Meine (persönlichen) E-Learning-Trends ’11

Ein Blog-Carnival! Ein-Blog-Carnival! Und auch noch einer, zu meinem zweiten Lieblings-Thema, dem E-Learning. Die Aufgabenstellung nachzulesen hier, trotzdem nochmals wörtlich zitiert im Folgenden, weil sie mir gar so gut gefällt:

„Studien und Prognosten zur Zukunft des Lernens gibt es viele, und nicht immer sind sie sich einig, was die Zukunft nun wirklich bringen wird. Als Bildungsmenschen, E-Learning-Verantwortliche oder Aus- und Weiterbildner sind Trends meist weniger wichtig – es sei denn, wir haben sie verpasst und werden gefragt, warum wir darauf nicht vorbereitet waren. Gute Beispiele sind das mobile learning und die social media, die in kurzer Zeit grosse Bedeutung erhalten haben.

Zukunft ist aber, was wir daraus machen. Trends gewinnen Bedeutung erst, wenn wir uns ihnen anschliessen. Daher interessiert mich, welche Trends Sie sehen und mehr noch, auf welche Sie selbst setzen. Was schätzen Sie, was 2011 an Entwicklungen für das Lehren und Lernen mit neuen Medien bringt?“

Also, auf was gedenke ich – in punkto E-Learning – 2011 zu setzten/ was sind meine guten Vorsetze … äh … -sätze?

Im Grunde sind es keine anderen, als vor dem Jahreswechsel (also schon 2010), ich habe sie nur noch nicht expliziert, was ich hiermit nachhole. Es ist die von mir avisierte Aufweichung der „LMS-Wand“, meine Suche nach einem alternativen gemeinsamen Start-Punkt, mich in Bezug auf Quellen „locker“ zu machen, öffentlicher zu werden, sowohl in Bezug auf meine eigenen individuellen Lernfortschritte, als auch in Bezug auf das von mir entwickelte und verwendetes Material.

1. Aufweichung der „LMS-Wand“

Ganz zu Beginn meines Studiums kann ich mich daran erinnern, dass ich erstmals Richtung Campus unterwegs war und mich wunderte, dass das Uni-Gelände nicht eingezäunt war. Irgendwie war für mich lange nicht festzustellen, wo Uni anfängt und wo sie wieder aufhört. Die Gebäude lagen nicht nur über das Viertel verstreut, sondern vielmehr über die ganze Stadt, wobei es an bestimmten Stellen zumindest zu Zusammenballungen kam. Ich hatte im gesellschafts-, sozial und wirtschaftswissenschaftlichen Knäuel mich zurechtzufinden.

Nun, anscheinend habe ich mich über die Jahre so daran gewöhnt, dass Lernen keine (räumlichen) Grenzen haben muss, dass mir jetzt die „LMS-Wand“, also diese Abgrenzung eines virtuellen Raumes für das Lernen – meist begründet damit, dass zum Lernen ein geschützer Raum vonnöten sei – anstößig erscheint. Warum das Lernen vom Leben trennnen, wenn diese Trennung anscheinend nicht einmal zur Tradition der alma mater gehört?

2. Suche nach einem gemeinsamen geeigneten Start-Punkt
Riss man die „LMS-Wand“ jedoch von heute auf morgen nieder, so verlöre man dadurch den gemeinsamen Startpunkt. Den Startpunkt, an dem sich Dozentin und Studierende erstmals treffen, den Ort, an den man zum sich immer wieder auf den neuesten Stand bringen zurückkehren kann, den Heimathafen. Einen solchen (alternativen) Heimathafen möchte ich 2011 suchen und finden. Ja, ein Blog käme in Frage. Der wäre dann jedoch an die Dozentin gebunden… und wie erfahre ich als Studentin erstmals von diesem? Eine Alternative wäre die Web-Site der Bildungsinstitution,… oder… ein Start-Punkt, der eben noch von mir gefunden/ erfunden werden muss. Für Anregung (auch) in dieser Hinsicht bin ich offen und dankbar.

3. Lockerung meiner eigenen Quellen-Bewertungen

Lange Zeit habe ich es mir selbst versagt, als Studierende Online-Quellen zu zitieren. Da ich nun in einen Bereich gewechselt bin, in dem die „heissesten“ Veröffentlichungen nun einmal zunächst online gestellt werden, bevor sie – wenn überhaupt – in ordentlich gedruckter Manier erscheinen, bin ich dazu übergegangen, mir maximal ein Drittel der Gesamtquellenangaben in Form von Online-Quellen zu genehmigen. 2011 werde ich diese Bedenken in Bezug auf die Form hinter mir lassen. Erlaubt ist, was wissenschaftlich und gut. Unabhängig vom Ort des Aufscheinens.

4. Öffentlich machen meines eigenen Lernens
Warum berichte ich hier eigentlich nicht über meine Erfahrungen und Erfolge in den Modulen, an denen ich immer noch als (Zweitstudiums-)Studierende teilnehme? Warum stelle ich hier nicht meine Hausarbeiten online? Weil es anscheinend ungleich schwerer ist, seine Hausarbeiten und Lernerfahrungen offen zu legen, als man es sich eingestehen will. Deshalb kündige ich hiermit Blogposts zu den Modulen 2, 3 und 4 des Masterstudiengangs eEducation an. Ich werde mein eigenes Lernen öffentlich(er) machen.

5. Bereitstellung meines Unterrichts-Materials außerhalb der „Wand“

Und nicht nur mein eigenes Lernen, sondern auch mein Lehren. Plattformen dazu gibt es ja genug. Ab 2011 werde ich sie nutzen …

… zur Umsetzung meiner persönlichen fünf E-Learning-Trends.

Und was meinen dazu die E-Learning-„Friends“?

5 Antworten auf „Meine (persönlichen) E-Learning-Trends ’11“

  1. Danke für den schönen Beitrag! Und den netten Bogen vom allgemeinen Trend (warum ein LMS?) zum persönlichen Vorhaben, das eigene Lernen transparenter zu machen. Das schreit ja in einem Jahr nach einer „Trendbewertung“! 😉
    Beste Grüße, JR

  2. Liebe Mons, da hast Du mal wieder schön Deine Gedanken fabuliert…;-))
    Du bist ja noch mitten im vollen Lernstress, den habe ich nicht mehr. Trotzdem interessiert mich lernen und lehren natürlich weiterhin. Nun, auch bei Lernplattformen, egal welcher Art – muss man sich immer anmelden… Das empfinde ich auch als ein Hindernis. Leider gibt auch bei Moodle keine ganz freien Zugänge, so dass ich meine eigenen Lernräume nur für Gäste freigeben kann und nicht zum direkten betreten… Also immer noch ein kleines Hindernis. Das größte Hindernis ist aber der Kopf der Menschen, die damit umgehen sollen… Undefinierbare Ängste vor Neuem, kann ich das ohne Gefahr machen usw. usw. Wer kann irgendetwas lesen, was ich da schreibe. Blamiere ich mich vielleicht?? Nicht so einfach…
    Gut, wir können es nur immer wieder versuchen – auch unsere Träume zu leben und dabei fortwährend noch mehr zu lernen…

    Ich wünsche Dir ein erfolgreiches Lernjahr…;-))
    Anntheres

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