eit/?replytocom=1189#respond' onclick='return addComment.moveForm( "div-comment-1189", "1189", "respond", "3993" )' aria-label='Reply to Anja Lorenz (@anjalorenz)'>Antworten
  • Danke für die Zusammenstellung! Ich hatte mich auch über die “Emergenz” dieses Themas in der letzten Zeit gewundert und mir überlegt, ob ich diese Texte nicht miteinander verlinken und in Beziehung setzen sollte. Aber das hast du ja nun schon gemacht. 🙂

    Ja, das alte Problem der Lobhudelei. Mit wem vernetzt man sich im Web? Oft einfach mit Leuten, die so ähnlich denken wie man selbst. “Oh, das, was der sagt, stimmt! Dem muss ich folgen!” Mein persönliches Netz besteht also tendenziell eher aus Personen, die meine Gedanken teilen als kritisieren… Das ist wirklich kein triviales Problem. Lösungsansätze? Die eigenen Beiträge so weit wie möglich streuen, über das eigene Netz hinaus. Twitter, Facebook und Google+ sind mit den Retweets und Reshares geeignete Plattformen dafür, Menschen aus entfernteren Netzwerkregionen “anzuziehen”, die anders denken… Kritik geradezu herausfordern (durch entsprechende Fragen)… Das Korreferenten-Modell von m.g. … letztlich immer wieder die Diskussion genau dieses Problems…

  • Noch ergänzt: Die Frage, ob etwas wissenschaftlich ist oder nicht, hängt immer mit der Definition von Wissenschaft zusammen. Und die ist meiner Meinung nach oft einfach zu eng…

    1. Wir brauchen also eine neue/andere Definition von Wissenschaft bzw. übergangsweise eine Erweiterung. Z.B. wissenschaftlich i.e.S. vs. wissenschaftlich i.w.S. (#hihi… Zweiteres wirkt mit dem w. drin sogar (noch) wissenschaftlicher 🙂 )….

      … da hast Du doch bestimmt schon mal was drüber geschrieben, oder? Schenkst Du uns den Link?

  • nicht viel von mir – wir haben schon 2010 (!) eine Untersuchung gemacht, die von der EduCommunity nicht einmal beachtet wurde (vielleicht liegt es ja auch “nur” an der Sprache)
    http://www.scribd.com/mebner007/d/37840278-Get-Granular-on-Twitter-Tweets-from-a-Conference-and-their-Limited-Usefulness-1-for-Non-Participants

    Sämtliche Untersuchungen danach sind nicht besser geworden 🙁

    1. Hi Martin,
      doch doch, die Untersuchung ist mir schon untergekommen. (Wollte wahrscheinlich nur das Ergebnis nicht hören 😉 )… mehr dazu in extra Posting!

      Grüße nach Graz
      m

    2. Och sag doch sowas nicht. Mir war sie auch bekannt ;).

      Meine Konsequenz daraus ist, dass ich, wenn ich auf einer Konferenz nicht dabei sein kann, den Tweets nur einen limitierten Zeitraum eine Chance gebe und mich ggf ausklinke, wenn ich keine Chance sehe, dass jemand etwas sinnvolles Beiträgt. Gleichermaßen versuche ich, Inhalte von Konferenzen zu twittern (Ausrutscher seien verziehen), bzw Nutze Twitter zur Diskussion.

      Die Frage wäre aber auch, ob die “Irrelevant Tweets” hier nicht tw zum sozialen “Kit” der Teilnehmer so wichtig ist, dass sie nur tw als negativ betrachtet werden können. Ich werd das auf dem #ecco12 mal informell selbstevaluieren 😉

  • Wie passend und just zum richtigen Zeitpunkt (vom Steve Wheeler) gepostet: Wer kritisieren können will, muss erst mal kritisch lesen und denken können… http://steve-wheeler.blogspot.com/2012/02/everyones-critic.html (danke @e_trude für den Hinweis!)

    … und noch mehr zum Lesen hier.

  • Pingback: #ecco12 Konferenzzwitschern « Lernspielwiese
  • Moin,

    ich glaube, dass grundlegende Problem ist kein für die Edu-Community spezifisches. Ich habe oftmals das Gefühl, dass es unproblematisch ist, einzelne Personen oder Positionen/Meinungen zu kritisieren, wenn dies auf einem Level oberhalb der Polemik ist. Das klappt sogar unabhängig von Rang und Namen und bleibt oftmals auf der Sachebene (Was auch für wissenschaftliche Diskussionen nicht selbstverständlich ist…).
    Dennoch ist es aber so, dass bestimmte Glaubenssätze nicht attackiert werden dürfen. Anders formuliert: Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl meine “MedienbildungundForschung”-Twitter-Liste zelebriert twittern, bloggen, barcampen etc. als sakrale Ereignisse. Wenn jemand das bezweifelt, bekommt er Gegenwind von der ganzen Community. Um den Kommentar von Anja Lorenz aufzugreifen: Das Geschrei ist groß, wenn man sich anschickt, die Filter Bubble zerplatzen zu lassen. Wenn die “kulturelle Identität” (habe grad kein besseres Wort) der Gemeinschaft angegriffen wird – giftet sie zurück. Und damit komme ich wieder zum Anfang: Das ist bei Fußballfans genauso, du kannst mit einem Schalke-Fan sicher viel diskutieren, philosophieren – aber sich in die Veltins-Arena zu stellen und sich laut zu einem schwarz-gelben-Verein aus der Nachbarschaft zu bekennen, sollte man besser lassen (Ich bin nebenbei weder Schalke noch Dortmund – Fan…, setzt bei Bedarf einfach andere Fußballclubs ein). Die Edu-Blogger/Twitterer/etc. sind also auch nicht anders als Fußballfans…
    Irgendwie ist das auch logisch: Warum sollte Gruppenbildung, die sich im “Kulturraum Internet” formiert, so viel anderes funktionieren als Gruppenbildung in anderen sozialen Kontexten (Für die Diskussion, ob die Edu-Community nun eine Community of interest oder ein soziale Netz ist oder was auch immer, hab ich jetzt keine Zeit).

    Was die Off-Topic-Diskussion zum Thema Wissenschaftler betrifft:
    Also nach DfG ist man vor dem Dr. kein Wissenschaftler. Sonst kann man lange diskutieren, aber m.e. sollte als Quintessenz stehen: Wissenschaftler ist, wer wissen schaffen will. Anders formuliert: Wer offene Fragen erkennt und sich bemüht zu beantworten. Wie er das methodisch umsetzt, beschreibt, ob ihn jemand versteht oder nicht, das unterscheidet nicht den Wissenschaftler vom Nicht-Wissenschaftler, sondern einfach den guten vom schlechten Wissenschaftler…

  • Hi Wolfgang!

    Ja, ich kann das mit der Gemeinschaft, die angegriffen wird, in der Tat nachvollziehen. ABER: Unterdrückte man mal kurz seinen “Abwehrreflex” fielen einem (sehr) gute Argumente ein, die man erwidern könnten. Z.B. auf den Twitter-Debakel-Text: 1. Lehrende Twittern auf Konferenzen ganz anders, als sie Twitter in Bildungs-Settings einsetzen. Die Schlussfolgerung, so wie man in der einen Situation twittere, so setze man Twitter/Micro-Blogging generell ein, kann man m.E. so nicht ziehen. 2. Der wissenschaftliche Artikel zum Twittern auf Konferenzen geht z.B. davon aus, dass ein Twitter-Live-Stream Konferenzinhalte und Diskussionen umfassend abbilden können sollte. Woher und warum diese Erwartungshaltung? Wieso gerade daran die Tweets messen? 3. Es fehlt schon einmal an einer gemeinsamen Zielvereinbarung, bei den twitternden Konferenzlern. Es ist im Grunde nicht einmal eine definierte Personengruppe (z.B. Teilgruppe der Anwesenden), sondern die einzige Gemeinsamkeit ist lediglich der verwendete #Hashtag.

    Meine Vorstellung von Gruppe war bisher nicht die, dass bestimmte Mechanismen eintreten müssen, ich traue der EduCamp Community in dieser Hinsicht ein Mehr zu.

    Du?

    1. Ach ja… und was ich noch vergessen hatte…
      a) Danke für Deine Ausführung!
      b) Zur Off-Topic-Diskussion: Heißt das, wer gute Fragen stellen und gut schreiben darauf antworten kann ist prädestiniert zum “Wissenschaften”? Also Schreiben als Kernkriterium?

      1. Wissenschaft und DFG
        Zur DFG: Das ganze war mehr als eine Feststellung gedacht, denn als Kritik. Bei Förderungen ist es so, dass man eigene Forschungsprojekte erst nach der Promotion beantragen kann:

        [blockquote]Die DFG fördert Promovierende nicht individuell, sondern indirekt im Rahmen der oben genannten Programme. Selbst antragsberechtigt sind nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit abgeschlossener Promotion.[/blockquote] http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_dfg_foerderung/wissenschaftliche_karriere/waehrend_der_promotion/index.html

        Das ganze hat natürlich seinen Sinn, aber bis zur Promotion ist man halt (auch im übrigen akad. Bereich) Nachwuchswissenschaftler. Das ganze jetzt bitte nicht als generelle DFG-Kritik verstehen.

        Zum Schreiben als Kriterium:
        Ich würde eher die Fähigkeit, zu fragen, als Kriterium sehen. Wissenschaft beginnt, wenn man aus einem Thema eine interessante Fragestellung machen kann.
        Gute Wissenschaft beginnt dann, wenn man seine Ergebnisse und vorhaben verständlich kommunizieren kann – das kann in klassischer Schriftform sein, aber ich wüsste jetzt nicht, warum sich in Zukunft nicht auch Videoaufsätze als Form der Wissenschaftskommunikation etablieren sollten. In Magdeburg gibt es durchaus schon Abschlussarbeiten in Videoform:

        Edu-Community und Gruppen
        Die Frage ist jetzt ob wirklich alle, die den #ec… Hashtag verwenden zur Edu-Community gehören. Ich glaube aber, dass man wenn man genau hinguckt einen “harten Kern” herausfiltern könnte, der klassische Kriterien einer Gruppe erfüllt. Ob jetzt “bestimmte Mechanismen” eintreten müssen ist so eine Henne-Ei-Frage. Treten die Mechanismen in Gang, weil die EC eine Gruppe ist, oder kann man sie nur als Gruppe bezeichnen, weil bestimmte Mechanismen abgelaufen sind und weiterhin ablaufen. Ich prädestiniere eher für die zweite Lösung. Wenn man mal eine Soziographie dieser “Edu-Community” machen würde, glaube ich dass im Kern eine echte (also soziologische und psychologische Kriterien erfüllende) Gruppe steht, die einen Schwarm (Zygmunt Bauman) nach sich zieht.
        Das die Abwehrmechanismen die ich beschrieben habe, gruppensoziologisch erklärbar sind, heißt nebenbei nicht das sie unberechtigt sind. Zum Twitter-Artikel:
        Eine Antwort auf den Telepolis-Artikel war ja, dass die TP-Autor ungerechtfertigt davon ausginge, die Educamper würden sich als Elite/Avantgarde bezeichnen und verstehen. Nun waren die entsprechenden Worte farblich hervorgehoben – bei TP werden so die Links markiert. Das ganze führte zu einem TAZ-Artikel von Christian Fuller, der eben diese Bezeichnung benutzte. In der Kritik wurde sie aber dem TP-Autoren zugeschrieben

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