnis oder einen schlichten Tweet handeln. Und während andere Quellen davor warnen, genau aus einer solchen Emotionalität heraus in die Tasten zu greifen, kamen genau so meine (wenigen besten) Posts heraus. (Mit besten meine ich solche, die ich a) auch nach einem halben Jahr noch verstehe… und die b) entweder eine kontroverse Diskussion vom Zaun gebrochen haben, oder – aus mir z.T. unerfindlichen Gründen – immer wieder angeklickt werden. Also das Gefühl, dass ich mich nicht alleine und nur kurzfristig mit diesen Gedanken herumschlage.

Oder aber über ein Thema, das mich über einen längeren Zeitraum hin beschäftigt, und ich irgendwann einmal das Bedürfnis habe, den jetztigen Stand meiner Überlegungen dazu zu einem Beitrag zusammenzufassen, damit ich diesen dann als Grundlage des Weiterdenkens nutzen kann, … und nicht immer wieder Gedachtes dazu neu denken muss, sprich, ich versuche über das Ausschreiben meiner Gedanken auf die nächste Stufe der Durchdringung der Thematik zu gelangen. Ein Beispiel für ein solches Thema ist der Komplex “Work-Life-Balance” (oh wie ich dieses Wort leiden kann. Nicht) bzw. die (vermeintliche?) Abschaffung der Segmente beruflich vs. privat oder auch die Herstellung von Nähe und Distanz im Internet.

Gestern aber stand mir weder ein Anlass zur Verfügung, noch der Sinn nach einem “Konsolidierungsbeitrag”. Meine bis dato unbeweglich auf der Tastatur weilenden Finger wechselten deshalb klickenderweise zum nächsten Browsertab und formulierten einen Aufruf.

Ergebnis Themenfindung via #followerpower

(iiiih… da fehlt ja ein “i”… na ja, sei’s drum.) Die Antworten riefen bei mir wieder einmal Erstaunen darüber hervor, trotz, dass ich es doch schon einige Male erfahren habe. Erstaunen darüber,

1. dass Antworten auf Fragen auf der einen Plattform Antworten auf ganz anderen Plattformen (und Kommunikationswegen) evozieren.

Schicke ich mein Anliegen mit #followerpower in die Twitterwelt, so erwarte ich in der Regel Antworten… oder besser gesagt ich erwarte sie nicht, ich erhoffe welche… so erwarte ich in der Regel von der Form her @-replies. Bekommen tue ich aber … einen bunten Strauss, und dies nicht nur inhaltlicher Art (siehe zu 2), sondern eben vielmehr auch der Form nach. Das können Facebook-Nachrichten sein, Hinweise auf meiner Pinnwand dort, Google-Plus-Anmerkungen, Anrufe, Twitter-DMs… und ja, auch die eine oder andere @-reply. (Ist einiges davon nicht so, wie auf eine E-Mail einen Brief zu erhalten?)

Dieses ganze Social Web mutet mir mittlerweile an, wie ein einziger (sic!) Kommunikationsraum. ;)

2. dass die Vielzahl der Antworten nicht ins eigene Erwartungsmuster passt.

Ja. So muss sich wohl das verantwortliche Team von Henkel für den Pril-mein Stil-Wettbewerb gefühlt haben, als auf der Suche nach einem Limited-Edition-Cover das mit dem Hähnchen drauf auf Platz 1 gelandet war. Und so landeten auch in meiner bzw. meinen (siehe 1) Inbox/-en Vorschläge, die mir, nun ja… eher ferner liegen.

Aber vielleicht wäre ja gerade das ein genau “richtiges” Thema zum verbloggen. Aber jetzt konkret:

Meine Top 3, die mir thematisch eher nicht so liegen
Nr. 1 Politik und Wahlen
Nr. 2 Urheberrecht (darüber wird zur Zeit eh sehr viel geschrieben; ich könnte schwerlich Intelligenteres oder alternativ Dümmeres dazu schreibend produzieren, je nach eigener Positionierung ;) )
Nr. 3 Skurilles Ereignis aus dem Schüler- und Schülerinnenalltag

Meine Top 3, die mich thematisch spontan angezogen haben
Nr. 1 Social Web Pathologien
Nr. 2 Wie macht man einen Open Workshop?
Nr. 3

Und ich mache jetzt bestimmt keine Abstimmung, über was davon ich jetzt bloggen soll, denn dann gewänne am Ende noch…. die Politik und das Urheberrecht! ;)

Nein. Es wird…………. Überraschung! :)

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Vattern, das Kind braucht einen (neuen) Namen!

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In allen möglichen Ecken und auf alle Arten und Weisen begegnet es mir gerade. Wie etwas heißt, wie es genannt wird, hat etwas mit dem ureigenen Sein zu tun, aber auch damit, was man sein (und werden!) möchte.

Ich rede in Rätseln? Drei Beispiele gefällig?

Beispiel 1 – Wir, die FH

Zum Beispiel bei uns an der FH, meiner derzeitigen Arbeitgeberin. Da geht es gerade ganz heiss her, ob wir (alle die wir FH sind, will meinen Studierende, Mitarbeiterinnen, Lehrende, assoziierte Einrichtungen, Partner aus der Wirtschaft etc.) Fachhochschule bleiben wollen, oder

  • namentlich zur Hochschule werden?
  • einen deutschen oder englischen Namen tragen wollen?

Wie auch immer die jeweilige Position im Diskurs darum sein mag, sie wird mit Leidenschaft vertreten… und ich als mehr oder weniger beteiligte Beobachterin,… bin schon ganz gespannt, was dabei herauskommen wird.

Beispiel 2 – Ich, die Unterzeichnerin

Wann unterzeichne ich einen digitalen Text mit meinem vollen und offiziellen Namen Monika E. König? Wann nutze ich mein Kürzel mek, wann das noch kürzere m? Warum nutze ich Kleinbuchstaben? Oder wann gar den Ausdruck monsi? Wer bin ich und das auch noch in den Augen des Rezipienten wenn ich das eine oder das letztere für mich in Anspruch nehme?

Beispiel 3 – Das Geheimprojekt, das bekannt werden will

Wie… Du fragst Dich, was das sein soll, dieses ominöse Geheimprojekt? Dann lies mal hier. Die zugehörige ausgerufene BlogParade da, mehr Hintergrundinfos dort. Das Geheimprojekt will bekannt werden.

Und hier kommt ihr ins Spiel! Wie soll es (denn dann) heißen? GEHEIMprojekt erscheint uns mittlerweile etwas unstimmig, oder wie Dörte es – wie keine – auf den Punkt gebracht hat:

Gesucht werden a) eine Bezeichnung, die’s trifft, sowie b) ein knackiger #hashtag.
Belohnt wird der oder die, der die letztendlich benutzte Kombi einbringt mit? Einem kurzweiligen Abend mit Monsi.

… und nein, kommentiert jetzt nicht, dass der Einsatz der falsche ist. Da verstehe ich nämlich keinen Spass. ;) Das fände ich nämlich definitv und GAR. NICHT. WITZIG.

Also? Vorschläge? Wie soll das Baby heißen?

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Mein kleines Online-Leben nach dem Tod

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Zum Anlass
Wie haltet ihr’s mit eurem Online-Leben nach dem Tod, so ähnlich fragte ich kürzlich twitternd in die Welt hinein. Ich kann nicht einmal mehr sagen, was der konkrete Anlass war.  Zumal ich mich (nicht zuletzt wegen der sonnigen Tage zur Zeit) sehr am Leben erfreue.
Es muss wohl daran liegen, dass schon während meines Erziehungswissenschaften-Studiums mich gerade die (Schmuddel- und Rand-?)Themen Tod & Sterben, Sexualität und auch Behinderung (immer im Zusammenhang mit und bezogen auf Bildungsprozesse i.w.S.) angezogen haben.

Zu den erhaltenen Rückmeldungen
Interessanterweise bilden die Antworten auf den kleinen Tweet eine ganze Bandbreite von möglichen Umgangsweisen mit dem Online-Leben nach dem Tod ab.

1. Nach einer bestimmten Zeit, in der man sich nicht einloggt -> Selbstlöschung
@XannaX1180 fordet hier: “am besten sollten alle Accounts, die 6 Monate ohne Login sind,gelöscht werden.Ggf mit Vorwarnung. Nix mit Online-Leben nach dem Tod.”

2. Nix
Nix, aber ein Nix der anderen Art schlägt @e_trude hier vor mit “Die Stimme hört dann einfach auf zu sprechen – gut war’s. Das war’s.” Eine Sicht auf die Dinge, die mir außerordentlich gut gefällt. Für mich.
Versetze ich mich jedoch in die Rolle der Zurückbleibenden, derjenigen, die eines Tages wahrnimmt, dass eine geliebte Stimme aufgehört hat zu sprechen,  breitet sich ein latentes Gefühl der Ungewissheit in mir aus. Hätte ich noch eine Chance, mich zu verabschieden, noch einmal auszudrücken, dass mir die Stimme wichtig ist und ich sie vermissen werde? Alternativ kann ich natürlich immer einmal wieder – im Hier und Jetzt und vor meinem Ableben – genau jenen Stimmen verlautbaren, dass sie mich erreichen und berühren.

3. Jemanden beauftragen
@MissCranberry schlägt hier vor ” jmd [zu] beauftragen, der die online-iche löscht. Wenn ich gehe, geht auch mein online-ich” Beauftragen kann man natürlich auch mit anders lautender Mission. Z.B. im Namen meines nicht mehr existierenden Ichs eine Nachricht zu twittern/ zu facebooken. (Da fallen mir doch spontan einige “schräge” Texte ein, die da in Frage kämen ;) ).

4. Passwort-Datei hinterlegen
@anjalorenz überlegt hier “Vielleicht sollte man eine Kopie der KeePass-Datei irgendwo platzieren…” … hm… auch nicht so abwegig… wobei es dann auch schon wieder zufällig sein kann, wer die Datei im Nachhinein finde, ob er oder sie sie finde … und was er oder sie damit mache. Aber dies ist wahrscheinlich genau der Reiz jenes Vorgehens.

Wie halte ich’s jetzt?
Ich halte es mal – zumindest für heute – mit der @e_trude’schen Version des Umgangs. Falls ihr nichts mehr  von mir hören solltet, es war sehr schön mit euch! :)

Und Du?

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Edu-Sphäre trifft Blogo-Sphäre?

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[für euch gelesen und kommentiert.]

Panke, S., Gaiser, B., & Maaß, S. (2012). Wenn Edusphäre und Blogosphäre sich treffen. Weblogs an Hochschulen zwischen Zitationskartell und Diskursrevolte. MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, Themenheft Nr. 21: Partizipationschancen im Kulturraum Internet nutzen und gestalten – Das Beispiel Web 2.0. Abrufbar hier.

Zu mir hereingespült wurde der Artikel im Übrigen – Ehre wem Ehre gebührt – vom @jrobes mit diesem Tweet.

Um was geht’s?
Das Autorinnen-Trio hat anscheinend noch (viel) mehr vor, denn es soll sich bei den in der Veröffentlichung vorgestellten Ergebnissen nämlich zunächst um eine “Kartografie der Edublogosphäre” (S. 7) handeln. In diesem Rahmen soll (als Teil-/Unterfrage) auch herausgefunden werden, wie durchlässig die Szene ist, ob also auch Neulinge eine Chance haben, von der Community wahrgenommen und in diese aufgenommen zu werden. (ebd.) *spannend*

Zum Vorgehen
Dazu wurde im Netz recherchiert, E-Mail-Befragungen gestartet, Blog-Rolls ausgewertet und Skype-Interviews geführt.

Interessante Ergebnisse
Zunächst fand ich die Ergebnisse gar nicht sooo interessant. Aber wahrscheinlich sind sie genau deswegen um so stimmiger, da ich – gleichsam als Betroffene denke – “ja, ist doch eh’ klar, oder?” Wirken die Ergebnisse auf euch ebenso stimmig?
Bei der (subjektiven) Auswahl der Ergebnisse konzentriere ich mich auf jene zu Weblogs über Bildungsthemen (s. unter 1.), da ich Weblogs von E-Learning-Zentren meist als sterbenslangweilig empfinde (da diese auf mich immer so “reingewaschen von Persönlichkeit/entsubjektiviert” wirken) (Achtung: e-teaching.org halte ich dagegen, wahrscheinlich weil Nachrichten aus vielen Hochschulen aggregiert? für durchaus sehr interessant) und ich Blogfarm-Weblogs nicht wirklich rezipiere.

1. Was sind denn Edu-Blogs eigentlich?
Unter den Begriff Edu-Blogs werden im Artikel

  • Blogs in Lehr-Lern-Settings
  • Weblogs über Bildungsthemen (also wie meines) sowie
  • Blogs von Bildungseinrichtungen subsumiert. (S. 7)
2. Mit wem reden wir da eigentlich?
Wenn ich hier so tippe führe ich ja im Grunde ein kleines Selbstgespräch. Ich sinniere vor mich hin, bringe Eindrücke und Gedanken zu einem Thema nicht immer auf den Punkt, mäandere herum. Ich tue es also für mich. Das Paradoxon: Ohne euch würde ich es nicht tun. Also was jetzt? Für mich oder für euch? (Das klärt Artikel Unterabschnitt 4.1.)
 
3. Deutsch schreiben, Englisch lesen
Ja. Das habe ich mir auch schon öfters gedacht. Warum nicht doch einmal etwas auf Englisch – z.B. zum #change11 - beitragen. Ich verfolge sporadisch Blogs und Diskussionen auf Englisch, aber dazu beitragen? Man versteht schon teilweise meine deutschen Wortspielchen nicht (wahrscheinlich weil sie teilweise schlecht sind), und mich dann auch noch (mit gewissem Sprachwitz) auf Englisch verständlich machen? Ne ne, da bleibe ich doch lieber internationaler und interkultureller Lurker. ;) (Mehr dazu Unterabschnitt 4.zwo)
 
4. Ist das jetzt Wissenschaft?
Blogtexten und wissenschaftlich schreiben ist in bestimmten Aspekten was anderes. Aber dazu wollte/sollte ich wohl einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Was aber wohl Fakt, dass Blogschreiben Wissen schafft. Im Artikel wird das mit “Mut zur Unfertigkeit” in Unterabschnitt 4.3 besprochen. Versprochen.
 
5. Da ist doch noch mehr dahinter!
Das sage ich doch immer. Man sieht von Außen einen Blog-Beitrag und drei vier läppische (zwar gute aber wenige) Kommentare. (Siehe dazu 4.4) Was man aber nicht sieht, sind die E-Mails, die Anrufe, die persönliche Ansprache…. und was auch immer in Zusammenhang damit… aber da brauch ich mir auch nicht viel mehr Gedanken drum machen, das deckt nämlich irgendwann alles @LuciLucius mit ihrer zukünftigen Doktorarbeit auf. Auf auf.
 
6. Das eigene Blog als “Revier”
Da habe ich jetzt gerade nicht die entsprechende Stelle parat, aber erinnere mich an die Aussage, dass kritische Kommentare lieber nicht als solche gepostet werden würden, wohl weil das eigene Blog eine Art Revier darstelle. Dem stimme ich jetzt nicht so ohne Weiteres (wie Obigem) zu, dies deshalb, weil ich auch i.d.R. längere Antworten als Postings im eigenen Blog verfasse, dies aber mitnichten aus dem Grund, dass ich die Auseinandersetzung nicht im anderen Blog austragen mögen würde, sondern vielmehr weil mein Blog mein perönliches Sammelsurium an “Leistungsnachweisen” beinhaltet… und die möchte ich natürlich dann dort auch gleich ablegen…

…. oder seht ihr Anderen das anders?

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