Zwischen den Jahren-Gedanken

Zwischen den Jahren

Rückblick – Ausblick … oder einfach nur ein paar Gedanken

Fernrohr

Warum wimmelt es zwischen den Jahren eigentlich immer so von Rück- und Ausblicken in den Blogs, die ich frequentiere? Meine Vermutung ist, weil wir in der Zeit mal wieder richtig Zeit haben. Und was macht man/frau, wenn er/sie so richtig Zeit hat? Richtig. Kriegt Lust aufs Bloggen und Sinnieren. So auch ich, von mir allerdings keine wie auch immer gearteten Blicke, sondern einfach nur ein paar Gedanken zur Lernspielwiese.

Bildung & MOOCs, warum bei mir die Luft mittlerweile draußen ist

Seinerzeit (ist es 10 oder 15 Jahre her?) gab es wohl einen rechten Hype ums E-Learning. Menschen fühlten sich von einer für sie neuen Idee angefixt, begannen Dinge auszuprobieren und hatten (ganz verschiedene) Hoffnungen. Institutionen wie Hochschulen machten sich diese Aufbruchstimmung für eine innere Erneuerung zunutze, setzten aber nicht die ganz gleichen Hoffnungen in diesen damals neuen Begriff. Weder die Hoffnungen der einen noch der anderen haben sich bisher realisieren lassen, die Menschen sind jedoch zum Teil in den Institutionen mit neuen Aufgaben untergekommen.

Eine analoge Entwicklung meine ich bei der Sache mit den #MOOC s beobachtet zu haben. Der anfängliche Spirit ist lange abgelöst von Fragen wie man denn jetzt diese #MOOC s ins Semester integrieren könne, wie diese CP-fähig werden (könnten), wie man eine sog. „Abbrecherquote“ mit welchen Mittelchen beeinflussen könnte. Gähn.

Ich schaue mich um nach dem „next interesting thing“ in diesem Bildungsbereich, aber entweder ist es mir entgangen oder es entwickelt sich erst noch. Also #MOOC s, es war recht schön mit euch und tschüss? Die kleinen positiven Effekte, die der ganze Hype doch gebracht hat mitnehmen und froh sein, dass überhaupt etwas davon weiterlebt/ -geht?

Oder vielleicht doch nicht?

Immer noch gespannt bin ich jedenfalls auf den #A40MOOC. (Mehr über die Macher und Macherinnen findet sich im Übrigen hier.) Und mindestens darüber werde ich noch berichten.

A4.0 MOOC

Das werden voraussichtlich die Themen sein:

  1. Arbeitskultur: Umgang mit Entgrenzung & Mobilität
  2. Arbeitsorganisation: Papierloses Büro und gelebte Kollaboration
  3. Abbau der Hierarchien: Neue Organisationsformen und Wege dorthin
  4. Bildung: Arbeiten = Lernen 4.0
  5. Networking: Transformation der Orte und Beziehungen
  6. Mensch-Maschine: Plattformen und Internet of Things
  7. Creative Thinking: Bedeutung von User Experience und kreativer Umgebung

Spannend, dass jedermann/-frau jetzt schon und demnächst die heiße Phase der Vorbereitungen auf (in?) Slack mitverfolgen und besser noch mit gestalten kann. Wer im neuen Jahr mit reinspringen will, in das Abenteuer, der kann hier mehr dazu erfahren wie.

Ansonsten habe mich aber entschlossen, zukünftig meinem gesamtem Themenspektrum den Raum hier einzuräumen. Also nicht nur Bildung, Digitales und Lernen. Sondern vielmehr auch meinem Ringen und Erforschen einer minimalistischen Lebenshaltung. Mein Sinnieren darüber, was ein gutes Leben bedeutet. Und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt/zusammenhängen könnte. Das habe ich bisher eher drüben auf der Minimamuse ausgelebt. Wer einen kleinen Vorgeschmack davon kriegen will, sei eingeladen, sich mit etwas Muse mal umzuschauen.

Themenwechsel oder doch nur Verbreiterung?

Da möchte ich mich gar nicht mal so festlegen müssen. Ich bin selbst gespannt, und tippe anstatt eines programmatischen Statements lieber an einem nächsten Blogbeitrag.

Auf dass das Leben und Bloggen weiters aufregend bleibe und ich auf welchen Kanälen auch immer mit euch in bereichernder Weise verbunden bleiben mag, das wünsche ich mir für 2016. Und euch das, was auch immer euer Begehr sein mag.

SEKT

Einen guten Rutsch!

Eure @mons7.

 

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3 Kommentare

  1. Zwischenbilanzen finde ich nicht einmal schlecht, egal ob Rückblick, Ausblick oder ein paar Gedanken. Hauptsache Reflexion, ein bisschen Abstand vom Gewusel.
    Meine liebste Zwischenbilanz ist übrigens die von Günter de Bruyn. (http://www.mdr.de/mdr-figaro/literatur/lesezeit-de-bruyn-zwischenbilanz100.html)

  2. Ich bin in diesem Jahr zu müde für einen Jahresrückblick. Dafür schreibe ich was andres, aber mal nur für mich. #MOOC bleibe ich als Entwickler auch in 2016 treu, denn da muss ich noch einen weiteren Kursus auf die Straße bringen, nachdem ich aus dem letzten im vergangenen Jahr unheimlich viel gelernt habe. Die Details sind schon spannend, aber mir geht es ein bisschen wie dir (*gähn*) – irgendwie schon mehrmals da gewesen. Wünsche Dir alles Gute!

  3. Danke, liebe Mons, das ist ja nett 🙂

    Mir geht es ja schon länger so. Und dass gerade ich jetzt selbst einen MOOC anbiete … nun gut, ich hatte das irgendwo schon einmal begründet. Zwischenzeitlich sehe ich es als Herausforderung: Schauen wir einfach, ob wir irgendetwas Kreatives und gleichzeitig gesellschaftlich Relevantes noch aus dem MOOC-Konzept herausholen können. Ein MOOC als kleine, kulturelle, gesellschaftliche Infusionsspritze, so ist es ja hier gedacht.

    Wobei, wenn man es richtig richtig machen wollte, müsste man es viel grösser anlegen. So wie den U-MOOC von Otto Scharmer (http://www.huffingtonpost.com/otto-scharmer/mooc-40-the-next-revoluti_b_7209606.html). Das ist m.E. schon sehr gut konzipiert und duchgeführt. Aber dazu müsste man viel mehr Zeit investieren – und diese muss ja irgendwie quer finanziert sein.

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