Kommentar zum Vlog von Andi: Ein paar Ideen zur Ausgabenreduzierung

Ich mag ja Vlogs auf Youtube generell gerne. Just zwischen den Jahren habe ich Andis Vlog entdeckt, der gerade gestartet hat. Er möchte gerne in (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) 16 Jahren finanziell unabhängig sein… und lässt uns an seinen Ideen und seinem Weg dahin auf seinem Kanal teilhaben. Der sympathisch rüberkommende Typ hat dabei nicht weniger vor, als eine Community um die Idee zu entwickeln, die sich wertschätzend gegenseitig Tipps dazu gibt und die jeweiligen Bemühungen gegenseitig kommentiert. (Das einzige dabei, was ich nicht so teile ist seine Leidenschaft fürs Traden.) Ich bin dennoch gespannt auf Weiteres und habe nicht nur gleich mal den Kanal abonniert, sondern werde auch mit diesem Blogbeitrag einen ersten ausführlicheren Community-Beitrag leisten.

Ganz am Anfang seiner zweiten Folge (von dato heute insgesamt 3) berichtet er, dass sein allererster Schritt ist, monatlich einen fixen Betrag beiseite zu legen, weil alle finanzielle Unabhängigkeit mit dem Ansparen beginne (wie er in Büchern und Blogs zum Thema dazu gelesen hat). Da seine Anmerkungen zur Reduzierung seiner Ausgaben, um überhaupt 500 EUR zum Ansparen zur Verfügung zu haben knapp ausgefallen sind (mit guter Begründung, da das ja eigentlich nur jeder für sich finden und entscheiden kann), habe ich mir überlegt, einen kleinen Input für euch zu schreiben, wie ich selbst meine Ausgaben versucht habe zu reduzieren. Bzw. bei einigen Punkten gerade anfange, es zu versuchen. Sozusagen als Ideen- und Inspirations-Input.

Und natürlich bin ich im Gegenzug neugierig auf EURE Ideen dazu!

Einschub und wichtig: Nebenziel ist und war im Übrigen dabei, nicht etwa das Reduzieren um des Reduzierens willen, sondern vielmehr dabei mindestens so gut zu leben wie zuvor. Oder sogar besser!

1 – Selber kochen

Gefüllte Paprika

Ja, seltsam, dass ich das als erstes schreibe, wo ich doch vor gar nicht so langer Zeit so gar nicht kochen konnte (und wollte). Wie das passiert ist? Zunächst. Auf Arbeit gibt es ja eine Kantine. Oder Mensa, wie das an der Uni heißt. Allerdings zahle ich da als Nicht-Studierende schon mal 1,80 EUR mehr als die anderen. Es handelt sich aber in der Gegenleistung dafür für nicht wirklich leckere, eigentlich leicht selbst herstellbare Gerichte. Und ich esse so ich dort esse in einer absolut stressigen Atmosphäre.

Entscheide ich mich stattdessen mir ein belegtes Brötchen zu holen um es im nahegelegenen Park zu mümmeln, wo es zumindest ruhiger ist, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht SO viel besser, außerdem denke ich dann immer, Mensch, warum habe ich mir das übrige Brötchen nicht heute Morgen flugs nach dem Frühstück belegt und mitgenommen?

Ergo: Ich koche jetzt selbst. Meist abends. Und nehme mir ein Brötchen in belegt, das vom Frühstück über ist, für die Mittagspause mit. Ungefähre Kosteneinsparung: Pro Arbeitstag 3 EUR, macht ca. 60 EUR im Monat, also 720 aufs Jahr gerechnet. Oder habe ich mich da verrechnet? Das klingt so viel??????

2 – Klamotten beschränken

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Die Klamottenfrage ist eher eine Frauenfrage? Vielleicht. Dann können ja alle, die sich als “Mannsbilder” fühlen zum nächsten Punkt 3 springen, zu Ausgaben minutiös aufzeichnen, das liegt euch dann bestimmt (besser). 🙂 Aber zurück oder bleibend bei den Klamotten. Ihr kennt ja den Spruch: “Schatz, ich habe [oder mit etwas mehr Nachdruck mit “ja gar” versehen] nichts zum Anziehen.”.

Die unglaubliche Erkenntnis (die ihr mir nicht glauben müsst, aber vielleicht seid ihr neugierig genug, das auszuprobieren): Wenn man weniger davon hat, hat man immer was zum Anziehen. Ein tolles Spiel, das auszuprobieren m.E. loht, ist das Project333. Hier auf der Minimamuse ist zu finden, wie es funktioniert,… und welche Folgen das ganze zeitigen kann.

Beispiel, von dem ich im letzten Minimalismus-PodCast gehört: Von 5 Krawatten auf die eine. Sozusagen “die kleine Schwarze” 😉 geht wohl für Beerdigung, Taufe UND Hochzeit.

Mit diesem reduzierten Satz an Kleidung kann ich persönlich sehr gut leben, da ich mir 5 Kombinationen zusammenstelle, die ich abwechselnd immer wieder auf die Arbeit anziehe und zuhause eh’ weniger ein Problem damit habe, ein paar Tage nacheinander das Gleich anzuziehen, weil ich da ja keinen Stress habe und die Kleidung nicht immer nach einem Tag in den Wäschekorb fliegen muss. Kleidung, die ich reinigen müsste habe ich gar keine mehr.

3 – Ausgaben minutiös aufzeichnen

Büchlein mit Stift

… is solange blöd, wie man zu viele hat. 😉

Aber wenn man wenig genug hat, die aufzuzeichnen – oder sich für 4 Wochen einfach mal disziplinieren kann das zu tun (um der Erkenntnis willen), gibt es diverse Möglichkeiten. Apps, schnöde alte Excel-Listen oder noch antiker aber nichts desto trotz ziemlich wirksam, die Auflistung der Ausgaben auf … Papier.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich zwar immer geglaubt habe, dass ich ziemlich genau wüsste, wie die Aufteilung der Gesamtausgabe, die am Monatsende weg ist, faktisch aussähe. Jedes Mal, wenn ich einen Monat Haushaltbuch geführt habe war ich entgegen dieser Sicherheit immer wieder überrascht, welche Erkenntnis ich daraus ziehen und ableiten konnte. Erkenntnis insofern, dass für die Dinge, für die man die größten Brocken ausgibt, nicht unbedingt jene sind, an denen man die meiste Freude hat. Und entsprechend kann man ja sein Ausgabeverhalten die Monate drauf modifizieren.

4 – Experimentierfreudig sein

Insgesamt empfehle ich, nicht in alten Gewohnheiten zu verharren, sondern sich “einfach” mal auszuprobieren. Immer im Hinterkopf, dass es bei diesen kleinen Projekten um Versuche geht. Um Versuche, sich selbst und seine Bedürfnisse, was dahinter steht, kennen zu lernen. Und vielleicht beim einen oder anderen Punkt zu der Erkenntnis zu kommen: Das jetzt möchte ich aber wirklich nicht missen, das andere habe ich so was von gar nicht vermisst.

Am Beispiel: Haare

Bildschirmfoto 2015-12-29 um 23.55.43

Ich hatte ja eine zeitlang EXTREM kurze Haare. Was zur Folge hatte, dass ich einmal im Monat für ca. 15 EUR zum Frisör musste. Eine Wette mit einer Online-Freundin kam mir da gelegen. Wer zuerst zum Frisör geht um seine Haare zu schneiden, hat verloren. Was soll ich sagen? Ich habe die wirklich harte Zeit des Übergangs überstanden. Mittlerweile kann ich mir mein Haarprächtlein zusammenstecken, so dass es wieder wie kurze Haare aussieht. Nur eben ohne Frisör. Ich denke, dass ich auch 2016 noch nicht hin muss (also z